08.11.2014, 14:00 Uhr (12.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): TSV Gera-Westvororte - Hainberger SV 8:0 (1:0)

Hainberg findet in Scheubengrobsdorf keine Mittel - Höchste Niederlage seit 2008 hätte sogar noch klarer ausgehen können, da Gastgeber im ersten Abschnitt ihre zahlreichen Chancen nicht nutzten


Wieder fehlten dem HSV mit Dirk, Jo und Robert wichtige Säulen für das eigene Spiel. Dies war sicher ein wichtiger Fakt, aber längst nicht der alleinige, um diese derbe Klatsche zu analysieren. Obwohl die Saison bisher sehr zufriedenstellend verlief, zeigte diese Begegnung große Mängel im einzelnen und mannschaftlichen Verhalten auf dem Spielfeld auf. Das Spiel ohne Ball, die Konzentration auf die eigene Aufgabe, das Zweikampf- sowie das gesamte taktische Verhalten fehlte zum Teil völlig - dies ergab eine völlig indiskutable Leistung. Dabei hatten die Greizer in der ersten Hälfte noch unheimliches Glück und lagen so nach einem unnötigen Gegentor nur 0:1 zurück. Zuvor vergaben die Gastgeber, die in ihrer Spielfreude kaum gestört wurden, beste Möglichkeiten und hätten schon mindestens drei Treffer markieren müssen. In den ersten 20 Minuten hätten sie ihre Angriffswellen erfolgreicher abschließen müssen, aber verpassten es sogar, den Ball nur über die Linie zu schieben. Von der 25. bis 40. Minute hatten die Gäste ihre beste Phase und fuhren einige gefährliche Konter, ließen aber vor dem Kasten die nötige Entschlossenheit vermissen oder scheiterten mit guten Chancen von Fared, Hazem und Steven. Als Christopher seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall brachte, dachte nun Jeder, dass die Gastgeber die verdiente Führung erzielen würden. Peter stetzte den Strafstoß aber neben den Kasten. Kurz vor der Pause fiel das 1:0 doch noch, als Markus es verpasste, im Strafraum zu klären und Torjäger Winefeld schloss ins lange Eck flach ab. Nach dem Spielverlauf war der Pausenstand recht schmeichelhaft für die Gäste. Der Hühnerhaufen, dem ein vom Team gelebtes taktisches Auftreten fehlte, konnte sein Glück wohl kaum fassen.

 

Innerhalb von nur einer Minute zerstoben die Hoffnungen auf Besserung im zweiten Spielabschnitt und in der Folge brach die Mannschaft vollends auseinander. Uwe wollte den Ball aus der Gefahrenzone schlagen, fügte dabei Musa einen K.o. zu und Winefeld schnappte sich ohne Gegenwehr das Leder, umspielte Fahad und erhöhte auf 2:0. Kurz darauf verletzte sich Lothar und in der Phase der Unterzahl stand es innerhalb von zwei Minuten 4:0 für die Geraer durch Gutschke und Vorwerk. Nun gaben sich die meisten Hainberger auf. Musa spielte die Begegnung benommen zu Ende. Christopher sah nach einem Zweikampf doppelt bzw. nur einäugig. Hainberg konnte in der zweiten Hälfte dreimal Gefährlichkeit andeuten, ohne Keeper Kunert ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Westvororte, nun deutlich effektiver, erhöhte folgerichtig bis auf 8:0. Am Ende konnten die Gäste mit Glück davon sprechen, nicht zweistellig verloren zu haben. Die dreiwöchige Spielpause lässt diese Schlappe länger nachwirken. Zum Glück ging es nur um drei Punkte, so dass man sich auf die besseren Saisonleistungen besinnen sollte. Diese Leistung hätte wirklich nur für Mohlsdorf gereicht. Die fairen Gastgeber sind nun klar auf Titel- und Aufstiegskurs, was ihnen in der nächsten Saison kürzere Fahrwege bescheren dürfte.

01.11.2014, 14:00 Uhr (11.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): SG TSG 1861 Hohenleuben - Hainberger SV 4:3 (2:1)


Hainberg kann spielerische Überlegenheit nicht nutzen - Fehler auf beiden Seiten ermöglichen Gegentreffer - Zweimalige Führung reicht nicht zum punkten

In Hohenleuben musste der HSV ohne seine wichtigen zentralen Spielen Jo und Dirk antreten. Aber auch dem Gastgeber fehlen derzeit verletzungsbedingt einige Akteure. Hainberg übernahm die Initiative und konnte in einigen abseitsverdächtigen Situationen Torgefahr erzielen. Hohenleuben schlug lange Bälle und stiftete somit stets Torgefahr. Das Spielniveau blieb mager, da auch die Gäste zunehmend mit weiten Bällen ihr Heil versuchten. Hohenleuben verspielte im Aufbau den Ball und der gestartete Hazem lief auf das Tor zu und schob zur Gästeführung ein. Nach einem guten Angriff standen Steven und Hazem kurz vor dem Führungsausbau, wurden aber wegen angeblicher Abseitsstellung zurück gepfiffen. Auf der Gegenseite war Seifert stets ein Unruheherd. Noch blieben die Gastgeber außer bei einem Distanzschuss im Abschluss und bei Standards aber ungefährlich. Als Seifert sich von links bei 20 Metern vor dem Hainberger Kasten durch drei Hainberger spielte und fulminant in den linken Torwinkel abschloss, war es um die Führung geschehen. Ein tolles Tor, bei dem Fahad keine Abwehrmöglichkeit hatte, dem Torschützen aber zu viel Raum gegeben wurde. Ansonsten blieb die Begegnung unansehnlich und ein auf das Nichtzeigen von Karten erpichter Referee hatte seinen Anteil an der zunehmenden Härte. Auf beiden Seiten hätten sich je ein Spieler sogar die Rote Karte verdient, so großzügig leitete Klaus Grüner. In dem zerfahrenen Spiel ließ dann Hainberg Marschler kurz vor dem Strafraum gewähren, der aus der Distanz, dem von der Sonne geblendeten Fahad keine Chance gab und die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung brachte. Die Zweikampfhärte Hohenleubens hatte den HSV völlig aus dem Spielrhythmus gebracht. Unschön auch einige unsachliche Zuschauerkommentare gegenüber unseren ausländischen Mitspielern. Selbst der sonst so besonnene Musa wirkte arg genervt. Anders die Hohenleubener Verantwortlichen, die stets versuchten, die Gemüter am Spielfeldrand zu beruhigen.

 

Nach der Pause kamen die Gäste mit neuem Schwung. Ein Doppelschlag durch Steven Ludwig, der nun mehr 11 Treffer auf seinem Konto hat, drehte die Begegnung. Hohenleuben reklamierte Abseits, hatte aber durch Ballverluste in der eigenen Hälfte in der Torentstehung mitgewirkt. Der sich den Ball erkämpfende Hazem legte dann zweimal für den Torschützen auf. Weitere Möglichkeiten führten nicht zu Toren. So verflachte die Partie wieder. Die Gäste zeigten sich zu grün, um durch kompakteres Stehen den Hohenleubener Spielfluss einzudämmen. So sorgten lang geschlagene Bälle wieder zunehmen für Torgefahr. Falk musste aufgrund eines erlittenen Pferdekusses ausgewechselt werden, wodurch weitere Stabilität verloren ging. Auch die Gastgeber brauchten nur drei Minuten, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Beim Ausgleichstreffer drückte der Schieri wieder beide Augen zu. Seifert hatte Markus umgerannt und sein vom Torwart abgewehrter Schuss wurde aus stark abseitsverdächtiger Position im Tor versenkt. Der genervte Markus foulte dann unnötig im rechten Strafraum den Ball führenden Seifert, so dass der Referee auf den Punkt zeigen musste. Da gab es keine zwei Meinungen. Marschler verwandelte den fälligen Elfer mit seinem zweiten Treffer. Die Gäste bemühten sich verzweifelt, schafften aber den Ausgleich nicht mehr. Hainberg hätte sich einen Punkt verdient gehabt, aber insgesamt sah man ein zerfahrenes Spiel, in dem der HSV aufgrund seiner taktischen Fehler immer wieder in Bedrängnis geriet, da man in Führung liegend, nicht auf aus einer kompakten Defensive vorgetragenen Konterfußball umstellte. Nun geht es zum spielstarken Tabellenführer Westvororte. Da gilt es, taktisch besser aufzutreten, will man einen Punkt mitnehmen.

25.10.2014, 15:00 Uhr (10.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - TSV 1872 Langenwetzendorf 2:2 (0:1)


Gutklassiges von Kampfkraft und Taktik geprägtes Kreisklassenspiel endet leistungsgerecht remis - Gäste bestimmen Anfangsphase und HSV kann Chancenplus nicht in Sieg ummünzen

Den Zuschauern wurde ein starkes Kreisklassenspiel geboten, in das die Gäste bissiger sowie läufstärker kamen und die ersten 20 Minuten bestimmten. Nicht überraschend, dass Lawedo in Front ging. Trotzdem führte eine Hainberger Fehlerfolge nach eigenem Abschlag zur Torvorbereitung für Robert Buschold. Nach 30 Minuten übernahm Hainberg das Zepter. Robert Funke verpasste haarscharf eine Flanke per Kopf. Einen Distanzschuss von Steven Ludwig klärte Torwart Degner zur Ecke. Trotz weiterer Möglichkeiten und zunehmender Hainberg Überlegenheit blieb es bei der Gästeführung, die nach einem Eckball fast per Kopf erhöht hätten.

 

Auch die zweite Hälfte bot kampfstarken Fußball. Als Funke vom letzten Mann zentral gefoult wurde, ließ der Referee Gnade vor Recht ergehen. Da er auf beiden Seiten einen Elfer versagte, bevorteilte er hierbei kein Team. Hainberg nahm den Fight zunehmend an und erspielte sich ein Chancenplus. Dennoch dauerte es bis zur 73. Minute. Durch einen Doppelschlag drehten die Gastgeber das Spiel. Nach Ecke köpfte Bernickel ein und nach dem einzigen Patzer von Degner, der den aufspringenden Ball unterlief, traf Ludwig aus spitzem Winkel. Die Gäste kamen schnell wieder zum Ausgleich durch Andreas Buschold. Einen Eckball von Funke, der beinahe direkt eingeschlagen wäre, beförderte Degner per Glanztat noch über den Querbalken. Nachdem Sharif eine Großchance nicht zur Torvorlage nutzte und verschoss blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden. Eine gute Partie, zwar arm an Chancen, aber ein toller Fight, mit dem Langenwetzendorf nachwies, sich bald schon weiter nach oben zu orientieren. Der HSV konnte sich in der Begegnung deutlich steigern und zeigte, warum sich das Team nach 10 Spieltagen recht überraschend im oberen Tabellendrittel befindet.

18.10.2014, 14:00 Uhr (9.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): FSV Mohlsdorf - Hainberger SV 0:8 (0:3)


Hainberger überrennen in Mohlsdorf die Gastgeber mit sehenswertem Offensivfußball und klettern beängstigend in der Kreisklassentabelle

Eine Stunde vor dem Spiel tippte ein Optimist 0:7 und hoffte vor allem auf die 0. Am Ende war er nicht optimistisch genug. Beeindruckend, was die Hainberger Offensive derzeit auf dem Platz bietet. Mit Ausnahme von Paule und dem länger nicht mehr gesichteten René konnte Gelb-Rot wohl erstmals in Bestbesetzung antreten. Es ging gleich flott los und nach tollen Angriffen fehlten Hazem und Steven nicht viel zur Führung. Mohlsdorf knallte aus 18 Metern an die Latte, worauf die Gäste nach langem Ball über Dirk und Steven durch Hazem das 1:0 erzielten, in dem sie den Ball über die Linie drückten. Nur vier Minuten später spielte sich Oldie Dirk an zwei Gegnern im Strafraum vorbei und versenkte das Leder aus spitzem Winkel im Mohlsdorfer Kasten, da der Keeper mit einem Abspiel rechnete und Dirk die gebotene Lücke nutzte. Zwei Goßchancen für Steven und Hazem blieben noch ungekrönt. Jeder Angriff der Gäste sorgte für Gefahr. Robert, Hazem, Steven, Dirk und Farid spielten mit der Gastgeberabwehr Katz und Maus. Weitere Löcher rissen die nachrückenden Falk und Jo. Als Hollstein per rüdem Foul, das vom sonst umsichtig pfeifenden Wünsch ungeahndet blieb, kochten die Gästebankemotionen kurz über. Hainberg dominierte die Begegnung. Trotzdem blieb in der Mitte ein großes Loch, so dass die Gastgeber mit langen Bällen aus der fast blanken Mitte gen Hainberger Tor Gefahr ausstrahlen konnten. Nichts wurde wieder so gefährlich wie der Lattenknaller zum Anfang. Kurz vor der Pause war Steven toll freigespielt worden und wurde kurz vorm Keeper von einem Mohlsdorfer von den Beinen geholt. Die reglementmäßige Rote Karte wurde mild durch Gelb ersetzt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Robert humorlos zum 3:0. Weitere Möglichkeiten der Gäste waren ungenutzt geblieben,worüber die deutliche Führung locker hinweg tröstete.

Der Halbzeitstand an der schönen neuen Mohlsdorfer Anzeigetafel, die fast an ihre Grenzen gestoßen wäre.
Der Halbzeitstand an der schönen neuen Mohlsdorfer Anzeigetafel, die fast an ihre Grenzen gestoßen wäre.

Die zweite Hälfte begann für die Gäste optimal. Jo startete zielstrebig in einen von Robert getretenen Eckstoß und schoss zum 4:0 ein. Es ergaben sich weitere Möglichkeiten. Nach einer diffizilen Strafraumsituation konnte sich Mohlsdorf über den Strafstoßpfiff freuen. Der scheinbar Gefoulte trat an und jagte den Ball über den Kasten. Fahad hatte sich eh fürs richtige Eck entschieden. 2 Meter über ihm guckte er das Leder übers Tor. Danach fand fast nur noch das Spiel gen Mohlsdorfer Tor statt. Robert, Steven und Hazem scheiterten noch knapp bzw. die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber retteten kurz vor der Linie. Nach einer Ecke, wiederum von Robert getreten, köpfte Dirk das Leder unbedrängt mit Vehemenz ins Netz. Steven erhöhte nach einer weiteren tollen Angriffskombination über Dirk und Robert zum 6:0. Genauso schnittig ein weiterer Angriff, den Hazem zum Tippresultat technisch perfekt und cool wie zuvor schon Steven vollendete. Letztlich blieb es Robert vorbehalten nach schönem Angriff und trotz mutigen Torwarteinsatzes im Nachsetzen mittels Lattenunterkantenknallers aus Nahdistanz das Endresultat herzustellen. Offensiv eine starke Gästevorstellung, taktisch, im mannschaftlichen Verschieben sowie dem gesamten Defensivverhalten des Teams gibt es Steigerungsbedarf. Mehr war aber gegen schwache Mohlsdorfer nicht nötig. Schon in der kommenden Woche dürfte der HSV von Langenwetzendorf mehr gefordert werden, sollen wieder die Null stehen und ein weiterer Sieg folgen. Glückwunsch dem Team zum tollen Angriffsspiel und furiosen Sieg. Das große Loch im Mittelfeld sollte aber allmählich gestopft werden. Den momentanen Tabellenstand konnte zu Saisonbeginn Niemand erahnen. Deshalb gilt es nun auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben und weiterhin intensiv im Training zu arbeiten. Alles in Allem ist das erste Zu-Null ein positiver Fingerzeig und spricht dafür, dass die beim Offensivdrang allein gelassene Abwehr um Lothar diesmal Stand hielt, insbesondere Christopher, Musa und Lothar eine Steigerung nachwiesen, nicht zu vergessen Jo, der den Abwehrriegel bärenstark unterstützte und manch brenzlige Situation klärte. Beim klaren Vorsprung lebten aber einige defensiv Aufgestellte ihre Position zu offensiv aus. Hauptaugenmerk sollte auf der weiteren defensiven Stabilisierung liegen und da muss das gesamte Team die Abwehr trotz aller schönen Angriffsbemühungen durch besseres Verschieben und insbesondere bessere Rückwärtsbewegung gegen den Gegner unterstützen. Ein tolles Spiel der Hainberger, das zum Glück weitere Steigerungsmöglichkeiten offen hält.

In Anbetracht des Ergebnisses im Folgenden der Spielbericht von Mohlsdorf nach dem Motto Ab morgen ist Kommunismis (siehe Resultat und bedenke, dass es hätte auch gut und gerne zweistellig ausgehen können - es gab drei echte Mohlsdorfer Chancen).


Mohlsdorf weiter sieglos, trotz guter Chancen 
Gegner nutzt konsequent seine Möglichkeiten zum 0:8

Die Mohlsdorfer Tordifferenz respektive Tabellenplatz sind gelinde gesagt einfach blamabel. Nicht dass das Team nicht wüßte, wie man Fußball spielt, doch die gegenwärtigen Ambitionen und deren Umsetzung reichen einfach nicht, um auch nur die vermeintlich leichtesten Gegner zu beherrschen. Das Fehlen eines wirklich zu diesem „Job“ geeigneten guten Stürmers tut ein übriges dazu.
Das Spiel gegen die Hainberger verlief wieder nach gleichem Muster. Mohlsdorf fängt druckvoll an, erarbeitet sich mit viel „Pressing“ einige gute Chancen, die das Team wieder nicht verwerten kann. Im Gegenzug sind die Gäste in Passspiel und Ballannahme viel sicherer, dabei noch kopfballstark und schließen ihre so erarbeiteten Tormöglichkeiten konsequent ab.
Das 0:1 in der 17. Minute durch Hazem Sharif und das 0:2 in der 21. Minute durch Dirk Bernickel waren demzufolge auch keine „Glückstreffer“ sondern, unter Ausnutzung der Mohlsdorfer Schwächen, sauber erarbeitete Tore und auch der Strafstoß kurz vor dem Pausenpfiff, den Robert Funke sicher zum 0:3 Pausenstand einnetzte, war eine richtige Entscheidung des souverän agierenden Schiedsrichters Maurice Wünsch, dessen Leistung keinen Grund zur Beschwerde gab.
Selbst die üblen Pöbeleien des Hainberger Trainers Uwe Birke gegen den Mohlsdorfer Kapitän Christoph Hollstein ermahnte Schiedsrichter Wünsch konsequent.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete, mit einem Tor zum 0:4 in der 46. Minute, erzielt durch Johannes Steudel.
Mohlsdorf vergab wiederum mehrere Chancen durch Lattenknaller oder Bälle, die knapp am Tor vorbei gingen, ja sogar ein klarer Elfer und zwei Freistöße wurden „versemmelt“. Im Gegenzug nutzten die Greizer die freien Räume, die das FSV-Team nun durch sein nun offensiveres Spiel lassen mußte, konsequent und konnten, oft aus einfachsten Standards heraus, bis zum Abpfiff noch vier Tore unterbringen - 0:5 Dirk Bernickel (62.); 0:6 Steven Ludwig (69.) 0:7 Hazem Sharif (74.) und Robert Funke (87.).
Die fünfte Partie in Folge ohne ein eigenes Tor zu erzielen ist die Schreckensbilanz der Gastgeber, die endlich als Weckruf dienen sollte, sich mit mehr Elan und spielerisch-taktischer Raffinesse den kommenden Gegnern zu stellen.

Frank Knüpp
Frank Knüpp, FSV Mohlsdorf am 20.10.2014 13:01 Uhr

11.10.2014, 15:00 Uhr (8.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - SG Blau-Weiß Steinsdorf 1990 5:2 (2:1)


Hainberg erlebt tolles Kreisklassenspiel beider Teams - HSV erspielt mit schönem Offensivfußball 5:2-Sieg und ließ dabei zahlreiche Chancen aus

Das Punktspiel zwischen dem Hainberger SV und Blau-Weiß Steinsdorf wurde auf einem sehr guten Niveau geführt und sah mit dem Gastgeber einen verdienten Sieger.

Der Start begann gleich furios. Bereits 3 Minuten nach Spielbeginn setzte Falk Hazem mit einem wunderschönen Diagonalpaß in Szene. Der vergab allerdings.
Nach 8 Minuten erkämpfte sich Dirk in der gegnerischen Hälfte den Ball und erzielte mit einem satten Distanzschuß das Führungstor. Kurz danach wurde Christopher von seinem Gegenspieler getroffen und musste außerhalb des Platzes behandelt werden. Als die Hainberger dadurch kurzzeitig in Unterzahl waren gelang Hein der Ausgleich. Er nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr. Die Hainberger zeigten sich aber nur kurz geschockt und erspielten sich weitere Torchancen. Als Balo den Ball erkämpfte und ihn diagonal zu Falk spielte, dieser wiederum diagonal auf Hazem vorlegte, konnte der gute Steinsdorfer Torwart großartig parieren. Einen schnell vorgetragenen Angriff in der 27. Minute nutzte Steven Ludwig zur erneuten Führung. Der unermüdlich ackernde Ballo erkämpfte wieder den Ball am eigenen Strafraum und leitete den Ball an Hazem weiter. Hazem spielte den Paß sofort in den Lauf von Stevie, der frei auf den Torwart zulief und die Nerven für einen wunderschönen Lupfer hatte.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit erhöhten die Hainberger in der zweiten Halbzeit den Druck und sicherten die drei Punkte. Bereits in der 50. Minute setzte Dirk Stevie mit einem Einwurf in Szene. Der überließ Hazem den Ball. Leider ging sein Schuß aus ca. 7 Metern neben das Tor. Bereits 3 Minuten später prüfte Dirk erneut den Torwart. Der konnte den Ball nur abprallen lassen. Hazem erkämpfte sich den Ball und legte ihn auf Balo ab. Aber auch Balo vergab diese gute Chance. Nur kurz danach trat Falk eine Ecke auf Jo. Der köpfte aufs Tor, verfehlte aber das Ziel. Balo kam an diesen Ball auch nicht mehr heran. Danach verlor der ansonsten souveräne Mahler den Ball in der eigenen Hälfte an Hazem. Dieser gab gleich weiter auf Dirk und Dirk erzielte das lange fällige 3:1. In der 75. Minute legte Balo einen Freistoß in den Lauf von Markus. Der schaffte es diesmal nicht den Ball frei vorm Tor zu versenken. Nur eine Minute später eroberte Balo den Ball zurück und über Dirk kam der Ball erneut zu Hazem. Der konnte die Führung zum 4:1 ausbauen. Die Steinsdorfer kamen mit einem sehenswerten Distanzschuß noch zum 4:2. Der Steinsdorfer Spieler konnte vor der Abwehr ungestört dribbeln und erzielte dann  ein Traumtor in die lange obere Ecke, welches unhaltbar war. In der 87. Minute hatten die nie aufgebenden Steinsdorfer einen Eckball. Und wieder erkämpfte sich Balo den Ball. Ohne Umwege schickte er Stevie auf die Reise. Stevie gewann das Laufduell und hatte auch noch die Übersicht den in der Mitte frei stehenden Falk anzuspielen. Falk war es dann vorbehalten den Endstand herzustellen.


Ein hochklassiges, faires Spiel, welches Selbstvertrauen in die eigene Torgefahr geben sollte.

04.10.2014, 15:00 Uhr (7.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): FSV Ronneburg II - Hainberger SV 5:1 (3:1)


Hainberg bekommt in Ronneburg derbe Klatsche - Defensive Anfälligkeit und schlechte Chancenverwertung führen zu einem Resultat, dass die Spielanteile nicht widerspiegelt

Hainberg startete gut in die Partie und setzte mit Spielbeginn die Gastgeber unter Druck. Mit dem ersten Angriff erzielte Ronneburg per Eigentor die Führung. Der Gast wirkte nicht schockiert und berannte weiter das gegnerische Tor. Nach Solo von Hazem traf dieser im zweiten Nachschuss, zuvor waren er und Steven noch gescheitert. Hainberg bestimmte weiter das Spiel. Jedoch wurde der Spielverlauf wieder klar auf den Kopf gestellt, als sich Onoszko eine Unstimmigkeit zwischen Christopher und Lothar zunutzt machte und auch Fahad im keine Chance ließ. Der HSV erarbeitete sich weitere Chancen. Statt dem Ausgleich fiel aus einer Kontersituation nach Eckball das 3:1. Onoszko spielt mit der Gelb-Roten Abwehr Katz und Maus. Mit einer Drehung spielte er drei Hainberger aus und umspielte auch noch den chancenlosen Fahad. Nach Chancenanteilen hätte es umgekehrt stehen müssen, aber dem HSV gelang trotz größter Bemühungen vor der Pause nicht der so wichtige Anschlusstreffer.

 

Nach dem Pausentee wieder das Bemühen der Hainberger. Wierschke reagierte bei Stevens und Ballos Abschlüssen sehr gut. Seine Schwierigkeiten bei hohen Bällen konnten die Gäste nicht ausnutzen. Es war ein Spiel auf ein Tor, die Tore fielen aber bis dato auf der anderen Seite. Als nach 73 Minuten Onoszko bei einem langen Ball seine Schnelligkeit nutzte und die Hainberger Defensive wieder schlecht aussah, entschied er mit fulminantem Abschluss die Partie. Danach setzte Ronneburg immer wieder gefährliche Angriffe und Fahad konnte Schlimmeres im Eins gegen Eins verhindern. Hainberg kam einfach nicht mehr zum erfolgreichen Abschluss und wackelte defensiv bis zum Schluss, so dass Williger gar noch auf 5:1 erhöhen konnte. Johannes Steudel stellte sich im zweiten Abschnitt in die eigene Abwehr, fehlte so in der Offensivgestaltung, war aber ein Vorbild an Kampf- und Einsatzbereitschaft. Leider fehlte dies dem mannschaftlichen Defensivverhalten aufgrund von Unsicherheit und Unstrukturiertheit. Eine bittere Niederlage, wegen des Spielverlaufes und der Höhe. Trotz dessen stehen 12 Punkte auf der Habenseite, so dass keiner in Unruhe verfallen muss. Dem guten Offensivspiel, dem diesmal der erfolgreiche Abschluss versagt blieb, steht das Defensivverhalten des Teams als Baustelle gegenüber. Robert wurde vermisst, defensiv fehlt der kampfstarke Paule, aber auch so konnte das Team trotz des Rückschlages bisher gut bestehen.

27.09.2014, 13:00 Uhr (6.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - SV Blau-Weiß 90 Greiz II 6:3 (2:1)


Klarer Derbysieg nach offenem Schlagabtausch - Steven Ludwig mit drei Treffern und zwei Vorlagen Mann des Tages

Dank der zweistündigen Vorverlegung auf Wunsch der Gäste konnte Blau-Weiß mit insgesamt 19 Spielern dieses Punktspiel und die anschließende Kreisligabegegnung auf der Herrenreuth gegen Zeulenroda II bestreiten. Sechs Akteure kamen in beiden Spielen zum Einsatz. Aber auch die Hainberger hatten Personalsorgen. Vom Stamm fehlten Robert, Dirk und Torwart Fahad. Zudem standen René und Paule nicht zur Verfügung. Die Routiniers Sven Wolf und Mathias Strauß sprangen ein und wussten zu überzeugen. Geburtstagskind Christopher stellte sich ins Tor und musste am Ende nur halb so oft hinter sich greifen wie sein Gegenüber. Die Begegnung wogte von Anbeginn hin und her. Die Abschlüsse blieben vorerst noch recht harmlos. So dauerte es fast eine halbe Stunde ehe Blau-Weiß etwas überraschend in Führung ging. Nach einem schon verpufften Angriff, schenkten die Gastgeber im eigenen Strafraum den Ball wieder her. Andy Czajka flankte nach innen, wo Oldie Rainer Schmiedel freistehen am langen Eck einköpfen konnte. Nicht nur in dieser Szene fehlte es im Hainberger Defensivverhalten an der strukturierten Zuordnung. Positiv, wie schönes Kombinationsspiel zum Führungswechsel führte. Den letzten Pass spielte in beiden Fällen Farid zu Steven, der vollendete. Ein dritter Hainberger Treffer gelang trotz spielerischer Vorteile nicht mehr bis zur Pause. Nach einem Zweikampf im Gastgeberstrafraum, als Maik Matzke gegen Lothar zu Boden ging, blieb der Elferpfiff aus. 2:1 hieß es zur Halbzeit.

 

Da sich Lutz Kohl im ersten Abschnitt verletzt hatte, standen in der zweiten Hälfte nur noch zehn Blau-Weiße auf dem Platz. Das Derbyfeeling strahlten in den Zweikämpfen, der Einsatzfreude und der Ruppigkeit eher die Gäste von der Herrenreuth aus. Die Gelb-Roten verschoben nicht gut. Oft riss eine riesige Lücke im Mittelfeld. Auch das Spiel ohne Ball konnte nicht überzeugen. Zudem ist das Defensivverhalten bei Standards unzureichend. Dadurch kam auch Knut Damm nach Jahren (könnte auch mindestens ein Jahrzehnt sein) per Kopf zum Ausgleichstreffer, als er völlig ungedeckt am langen Pfosten an den Ball kam. Aber wieder antworteten die Hainberger umgehend. Nach Zuspiel von Steven erzielte Farid die erneute Hainberger Führung. Blau-Weiß blieb bemüht und engagiert. Die Unterzahl fiel nicht auf. Insbesondere Körner, Poltsch und unser Andy zerrten an den Ketten. In dem ausgeglichenen Spiel setzte Steven in der 80. Minute Hazem an, der zum Solo durch vier Gegner ansetzte und unhaltbar aus 15 Metern zum 4:2 einschoss. Das 5:2 durch Markus entsprang einem Missverständnis der Gästeabwehr, so dass der Torschütze nur noch ins leere Tor einschieben brauchte. Der ehemalige Hainberger Nico konnte nochmals verkürzen, ehe der Mann des Tages, Steven Ludwig, aus der Distanz per Aufsetzer das Endresultat herstellte. Am Ende fiel der Sieg über nie aufsteckende Gäste etwas zu hoch aus.

13.09.2014, 15:00 Uhr (4.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - SG FC Motor Zeulenroda 1:4 (1:3)


Erstes Saisonheimspiel geht verloren - Schulterverletzung trübt starken ersten Einsatz von Sharif

Hazem Sharif verstärkt seit diesem Spieltag den Kader des HSV. Er hinterließ mit klugen Pässen und guten Dribblings einen starken Eindruck. Leider fiel er nach einem Zweikampf unglücklich auf die Schulter und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus. Gute Besserung.

 

Der Gast grüßt nun von der Tabellenspitze und konnte den Hainberger Fluch der Vorsaison abschütteln, als der HSV das einzige Team blieb, dass gegen die Pöllwitzer alle Punkte einsackte. Bei Hainberg fehlte nach wie vor René, zudem ist Paule noch gesperrt gewesen. Die Gäste gingen alsFavorit in die Begegnung, hatten aber nur einen Wechsler dabei. Hainberg hatte vier Oldies auf der Bank. Die Dritte begann aggressiv und stürmisch. Prompt ergaben sich erste Möglichkeiten und die Gastgeber konnten den Kasten vorerst mit viel Glück sauber halten. Hainberg kam nach zehn Minuten mehr ins Spiel und nach einer Ecke, als der landesklassenerfahrene Zeising nicht weit genug aus der Gefahrenzone fausten konnte, traf Farid nach Vorlage von Dirk zur überraschwenden Führung. Die hielt nicht lang, da nur zwei Minuten darauf die Gäste nach einer Ecke nicht eng genug gedeckt wurden. Läuferisch, kämpferisch und spielerisch wirkte der FC III stärker. Trotz dessen gab es zwei tolle Möglichkeiten für Falk und Robert, die denkbar knapp scheiterten. Recht unbedrängt sorgte der agile Heinze für die Gästeführung. Die Begegnung war inzwischen nahezu ausgeglichen, jedoch gelang den Zeulenrodaern nach mehreren Defensivschnitzern im Strafraumtohuwabohu kurz vor der Pause das 3:1. Nicht unverdient, weil die Einsatzbereitschaft auf des Gegners Seite einfach größer war.

 

Nach der Halbzeitpause legte der HSV zu und drängte auf den Anschlusstreffer. Die diesmal Hellblau-Weißen erspielten sich gute Möglichkeiten verpassten aber den Anschlusstreffer, da Robert, Falk, Farid und Dirk knapp das Tor verfehlten oder am stark reagierenden Zeising scheiterten. Bei seiner Premiere fiel Hazem sehr positiv auf. Lauf- und dribbelstark sowie passsicher liefen etliche gefährliche Angriffe über die rechte Seite, wobei er gut mit Fared, Dirk und Steven zusammen spielte. Nach dem den Hainberger Chancen kein Torerfolg beschieden war erzielten die Gäste nach einem Konter das 4:1. Bis zum Schlusspfiff wogte die Begegnung hin und her, wobei die Angriffe auf beiden Seiten gefährlich waren. Der HSV machte kein schlechtes Spiel. Läuferisch und kämpferisch konnte man insbesondere Unterschiede in der ersten Hälfte feststellen. Trotzdem war es das beste Saisonspiel der neuen Saison der Hainberger, so dass sich die Enttäuschung in Grenzen hielt. Im Mittelfeld wurde dem Gegner zuviel Raum überlassen und das Deckungsverhalten war nicht eng genug. Nach vorn kreierten die Gastgeber vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte gute Möglichkeiten.

 

Mit Langenwolschendorf kommt in der kommenden Woche ein weiterer schwerer Brocken, die zu zehnt in Hohenleuben beim 3:6 fighteten und gut in die Saison gestartet sind.

 

30.08.2014, 15:00 Uhr (3.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): BSV Paitzdorf - Hainberger SV 3:1 (2:1)

Erste Punkspielniederlage - Elfmeter leitet Spielwende ein, die HSV auch in Überzahl nicht mehr drehen kann

Am dritten Spieltag musste der HSV zum dritten Mal auswärts ran und wollte an die beiden Siege der ersten beiden Runden anknüpfen. Die Begegnung wurde verspätet angepfiffen, da der angesetzte Schieri nicht erschien. Es sprang ein Altenburger Referee ein, der zuvor schon ein Spiel in Großenstein gepfiffen hatte und seine Aufgabe überzeugend erledigte. Die Gäste traten ohne Wechsler an, vor allem Robert und Falk wurden schmerzlich vermisst. Hingegen war die Wechselbank der Gastgeber proppevoll, obwohl diese wegen des Schulanfangs eigentlich verlegen wollten. Nach einer zehnminütigen Abtastphase übernahmen die Hainberger mit schnellen Angriffen das Zepter. Doch Steven und vor allem Dirk scheiterten im Abschluss am guten Keeper bzw. schossen daneben. Dirk hatte aus der Nahdistanz bei der besten Möglichkeit den Keeper nicht überwinden können. Aber auch die Gastgeber hatten erste gute Angriffe. Trotz dessen fiel die Führung durch Steven folgerichtig. Leider konnten die Gäste nicht nachlegen. In der 36. Minute fuhr Oldie Tittmann das Bein im eigenen Strafraum aus, zu behäbig um den Ball zu erreichen. Landgraf nahm dies gern an und der Referee entschied völlig zu Recht auf Strafstoß. Der etatmäßige Paitzdorfer Schütze verwandelte in die rechte Torwartecke. Ich kann mich an kein Paitzdorfer Spiel in den letzten Jahren erinnern, in denen die Gastgeber keinen Elfer zugesprochen bekamen. Dieser jedenfalls war völlig berechtigt. Leider kippte nun das Spiel. Die Paitzdorfer wollten nachlegen und berannten nun den Hainberger Kasten. Erst setzte Hahn einen Freistoß an die Latte und der zurückspringende Ball konnte von Landgraf nicht kontrolliert werden und so setzte er das Spielgerät aus sechs Metern über den Kasten. Dann ein indirekter Freistoß, nachdem ein verunglückter Befreiungsschlag von Christopher gen Torwart trudelte und Fahad den Ball aufnahm. Hahn jagte den Ball aus acht Metern in die Spielermauer. Schließlich traf Hahn im Nachsetzen, nachdem Wydra im Strafraum unsanft gestoppt wurde, so dass Paitzdorf nach starken zehn Minuten mit der Führung in die Pause ging. Der unnötige Elfer hatte sie ins Spiel zurück gebracht.

 

Im zweiten Abschnitt wogte die Begegnung hin und her, ohne dass aber großartig Möglichkeiten erarbeitet wurden. Es wurde etwas ruppiger, ohne jedoch unfair zu werden oder gar sich in Richtung der Abläufe früherer Jahre zu entwickeln. Trotz dessen zeigten sich die jüngeren Hainberger ob der wesentlich geringer und weniger deftig ausfallenden Zuschauerrufen beeindruckt. Der Schieri behielt den Überblick und schickte den Torschützen Hahn nach Foul und anschließender Beleidigung mit Gelb-Rot vom Platz. Hainberger wollte nun das Spiel bestimmen, versuchte es aber mit der Brechstange. Chancen konnten sich die Gäste kaum mehr erspielen, nur Farid hatte eine Gelegenheit. Die Begegnung hatte wohl auch zu viel Kraft gekostet. Paitzdorf machte in der Nachspielzeit per Konter alles klar und siegte am Ende verdient.

24.08.2014, 14:00 Uhr (2.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): FSV Berga II - Hainberger SV 0:3 (0:2)

HSV gewinnt auch das zweite Auswärtsspiel

Die Hainberger können mit dem bisherigen Saisonstart zufieden sein. Mit Lothar, Jo und Falk standen drei wichtige Stammspieler wieder zur Verfügung. Der sich im Urlaub befindende Trainer freute sich über den Sieg aus der Ferne. René Langmesser konnte nicht spielen und Paule war nach dem Auftaktspiel gesperrt. Mit Mathias Strauß und Peter Westphal standen Oldies ald Wechsler bereit und bei Hasim sowie Essan wartet der Verein noch auf die Spielberechtigung.

 

Der HSV ist seit Jahren in Berga ungeschlagen davon gekommen. Nach dem verkorksten Saisonstart wollten dies die Gastgeber ändern und starteten furios ins Spiel, ließen aber mehrere gute Möglichkeiten liegen. Der Gast spielte seine Kontermöglichkeiten vorerst nicht gut aus. Die jungen Bergaer scheiterten aus guten Positionen und waren besonders nach Ecken gefährlich. In der ersten Hälfte landte das Spielgerät zweimal an der Latte und einmal am Pfosten des Hainberger Tores. Ansonsten zeigte sich Fahad aufmerksam, lief gut heraus und hielt die Bälle sicher, einmal mit Unterstützung der Querlatte. Zwischendurch hatte Routinier Dirk die Gäste in Führung gebracht. Nach einem fast verpufften Angriff nahm er sich den Ball vor der Strafraumgrenze, tanzte zwei Gegner aus und schoss per straffem Aufsetzer zum 1:0 ein. Ein weiterer Treffer von Steven nach Zuspiel von Farid fand keine Anerkennung, da der gute Schieri Stephan Reichardt auf Abseitsstellung erkannte. Robert zerrte über Links an den Ketten, scheiterte aber bei seinen drei Abschlüssen. Steven gelang nach tollem Dirk-Pass nicht der Heber über den Keeper. Besser machte er es in der 42.Minute, als er überlegt und unbedrängt nach einem schön vorgetragenen Konter zum 2:0 einschob.

 

Im zweiten Spielabschnitt wurde die Partie zunächst chancenärmer. Berga bestimmte das Spiel, kam aber kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Auf der anderen Seite blieben die Hainberger beim letzten Ball in der Abwehr hängen. Mit dem 3:0, als sich Dirk das Leder mustergültig zurecht legte und wiederum per Aufsetzer traf, war die Begegnung entschieden. Danach vergaben die Gäste gute Chancen zum Resultatsausbau. Insgesamt fiel der Sieg aufgrund der Spielanteile etwas zu hoch aus, aber die Hainberger sackten verdient die drei Punkte ein. Läuferisch überragend zeigte sich Jo, der in der Mitte und der Defensive die Löcher stopfte und manch verheißungsvollen Angriff einleitete. Spielerisch überzeugten wieder Dirk, Steven, Robert und Farid. Die Defensive erkämpfte um Libero Lothar mit Glück und Geschick das Zu-Null. Ein besonderer Dank geht auch an die Fans um Matze, Detlef, Piep und den aus der Schweiz angereisten Andi, der es sich nicht nehmen ließ, die Aktion "Ballo in Deutschland verankern" exorbitant zu unterstützen.

 

Vor allem kämpferisch und im Zweikampfverhalten werden die Hainberger am nächsten Spieltag in Paitzdorf gefordert sein. Dort soll die gute Bilanz beibehalten bzw. sogar ausgebaut werden.

16.08.2014, 15:00 Uhr (1.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Greizer SV - Hainberger SV 3:4 (2:1)

Hainberg schlägt wie vor vier Jahren zum Auftakt den Kreisligaabsteiger GSV im Aubachtal

Robert Funke trifft dreimal und Steven Ludwig setzt mit Siegtreffer zum 4:3 Schlusspunkt

Sieg in Unterzahl nach 1:3-Rückstand durch tollen Konterfußball eingefahren

Die Punktspielsaison startete mit dem interessanten Derby im Greizer Aubachtal beim Kreisligaabsteiger. Das gab es schon einmal vor 4 Jahren. Damals siegte der HSV denkwürdig mit 5:4. Trotzdem waren die Voraussetzungen anders. Hainberg fehlten etliche Stammkräfte, ganz abgesehen von den weiteren schmerzlichen Abgängen. So mussten die Gäste auf Oldies und selbst den Trainer zurück greifen. Schiedsrichter Schmidt vom FSV Mohlsdorf machte seine Sache ordentlich und lag in den entscheidenden Situationen richtig.

 

Der Gastgeber startete furios und vergab gleich in der ersten Minute eine Riesenchance zur Führung. Der GSV zumeist in Ballbesitz übernahm das Spiel. Mit dem dritten Eckstoß wurde der GSV durch die direkte Verwandlung von Robert Funke düpiert. Nach 7 Minuten stand es 1:0 für die Gäste. Das Spiel wurde nun etwas offener. Nachdem es erst recht gut aussah, machten es sich die Gelb-Roten selbst kaputt. Innerhalb von einer guten Minute holten die Gastgeber zum Doppelschlag aus. Erst ging mannach einem Standard nicht entschlossen zu Werke und ließ einen Schuss von der Strafraumgrenze zu. Kurz darauf übernahm man beim Kombinationsspiel des GSV nur die Statistenrolle ein. Die Gastgeber mit mehr Spielanteilen, aber es wurde etwas offener. Es blieb beim 2:1 zur Halbzeit.

 

Im zweiten Abschnitt erspielten sich beide Möglichkeiten. Der GSV nutzte beste Chancen nicht, konnte aber per direkt verwandelten Freistoß, als die Mauer nicht gut stand und der sonst gut haltende Keeper Farad den springenden Ball falsch einschätzte, die Führung ausbauen. Drei Minuten später hatte sich Paule mit in den Angriff eingeschaltet und kam im Zweikampf im GSV-Strafraum zu Fall und reagierte zu ungestüm, worauf er berechtigt den roten Karton gezeigt bekam. Der Gegensspieler war mit Gelb noch gut bedient.

 

Der GSV, Resultat und Überzahl vor Augen, wollte den HSV nun abschießen. Beim Spielaufbau wurden dann unnötig der Ball verloren und die starken Farid, Dirk, Steven und Robert nahmen die Gastgeberabwehr mit tollem Konterspiel auseinander. Zweimal schob Robert nach präzisem und direktem Zusammenspiel ein. In der 88. Minute spielte Steven auch noch den Keeper ausspielen und dann ins leere Tor einnetzen. Selbst die eigene Mannschaft war überrascht, wie leicht sich der GSV trotz Überzahl überspielen ließ. Die Rufe "Hier regiert der GSV" waren zu diesem Zeitpunkt schon lange verstummt. Sicher, die Art und Weise wie der Gastgeber in Überzahl agierte wirkte unterstützend, jedoch entscheidend war, dass sich die Gäste nicht aufgaben und kaltschnäuzig agierten. Ein etwas überraschender Sieg zum Punktspielauftakt für den HSV, der trotzdem vor einer schweren Saison steht, aber erstmal gezeigt hat, dass über Willenskraft, Einstellung und schnelles Spiel einiges möglich ist. Schon nächste Woche in Berga folgt die nächste schwere Auswärtshürde, aber einfache Spiele wird es eh nicht geben. Mit Jo, Jörg Steudel, René, Markus und Lothar steht dann hoffentlich mehr Personal zur Verfügung. Ein besonderer Dank geht an den kurzfristig eingesprungenen Sven Wolf, der bewies, dass er noch voll im Saft steht. Eine überzeugende Mannschaftsleistung, auf der sich aufbauen und die das Pokalaus endgültig problemlos verschmerzen lässt. Vor allem aber sollte das Teamaus der Art und Weise Motivation und Selbstvertrauen ziehen. Ein rundum gelungener Saisonauftakt.

02.08.2014, 15:00 Uhr (Kreispokal): SV Blau-Weiß Auma - Hainberger SV 7:0 (3:0)

Der Pflichtspielauftakt wurde dieses Mal nach Auma verlegt, da unsere Sportschule, auf Grund der Ferien, noch geschlossen ist. Im Vorfeld der Partie wurde gerne von dem gewonnenen Match vor ein paar Jahren geschwärmt - unvergeßlich, wie Steffen den Elfmeter am Tor vorbeigeguckt hat... Aber realistisch gesehen, waren wir dieses Mal nicht in der Favoritenrolle.

 

Bei tropischen Temperaturen entwickelte sich dann auch das "normale" Spiel. Die höherklassige Mannschaft übernahm das Kommando und ging auch schon relativ früh in Führung. Zur Halbzeit war im Großen und Ganzen alles geklärt.

 

Die Rot-Gelben konnten zwar den ein oder anderen Nadelstich setzen, es offenbarten sich trotzdem Ansatzpunkte der Verbesserung. Das Spiel nach vorne wurde meistens zu langsam aufgebaut. Dem sicheren Paßspiel fehlte der "tödliche" Paß in die Tiefe bzw. eine Temposteigerung um den Gegner unter Druck zu setzen. Und bei den Gegentoren gewährte man den Gegnern einfach zu viel Platz. Bezeichnenderweise brauchten einige auch erst den Hinweis von Jo, dass wir mittlerweile in Überzahl spielten.

 

Bewundernswert ist jedoch, dass keiner der Hainberger Spieler auch nur ansatzweise gehadert hat. Immer und immer wieder wurde versucht eigene Kreativität ins Spiel einzubringen. Sollten jetzt die fehlenden Spieler wieder aus dem Urlaub zurück kommen und der Kampfeswille noch um ein paar Prozentpunkte steigen, dann können wir gewappnet in die Saison starten.

 

Abschließend noch gute Besserung an unseren Kapitän Lotte, der sich leider eine gebrochene Rippe zugezogen hat. Laß dich im Urlaub verwöhnen und komm ausgeruht und geheilt wieder!