KFA Ostthüringen, 1. Kreisklasse Staffel C und Regionalpokal, Saison 2013/2014


Spielberichte zu den einzelnen Spielen

17.11.2013, 14.00 Uhr (Nachholbegegnung 2.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): SG TSG 1861 Hohenleuben II - Hainberger SV 1:2 (0:0)


Hainberg mit deutlichem Chancenplus - Sieg der Moral nach Rückstand

Im Nachholspiel des 2.Spieltages mussten die Hainberger beim noch sieglosen Tabellenletzten in Hohenölsen antreten. Die Gastgeber hatten sich den ersten Dreier vorgenommen und begannen die Begegnung recht druckvoll. Nach einem Freistoß aus mehr als 20 Metern ließ der Gästetorwart nur prallen, so dass Wagner zur Abschlusschance kam und der sich in den Schuss werfende Torwart gerade so per Kopf zur Ecke klären konnte. Es folgten drei Eckbälle, die für Gefahr im HSV-Strafraum sorgten. Einmal musste der Goalie den Ball von der Linie zur Ecke befördern. Danach konnten die Greizer das Spiel beruhigen und für etwas Übergewicht sorgen. Ihre zum Teil glasklaren Chancen vermochten sie jedoch nicht in Tore umzumünzen. Jo per Kopfball, der angeschlagene René per Schuss aus Nahdistanz und auch der durchgebrochene Fared konnten nicht einnetzen. Weitere gute Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten ungenutzt. Will scheiterte für die Gastgeber am Torwart. Dessen Gegenüber konnte sich gegen Speedy, Stevie und René auszeichnen. So stand es trotz der Hainberger Vorteile zur Pause torlos.

 

Nach der Pause riss der HSV das Spiel an sich. Fared schoss rechts am Tor vorbei und Speedy jagte den Ball über den Kasten. Eine Kopfballabwehr der Greizer Defensive landete vor den Füßen Wagners, der aus guten 20 Metern einen Sonntagsschuss ins rechte obere Dreiangel abgab. Die SG schnupperte am Sieg. Nach vehementen Angriffen und vorerst vergebenen Möglichkeiten gelang den Gästen per Doppelschlag die Resultatsdrehung. Nach einem Speedy-Freistoß setzte Falk entschlossen nach und preschte mit Ball an zwei Gegnern vorbei, um diesen dann ins Tor zu schießen. Nur zwei Minuten später erzielte Fared die HSV-Führung. Im Anschluss vergaben die Gäste weitere Hochkaräter und so die Möglichkeit, die Vorentscheidung herbeizuführen. So kamen die Gastgeber per Freistoß zu einer guten Möglichkeit, die den Keeper auf den Posten sah, der vorher einen platziert getretenen Büttner-Schuss auch schon zur Ecke klären konnte. Als Will im Strafraum nach Berührung im Gerangel um den Ball fiel, versagte der gut amtierende Referee Lohmann den gewünschten Pfiff, da der Stürmer zuvor selbst einen Hainberger getroffen hatte. Positiv zu bemerken ist die Drehung des Resultates, wobei bei einer besseren Chancenverwertung ein höherer Sieg möglich gewesen wäre.

09.11.2013, 14.00 Uhr (13.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - FSV Berga II 2:3 (1:0)


Dritte Niederlage im dritten Heimspiel

Tiefpunkt erreicht - Niederlage gegen FSV Berga II

Anders als erhofft konnten die Gastgeber nicht die ersten Heimpunkte einfahren. Eine teils desaströse Vorstellung, kein Biss, mangelnde Laufbereitschaft und mieses Zweikampfverhalten, verhinderten dies gegen einen ebenso verunsicherten Gast. Nur wurde dieser vom Heimteam stark gemacht und nahm letztendlich verdient drei Punkte mit.

 

Jo, Dirk, Robert und der verletzte René standen nicht zur Verfügung. Bei den Gästen fehlten ebenso Stammkräfte. Der HSV konnte dies aber nicht kompensieren. Wie beide Mannschaften beieinander sind, bewiesen die ersten 20 Minuten. Spielkultur gering, Selbstbewusstsein noch geringer. Dann bekam Hainberg nach einem der wenigen Spielzüge einen berechtigten Strafstoß zugesprochen, den Speedy zur Führung nutzte. Die schien schon etwas schmeichelhaft. Vorerst hatten die Gastgeber Möglichkeiten zum Nachlegen, jedoch verfehlten Fared und Falk bei besten Möglichkeiten. Auch Speedy jagte einen abgelegten Freistoß schon zuvor neben das Gehäuse. Nach einer halben Stunde übernahmen die Gäste zunehmend den Spielfaden. Ein Schuss streifte die Latte und einmal konnte der Torwart zur Ecke lenken. Je näher die Pause kam, desto drückender wurden die Bergaer.

 

Genauso starteten sie in die zweite Hälfte. Routinier Westphal prüfte beim Versuch der Klärung einer brenzligen Situation die Festigkeit des eigenen Torpfostens. Nachdem Rentzsch ewig nicht angegriffen wurde, zog der Gästekapitän aus 17 Metern ab. Der Keeper musste prallen lassen. Auch in dieser Situation die Gäste gedankenschneller und brachten im Nachschuss den Ausgleich zustande. Beim 2:1 verloren die Hainberger den Ball in der eigenen Hälfte und der Keeper hatte keine Abwehrmöglichkeit gegen den am linken Innenpfosten einschlagenden Ball. Das 3:1 besorgten die Gastgeber mit dem 4. Saisoneigentor gleich selbst, als ein Abwehrversuch eines Distanzschusses unhaltbar ins eigene Netz abgefälscht wurde. Berga hatte mehr Chancen in der zweiten Hälfte. Erst in der letzten Minute nutzte Fared eine Nachlässigkeit der Gäste zum Anschluss. Dieser Mannschaft möchte man am liebsten einen tollen Hormoncocktail mixen, der Teamgeist, Selbstbewusstsein, Bissigkeit, Zweikampfwillen, Laufbereitschaft und vor allem Freude einflößt. Letztlich kann sich die Mannschaft nur selbst aus diesem Sumpf ziehen. Eigentlich kann nichts passieren, sprich man kann nicht untergehen, aber stecken bleiben kann man leider auch. 

 

Schiedsrichter: Peter Krause.

 

 

Zuschauer: 25.

03.11.2013, 14.00 Uhr (12.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): SG 1.FC Greiz II - Hainberger SV 5:1 (3:0).


Tom Rietsch mit drei Treffern Mann des Tages

HSV kann Defensivkonzept nicht wie erhofft umsetzen

Erfreuliches zuerst: Robert konnte nach seiner Verletzung erstmals wieder auflaufen und auch Dirk wollte sich trotz bevorstehender Fahrt in die Eidgenossenschaft nicht das zweite Derby verpassen. Hingegen fehlten der am Knöchel verletzte René und familiär bedingt Paule. Der Trainer stellte das Team bewusst defensiv ein, um die Räume zu verengen und Nadelstiche über Konter zu setzen. Leider verhinderte dies nicht eine Chancenflut der Gastgeber und außer einer Viertelstunde in der zweiten Hälfte dominierte das Heimteam. Schon in der zweiten Minute konnte Routinier Vogel unbedrängt aus 18 Metern abziehen. Der Schuss konnte vom Keeper zur Ecke geklärt werden. Nachdem Rietsch mit straffem Schuss und mit einem Flachschuss jeweils aus 10 Metern am Torwart scheiterte, konnte der FC mit einem Zuspiel in den Rücken der HSV-Abwehr durch Leuchtmann die sich abzeichnende Führung erzielen. Es rollte Angriff auf Angriff der Landesklassenreserve gen Gäste-Kasten. Einen Freistoß zirkelten sie am kurzen Eck vorbei, Schimmel schoss aus guter Position neben das Tor und wurde bei einem weiteren Abschlussversuch gerade noch daran gehindert. Die Gäste kamen einmal nach einem langen Ball gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Trotz Einsteigens von hinten blieb Robert auf den Beinen und so der fällige Pfiff aus. Ein Kopfball vom unbedrängten Rietsch nach Ecke vor dem kurzen Pfosten am Fünfmeterraum landete zum verdienten 2:0 im langen Eck. Danach wollten die Gastgeber aufgrund des defensiven Spiels der Gäste mehr hinten herum spielen, hielten dies aber kaum durch. Aber auch die jungen Wilden des HSV scharrten mit den Hufen und wollten den Gegner schon in dessen Hälfte beeindrucken. Nach einem langen Ball von Robert schraubte sich Speedy mustergültig hoch, köpfte aber doch klar neben das Tor. Nach einem weiten Abstoß von Dirk war Speedy fast allein gen Torwart durchgebrochen und wurde von Sagan per Notbremse im Strafraum gefoult. Der überforderte Voigt gab Freistoß bei 18 Metern und nicht einmal Gelb. Da er im gesamten Spiel hüben wie drüben auf Karten verzichtete, liegt die Vermutung nahe, dass er wohl keine dabei hatte. Kurz vor der Pause konnte der selten zur Geltung kommende Faton einen fast verlorenen Ball am herausstürzenden Torwart vorbeispitzeln. Unnötig, da die Defensive den Ball hätte klären müssen. 3:0 zur Halbzeit entsprach dem Spielverlauf.

 

In der zweiten Hälfte rannte die SG wieder fulminant an, scheiterte aber reihenweise mit Abschlüssen. Auf der Gegenseite wäre Dirk wohl nicht mehr im Fünfer an den Ball gekommen. Der Schieri sah sich aber wohl endlich genötigt, auf den ominösen Punkt zu zeigen. Robert, cool wie eh und je, ließ Petzold im Tor keine Abwehrchance. Danach wurde die Begegnung endlich etwas verteilter. Doch den guten Angriffsansätzen der Gäste fehlte dann der nötige Abschluss bzw. war das finale Anspiel nicht exakt genug. Anders die Gastgeber. Rietsch mit fulminantem Schuss, den der Torwart zur Ecke lenken konnte. Dann warf dieser sich in einen weiteren Versuch des Goalgetters der Ersten. Ein Kopfball von Faton wurde ebenso gehalten und der platzierte Nachschuss von Schimmel konnte aus dem Dreiangel zur Ecke befördert werden. Zuvor hatte Rietsch nach „Zuspiel“ der Hainberger kurz und trocken aus 17 Metern straff ins kurze Eck auf 4:1 erhöht. Beim 5:1 köpfte der Mann des Tages aus fünf Metern unbedrängt nach einer Ecke ein. Drei Tore von Rietsch drückten aus wie wertvoll sein Einsatz in der Zweiten war. Am Ende mussten die Gäste, sich über die letzten beiden Gegentreffer ärgernd, zufrieden sein, nicht noch höher verloren zu haben. Trotz dessen gilt es positiv nach vorn zu schauen, denn jetzt stehen die Begegnungen an, in denen gepunktet werden muss.

 

Leider stimmen die im DFB.net eingegebenen statistischen Daten (Torfolge, Minuten, Schiedsrichter usw.) nicht. Glaube nur den Statistiken, die du selbst … . Da ich keine Uhr im Spiel trug, versuche ich zeitlich zu schätzen. "Inzwischen wurden die Angaben korrigiert.

 

Torfolge: 1:0 Tim Leuchtmann (15.), 2:0 Tom Rietsch (18.), 3:0 Faton Bungu (35.), 3:1 Robert Funke (53./ Strafstoß, Assist: Dirk Bernickel), 4:1, 5:1 Tom Rietsch (72./ 89.).

 

Schiedsrichter: Kurt Voigt (Caaschwitz).

 

Zuschauer: 50.

27.10.2013, 14.00 Uhr (11.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): SV Blau-Weiß Greiz II - Hainberger SV 2:3 (0:2).


Mannschaft gewinnt und schießt sich durch Tore von René, Fared und Speedy zum Sieg

Nach starker erster Hälfte holt sich HSV verdienten Sieg




Fotos von Michael Frotscher bei google+

Das Aufatmen spätestens nach und teilweise während des Spiels auf Hainberger Seite war spürbar. Nach einer sehr guten ersten Spielhälfte kam man nochmal 20 Minuten lang ins Straucheln, um letztlich zu knapp, aber äußerst verdient zu gewinnen. Erleichterung, Freude und Teamgeist, alles war mit jeder Schuppe, jedem Härchen spürbar. Mit den angeschlagenen René, Fared, Jo und Speedy war er in einem nicht überharten, aber heiß umkämpften Derby auch teuer erkauft. Besonders hinter dem Einsatz von René gegen die SG-Reserve des 1.FC steht ein großes Fragezeichen. Schiedsrichter Röhr zegte eine gute Leistung, auch wenn in den brisanten Situationen im Spiel die Gastgeber deutlich besser weg kamen. Bei zwei Strafstoßsituationen verwehrte er den Gästen die Entscheidung, die er für Blau-Weiß berechtigt gab. Auch die beiden Gelb-Roten Karten hätten durchaus als glatt Rot weggehen können, zumal besonders Fabian Reichmuth insgesamt drei rotwürdige Fouls spielte. Dass Martin Pelz Foul nicht als Notbremse gewertet wurde, war egal, da er eh vorbelastet war und schon selbstständig den Gang zur Kabine antrat.

 

Hainbergs Trainer stellte zum Derby taktisch wieder um und diesmal griffen die Veränderungen. Die Mannschaft stand nicht nur räumlich enger, auch geistig wirkte alles viel teamorientierter. Zu Beginn brachten die Gäste die Heimmannschaft mit blitzartigen Angriffen arg ins Schwimmen. Schon der zweite Angriff führte zum 1:0. René setzte sich über links durch und nagelte das Leder unhaltbar aus spitzem Winkel ins kurze obere Dreiangel. Weitere Möglichkeiten blieben vorerst ungenutzt oder wurden durch Fouls unterbunden. René, Markus, Fared und Speedy hatten Chancen zur Resultatserhöhung, scheiterten zum Teil richtig knapp. Auf der Gegenseite erzeugten die Gastgeber meist durch Standards Gefahr. Ronny Poltsch nahm einen Freistoß direkt ab und jagte den Ball mit vollem Risiko zum Glück über das Tor. Nach einer Ecke war der Torwart bei Martin Pelz Fallrückzieher zur Stelle und der Leihspieler der Ersten, Martin Oettel, drosch einen Freistoß knapp übers Gehäuse. Aus dem Spiel heraus wirkte der HSV deutlich gefährlicher. Keeper Naundorf parierte gegen den Torschützen stark, auch gegen Fared und Speedy hielt er noch die 1. Bis dann nach einer guten halben Stunde Fared sich den Ball in der gegnerischen Hälfte erluchste und allein auf den Torwart zulaufend, diesem keine Abwehrchance bot. Kurz vor der Pause noch zwei Riesen des Gastgebers, aber nach einem Freistoß brachte Danny Gneupel im Fallen den Ball nicht über die Linie und als die HSV-Abwehr einmal nicht den Ball weg bekam, konnte der Torwart den Schuss von Poltsch aus 12 Metern entschärfen. Auf der anderen Seite nahm der Keeper Speedy den Ball gerade noch ab. Eine verdiente Halbzeitführung.  Die Mannschaft hatte eine klare Leistungssteigerung abgeliefert. 

 

Trotz aller Warnungen, dass noch nichts entschieden ist, kam das Team doch nochmal ins Schwimmen. Besonders unser Andy, nach 10 Jahren im Sommer zum Gegner gewechselt, wurde ein steter Unruheherd und die Laufbereitschaft der Gäste ließ auch etwas nach. Trotz dessen brachte ein Foulspiel im Strafraum am alten Mitspieler und der folgende Strafstoßpfiff die Gastgeber erst zurück ins Spiel. Die Ecke ahnend fehlte es dem alten Hainberger Torwart an der jugendlichen Sprungkraft, um den Einschlag des platziert getretenen Balles von Oettel verhindern zu können. Immer wieder rollte Welle auf Welle über Andy und die rechte Gastgeberseite gen Hainbergtor. Da wackelte das Team nach bis dato gutem Spiel gehörig. Ein Schuss von Oettel blieb aber das einzig Bemerkenswerte. Nach viertelstündigem Dauerdruck vermochten sich die Gäste wieder besser zu präsentieren und die Begegnung wurde etwas ausgeglichener. Trotz dessen erzielte Danny Gneupel mit feinem Abschluss den zwischenzeitlichen Ausgleich. Dies war so etwas wie das Signal für die Gäste. Endlich übernahmen sie wieder das Zepter und überrannten die Gastgeber reihenweise. Nach drei gescheiterten Versuchen, griffen beim nächsten Angriff die Gastgeber den vor dem gegnerischen Strafraum schwadronierenden Speedy nicht richtig an. Die Einladung nahm er an, als er die halbe Strafraumlinie mit Ball entlang getanzt war. Der wichtigste Treffer des Tages, da danach nur noch die Gäste zu Chancen kamen. Mit überharten Fouls holte sich Reichmuth endlich das überfällige Gelb-Rot ab. Als Pelz den durchgebrochenen Speedy kurz darauf aufhielt, musste er auch vorzeitig den Kabinengang antreten. Einen Freistoß von Speedy konnte niemand verwerten, weil Keiner nachgesetzt hatte. Falk und Christopher hatten noch jeweils einen Riesen auf dem Fuß. Als der strömende Regen die letzten 10 Minuten begleitete, bestimmte der verdiente Sieger die Begegnung. Am Ende lagen sich die Gelb-Roten glücklich in den Armen. Anfang der Saison hätte man von einem Pflichtsieg gesprochen, nun hofft man auf die Kehrtwende, wird aber im nächsten Derby auf der Schaltis vom Spitzenreiter gefordert und da war doch noch ein  Pokalspiel. Auch wenn es alle vergessen haben. Da können wir es richtig vergessen machen.

 

Tore: 0:1 René Langmesser (4./ Assist: Fared), 0:2 Abdul Zahoor Ghafari (35.), 1:2 Martin Oettel (51./ Foulstrafstoß), 2:2 Danny Gneupel (71.) 2:3 Steven Thomas (77./ A.: Johannes Steudel).

 

Schiedsrichter: Florian Röhr (Zeulenroda/ SG Hohenleuben).

 

Zuschauer: 50.

12.10.2013, 15.00 Uhr (9.Spieltag, 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Langenwolschendorfer Kickers - Hainberger SV 4:2 (3:2).


Gäste verschlafen den Start, kommen aber nach 0:2-Rückstand zum Ausgleich

HSV vermag in zweiter Spielhälfte nicht das Spiel zu drehen und muss bissigeren und engagierteren Gastgebern Punkte überlassen

Nun ist es bittere Realität. Hainberg befindet sich derzeit gefestigt nach drei guten Jahren im unteren Tabellenfeld und steckt in der Krise. Die Abgänge können kaum als Grund ausreichen, auch wenn diese doch stark vermisst werden. Dabei gelang im ersten Punktspiel in Pöllwitz sogar ein Auswärtssieg. Doch dies blieb bisher der einzige Dreier. Der Trainer stellte diesmal um, wollte die Mittelfeld-Defensive und die Abwehr stärken. Doch der Start ging gehörig daneben. Lenzner schoss den Gastgeber aus der Distanz fast schion nach drei Minuten zur Führung. Mit Glück konnte der Keeper zur Ecke klären. Kurz darauf wollte Dirk den Ball aus der Gefahrenzone schlagen, nur rutschte das nasse Spielgerät über den linken Spann und landete unerreichbar im langen unteren Toreck des verdutzten Keepers. Die nächste Chance der Langenwolschendorfer hätte schon fast zur Resultatserhöhung geführt. Jedoch verfehlten sie denkbar knapp. Das 2:0 fiel kaum später durch Lenzner, der den Ball aus ca. 10 Metern im Tor unterbrachte, weil der Hainberger Torwart trotz Berührung das Tor nicht mehr zu verhindern vermochte. Da waren gerade zehn Minuten gespielt und der HSV noch nicht im Spiel. Und es hätte durchaus schon 4:0 stehen können. Nun allmählich rappelte sich Hainberg auf. Es wurde umgestellt. Ein Wechsel demonstrierte die Hinwendung zur Offensive. Endlich erspielten sich die Gäste selbst Gelegenheiten. René und Fared scheiterten aber zunächst in guten Positionen. Die Resultatsverkürzung gelang dann René aus abseitsverdächtiger Position nach Anspiel unseres Balotellis. Wenig später konnte Speedy zum Ausgleich einnetzen. Zwischendurch waren die Gastgeber auch gefährlich geblieben, scheiterten allein vor dem Tor, als sie den Ball neben den Pfosten schoben. Bezeichnend für den HSV, dass es nicht gelang, das Unentschieden in die Halbzeit zu bringen. Die Gastgeber ließen sich diesmal die Gelegenheit nicht nehmen und trafen per schnellem Gegenstoß.

 

Es blieb noch die zweite Hälfte. Der HSV wollte, konnte aber nicht. Nach kurz aufglimmendem Angriffsfeuer, trugen die Gastgeber wieder die gefährlicheren Angriffe vor. Erst schossen sie knapp daneben, danach konnte der Torwart ein Fleißner-Kopfball aus Nahdistanz über das Tor lenken. Letztlich nutzten die Langenwolschendorfer eine weitere Möglichkeit und erzielten das entscheidende 4:2, auch weil die Greizer nicht mehr in der Lage waren, ihre Angriffsbemühungen deutlich zu verstärken oder die wenigen Chancen mit Erfolg abzuschließen. Der heimische Keeper hatte zweimal großartig gegen Speedy aus der Distanz reagiert. Am Ende ging der Gastgebersieg in Ordnung. Auch der wahrlich nicht besonders gute Referee hatte am Spielausgang keinen Anteil. Auf dem Hainberg muss sich nun die Truppe zusammenraufen und selbst aus dem Schlamassel ziehen. Da stellen die beiden kommenden Derbies besondere Herausforderungen dar.

 

Tore: 1:0 Dirk Bernickel (4.), 2:0 Steven Lenzner (7.), 2:1 René Langmesser (13./ Assist: Abdul Zahoor Ghafari), 2:2 Steven Thomas (36.), 3:2 Tom Mäusebach (43.), 4:2 Robert Heller (69.).

 

Schiedsrichter: Henning Gräser (Seelingstädt).

 

Zuschauer: 27.

05.10.2013, 15.00 Uhr (8.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - FSV Ronneburg II 2:4 (0:1).


Gutklassiges Kreisklassenspiel mit unterschiedlicher Chancenauswertung

Anrennende Hainberger werden von Ronneburg klug ausgekontert

Auch das zweite Saisonheimspiel der Greizer ging trotz stark verbesserten Spiels verloren. Der HSV begann motiviert und teils furios. Man erspielte sich gute Möglichkeiten und teils sogar hunderprozentige Chancen. René scheiterte am langen Pfosten aus Nahdistanz, weil er den Ball nicht mehr Richtung Tor brachte und am linken Pfosten vorbei jagte. Markus traf aus kurzer Distanz in der Zentrale den Ball nicht richtig und schoss freistehend aus 12 Metern am Tor vorbei. Jo scheiterte, als ihm der Ball vor die Füße sprang und sein Schuss nur knapp über das Gehäuse ging. Auf der Gegenseite war die erste Ronneburger Möglichkeit eigentlich schon verpufft, aber der den Gegenangriff einleitende Ball von der Torauslinie landete vor den Füßen von Eisenstein, der aus 18 Metern den Ball optimal traf und im langen Winkel des Tores der verdutzten Hainberger per Sonntagsschuss versenkte. Hainberg rannte weiter unverdrossen an, scheiterte aber am eigenen Abschlussvermögen oder dem Gebälk des gegnerischen Tores. Glück für die Gastgeber, als nach einem gut vorgetragenen Konter der Ronneburger, der sich auf dem Weg ins Tor befindende Ball von einem in Abseits stehenden Mitspieler über die Linie bugsiert wurde. Hainberg hatte 45 Minuten angegriffen und die Gäste konnten mit der Führung mit einer formidablen Kontertaktik agieren.

 

Mit dem Mute der Verzweiflung starteten die Gelb-Roten, die spielerisch und kämpferisch eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche darboten, in die zweite Spielhälfte. Als Voigt allein auf den Hainberger Keeper zulief und das den Ball verfehlende Schienenbein überrannte gab es wohl berechtigt Strafstoß und laut Schieri nur Gelb für den Torwart. Plescher verwandelte sicher und platziert in das von ihm aus gesehene rechte untere Toreck. Doch der HSV blieb weiter das anrennende Team, sah sich aber immer wieder der gefährlichen Ronneburger Konter ausgesetzt. Zudem wollte einfach kein Tor gelingen. René per Kopf, Freistoß von Speedy, Schuss von Steven - keine Aktion führte zum ersehnten Anschlusstreffer. Statt dessen wurde eine Ronneburger Flanke am Fünfmeterraum im Zweikampf ins eigene Tor gejagt. Unglückliches Eigentor. Fünf Minuten später klappte es dann endlich. Der eingewechselte Dirk hämmerte den Ball von der Strafraumgrenze am rechten Dreiangel unter den Querbalken. Hainberg wechselte Christopher und Marc ein und Ronneburg schien dem zunehmenden Druck kaum noch gewachsen. Doch das zweite Bernickel-Tor fiel erst in der 88.Minute und damit etwas zu spät. Er hatte seinen Schlappen in einen Falk-Schuss gehalten und so den Torwart überrascht. Als der HSV komplett aufmachte gelang dem Ronneburger Lang bei einem Konter in der Nachspielzeit die endgültige Spielentscheidung. Schiedsrichter Hoyer bot eine sehr ansprechende Leistung.


Tore: 0:1 Alexander Eisenstein (11.), 0:2 Kevin Plescher (51./ Foulstrafstoß), 0:3 Musa (63./Eigentor), 1:3 Dirk Bernickel (68.), 2:3 Dirk Bernickel (88./ Assist: Falk Schlehahn), 2:4 Daniel Lang (90.+1).

 

Schiedsrichter Günther Hoyer (Zeulenroda).

 

Zuschauer: 30.

28.09.2013, 15.00 Uhr (7.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): FSV Mohlsdorf - Hainberger SV 1:1 (1:1).


 

Die 40 Zuschauer sahen ein grausames Fußballspiel. Mohlsdorf musste ohne seinen verhinderten Star Ronny Breuer und den nach fünf Spielen schon Gelb gesperrten Alexander Zobel auskommen. Bei Hainberg fehlten Falk Schlehahn sowie die verletzten Paule und Robert. Trotz dessen konnte man gerade von Hainberger Seite spielerisch deutlich mehr erwarten. Mehr als drei, vier gelungene Spielzüge konnte das Team beim kampfstarken und teils rabiaten Aufsteiger nicht umsetzen. Schon nach sieben Minuten klingelte es im Hainberger Tor, jedoch fand der Treffer von Weiß wegen Abseits keine Anerkennung. Eine knifflige Entscheidung. Kurz darauf traf Fared nach Vorlage von Jo. Aber auch hier erkannte die Unparteiische, die meist konsequent durchgriff, auf Abseits.

 

Dann setzte sich René willensstark über Linksaußen durch und schoss aus relativ spitzem Winkel ins lange Eck zum 0:1 ein. Wer hoffte, dass sich dadurch das Spiel der Gäste festigen würde, sah sich getäuscht. Mohlsdorf wurde das Spiel überlassen und nachdem die Gastgeber zweimal scheiterten, erzielten sie nach einer knappen halben Stunde den Ausgleich. Der kam für den HSV unglücklich zustande, weil ein langer Ball zum Strafraum zweimal abgefälscht und letztlich per Eigentor im eigenen Netz landete. Der Treffer wurde Doering gut geschrieben. Die Begegnung blieb verkrampft. Kapitän Hollstein auf Mohlsdorfer Seite hatte Glück, dass sein grobes Foul an Fared ungeahndet blieb. Ansonsten gab es drei, vier Aufreger auf beiden Seiten, wobei die zweite Hälfte sich äußerst langweilig gestaltete. Die Gastgeber zeigten sich zufrieden. Hainberg hat schon seit Jahren nicht mehr so schlecht Fußball gespielt. Mehr Teamgeist, Laufbereitschaft, Kämpferherz und Zusammenspiel sind nötig, um aus der kleinen Krise heraus zu kommen. 

Tore:
0:1 René Langmesser (13./ Assist: "Fared" Abdul Zahoor Ghafari)
1:1 Nico Doering (28.).

 

Schiedsrichterin Helga Besser (Blau-Weiß Auma)

 

Zuschauer: 40.

 

14.09.2013, 15.00 Uhr (5.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): SG Blau-Weiß 1990 Steinsdorf - Hainberger SV 0:0 (0:0).


Erstes 0:0 nach fast sieben Jahren, damals am 10.12.2006 bei Wünschendorf/Endschütz II

Ebenso gelang seit der 0:1-Niederlage bei den Steinsdorfern im März 2012 dem HSV in einem Pflichtspiel erstmals kein Treffer

0:0 drückt Ausgeglichenheit, aber nicht den Spielverlauf mit Chancen auf beiden Seiten aus

In einem ausgeglichenen Spiel holten die Gelb-Roten bei den noch ungeschlagenen Steinsdorfern einen Punkt und spielten nach fast sieben Jahren mal wieder torlos. Das letzte Mal, das dem HSV kein Tor in einem Punktspiel gelang, geschah vor anderthalb Jahren an gleicher Stelle. Chancen für Tore gab es jedoch auf beiden Seiten. Die Gäste starteten besser und scheiterten an sich selbst und vor allem einem starken Steinsdorfer Keeper. So reagierte dieser gegen René und Jo jeweils prächtig. Nach fast einer halben Stunde übernahmen die Steinsdorfer zunehmend das Zepter und hatten durch Kapitän Borchardt die beste Chance, der jedoch in eine gute Flanke am langen Pfosten zu weit nach vorn gelaufen war und so das Leder nicht kontrollieren konnte. Den Nachschuss vereitelte die Hainberger Defensive.

 

Im zweiten Abschnitt dann Chancenvorteile der Gastgeber. Nach einer Ecke von Maler konnte der Keeper gerade noch den direkten Einschlag kurz vor der Linie verhindern. Einen platzierten Schuss des Steinsdorfer Kapitäns von der Strafraumgrenze beförderte dieser aus dem Dreiangel zur Ecke. Als Kreßner in den Strafraum eindrang und sich den Ball weit vorlegte, hatten die Gäste Glück, dass das Foulspiel des Verteidigers ungeahndet blieb. Aber an das Leder wäre der Steinsdorfer Stürmer eh nicht mehr gekommen. Auf der Gegenseite spielten die Gäste ihre Angriffe nicht gut genug aus, hatten aber durch René, Markus und Speedy ebenso die Chance auf den Siegtreffer. So blieb es trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten am Ende torlos und die Gäste erreichten nach drei Pflichtspielniederlagen zumindest einen Teilerfolg. Der aus Sachsen ins Thüringische gewechselte Schieri pfiff konsequent und hatte die Begegnung gut im Griff.

 

Schiedsrichter Janek Baldauf (FC Thüringen Weida)

 

Zuschauer: 45.

31.08.2013, 15.00 Uhr (4.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - TSV Gera-Westvororte 1:3 (1:1).


Westvororte hinterlässt starken spielerischen Eindruck und HSV sündigt in der Chancenverwertung - Alles in Allem ein gutklassiges Kreisklassenspiel beiderseits

Gäste siegen etwas zu hoch, aber nicht unverdient - starke Schierileistung

René Langmesser erzielt erstes Pflichtspieltor für HSV

Das erste Heimspiel der Hainberger ging am Ende trotz leichter Chancenvorteile verloren. Die zeitige und wunderschön herausgespielte Führung durch René Langmesser gab der Heimmannschaft nicht das nötige Selbstvertrauen. Nach einer halben Stunde übernahmen die Gäste das Zepter und zeigten die reifere Spielanlage. Der Torschütze traf den Innenpfosten und schob einmal den Ball neben das Tor, nachdem er den Torwart ausgespielt hatte. Auf der Gegenseite war Schubert am Keeper gescheitert. Letztendlich fiel der nicht unverdiente Ausgleich der Geraer etwas glücklich, da Petschels Schuss kurz vor der Halbzeitpause unhaltbar abgefälscht worden war. Nach der Pause köpfte Langmesser gegen den Querbalken der Gäste. Auch der eingewechselte Ludwig traf aus zentraler Position den Ball nicht richtig und setzte ihn neben das Gehäuse. Westvororte blieb stets gefährlich, so scheiterte Nerger im Eins-gegen-Eins. Das 2:1 legten die Gastgeber Ronny Schubert auf, der damit seinen sechsten Saisontreffer erzielte. Als Hainberg dann erfolglos anrannte, nutzte Nerger in ursprünglicher Abseitsposition eine Hainberger Kopfballvorlage, um die Begegnung zu entscheiden. Aufgrund der besseren Spielanlage war der Gästesieg nicht unverdient, wobei der HSV mit 10:6 Chancen viel zu wenig Ertrag erzielte. Westvororte II grüßt nun als souveräner Tabellenführer mit Maximalpunktzahl von der Spitze und dürfte inzwischen schon mindestens genauso als Favorit gehandelt werden wie die SG 1.FC Greiz II in der Staffel C. Eine starke und souveräne Leistung bot Referee Belling aus Ronneburg an.

Torfolge:
1:0 René Langmesser (5./ Assist: Robert Funke)
1:1 Frank Petschel (44.)
1:2 Ronny Schubert (65.)
1:3 Marc Nerger (82.)

 

Schiedsrichter André Belling (FSV Ronneburg)

 

Zuschauer:35.

 

 

25.08.2013, 15.00 Uhr (3.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): BSV Paitzdorf - Hainberger SV 4:3 (1:1).


Referee nimmt maßgeblich Einfluss auf den Spielverlauf, so dass sich HSV betrogen sieht

Paitzdorf kämpferisch stark und Hainberg verpasst das Ausnutzen zahlreicher Chancen im ersten Spielabschnitt

Ein denkwürdiges Spiel, in dessen Mittelpunkt der als Unparteiischer angesetzte Sportfreund Ingo Rohland war. Die Gäste bestimmten das Geschehen in der ersten Hälfte eindeutig, machten aber aus den zahlreichen Gelegenheiten nur ein Tor. Dies schoss nach Vorlage von René Langmesser, der zuvor noch am Keeper gescheitert war, der unermüdlich wirbelnde Fared. Weitere Hochkaräter vergaben diese beiden und als einmal der Ball ins Paitzdorfer Tor unterwegs war, wurde er ungeahndet von einem Paitzdorfer Arm aufgehalten. Ein Unding, dies nicht zu ahnden, aber der offensichtlich nicht gut auf den HSV zu sprechende Schiedsrichter baute dies nun zur strategischen Linie aus und selbst die sich wundernden Paitzdorfer wurden überrascht. So, als Fared per Notbremse am oder gar im Strafraum klar gelegt wurde, blieb der Pfiff aus. Zweikampfsituationen wurden sehr einseitig ausgelegt und das Bestreben des zwölften falsch gekleideten Homeplayers trug Früchte bei den beiden ersten Gastgebergeschenken(-treffern). Wie per Videoausschnitt auf unserer Homepage nachzusehen ist, gab ein gut postierter Referee kurz vor der Halbzeit zur Überraschung aller Anwesenden Eckball für Blau. Der den Ball zuvor ins Toraus köpfelnde Rickl traf nun richtig mit dem Kopf zum Ausgleich. Die Mine des (Un-)parteiischen zeigte aber keine Häme oder offensichtliche Freude. Danke wenigstens dafür. Auch, wenn er in der zweiten Hälfte mit dem Elfmeterpfiff, der schon von vielen vorgeahnt wurde, dem Ganzen die Krönung aufsetzte. Wydra versprang der Ball und Cedric spitzelte diesen weg, worauf der Stürmer gegen das Verteigerbein rannte. Da war der Ball schon fast beim Torwart. Schramm verwandelte trocken, aber nicht ganz unhaltbar. Nun wirkte der HSV endgültig verunsichert und in einer Fehlerkette der Defensivabteilung gelangte Wydra am Gästestrafraum an den Ball, umkurvte Paule und schloss platziert ins lange Eck ab. Lobenswert wie sich die Gelb-Roten danach strafften. Mit etwas Glück und einem Torwart-Fauxpas konnte Speedy per direktem Freistoß den sofortigen Anschluss wiederherstellen. Kurz darauf köpfte Jo eine Speedy-Ecke wunderschön ein, so dass die Gäste wieder an den Sieg nach dem im ersten Abschnitt deutlich dominierten Spieles glaubten und hofften. Eine schlecht gestaffelte Abwehr ließ dann aber nach einem berechtigten Eckball der Gastgeber mehrere Paitzdorfer ungedeckt und Schramm konnte unbedrängt zum 4:3-Endstand einköpfen. Ein nun sichtlich verhaltener Sportfreund Rohland pfiff pünktlich ab und die kämpferisch starken Paitzdorfer, die die Gunst des Referees genutzt hatten brachen in Jubel aus. Der HSV und der Schiedsrichter hingegen sollten beidseitig überlegen, ob sie sich dies noch einmal antun sollten, war ja vor zwei Jahren schon einmal bei einem Punktspiel in Weida Ähnliches Geschehen. Da hatte man geglaubt: Einseitiger gehts nicht. Und doch dem Herrn Rohland, der übrigens schon bewiesen hat, dass er Spiele fair leiten und pfeifen kann, gelang dies. Hainberg war das bessere Team, obwohl es gegenüber der Vorwoche auf sieben Spieler verzichten musste.

 

0:1 Fared (8./Assist: René Langesser)

1:1 Rickl (44./A.:I.Rohland)

2:1 Schramm (63./vom Elfmeterpunkt/A.:I.Rohland)

3:1 Wydra (70.)

3:2 Steven Thomas (72.)

3:3 Johannes Steudel (76./A.: Steven Thomas)

4:3 Schramm (80.).

 

12.Mann Paitzdorf: Ingo Rohland (SV Elstertal Bad Köstritz)

 

Zuschauer: 35.

 

10.08.2013, 15.00 Uhr (1.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): SG FC Motor Zeulenroda III - Hainberger SV 1:4 (0:0).

Als nach der Pause das Überraschungsei geöffnet wurde, stand am Ende ein verdienter und souveräner Auswärtssieg des HSV in Pöllwitz fest

Neuformiertes Team steht im zweiten Abschnitt sicherer und Torwart Farad schlägt beim Torjubel Purzelbäume


Nicht Wenige auf Seiten der Gäste fuhren mit Bauchschmerzen gen Pöllwitz. Hatte man doch in der Vorbereitung mit einem halben Altherrenteam und wenig Stammpersonal gegen den 1.FC Greiz (Landesklasse) und die SG Hohndorfer SV (Kreisoberliga) mächtig auf den Hintern bekommen. Durch die Abgänge von wichtigen Stammkräften ist das derzeitige Team noch nicht eingespielt, was man zum Teil beim Punktspielstart sah. Letztendlich rieb man sich dann teils voller Bewunderung in den 90 Minuten die Augen. Die Neuzugänge René Langmesser, Falk Schlehan und Keeper Fahael wussten zu überzeugen. Leider musste Falk die Partie angeschlagen beenden. Routinier Matze Scharr brachte zusätzlich Stabilität und Sicherheit ins Team. Alle gaben ihr Bestes und freuten sich gemeinsam ob des positiven Verlaufs. Neu-Kapitän Speedy fühlte sich in der alten Rolle als Mittelläufer auf der rechten Seite sichtlich wohler als im Zentrum. Alle konnten überzeugen, stellvertretend sollen die starken Leistungen von Musa und Fared hervorgehoben werden.

 

Schieri Jukiel hatte fürs DFB.net keine Kennung, so dass Altbewährtes im Formularkrieg wieder verwendet wurde. Nur wenige Akteure des SV Pöllwitz fanden sich nun in der neuen Dritten wieder. Unter Regie von Thomas Kirsch versuchten die Gastgeber aber trotzdem das Spiel an sich zu reißen. Die Gastgeber hatten leicht mehr Spielanteile, aber die Gäste trugen deutlich gefährlichere Angriffe vor. Nach fast einer Viertelstunde hatten Fared und der alleinige Angreifer René schon gute Tormöglichkeiten. Die beste hatte dann Markus, der einen Flankenball direkt aus 18 Metern gen Tor jagte. Mit einer ersten Glanztat lenkte Herpich den Ball aus dem linken oberen Dreiangel zur Ecke. Danach blieb Fared bei einem tollen Sololauf im Strafraum das Leder auf dem stumpfen Rasen hängen. Danach überließen die Gäste zunehmend der Heimelf den Ballbesitz. Der Druck nahm zu. Gefährlich wurde es vor allem bei den direkt aufs Tor gezirkelten Ecken von Kirsch. Zwei, drei Mal scheiterten die Gastgeber in besten Positionen fast kläglich, einmal rettete Musa mit größtem Einsatz am langen Pfosten vor dem einschussbereiten Angreifer und dann verwehrte Schieri Jukiel der SG einen Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung. Nach gut einer halben Stunde wurde es wieder verteilter und der HSV erzielte wieder die größere Torgefahr. René, der selbstbewusst die Abschlüsse suchte, verfehlte den Kasten seitlich und oberhalb. Herpich hielt mit einer tollen Tat gegen den durchgebrochenen Speedy seinen Kasten vorerst noch rein. Leider kam kein Hainberger zum Nachsetzen. Der 0:0-Halbzeitstand trog über die zahlreichen Chancen des ersten Abschnittes hinweg.

 

Die zweite Hälfte sah ein umgestelltes Team. Matze kam für den auf ungewohnter Position sein Bestes gebenden Markus. Dafür rückte Speedy auf seine angestammte Position. Das HSV-Spiel bekam deutlich mehr Struktur und gewann zudem an Gefährlichkeit. Defensiv stand der Gast nun auch sicherer. Durch schnelles Umschaltspiel wurde die SG-Abwehr zunehmend vor große Probleme gestellt. In der 51. Minute trugen die Greizer einen tollen Angriff vor und Fared setzte sich am Strafraum durch, umspielte sogar noch den Torwart und knallte dann den Ball mittig unter die Querlatte. Riesenjubel über das 1:0. Die Gastgeber wechselten zweimal, doch vorerst brannte es in deren Strafraum weiter. Fared scheiterte, Speedy schoss daneben und auch René verzog am rechten Pfosten. Schon in der 60. Minute die kleine Vorentscheidung. Bei einem Angriff des HSV, sprang der Ball links vorm Strafraum zu Robert, der den starken Torwart mit einem Schuss ins kurze Eck auf dem falschen Bein erwischte. Nun wurde auch die SG wieder gefährlicher. Mit der Auswechslung von Routinier Kirsch ging aber die Struktur endgültig verloren. Hainberg konnte immer wieder schnelle Gegenstöße starten und überraschte die Gastgeber mit tollen Seitenwechseln zwischen Speedy und Robert. Eine deutliche Fehlentscheidung des Schieris verhinderte nach einem solchen Musterpass von Speedy den Abschluss des allein durchgebrochenen Robert, als dieser auf Abseits entschied. Danach ließ er dafür in zwei anderen Situationen, als es deutlich knapper zuging, den Pfiff weg. Torwart Herpich, Bester der Gastgeber, lenkte ein Geschoss von René zur Ecke. Vor dem 3:0 war beim Pass in die Spitze der dann von Rechts in die Zentrale passende Neuzugang zumindest abseitsverdächtig in Ballbesitz gelangt. Das Zuspiel traf Speedy nicht voll, aber sein Ball wurde von einem Abwehrspieler unhaltbar zur Entscheidung verlängert. Die Gastgeber gaben sich nicht auf und versuchten weiter anzurennen. Dabei ließen sie aber beste Möglichkeiten ungenutzt. Ein Stürmer tauchte allein vor dem stoisch seine Linie behütenden Fahael auf und vergab die bis dato beste SG-Chance, als er knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Auch ein abseitsverdächtig im Strafraum in Ballbesitz gelangter Stürmer brachte aus zwei Metern nicht den Ball am gut reagierenden Farad vorbei. Nach einem weiteren mustergültigen Angriff liefen Robert und René allein auf Keeper Herpich zu. Robert blieb cool und lupfte außerhalb des Strafraums über den Torwart. Das 1:4 ärgerte dann zwar etwas, konnte die gute Stimmung der Gäste aber kaum trüben. In der Nachspielzeit ließ der eingewechselte Heinze dem Hainberger Torwart nach einer von links getretenen Flanke keine Abwehrmöglichkeit. Dieses Tor hatten sich die Gastgeber aufgrund der vielen Möglichkeiten auch mehr als verdient. Auf Hainberger Seite waren alle sehr zufrieden über den gelungenen Saisonstart. Da die Kurt Rödel in den Ferien nicht genutzt werden kann, wurde das Heimspiel der nächsten Woche gegen die Hohenleubener Reserve-SG in den November verlegt. In zwei Wochen müssen dann die Gelb-Roten den schweren Gang nach Paitzdorf leider an einem Sonntag antreten und können sich bis dahin im Training noch besser finden lernen.

Auch der bisherige Kapitän Carsten hat sich an seinem Geburtstag über den Sieg seiner Truppe sehr gefreut.

 

Es steckt viel Entwicklungspotenzial in der ‚ Mannschaft, so dass sie doch für die eine oder andere Überraschung in dieser Saison sorgen kann. Ein Kompliment dem forschen und mannschaftlichen Auftreten des Teams. Auch Andy schaute noch mal vorbei, leider auch um sich seinen Pass nach zehn Jahren zu holen. Persönlich alles Gute für die Zukunft, die Tür des HSV wird für dich immer offen stehen.  

 

SG FC Motor Zeulenroda III: Robert Herpich, Martin Grau, Steffen Leistner, Thomas Brückner, Nico Nürnberger (57./ Sebastian Grau), Alexander Schlutter (54./ Felix Helmert), Jonas Lagaude, Thomas Kirsch (65./ Benjamin Heinze), Daniel Schraps, Gerry Petzold, Tobias Langer (MK).

 

HSV: "Farad" Fahael Aborochayde, Lothar Ramisch, Falk Schlehahn, Musa Sisi Alimani Kargbo, Johannes Steudel, Dirk Bernickel, Markus Neuhäuser (46./ Matthias Scharr), Robert Funke, Steven Thomas (MK), Abdul Zahoor Ghafari (86./ Jörg Tittmann), René Langmesser. Trainer: Uwe Birke.

 

Tore: 0:1 Fared (51./ Assist: Steven Thomas), 0:2 Robert Funke (60./ A.: Fared), 0:3 Steven Thomas (79./ A.: René Langmesser), 0:4 Robert Funke (88./ A.: René Langmesser), 1:4 Benjamin Heinze (90.).

 

Referee: Helmut Jukiel (Triebeser SV).

 

Zuschauer: 15.