Fußball - 1. Mannschaft - 1.Kreisklasse Saison 2011/2012

Erfolgreiches Spieljahr mit 2.Platz und Hallenkreismeistertitel

Hintere Reihe von links: Vereinspräsident Karl-Heinz Birke, Dirk Bernickel, Cedric Ullmann, Nico Springer, Johannes Steudel, Carsten Reichardt, Jörg Tittmann, Detlef Wild. Davor: Andy Czajka, Steven Thomas, Steven Ludwig. Liegend: André Kind. Es fehlen: Trainer Uwe Birke, Christian Reichardt, Lothar Ramisch, Markus Neuhäuser, Christian Paul und Matthias Sattler.

Beide Fotos: Sylvia Böhm-Lämmer

1. Mannschaft Abschluss Saison 2010/2011
1. Mannschaft Abschluss Saison 2010/2011

 

hinten von links: Detlef Wild, Jörg Tittmann, Trainer Uwe Birke, Steven Thomas, Christian Reichardt, Carsten Reichardt, Nico Springer, Johannes Steudel, Cedric Ullmann, Matthias Sattler, vordere Reihe: Steven Ludwig, Robert Funke, Dirk Bernickel, André Kind, Lothar Ramisch, Musa Sisi Alimani Kargbo, Christian Paul, Peter Westphal, liegend; Andy Czajka

 

Saisonstatistik

Die Spiele und die Tabelle der 1. Kreisklasse 2011/2012

Abschlusstabelle Saison 2011/12: 1.Kreisklasse Greiz

Pl.

Mannschaft 

Sp.

g

u

v

Tore

Diff.

P

1.

Greizer SV 

22

18

2

2

83:23

60

56

2.

Hainberger SV

22

16

2

4

65:39

26

50

3.

FSV Ronneburg II 

22

15 

4

3

71:29

42

49

4.

SG Zeulenroda-Triebes III

22

10

3

9

52:46

6

33

5.

FSV Berga II

22

9

3

10

40:39

1

30

6.

BSV Paitzdorf

22

10

3

9

35:36

-1

30

7.

FC Thüringen Weida II

22

7

5

10

49:65

-16

26

8.

TSG Caaschwitz

22

7

5

10

45:71

-26

26

9.

SG Daßlitz/Langenw. II

22

7

12

34:49

-15

24

10.

SG Blau Weiß 90 Steinsdorf  

22

5

6

11

33:56

-23

21

11.

TSV 1880 Rüdersdorf II

22

4

3

15

41:66

-25

15

12.

SG Wünschendorf/Falka II

22

3

3

16

30:59

-29

12

Saisonspiele 2011/2012 des Hainberger SV

ST

Heimmannschaft

Gastmannschaft

Res.

Z.

1

Hainberger SV

FSV Ronneburg II

3:3

35

2

TSV 1880 Rüdersdorf II

Hainberger SV

4:7

50

3

Hainberger SV

SG Blau-Weiß 1990 Steinsdorf

5:0

35

4

SG FC Motor Zeulenroda/ Triebeser SV III

Hainberger SV

2:2

35

5

SG TSV 1905 Daßlitz/ TSV 1872 Langenwetzendorf II

Hainberger SV

1:3

65

P

Hainberger SV

SV 1924 Münchenbernsdorf

1:4 n.V.

25

6

Hainberger SV

TSG Caaschwitz

5:0

30

7

SG ThSV Wünschendorf/ FSV Falka II

Hainberger SV

2:3

25

8

Hainberger SV

FSV Berga II

3:2

30

9

BSV Paitzdorf

Hainberger SV

1:2

30

10

Greizer SV

Hainberger SV

3:1

55

11

FC Thüringen Weida II

Hainberger SV

1:2

25

12

FSV Ronneburg II

Hainberger SV

4:0

40

13

Hainberger SV

TSV 1880 Rüdersdorf II

3:1

25

14

SG Blau-Weiß 1990 Steinsdorf

Hainberger SV

1:0

35

15

Hainberger SV

SG FC Motor Zeulenroda/ Triebeser SV III

6:4

30

16

Hainberger SV

SG TSV 1905 Daßlitz/ TSV 1872 Langenwetzendorf II

3:2

25

17

TSG Caaschwitz

Hainberger SV

1:4

25

18

Hainberger SV

SG ThSV Wünschendorf/ FSV Falka II

4:3

25

19

FSV Berga II

Hainberger SV

1:2

35

20

Hainberger SV

BSV Paitzdorf

1:2

25

21

Hainberger SV

Greizer SV

4:1

80

22

Hainberger SV

FC Thüringen Weida II

2:0 Wertg.

 

Einsatzstatistik Saison 2011/2012 - 21 Punktspiele und 1 Pokalspiel

Spieler Einsätze Minuten Tore Assists Gelb Gelb-Rot Ein Aus
André Kind 22 1972 0 1 1 0 0 0
Steven Thomas 22 1972 24 14 1 0 0 0
Cedric Ullmann 22 1821 0 2 3 0 0 4
Christian Reichardt 22 1783 2 0 1 0 1 5
Nico Springer 21 1751 7 7 2 0 1 6
Carsten Reichardt 20 1702 2 4 6 0 0 1
Johannes Steudel 19 1600 4 6 0 1 0 5
Andy Czajka 17 1149 1 4 1 0 5 6
Lothar Ramisch 16 1349 0 1 2 0 0 1
Steven Ludwig 16 977 4 5 4 0 4 7
Christian Paul 15 1244 0 0 3 1 1 1
Enrico Wünsch 13 1042 3 4 0 0 2 1
Musa Sisi Alimani Kargbo 12 662 0 1 1 0 6 2
Dirk Bernickel 11 832 7 5 2 0 3 2
Jörg Tittmann 11 162 0 0 1 0 11 0
Markus Neuhäuser 10 528 4 0 0 0 5 2
Volker Degner 8 694 3 2 3 0 0 3
Andreas Schumann 4 47 1 1 0 0 4 0
Sebastian Schulz 4 17 0 0 0 0 4 0
Sven Schmidt 3 147 0 0 0 0 2 1
Jörg Steudel 2 147 0 0 1 0 0 1
Peter Westphal 2 75 0 0 0 0 1 1

Anmerkung: Die Minutenanzahl kommt zustande, da in Caaschwitz 38 Minuten vor Schluss abgebrochen wurde und das Pokalspiel in die Verlängerung ging.

Saisonfazit - Hoffnung auf weitere Steigerung und langfristig den Kreisligaaufstieg

Auch die Saison 2011/2012 kann aus rein sportlicher Sicht als sehr erfolgreich eingestuft werden. Seit dem 2. Platz in der Staffel II der 1. Kreisklasse 2000/2001 nach dem Abstieg aus der Greizer Kreisliga ist der nunmehrige zweite Platz die beste Platzierung nach einer Punktspielsaison. Unbestreitbarer Höhepunkt war aber der Gewinn der Hallenkreismeisterschaft. Nicht umsonst tönt Kapitän Carsten noch heute lauthals „HKM, HKM“. Die Hallensaison war nach dem Stadtmeistertitel die beste der letzten Jahre und der Hallentitel mit dem Wiederaufstieg 2009 der größte Erfolg der Sektion Fußball der jetzigen Spielergeneration. Bekanntlich lagen die anderen Hallenkreismeister und Kreispokalsiege in den 90-er Jahren.

 

Wenn auch Fortschritte zu bemerken sind, insbesondere bei Spielern wie Steven Thomas, Steven Ludwig und Enrico Wünsch, hat sich die gesamte Mannschaftsleistung nicht so immens verbessert wie es vor der Saison erhofft wurde. Das Ziel Platz 1 bis 4 wurde erreicht, aber eine ernsthafte Chance im Aufstiegskampf mitzureden vergab man zeitig zur Saisonmitte mit den Niederlagen bei den Kontrahenten Greizer SV und FSV Ronneburg II sowie der unnötigen Auftaktniederlage nach der Winterpause in Steinsdorf. Die Klasse wird in der nächsten Spielzeit wieder deutlich besser besetzt sein, wobei wir noch die genaue Staffeleinteilung im neuen Groß-KFA abwarten müssen. So leicht wie es in dieser Saison gewesen wäre, den Aufstieg gegen nur zwei ernsthafte Konkurrenten perfekt zu machen, wird es wohl nicht so schnell wieder. Trotzdem muss trotz aller Mäkelei das Positive der Saison herausgestellt werden, obwohl ich in der kommenden Runde eine deutliche Mannschaftssteigerung erwarte.

 

In 22 Punktspielen blieb der HSV 16 mal siegreich, spielte zwei mal Remis und verlor vier Begegnungen. Dabei wurde der Nichtantritt von Weida II bei uns mit 2:0 für Hainberg gewertet. Paitzdorf bereitete uns die einzige und sehr unglückliche Heimniederlage. An elf Spieltagen standen die Hainberger wie zum Abschluss auf dem zweiten Platz. An 8 Spieltagen wurden die Greizer auf Platz 3 und je einmal auf 4, 5 und 6 geführt. Drei Teams fingen sich weniger Gegentreffer ein, wobei die 39 Gegentore eindeutig zu viele waren. Die Mannschaft muss im gesamten Defensivverhalten zulegen. Dagegen kann man mit den drittmeisten Treffern zufrieden sein. Der HSV erzielte zuhause 33 möglichen Punkten wie Ronneburg 28 hinter dem GSV mit 31. Auch auswärts belegte man hinter dem Staffelsieger GSV Platz 2 mit 22 von 33 möglichen Zählern. 7 Auswärtssiege ist eine tolle Bilanz. Gegen FSV Berga II, FC Thüringen Weida II, TSG Caaschwitz, SG Daßlitz/Langenwetzendorf II, TSV 1880 Rüdersdorf II und die SG Wünschendorf/Falka II wurden alle Spiele gewonnen. Nur gegen die Ronneburger hat der HSV mit einem Unentschieden und einer Niederlage eine schlechte Bilanz. Gegen Steinsdorf, GSV sowie Paitzdorf gab es eine ausgeglichene Bilanz, wobei bei den Toren zwei davon auch positiv aussehen. Nur gegen Paitzdorf ist sie völlig ausgeglichen. In Zeulenroda/ Triebes kam man trotz Überzahl nicht über ein Remis hinaus, konnte sich aber zuhause beim torreichen 6:4 schadlos halten. Mehr Tore fielen nur beim 7:4-Auswärtssieg in Rüdersdorf. Zu Anfang der Spielzeit gelangen gegen Steinsdorf und Caaschwitz mit jeweils 5:0 die höchsten Heimsiege. Das 4:1 in Caaschwitz war der deutlichste Auswärtserfolg. Schmerzlich die höchste Niederlage der Saison beim 0:4 in Ronneburg. Wie im Vorjahr war der HSV das einzige Team, das gegen den Klassenprimus eine wenn auch diesmal knappe Positivbilanz aufweist bei drei Punkten und 5:4 Toren, wobei der Greizer SV 5 mehr als 20 Prozent seiner 23 Gegentore durch die Gelb-Roten kassierte. Die Offensive war in dieser Saison rechterfolgreich, auch wenn in einigen Spielen wie z.B. in Steinsdorf und gegen Paitzdorf in der Chancenverwertung arg gesündigt wurde.

 

Seit dem Abstieg aus der Kreisliga gelangen nur 2000/2001 in 26 Saisonspielen mit 71 Treffern 8 Tore mehr als in diesem Spieljahr in nur 21 Spielöen 63Treffer plus zwei zugesprochener Treffer wegen des Weidaer Nichtantrittes. Dies verdanken wir in erster Linie den 24 Treffern von Steven Thomas, der wie Christian Reichardt, Cedric Ullmann und dem zu Blau-Weiß wechselnden Keeper André Kind alle Saisonspiele absolviert hat. Speedy hat sich zu einem der gefährlichsten Spieler der Klasse entwickelt und dies als Mittelfeldspieler. Dabei darf man nicht vergessen, dass der flinke Flügelflitzer mit 14 Torvorbereitungen auch die meisten Assists der Mannschaft auf der Habenseite hat. Dirk Bernickel erzielte in 11 Partien 7 Treffer und avancierte damit in den Spielen nach der Winterpause zum erfolgreichsten Hainberger Goalgetter und incl. der Hallensaison erlebte er wieder seinen x-ten Frühling im Alter von 40. Sein alltägliches Fitnesstraining als Arbeitspendler im Land der Eidgenossen bietet neben seinem technischen Vermögen wohl die Grundlage dafür.

 

Weiter an Stabilität haben Cedric, beide Christians, Carsten und Jo gewonnen. Steven Ludwig hat sich mit seinen 19 Jahren endgültig im Kader auch in schwierigen Positionen etabliert. Lothar zeigt nun schon seit Jahren stabile und verlässliche Leistungen. Der Keeper überzeugte vor allem in der Halle und den 2011-er Spielen mit teils überragenden Leistungen. Er hinterlässt auf der Torwartposition eine Lücke, die es schnell zu schließen gilt. Diese Aufgabe wird wohl dem routinierten Lotte zufallen, wenn kein neues Personal gefunden wird. Markus Neuhäuser konnte mit seinen vier Saisontreffern, alle nach der Winterpause erzielt, Aufmerksamkeit erregen, ringt aber noch nach Stabilität, konnte aber schon sein Potenzial andeuten und sollte sein Selbstbewusstsein durch Kampf- und Einsatzbereitschaft weiter aufpolieren können. Andy und Nico haben leider eher ein Jahr der Stagnation hinter sich. Dies ist auf ihre schweren Verletzungen der Vorsaisons zurück zu führen. Gerade in den letzten Spielen konnten sie aber wieder ihr überdurchschnittliches Vermögen auf dem Platz umsetzen. Hier muss die Mannschaft unbedingt besser zusammenwachsen, um das große Potenzial der Beiden wieder stärker heraus zu kitzeln. Dabei war Nico mit 7 Toren und ebenso vielen Torvorlagen am Mannschaftserfolg stark beteiligt. Ich sehe aber größere Möglichkeiten bei ihm. Andy hat mit einem Tor und vier Vorlagen in 17 Spielen für seine Verhältnisse eine eher magere Bilanz. Wie zuletzt angedeutet hoffen wir, dass er seine alte Stärke und vor allem sein Zutrauen trotz aller Verletzungsängste wiedererlangt. Beim Gewinn der HKM zeigte das Team mit der geschlossenen Leistung, dass bei Abruf des gesamten Potenzials der HSV im Kreismaßstab wieder für Aufsehen sorgen kann, jedenfalls gewann zu dieser Endrunde das beste und homogenste Team.

 

Robert Funke verließ vor der Saison den Verein und wurde vermisst. Alle Hoffnungen, dass er doch noch weitermachen würde, zerstoben. Er hätte einen besseren Abschied verdient gehabt. Vielleicht überlegt er es sich nochmal. Enrico Wünsch kam beruflich bedingt nur zu 13 Einsätzen, konnte dabei aber jedes Mal voll überzeugen. Besonders der gute Liberoauftritt in Berga bleibt in Erinnerung. Hoffentlich steht er im kommenden Jahr an mehr Spieltagen zur Verfügung, da er das Team auf mehreren Positionen zu verstärken vermag. Musa hatte vor der Winterpause auch großen Anteil mit seiner Einsatzbereitschaft und Lauffreude. Nun wird er Vater. Da wünschen wir für die bevorstehende Geburt alles, alles Gute und hoffen ihn als Familienvater bald wieder begrüßen zu können. Nach seinem Wegzug nach Gotha verstärkte Volker Degner trotz seiner wegen des fehlenden Trainings nun vorhanden konditionellen Probleme in 8 Begegnungen das Team und konnte dabei immerhin drei Treffer und zwei Torvorlagen erzielen. Sebastian Schulz rang in vier Begegnungen mit und wird sich versuchen durch eine gute Trainingsbeteiligung noch mehr anzubieten. Schumi hatte nach vier Einsätzen in der ersten Halbserie endgültig genug und rückte endgültig ins Altherrenteam. Von der alten Garde halfen Treffi, Zwirni, Peter und Jörg aus, wobei ich nur noch als Stand-by-Amateur in Kurzeinsätzen Ergebnisse über die Zeit retten sollte und mit diesen meisten Einwechslungen und 46 Jahren sicher nicht mehr den frischen Wind ins Team bringen konnte. Sven Schmidt hat trotz aller Rückenprobleme gezeigt, dass er dem Team hilft und Peter überzeugte beim Einsatz gegen den GSV.

 

Da aber Alte Herren nicht die Teamzukunft sein können, gilt es neues Personal aufzutreiben, um die dünne Spielerdecke zu erweitern. Mit Faton wird hoffentlich ein Altbekannter an den Hainberg wechseln und die Offensive verstärken. Beim FC konnte er mit starken Leistungen überzeugen und war wohl bester Spieler im Team der Reserve.

 

Die Fairplaywertung drückt den schweren Stand aus, den der HSV beim KFA hat. In einem einseitigen Strafverfahren nach den Vorkommnissen in Weida, wo der Gegner und der Schieri ja ganz und gar nicht unbeteiligt waren, wurde unser Punktekonto durch das Sportgericht übertrieben aufpoliert. Weida II hat wohl unverständlich viele Steine im Brett des Gerichtes, wie sich auch später in den Bewertungen der Vorkommnisse im Spiel gegen Paitzdorf und den Nichtantritten ohne Spielabsage in Paitzdorf und bei uns zeigte. Die HSV-Spieler erhielten 34 Gelbe Karten. Jo und Paule erhielten jeweils einmal Gelb-Rot, wobei die für Johannes völlig überzogen war, was auch an keiner einzigen weiteren Karte klar ersichtlich ist. Insgesamt zeigte sich das Team wieder sehr fair, nur der Trainer sollte trotz mancher unfairer gegnerischer Aktionen sowie unverständlicher Schiedsrichterentscheidungen mehr Ruhe walten lassen. Vor allem der unrühmliche Höhepunkt zum eigenen Hallenturnier muss der Vergangenheit angehören.

 

Herauszustellen ist aber nach wie vor sein großes Engagement, die Mannschaft weiter zu entwickeln sowie das Training vorzubereiten und durchzuführen sowie die positive Art, auf die Jugend einzuwirken. Seine langjährige Arbeit ist das Fundament der erzielten Erfolge. Dafür gebührt ihm ein großes Dankeschön und hoffentlich eine sportlich erfolgreiche Weiterentwicklung. Auch danken wir den Unterstützern, Sponsoren und Fans, die uns bis in die entlegensten Ecken des Kreises begleiten und hoffen, dass die Heimbegegnungen sich nächstes Jahr noch eines höheren Zuspruches erfreuen können. Auch der Platz braucht dringend eine Renovierung oder zumindestens Aufpolierung. Mit den neuen Wechselbänken gibt es nun schon eine Verbesserung. Nun muss die bessere Platzpflege folgen, denn der „Acker“ ist inzwischen einer der schlechtesten im Kreis.

 

Bereiten wir nun das Vereinsfest zum 50-jährigen toll vor und verhelfen wir der Durchführung zum Erfolg. Dann gilt es sich konzentriert auf die neue Saison vorzubereiten, für die das Ziel nur Tabellenvorderfeld lauten kann. Zum Schluss bleibt mir, dem Team zu einer erfolgreichen Saison zu gratulieren und die Hoffnung auszudrücken, dass die nächste Saison in mannschaftlicher Geschlossenheit eine weitere beträchtliche Steigerung erbringt.

Spielberichte 22.-1. Spieltag aus HSV-Sicht

22.Spieltag, 02.06.2012, 15.00 Uhr: Hainberger SV – FC Thüringen Weida II: Spielausfall, Wertung: 2:0

Wo bleibt Weida II ? - Unsportliche Weidaer treten Sport und Fairness mit Füßen und halten nicht einmal eine kurzfristige Absage für angebracht - Hainberg bleibt somit kampflos auf Platz 2

Auf dem Hainberg warteten Zuschauer, Schiedsrichter und die gastgebende Mannschaft umsonst auf die Zweite Mannschaft des FC Thüringen Weida. Die hielten es nicht einmal für nötig, sich zu melden und abzusagen. Ein Tritt ins Gesicht des Sports und der Fairness auch aus Sicht der Ronneburger Konkurrenz. Der angesetzte Schiedsrichter Sportfreund Lohmann aus Teichwolframsdorf wurde noch kurzfristig nach Zeulenroda zum Spiel der Dritten gegen Ronneburg beordert, da dort kein Referee vorhanden war.

 

Die Hainberger spielten dann Kleinfeld Alt gegen Jung. Die konditionell stärkere Jugend drehte dabei ein 0:3 noch in ein klares 6:3. Ein beschämender Saisonschluss, für den beim HSV Keiner kann. Am Ende steht nach der Saison ein toller zweiter Tabellenplatz hinter dem Greizer SV und vor dem FSV Ronneburg II. Vorläufig halten die Reserveteams der SG Wünschendorf/ Falka und des TSV 1880 Rüderdorf die Abstiegsplätze. Eine gewisse Spannung ob der endgültigen Staffeleinteilungen des neuen KFA Ostthüringen aus Altenburg, Gera und Greiz bleibt noch. Harren wir der Dinge, Gerüchte sind ja viele im Umlauf wie z:B. was wird aus der SG FC/Chemie II, geht Caaschwitz mit Bad Köstritz zusammen, zieht Weida II ganz zurück etc.??? Liegt alles nicht in unserer Hand.

 

Dauerbrenner André Kind verabschiedet sich nach 23 Punktspielen, Hallenkreismeisterschaft und vier Jahren vom Hainberg zu Blau-Weiß und hinterlässt auf der Torwartposition eine momentane Lücke, die es nun zu schließen gilt. Dem André wünschen wir trotz der überraschenden Entscheidung alles Gute für die Zukunft.

 

Freuen wir uns nächste Woche auf den Abschluss der Saison, bereiten wir unserem Verein am 23.06. ein gutes Jubiläum mit und die kommende Saison mit hoher Konzentration sowie großem Engagement vor.

21.Spieltag, 19.05.2012, 15.00 Uhr: Hainberger SV – Greizer SV 4:1(4:0).

Eindrucksvoller Sieg gegen Klassenprimus und Aufsteiger

Vor dem Spielbeginn erhielten die Gäste die verdienten Aufstiegsglückwünsche und die Gratulation zum Meistertitel durch die gastgebende Mannschaft, die Zuschauer und Sportfreund Klaus Grüner für den KFA. Da strahlten die Aubachtaler auch bezüglich des Spitzenduells die klare Zuversicht aus, den Platz als Sieger zu verlassen. Ohne die langzeitverletzten Kattler und Pfeifer sowie den nach fünf Gelben gesperrten Berauer hatten sie ebenso wie die Gastgeber wichtige Akteure zu ersetzen. Beim HSV fehlten Lothar Ramisch, Johannes Steudel und Enrico Wünsch. Zudem wurde der etatmäßige Kapitän Carsten Reichardt, dem nach seiner Verletzung gerade die Fäden gezogen worden waren, geschont, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Der langjährige Hainberger Andy Czajka, der zuletzt unschlüssig wirkte und nach seiner vorjährigen Verletzung noch immer viel Respekt vor dem schlechten Platzzustand hat, saß anfangs auf der Bank. Zum Glück hat er sich nun doch wieder für seinen Verein entschieden, was auch für mehr Ruhe im Verein sorgen sollte. Nach seiner Einwechslung für den nicht mehr spielfähigen Steven Ludwig demonstrierte er seine gewohnten Stärken, die den Verein seit Jahren bereichern. Auch alle anderen im Team brauchten nicht groß heiß geredet werden. Mit großem Kampfgeist spielte die Elf engagiert, setzte den Gegner unter Druck und zeigte sich diesmal in der Chancenverwertung der ersten Halbzeit auch recht effektiv. Die umgestellte Mannschaft, nicht Wenige dürfte die Aufstellung überrascht haben, trat einheitlich und kompakt auf. Routinier Dirk Bernickel überzeugte auf der Liberoposition total und führte die Abwehrreihe souverän. So wurde fast jeder Angriffsversuch der Gäste im Keim erstickt. Als Vorstopper stand der 51-jährige Peter Westphal zur Seite und überzeugte, nutzend, dass ihm kein direkter Gegenspieler zugeordnet wurde und stopfte die wenigen sich auftuenden Löcher. Auch die beiden Außenverteidiger Christian Paul und Cedric Ullmann hatten selbstbewusst und gestärkt durch die doppelte Absicherung den gefährlichen GSV-Angriff im Griff. Goalgetter Alexander Hamann verließ entnervt noch vor dem Spielende das Gelände. Er hatte mit einem fulminanten Schuss aus spitzem Winkel den Hainberger Torwart André Kind zur einzigen Rettungstat gezwungen. Dies war die einzige Großchance der Aubachtaler in Halbzeit Eins und hätte nochmals zum zwischenzeitlichen Anschluss (1:3) führen können. Ansonsten wirkte mit dem Anpfiff der Partie das gelb-rote Heimteam spritziger, aggressiver und williger. Es zeichnete sich ein vollständig gegenteiliges Spiel als das der Hinrunde ab. Dirk Bernickel leitete von hinten die Angriffe ein, im Mittelfeld trieben Volker Degner, Christian Reichardt, Steven Thomas, Nico Springer und Steven Ludwig Ball und Gegner. Vorn ackerte Markus Neuhäuser, um den Spielaufbau der Gäste zu stören.

 

Nach gut zehn Minuten wurde Steven Thomas auf der rechten Seite angespielt, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und schoss aus gut 25 Metern per sensationellen Schuss zum 1:0 ins rechte obere Dreiangel ein. Ein Tor des Monats. Das frühe Stören des gegnerischen Spielaufbaus führte in der 27.Minute zum Führungsausbau durch Volker Degner, der den Ball bei 25 Metern eroberte und beim Schuss mit dem eigenen Schienbein das Leder unerreichbar für den guten Carsten Held im GSV-Tor zur Bogenlampe abfälschte, so dass sich das Spielgerät hinter dem Keeper zum 2:0 ins Tor senkte. Keine fünf Minuten später setzten sich die Hainberger auf der rechten Seite durch, von wo aus Speedy in den Strafraum flankte. Christian Reichardt erfasste die Situation gedankenschnell und köpfte aus sechs Metern gegen die Laufrichtung des Torwarts ein. Nach der schon erwähnten Hamann-Chance belohnten sich die weiter spielbestimmenden Gastgeber mit dem 4:0. Nach zwei folgenden Eckstößen setzte sich der aufgerückte Dirk „Schnuller“ Bernickel im rechten Strafraum durch und passte präzise zurück in den Fünfmeteraum, wo Nico ohne Mühe souverän den Aubachtalern das vierte Ei ins Netz legte. Leider verletzte sich beim vergeblichen Abwehrversuch ohne gegnerische Einwirkung der Gästetorwart, der zur zweiten Hälfte nicht mehr auflaufen konnte. Gute Besserung.

 

Auch im zweiten Abschnitt blieb der HSV überlegen. Trotzdem gelang den schwarz gekleideten Gästen die Resultatsverbesserung, als der sträflich ungedeckte Felix Pohle von der linken Seitenauslinie vor den Strafraum zog und schoss. Der Ball, der vorbei gegangen wäre, wurde von Paules Allerwertesten unerreichbar für André abgefälscht. Doch auch danach blieb eher der Gastgeber am Drücker, obgleich aufgrund der Hitze ein Kräfteverschleiß bemerkbar wurde. Ein toller Speedy-Freistoß aus mehr als 20 Metern landete am linken Lattenkreuz. Ersatztorwart Jan Grunert wäre da chancenlos gewesen. Die beste herausgespielte Chance der zweiten Hälfte vergab Volker, als er völlig freistehend nach Speedy-Anspiel den Ball nicht richtig traf. Schiedsrichter Grüner pfiff die Partie überpünktlich ab. Er hatte den Aufsteiger zweimal nacheinander gepfiffen und mit der Begegnung wenig Probleme, obwohl er seine Präferenz nicht gänzlich verschwieg, aber der Verlauf war zu eindeutig und die sich zwischenzeitlich aufregenden Hainberger wurden von ihm souverän beruhigt. Abschließend bleibt die nochmalige herzliche Aufstiegsgratulation an den GSV, aber auch die Anerkennung an den Gastgeber, sein kämpferisches Potenzial abgerufen zu haben. Nun muss noch gegen die Weidaer Reserve ein Sieg her, um den guten zweiten Platz abzusichern.

 

Hainberger SV: André Kind; Dirk Bernickel (MK); Christian Paul, Peter Westphal (72./ Jörg Tittmann), Cedric Ullmann; Volker Degner (Gelb), Christian Reichardt (Gelb), Steven Thomas, Nico Springer, Steven Ludwig (40./ Andy Czajka); Markus Neuhäuser; Trainer: Uwe Birke.

 

Greizer SV: Carsten Held (46./ Jan Grunert); Guido Krakau; Martin Lechsner (Gelb, 63./ Kevin Liebold), Alexander Zischka, Christian Harpeng, Mike Fischer, FelixPohle, David Scharr, David Geier (Gelb); Jan Herrling, Alexander Hamann (46./ David Schulz); Trainer: Frank Spöhrl.

 

Torfolge: 1:0 Steven Thomas (11./ Assist: Nico Springer); 2:0 Volker Degner (27.); 3:0 Christian Reichardt (31./ A.: Steven Thomas); 4:0 Nico Springer (41./ A.: Dirk Bernickel); 4:1 Felix Pohle (53.).

 

Schiedsrichter: Klaus Grüner (Greiz/ VSG Cossengrün).

Zuschauer: 80.

20.Spieltag, 12.05.2012, 15.00 Uhr: Hainberger SV - BSV Paitzdorf 1:2 (1:0)

Erste Saisonheimniederlage kommt bei Chancenvorteil und zwei nicht gegebenen Hainberger Toren unglücklich zustande

Greizer SV feiert vorzeitig verdienten Aufstieg - HSV-Glückwünsche gehen ins Aubachtal

Mit erster erspielter Chance im Spiel gewinnt Paitzdorf in der Schlussminute

Hainberger Fazit: Überlegenheit nicht in Tore umgemünzt, zwei saubere Treffer wegen angeblichen Abseits nicht gegeben und Gast mit vier gefährlichen Standards plus einem ausgespielten Angriff zum Sieg kommen lassen. Noch ist es Platz 2, der nun aber wieder in Gefahr gerät. Da muss sich das Team in den letzten zwei Spielen nochmals alles abverlangen. Nur ist es im Moment kein Team. Nicht mal die Hälfte plus zwei Oldies bauen den Platz auf und ab, führen im Anschluss die Reinigung durch und andere sind sich zu schade, überhaupt oder pünktlich zu erscheinen, geschweige denn noch etwas anderes zu tun als die Töppen zu schnüren. Und ein wenig merkt man das auch auf dem Platz, da fehlt halt ein Quäntchen an gegenseitiger Unterstützung, Zusammenspiel und Anfeuern oder halt dem Alles-Geben in einzelnen Spielsituationen. In diesem Spiel lag es aber vor allem an der schwachen Chancenverwertung.

 

Es schien unter keinem guten Stern zu stehen, denn nach drei Minuten brach Carsten nach einem Zusammenprall mit einem Cut über dem linken Auge zusammen und musste im Krankenhaus genäht werden. Aufgrund der dünnen Spielerdecke stand danach nur noch der Trainer als eventueller Wechsler zur Verfügung. Paitzdorf holte in der ersten Halbzeit in gefährlichen Positionen vier Freistöße heraus, die aber allesamt wenig Torgefahr ausstrahlten. Der HSV konnte auch nur fünf Möglichkeiten herausspielen, scheiterte da aber am guten Paitzdorfer Rückhalt im Tor, Michael Ganguin, bevor Steven Ludwig kurz vor Ende des ersten Abschnitts einen langen Abschlag von Andre Kind unhaltbar ins lange Eck spitzelte. In der zweiten Hälfte berannte der HSV das Gästetor, bekam sauber erzielte Tore nicht anerkannt, aber verwertete die anderen Möglichkeiten nicht, wogegen das erste Gegentor durch eine Platzunebenheit und das zweite Tor nach einem Konter in eine offene Abwehr fiel.

 

Das Spiel war sehr vom Kampf um den Ball geprägt. Das 1:0 nach der viel zu kurzen ersten Halbzeit, das Spiel war nach Carstens und der noch schwereren Unterarmverletzung des Paitzdorfers Hahn, dem wir eine recht schnelle und gute Genesung wünschen, mindestens fast zehn Minuten unterbrochen, ließ die Hainberger Sieghoffnungen steigen. Weitere gute Möglichkeiten durch Dirk Bernickel, Andy Czajka, Steven Thomas und Steven Ludwig blieben ungenutzt. Auf Paitzdorfer Seite zerrte René Marowsky immer wieder anden Ketten, wurde aber insgesamt von Christian Paul gut bewacht und an eben diese gelegt. In der zweiten Hälfte erhöhte Hainberg den Druck. Einem Kopfballtor von Steven Thomas, der den herauslaufenden Keeper überköpfte wurde wegen angeblichen Abseits die Anerkennung verwehrt. Auch als beim besten Hainberger Angriff Speedy mustergültig den links durchlaufenden Andy Czajka anspielte, der dem Torwart keine Chance ließ, pfiff der falsch liegende Referee auf Abseitsstellung. Einen Paitzdorfer Treffer durch Marowsky nach einem Freistoß ereilte das gleiche Schicksal. Dirk Bernickel tankte sich im Strafraum durch und scheiterte aus spitzem Winkel, nachdem er das Abspiel auf einen freien Hainberger verpasst hatte. Nach einer Ecke von Speedy scheiterte Jörg Tittmann denkbar knapp per Kopfball. Nach tollem Passspiel über Johannes Steudel, Christian Reichardt und Jörg war Speedy im rechten Strafraum frei gespielt, scheiterte aber am gut reagierenden Torhüter ebenso wie Steven Ludwig im Nachschuss. Es brannte einige Male im Paitzdorfer Strafraum. Als in der 77. der eingewechselte Seiler nach drei Jahren Spielabstinenz sich den Ball zum Freistoß bei 20 Metern zurechtlegte und die Kameraden schon witzelten, fiel mitten in die Hainberger Druckphase der überraschende Ausgleichstreffer. Doppelt überraschend, da der bei ca. 6 Metern aufspringende Ball durch eine Unebenheit des ramponierten Platzes dermaßen versprang, das er über den verdutzt stehenden André Kind einschlug. Hainberg berannte nun noch verzweifelter den gegnerischen Kasten. Eine klare Chance konnte man sich nicht mehr erspielen, die hatte man zuvor vergeben. Die Abwehr wurde völlig entblößt. Als sich die Paitzdorfer mit einem langen Ball von hinten befreiten, spielten sie einen Konter über Göbner, Marowsky zum völlig blank stehenden Seiler aus, der unter gütiger Mithilfe des Hainberger Torwarts mit dem Siegtreffer den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellte. Ausschlaggebend war die schlechte Hainberger Chancenverwertung, garniert von Fehlentscheidungen eines überforderten Schiedsrichters, der selbst Marowsky nach einer Tätlichkeit gegen Paule im Spiel beließ und einem effektiven 42-jährigen Dirk Seiler.

 

Hainberg hat noch zwei schwere Spiele vor der Brust. Nächste Woche begrüßen wir den nach dem Sieg in Triebes feststehenden Aufsteiger Greizer SV. Dazu gehen unsere Glückwünsche ins Aubachtal. Der Meistertitel geht verdient an die Jungs von der Volkser, die eine souveräne Saison hinlegten. Abschließend beste Genesungswünsche an die verletzten Spieler, wovon wir nach dem Spiel Kapitän Carsten frisch genäht und noch benommen wieder begrüßen konnten.

 

Hainberg: André Kind; Volker Degner (Gelb); Cedric Ullmann, Christian Paul (Gelb); Christian Reichardt, Johannes Steudel, Carsten Reichardt (MK/ 5. Jörg Tittmann), Steven Thomas, Andy Czajka; Dirk Bernickel (5./MK; Gelb), Steven Ludwig; Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Günter Büttner (FSV Berga).

 

Torfolge: 1:0 Steven Ludwig (43./ Assist: André Kind), 1:1, 1:2 Seiler (77., 90.).

 

Zuschauer: 25.

19. Spieltag, 06.05.2012, 14.00 Uhr: FSV Berga II - Hainberger SV 1:2 (0:2)

Nach 11 Jahren wieder ein Sieg in Berga - Dank guter Mannschaftsleistung verdient drei Punkte gegen bissige Bergaer geholt

Knappen, aber verdienten Auswärtssieg im Bergaer Dauerregen erbeutet

Aufgrund der Mehrzahl an Chancen holte sich der HSV einen berechtigten Auswärtssieg. Die erste Hälfte war vor allem durch Standards geprägt, wobei der schönste Hainberger Angriff zum 1:0 führte. Beim 2:0 kurz vor der Pause überraschte der flinke Speedy den aufnahmebereiten Torwart der Bergaer. Gleich nach der Pause kam Berga durch Elfmeter und Routinier Krügel zum Anschluss. Der HSV war anschließend dem 3:1 näher, scheiterte aber am starken Bergaer Keeper oder verfehlte denkbar knapp. Beim HSV überraschten ein lauffreudiger und gut herauslaufender André Kind im Tor und ein absolut souveräner Enrico Wünsch auf der Liberoposition. Berga wollte, hatte aber nur zwei echte Ausgleichschancen, wogegen der HSV den Führungsausbau in der zweiten Hälfte bei mehreren guten Möglichkeiten verpasste. Die Greizer überzeugten im letzten Auswärtsspiel auch aufgrund ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit. Helga Besser leitete die Partie sehr ordentlich. Nur hätten die zum Teil die Hainberger wegräumenden Palm und Fahsel das Spiel nicht überstehen dürfen. Insgesamt blieb die Fairness im Rahmen, aber es gab schon gemütlichere Aufeinandertreffen mit den Bergaern.

 

Beide Teams standen zu Beginn der Partie gut und verhinderten erfolgreiche Angriffe des Gegners. Als Cedric Ullmann an der Mittellinie einen Bergaer unfair bremste und somit einen Erfolg versprechenden Gastgeberangriff unterband, war die Gelbe Karte, die er gezeigt bekam, den ersten Vermerk des Spieles wert. In der 7. Minute zeigten die Gastgeber, warum sie besonders bei Standards zu beachten sind. Zum Glück landete der Kopfball von Libero Krügel neben dem HSV-Kasten. Kurz nachdem ein guter Angriffszug der blau gekleideten Hainberger über links versandete, ging es auf der gleichen Seite nochmals wie bei der Feuerwehr. Enrico erkämpfte in der eigenen Hälfte den Ball und spielte zu Andy. Nach tollem Doppelpass mit Steven Ludwig konnte Andy fast von der Grundlinie den Ball in den kurzen Fünfmeterraum schlagen, wo Johannes mit der Schuhspitze unterstützt durch Routinier Jörg Wetzel ins lange Eck vollendete. Danach sorgten zwei scharf und flach getretene Freistöße aus mehr als 30 Metern Distanz von Christian Reichardt für Gefahr. Beide Male parierte der Bergaer Keeper gut und hielt das Leder im Nachfassen sicher. Nach einer guten halben Stunde wieder ein Abschluss aus dem Spiel heraus von Steven Thomas, der aus ca. 28 Metern fulminant abschloss, das Tor aber verfehlte. Dann wieder die schwarz-rot aufgelaufenen Bergaer per Freistoß. Marc Theil setzte den Ball aus fast 25 Metern deutlich am kurzen Pfosten vorbei ins Toraus. Speedy schoss beim nächsten Hainberger Angriff aus knapp 20 Metern und der gute Gastgeberkeeper konnte das Spielgerät gerade noch über die Latte zur Ecke klären. Nach der folgenden Ecke hätte ein Verteidiger fast die Kugel ins eigene Netz befördert, verfehlte aber am langen Pfosten um Zentimeter. In Minute 40 trat Kapitän Carsten einen Freistoß, der dem Torwart aber keine Probleme bereitete. Im Anschluss an eine Ecke von Steven Ludwig kam Carsten nicht richtig zum Kopfball, da das Leder mehr über den Kopf rutschte. Dann endlich das verdiente 2:0 nach einem Freistoß von der linken Seite. Steven flankte gen Fünfmeterraum, der Torwart stand schon fangbereit, jedoch spritzte der flinke Speedy mit dem Kopf dazwischen und setzte den Ball ins linke Toreck. Danach holte sich steven Ludwig im Mittelfeld für ein den Angriff unterbrechendes Foul den gelben Karton ab. Bei einem schnellen Konter konnte der abseitsverdächtig gestartete Angreifer noch rechtzeitig von Enrico abgefangen werden, der beim HSV erstmals für den erkrankten Lothar die Position des letzten Mannes inne hatte. So ging es mit 2:0 in die Pause.

 

Kurz nach Wiederanpfiff behaupteten die Bergaer im Hainberger Strafraum den Ball und der den Angreifer per Grätsche stellen wollende Enrico bot diesem die Gelegenheit, sich kurz vor der Torauslinie fallen zu lassen. Trotz dessen ein berechtigter Elfer, den Routinier Krügel trocken und flach ins linke Eck verwandelte. Wenig später setzte Speedy einen Freistoß von halbrechts denkbar knapp am Bergaer Kasten vorbei. Einige Minuten Geplänkel bei mehr Ballbesitz der Gäste wie im gesamten Spiel übrigens, dann landete ein Ball knapp außerhalb des Strafraumes, wo Markus per Bogenball abschloss. Das Leder landete knapp rechts neben dem Tor. Kurz vor Ablauf der einstündigen Spielzeit die letzte große Bergaer Möglichkeit, als die Hainberger rechts hinten den Ball verloren und André die gefährliche Flanke prallen lassen musste. Zum Glück jagte der Angreifer die Kugel über das Tor. Johannes, diesmal im Sturm eingesetzt tankte sich dann zweimal auf der linken Seite an der Eckfahne durch, lief in den Strafraum ein, aber einmal hielt der Keeper, das andere Mal blieb ein Angreifer hängen. In der Zwischenzeit wurden zwei Bergaer, die zusammen mehr als zehn gelbwürdige Fouls, teils durch Einspringen in den Gegner, begingen, endlich und insgesamt zu mild mit Gelb verwarnt. Kurioser Weise foulten die verwarnten Spieler sofort nach der jeweiligen Freistoßausführung wieder strafwürdig. Helga Besser hatte trotz dessen die Begegnung gut im Griff, so dass die beim HSV-Trainer aufkommende Unruhe auch wieder schnell hätte verfliegen können. Nur einen Turbo abzuschalten, ist nicht einfach, wie der beruhigend einwirkende Lothar dann feststellen musste. Nico kam für Steven in die Begegnung und fasste sofort Fuß. Ein weiterer Freistoß halblinks von Andy getreten wurde zur sicheren Beute des guten Torwarts. Nachdem der Torwart beim Herauslaufen einen langen Hainberger Ball nicht weit genug klären konnte, schoss Nico sofort aufs leere Tor. Mit einem Kraftakt klärte der Keeper gerade noch so zur Ecke. Beim anschließenden Eckstoß klärte ein Verteidiger gegen Johannes. Die letzten großen Chancen des im Dauerregen stattfindenden Spieles hatten die Hainberger. Erst konnte ein Bergaer einen fulminanten Speedy-Schuss blocken. Anschließend scheiterte Markus aus Nahdistanz am herausgelaufenen Torwart. Dann blieb der Keeper zweimal im Eins-gegen-Eins gegen Speedy erfolgreich, bevor der schon am Boden liegende Markus den Ball nicht platzieren konnte und so das leere Tor verfehlte.

 

Die Chancen von 11:4 sprachen eine deutlichere Sprache als das Ergebnis. In Berga einen Sieg geholt zu haben, sollte das Team weiter stärken, der letzte war ja von den Vorgängern dieses Teams 2001 geholt worden. Aus der aktuellen Mannschaft stehen davon nur noch der Trainer und Lothar Ramisch im Kader. Vor allem hatte sich der HSV auch kämpferisch gegen die robuste Gangart der Platzbesitzer behauptet. Die anschließende Tischrunde bestätigte dann wieder, dass der HSV in Berga ein stets gern gesehener Gast ist, auch wenn wir diesmal alle Punkte mitgenommen haben.

 

Tore: 0:1 Johannes Steudel (18./ Assist: Andy Czajka), 0:2 Steven Thomas (43./ A.: Steven Ludwig), 1:2 Krügel (46./ Foulelfmeter).


HSV: André Kind; Enrico Wünsch; Cedric Ullmann (5./ Gelb), Christian Reichardt, Christian Paul (80./ Gelb); Carsten Reichardt (MK), Steven Thomas, Steven Ludwig (40./ Gelb; 75./ Nico Springer), Andy Czajka; Johannes Steudel, Markus Neuhäuser; Trainer: Uwe Birke.


Schiedsrichterin: Sportfreundin Helga Besser (SV Blau-Weiß Auma).

 

Zuschauer: 35.

18. Spieltag, 28.04.2012, 15.00 Uhr: Hainberger SV - SG ThSV Wünschendorf/ FSV Falka II 4:3 (2:1)

Drei Punkte verbleiben nach mäßigem Spiel auf dem Hainberg

Gedanklich war der Gegner vor Spielbeginn bei Einigen wohl schon klar bezwungen. Nur sind Kreisklassenbegegnungen keine Selbstläufer. So wurde es eine äußerst enge Kiste. Man kann keinem Aktiven den Willen absprechen, nur fehlen im Team die Homogenität und zum Teil die nötige Lauffreude. Nachdem das Team in Caaschwitz voll überzeugen konnte, war dieser Auftritt von der Vorwochenleistung weit entfernt. Dem Gegner wäre aufgrund seiner Einsatzbereitschaft ein Punkt zu gönnen gewesen. Der Sieg ging aber wegen des deutlichen Chancenvorteils wohl in Ordnung.

 

Am ersten Hitzetag des Jahres war an diesem Tag das Wetter das Beste. Auch gut, dass das Fehlen von Lothar Ramisch (Erkrankung) und Johannes Steudel (Studium) durch die Einsatzbereitschaft von Jörg Steudel, Sven Schmidt, Volker Degner, Enrico Wünsch und Peter Westphal anzahlmäßig deutlich kompensiert werden konnte und der HSV einen Spielerkader von 16 Aktiven zur Verfügung hatte.

 

Nach Anfangsgeplänkel begann die Partie mit einem Weckruf durch die Gäste. Wie schon öfters in den letzten Spielen kam der Gegner mit der ersten Möglichkeit auch zum ersten Tor. Ein langer Einwurf wurde von der Abwehr nicht geklärt und Kevin Reiher bedankte sich aus der Nahdistanz am kurzen Pfosten. André Kind war zwar noch am Ball, konnte das Spielgerät aber nicht am Überqueren der Linie hindern. In der sechsten Minute kam das erste Lebenszeichen von den Gastgebern. Nach einem Freistoß schoss Speedy und Andy, der angeschlagen aufgelaufen war, verpasste die Kugel am langen Pfosten denkbar knapp. Nach einer guten Flanke von Steven Thomas legte Andy im Strafraum zu Dirk ab, der den Ball voll, aber zu zentral auf das Tor jagte, so dass Keeper Reichert zur Ecke abwehren konnte. Der Eckstoß landete bei Volker Degner, der den Ball am kurzen Pfosten vorbei schoss. In der 13. Minute feuerte Nico das Leder aus mindestens 30 Metern auf das Tor des Tabellenletzten. Der Torwart konnte mit großem Einsatz den Einschlag im kurzen Eck verhindern und im Nachfassen zur Ecke klären. Spielerisch lag weiter vieles im Argen. Doch den diesmal blau gekleideten Hainbergern gelang nach einer halben Stunde per Doppelschlag die Führung. Zuerst fing Cedric in einer brisanten Situation an der Mittellinie einen Konter der Gäste ab. Sein Abspiel lanete bei Dirk Bernickel, der sich wieder kraftvoll im gegnerischen Strafraum durchsetzte und den Ball von rechts in den oberen langen Winkel wuchtete. Der „Schnuller“ befindet sich nun schon seit Wochen in starker Form und verwandelte in den letzten vier Spielen zum sechsten Mal. Fast hätte er im nächsten Angriff noch einen drauf gesetzt, doch der Keeper konnte den Schuss gerade noch abwehren. Dafür setzte Markus Neuhäuser toll nach und verwertete den abprallenden Ball zum 2:1-Spielstand. Kurz darauf setzte Dirk nach einer Ecke von Steven Thomas per Kopf die Kugel über das Tor. Der engagierte Kapitän Carsten Reichardt wurde, nachdem er erst Ball und dann den Gegner traf, etwas zu hart mit Gelb bestraft. Angestachelt setzte er dann per langen Ball Nico ein, der aus spitzem Winkel den Ball am langen Dreiangel vorbei jagte. Im Nachgang wäre das Abspiel auf einen der drei freistehenden Hainberger wohl doch besser gewesen. Bis zur Halbzeit gab es dann nur noch einen äußerst gefährlichen Konter des Gegners. Der sich auf der rechten Seite durchsetzende Angreifer passte schön in den Rücken der Abwehr zurück, zum Glück aber auch seiner durchgelaufenen Mitspieler. Alle Besucher und HSV-Verantwortlichen erwarteten für die zweite Hälfte eine deutliche Leistungssteigerung. Vielleicht hätte ein Duschgang in der Pause die fehlende Frische gebracht. Jedenfalls wurde es ganz und gar nicht besser.

 

Der Gegner begann den zweiten Abschnitt angriffslustiger. Der erste Schuss verfehlte das Tor noch deutlich. Doch nach einem Hainberger Einwurf erzielten die Wünschendorfer nach einem schnellen Spielzug den nicht unverdienten Ausgleich. Die erste Hainberger Möglichkeit nach der Pause hatte Steven Thomas per Kopfball. Anschließend lenkte der Torwart der Gäste einen aus 40 Metern getretenen Freistoß von Dirk über die Latte. Kurze Zeit später zog Speedy aus der Distanz ab. Unerreicht knallte der Ball an die Lattenunterkante. Im Tohuwabohu des Gästestrafraumes kam Dirk danach zu einer weiteren Großchance, schob aber das Spielgerät aus spitzem Winkel um Zentimeter neben das Tor. In der 69. konnte der Gästetorwart einen Speedy-Freistoß im Nachfassen entschärfen. Nur zwei Minuten später hatten die Gastgeber mit der Hereinnahme von Steven Ludwig für den angeschlagenen Andy Czajka ihr Wechselkontingent ausgeschöpft. Zuvor waren Enrico Wünsch für Cedric Ullmann und Sven Schmidt für Jörg Steudel gekommen. Eine Viertelstunde vor dem Ende brannte es vor dem Tor des Gegners lichterloh. Erst wurde der erfolgreiche Torschuss von Dirk durch ein Abwehrbein gestoppt, dann ereilte Nicos Abschluss das gleiche Schicksal. Beide Male wäre der Ball im langen linken Eck eingeschlagen. Kurz darauf setzte sich der agile Steven Ludwig auf der linken Seite durch und passte fast von der Grundlinie toll in den Fünfmeterraum, wo Markus Neuhäuser nur noch den Fuß zu seinem vierten Treffer im dritten Spiel und vor allem der wichtigen Hainberger Führung hinhalten musste. Leider wurde bei diesem Angriff Nico ein Opfer der vielen Platzlöcher, als er in einem davon umknickte. Hoffen wir, dass nicht wieder die alte Verletzung aufgebrochen ist. Ab da mussten die Gastgeber in Unterzahl zu Ende spielen. Das schönste Tor des Tages fiel nach einem Eckball von Volker Degner. Speedy stand schulbuchmäßig in der Luft und vollendete per Kopf zur Vorentscheidung. Die nie aufsteckenden Gegner kamen in der Nachspielzeit nach einem langen Ball per trockenen Abschluss aus ca. 25 Metern zum Anschlusstreffer. Zu mehr konnte es für den Tabellenletzten nicht mehr reichen, da Schiedsrichter Schüler anschließend sofort abpfiff. Ein grausames Spiel hatte einen guten Ausgang genommen. In Berga muss das Birke-Team aber wieder an die Caaschwitz-Leistung anknüpfen, um Punkte einpacken zu können.

 

Hainberger SV: André Kind; Jörg Steudel (48./ Gelb, 58./ Sven Schmidt); Cedric Ullmann (46./ Enrico Wünsch), Christian Reichardt; Carsten Reichardt (MK, 33./ Gelb), Volker Degner, Andy Czajka (71./ Steven Ludwig), Steven Thomas, Dirk Bernickel, Nico Springer (79./verletzt); Markus Neuhäuser, Ersatz: Peter Westphal; Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Hartmut Schüler (SV Blau-Weiß Auma).

 

Torfolge: 0:1 Reiher (4.); 1:1 Dirk Bernickel (29./ Assist: Cedric Ullmann), 2:1 Markus Neuhäuser (31./ A: Dirk Bernickel), 2:2 Reiher (50.), 3:2 Markus Neuhäuser (79./ A: Steven Ludwig, 4:2 Steven Thomas (86./ A: Volker Degner), 4:3 Häßelbarth (90.).

 

Zuschauer: 20.

 

17. Spieltag, 21.04.2012, 15.00: TSG Caaschwitz - Hainberger SV 1:4 (1:4). 52. Minute Spielabbruch nach Verletzungen beim Gastgeber.

Prima Vorstellung der Hainberger wird von Spielabbruch und Verletzungspech beim Gastgeber überschattet – Greizer SV gewinnt Spitzenspiel und hat Aufstieg fast in der Tasche

Zuallererst wünschen wir den verletzten Caaschwitzern baldige Genesung. Zum Glück konnte der eingewechselte Krause den Rettungswagen nach seiner Bewusstlosigkeit selbst besteigen. Die zuvor ausgewechselten Keeper und Verteidiger werden hoffentlich wie die anderen auch nächste Woche wieder spielfähig sein. Verständlich, dass die Caaschwitzer nicht weiterspielen wollten. Aufgrund der Regularien spielte sich dann aber doch ein unnötiges Schauspieltheater ab, bevor endgültig die Begegnung vorzeitig beendet wurde. Trotzdem ist der ganze Vorgang wohl bisher einmalig und hing auch mit dem starken Auftritt der Hainberger und dem vorentscheidenden Spielstand zusammen. Das Wichtigste ist und bleibt aber bei allem Ehrgeiz die Gesundheit, so dass vereinzelte gegenseitige Vorwürfe nach Spielende schnell vergessen werden sollten. Der HSV konnte aufgrund der Regeln nicht einvernehmlich abbrechen, so dass sich nach und nach ein Caaschwitzer nach dem anderen vom Spielfeld verdrückte. Für die Hainberger ging es u.a. auch um eine Rehabilitation für die schwache Vorwochenleistung. Aufgrund der Einsatzfreude und der klaren Dominanz auf dem Spielfeld ist dies mehr als gelungen. Mit Anpfiff des Referees Ingo Rohland aus Bad Köstritz nahmen die Gäste das Heft des Handelns in die Hand. Die Caaschwitzer konnten kaum unbedrängt den Ball führen. Zumeist fing die Mittelfeldachse Andy Czajka, Johannnes Steudel, Carsten Reichardt und Steven Thomas dem Gegner schon den Ball ab und leitete den nächsten Angriff ein. Gelang ein langer Ball doch einmal in die Hainberger Abwehrzone liefen Lothar Ramisch, Christian Reichardt und Cedric Ullmann ihren Gegnern die Bälle ab. Den ersten Angriffen fehlte noch die abschließende Präzision in der Gefahrenzone. Die erste Großchance hatte der Hainberger Kapitän Carsten, als er durch einen tollen Speedy-Pass im Rücken der Abwehr freigespielt wurde. Leider traf er den Ball nicht kontrolliert, so dass er rechts neben das Tor ging. Zudem hatte der sonst gut leitende Schiedsrichter fälschlich auf Abseits entschieden. Aber schon die zweite Gelegenheit nutzten die Greizer zur Führung. Johannes hatte Dirk angespielt, der erst einen Caaschwitzer tunnelte, um dann aus spitzem Winkel ins lange rechte Eck abzuschließen. Der an diesem Tag mit seiner besten Saisonleistung glänzende Nico hatte die Chance zum Führungsausbau. Der agile Speedy flankte von rechts in den Rücken der Abwehr, jedoch schloss Nico nicht direkt ab, so dass er von der vielbeinigen Abwehr des Gastgebers noch zugestellt werden konnte. Nach einer Viertelstunde gelang nach kleineren Möglichkeiten die 2:0-Führung. Dirk setzte sich mit kraftvollem Körpereinsatz auf der linken Angriffsseite durch und flankte lang in den Strafraum, wo Speedy aus sieben Metern fast per Seitfallzieher gegen die Laufrichtung des Torhüters das Leder im Kasten unterbrachte. Danach kamen die Caaschwitzer erstmals vor das Gästetor. Alle Zuschauer schauten verdutzt, wie ein langer Ball von den Gästen nur beobachtet wurde und Körner das Angebot zum Anschluss nutzte. Im nächsten Angriff gar die Ausgleichschance für die Gastgeber, als im Nachschuss ein Angreifer aus der Distanz das Tor um zwei Meter verfehlte. Danach schickte Speedy per Pass Markus Neuhäuser im Sturmzentrum auf die Reise. Beim ersten Abschluss reagierte der Keeper klasse, hatte aber beim Nachschuss des Stürmers keine Abwehrmöglichkeit mehr. Der schnell wiederhergestellte Zweitoreabstand nahm den Caaschwitzern wohl den letzten Mut. Kurz darauf erkämpfte Johannes nach einem abgewehrten Hainberger Angriff bei 25 Metern den Ball zurück und spielte Speedy im Zentrum an, der die Kugel nur um Zentimeter über das Gehäuse jagte. In einem weiteren Angriff behauptete Nico gegen drei Gegenspieler den Ball und spielte mustergültig zu Speedy, der nur knapp das Tor verfehlte. Ab nun sollte den Gastgebern das Pech hold sein. Die nächste Hainberger Chance konnte zur Ecke abgewehrt werden. Speedy trat an und ein Caaschwitzer verlängerte unglücklich ins lange linke Eck des eigenen Tores. Nur wenige Minuten später der schönste Hainberger Angriffszug des Tages. Ausgangspunkt war wieder Nico, der den Ball fest machte, gegen seine Gegenspieler behauptete und im goldrichtigen Moment dem gestarteten Andy den Ball in den Lauf passte. Die tolle Flanke an den Fünfmeterraum wurde aber von den gegnerischen Spielern ebenso wie von Speedy verpasst. Leider liefen bei dieser Gelegenheit Torwart und Verteidiger ineinander. Nach vierminütiger Verletzungspause musste der Verteidiger ausgewechselt werden. Beim Keeper ging es nach der Pause auch nicht weiter. Verwunderlich, dass Herr Rohland pünktlich zur Pause pfiff. Zu Beginn von Halbzeit zwei stellte sich ein Spieler ins Tor und das Wechselkontingent war damit schon beim Gastgeber ausgeschöpft. Bei der nächsten gefährlichen Situation im Caaschwitzer Strafraum folgten nun die Spiel beeinflussenden, dramatischen Ereignisse. Der zur Pause eingewechselte Krause lief so unglücklich mit einem Mitspieler zusammen, dass er bewusstlos zu Boden ging. Nach ca. einer Viertelstunde waren Notarzt und Rettungswagen zur Stelle. Zum Glück kam der Spieler wieder zu sich und konnte geführt in den Krankentransport steigen. Zu diesem Zeitpunkt lief die 47. Spielminute. Unter den Eindrücken der Verletzung wollten die Caaschwitzer nicht mehr weiterspielen. Einerseits verständlich andererseits klärte der Referee auf, dass dies nicht so einfach möglich ist. Erst wenn weniger als acht Spieler auf dem Platz wären, könne er die Begegnung abbrechen. Es sei denn, Hainberg würde zustimmen und das Spielergebnis dann am grünen Tisch des Sportgerichtes ausgespielt. Caaschwitz machte den begonnenen Platzabbau wieder rückgängig und von den Ereignissen beeindruckt stellten sich beide Mannschaften dem weiteren Spiel, das dann zu einer Farce verkam. Ein Caaschwitzer hatte sich einfach verdrückt, ein Hainberger stand schon mit Roster und Radler am Rande des Platzes. Durch weitere Wechsel und ständig umfallende Caaschwitzer ging die Begegnung mit andauernden Unterbrechungen noch vier Minuten bevor Sportfreund Rohland dem ganzen Treiben ein Ende setzte.

 

Unschön danach die gegenseitigen Vorwürfe einzelner weniger Beteiligter, als die Caaschwitzer den Hainberger vorwarfen zu Ende spielen zu wollen und von unserer Seite an den 8-Mann-Auftritt der Caaschwitzer beim 0:10 gegen den Greizer SV erinnert wurde. Der Greizer SV hingegen bezwang den Tabellenzweiten aus Ronneburg knapp mit 1:0, was wohl einer vorzeitigen Aufstiegsentscheidung gleich kommt. Der HSV hat nun wieder Chancen auf den zweiten Platz und kann diesen aus eigener Kraft schaffen. Die Aubachtaler erwiesen sich bisher als das konstanteste Team und haben sogar ihre Verletztenmisere gut überstanden. Wenn es dann soweit ist, bleibt uns nur die ehrliche Gratulation.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann, Christian Reichardt; Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Andy Czajka, Steven Thomas, Dirk Bernickel (Gelbe Karte), Nico Springer (50./ Jörg Tittmann); Markus Neuhäuser (48./Steven Ludwig); Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Ingo Rohland (Bad Köstritz/ SV Elstertal Bad Köstritz).

 

Torfolge: 0:1 Dirk Bernickel (6./ Assist: Johannes Steudel), 0:2 Steven Thomas (15./ A: Dirk Bernickel, 1:2 Körner (20.), 1:3 Markus Neuhäuser (22./ A: Steven Thomas), 1:4 Steven Thomas (33.). (Zum wiederholten Male stimmten auf dem Spielberichtsbogen Torfolge und Torschützen nicht).

 

Zuschauer: 25.

16. Spieltag 14.04.2012, 15.00 Uhr: Hainberger SV - SG TSV 1905 Daßlitz/ TSV 1872 Langenwetzendorf II 3:2 (1:0)

Pflichtsieg mit vielen Ecken und Kanten - Ohne Feuer und Leidenschaft Punkte eingefahren - Wichtige Führung kurz vor der Halbzeit nach Einzelleistung durch Dirk Bernickel

Gegen die SG-Regionalklassenreserve sollte ein Sieg her. Am Ende standen drei Punkte auf der Guthabenseite, aber der Gesamtauftritt des HSV-Teams warf insgesamt mehr Fragen auf als er Antworten gab. Mängel waren einfach nicht zu übersehen. Trotz dessen sich die Mannschaft nicht in eine unbedingte Offensive begab, wurden von den zahlreichen Riesenchancen sehr viele vergeben. Noch auffälliger war das inhomogene mannschaftliche Auftreten. Das Team ließ in der Gesamtheit die notwendige Aggressivität vermissen, um den Gegner unter Druck setzen zu können. Auch spielerisch blieb vieles Stückwerk. Und ganz besonders vermissten die Zuschauer Feuer, Elan, Leidenschaft und Freude am Fußball. Alles sah mehr nach einer Pflichtübung aus. Gegenseitiges Unterstützen, Anfeuern und Aushelfen war im Spielverlauf absolute Mangelware. Genügend Punkte, die man in den verbleibenden Spielen wieder finden kann. Trotz aller Kritik, der Sieg war mehr als verdient, auch wenn sich der HSV dabei aufgrund der aufgeführten Punkte recht schwer tat. Da der Gast neben beiden Toren kaum torgefährlich auftrat, stand der Heimsieg nicht total auf der Kippe.

 

Die erste Halbzeit wurde von den Gastgebern dominiert, ohne totale Überlegenheit zu erzielen. Drei Hundertprozentige wurden ausgelassen und als alles nach einer torlosen ersten Hälfte aussah, rannte Dirk förmlich mit dem Ball ins Tor zur verdienten Führung. Bezeichnend, dass alle Anwesenden bis zur 10. Minute auf den ersten gefährlichen Angriff warten mussten. Dafür war da das Leder schon fast im Tor. Steven Thomas hatte sich auf der rechten Seite toll durchgesetzt und flankte vor den langen Pfosten des Gästetores. Leider kam Nico nicht richtig hinter den Ball und setzte diesen aus einem Meter knapp am Tor vorbei. Auch den zweiten Riesen hatte Nico auf dem Fuß. Nach einer Dirk-Bernickel-Flanke stand er zentral in Superposition, scheiterte erst an einem Abwehrbein, um dann zu wenig Druck auf das Spielgerät zu bekommen, so dass der Torwart problemlos halten konnte. Nach 25 Minuten hatte der eifrige, aber sehr auf sich allein gestellte Steven Ludwig die Führung auf dem Fuß. Nach dem besten Angriff der ersten Hälfte, Nico hatte Andy gut angespielt, konnte Steven die passgenaue Hereingabe von Andy nicht erfolgreich abschließen, da er zentral den Ball knapp rechts am Tor vorbei setzte. Schließlich brachte in der letzten Spielminute des ersten Abschnittes ein Einwurf von Volker Degner Dirk Bernickel in Position. Der Carsten als Kapitän vertretende Dirk wühlte sich an zwei Gegenspielern vorbei und vollendete aus spitzem Winkel „durch“ den Torwart ins lange Eck.

 

Viele hofften auf ein besseres Spiel in der zweiten Hälfte. Anfangs sah es auch ganz gut aus. Einen langen Ball von Lothar Ramisch leitete der eingewechselte Markus Neuhäuser gut zu Speedy weiter, der das Leder gut über den Torwart, aber auch über den gegnerischen Kasten hob. Doch dann musste bis zur 60. Minute auf das nächste Event gewartet werden. Speedy flankte vom rechten Strafraum auf den langen Pfosten, wo Dirk das Leder in Seelenruhe verwertete, als er den Ball annahm und ins lange Eck einschob. 2:0, nun sollte es doch richtig losgehen können. Statt dessen kam der Gast mit der ersten wirklichen Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Die Hainberger störten im Mittelfeld nicht entscheidend, so dass André Rossram lang angespielt werden konnte. Der Routinier behielt die Übersicht, behauptete gegen zwei Hainberger den Ball und schoss aus 15 Metern ins lange linke Eck. Mit dem nächsten Greizer Angriff stellte der HSV den Abstand wieder her. Nico spielte einen langen Ball zu Andy Czajka, der butterweich links von der Grundlinie zu Markus flankte, den der Kopfballaufsetzertreffer Selbstbewusstsein für weitere Auftritte geben sollte. Dies hätte er noch weiter aufpolieren können, einmal verlor er jedoch durchgebrochen den Ball, ein anderes Mal scheiterte er in aussichtsreicher Position. Speedy hatte ebenso noch eine tolle Chance, als er allein auf den Torwart zulief, aber mit flachem Abschluss am Keeper hängen blieb. Er wäre besser noch am Hüter vorbei gelaufen. Der Goalgetter wirkt derzeit in der Verwertung etwas zu kopflastig, hat aber mit zahlreichen Vorlagen zu Toren beitragen können. Als dann der Gast mit seiner zweiten Möglichkeit zum nochmaligen Anschlusstreffer kam, wurde eine weitere Hainberger Schwäche offenbar. Die Gegner kommen zu einfach zu Torerfolgen. Ein Daßlitzer köpfte umringt von vier Hainbergern aus drei Metern unbedrängt ein. Nun wurde das Fußballspielen endgültig eingestellt. Der Gast versuchte Druck aufzubauen und der HSV wollte die drei Punkte nach Hause schaukeln. Nach einer Viertelstunde Ballschlagen beendete Schiedsrichter Rothe per Pfiff die Partie.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann, Volker Degner; Christian Reichardt, Johannes Steudel, Andy Czajka, Steven Thomas, Dirk Bernickel (MK), Nico Springer (90./ Jörg Tittmann); Steven Ludwig (46./ Markus Neuhäuser); Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Peter Rothe (Greiz/ SV 1960 Untergrochlitz).

 

Torfolge: 1:0 Dirk Bernickel (45./ Assist: Volker Degner), 2:0 Dirk Bernickel (63./ A: Steven Thomas), 2:1 Rossram (65.), 3:1 Markus Neuhäuser (67./ A: Andy Czajka), 3:2 Schäfer (76.).

 

Zuschauer: 25.

15. Spieltag, 31.03.2012, 15.00 Uhr: Hainberger SV - SG FC Motor Zeulenroda/ Triebeser SV III 6:4 (2:1)

Zehn Tore und Chancen en gros auf dem Hainberg - Offensivstarker Schlagabtausch

Guter HSV-Auftritt erbringt Heimsieg, der verdient nach 2:4-Rückstand erkämpft wurde - Dirk Bernickel, Johannes Steudel und Steven Thomas führen Gastgeber zum Sieg

Die Gastgeber konnten am letzten Samstag spielerisch und besonders in den letzten 20 Minuten auch kämpferisch überzeugen. Trotz zahlreicher Möglichkeiten konnte so erst im letzten Spieldrittel der Sieg gegen stets kreuzgefährliche Gäste sichergestellt werden. Nach der unnötigen Niederlage in Steinsdorf kehrte der HSV damit in die Erfolgsspur zurück.

 

Mit Anpfiff des guten Schiedsrichters Kulpe aus Werdau startete das samstägliche Scheibenschießen. Hainberg kam über Steven Thomas auf der rechten Seite, der Nico Springer im Strafraum anspielte. Nico setzte sich mit einer Körperdrehung vehement gegen zwei Gästespieler durch und vollendete unhaltbar ins lange linke Eck. Nun nahmen auch die Gäste am Spielgeschehen teil. Ein erster Schussversuch in der dritten Minute verfehlte das Ziel noch deutlich. Hainberg bestimmte aber vorerst weiter das Geschehen. Der angeschlagene Steven Ludwig rannte sich die Seele aus dem Leib und gab sich größte Mühe als alleinige Spitze den Gegner zu beschäftigen. Über Speedy kamen die Greizer über Rechts, in der Mitte leiteten Nico und Carsten die Angriffe an und auf der linken Seite machte eins ums andere Mal Johannes Druck. In der 9. Minute brannte es lichterloh im Gästestrafraum. Steven brachte den Ball zu Speedy, dessen Kopfball abgewehrt wurde, den Nachschuss von Johannes klärte der Keeper von der Linie zur Ecke. Hainberg schlug gefährliche Ecken, hatte aber in der Verwertung vorerst noch Pech. Nach einer guten Viertelstunde zwang Speedy Torwart Schmidt zu einer Glanzparade, als dieser den aus 20 Metern abgesendeten Ball aus dem rechten oberen Dreiangel kratzte und zur Ecke klären konnte. Anschließend verfehlte Volker Degner aus 18 Metern den gegnerischen Kasten. Hainberg erarbeitete sich Chance auf Chance, konnte aber nicht das 2:0 erzielen. Die Gäste trugen nun auch schnelle Gegenzüge vor. Nach einer knappen halben Stunde folgte ein ebensolcher auf einen gefährlichen Hainberger Angriff. Der Gegenangriff über links endete beim rechts ungedeckt gelassenen Wolschendorf, der überlegt zum 1:1 ausglich. Ab da wurde die Partie ausgeglichener. Ein gut vorgetragener Konter der Gäste endete beim kompromisslos klärenden André, der beim Kampf um das Spielgerät den Angreifer mit wegräumte. Kulpe ließ laufen, obwohl viele ein Pfiff nicht verwundert hätte. Dirk Bernickel kam nach einer halben Stunde für den guten Steven, bei dem es nicht weiter ging, und wurde in einem guten Team mit zum maßgeblichen Akteur. Der schönste Hainberger Angriff wurde nach Doppelpass zwischen Jo und Speedy mit dem Treffer zum 2:1 durch Jo abgeschlossen. Bis zur Pause blieben weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten ungenutzt. Johannes ließ man erst im Strafraum auflaufen, dann wurde er vom Keeper zweimal im Zweikampf gestreckt. Mindestens eine Situation hätte auch einen Elfer erbringen müssen. Hainberg hatte eine angriffslustige erste Hälfte gespielt und die SG ebenso ihre Torgefährlichkeit unterstrichen.

 

Die Zuschauer bekamen dann in der zweiten Hälfte noch einen besonderen Zuschlag. Eingefleischte HSV-ler ließen aber tüchtig Nerven. Die zweite Hälfte begann mit Gefahrensituationen auf beiden Seiten. Binnen fünf Minuten drehten die Kicker aus Zeulenroda-Triebes mit drei Treffern die Begegnung zum 2:4-Zwischenstand. Erst konnte man im Strafraum nicht klären. Dann führte ein Elfer nach Klärungsversuch von Lothar, der Ball und Gegner traf, zur Führung und im nächsten Angriff nutzten die Gäste die kurzzeitige HSV-Schockstarre. Hainberg blieb noch eine halbe Stunde, um das Ergebnis zu drehen. Vor allem die unermüdlich kämpfenden Dirk, Jo, Carsten und Speedy entwickelten den nötigen Druck. Wichtig der schnelle Anschlusstreffer von Dirk, der sich unnachahmlich gegen drei Gegner durchsetzte und unhaltbar vollendete. Der fünfte Treffer in zehn Minuten entsprang einer Ecke von Nico. Er zirkelte den Ball direkt aufs Tor, Speedy verlängerte mit der Hacke, ein Abwehrspieler mit dem Allerwertesten. Schiedsrichter Kulpe schrieb Nico das Tor zu. Nun sprühten die Hainberger vor Sieghunger. Dirk Bernickel schoss zehn Minuten später zur Führung ein und überließ in der 80. Volker der volley aus acht Metern nach einer Ecke einnetzte. Die Gäste blieben gefährlich, konnten aber kein Tor mehr erzielen. Bei Hainberg hatten Carsten und Speedy zwei Großchancen, scheiterten aber ebenso wie Nico, Jo und Dirk bei weiteren Möglichkeiten. Eine gute Teamleistung mit einer kurzen Hängerphase wurde mit einem verdienten Sieg belohnt. Trotzdem sind die Gegentore zu einfach gefallen. Im gesamten Defensivverhalten und im Füreinanderkämpfen müssen die HSV-Spieler zulegen. Dagegen überzeugte der offensive Auftritt vollständig. Gut wie Steven und Paule sich trotz Angeschlagenseins einbrachten. Überzeugend auch das gute Zweikampfverhalten von Cedric. In einem guten Team ragten aber diesmal Jo, Dirk und Speedy mit ihrem Elan und ihrer Spielfreude heraus. Wermutstropfen, dass der enttäuschte Andy nicht mehr zu einem Kurzeinsatz zu überreden war. Er ist aber heiß darauf, die Mannschaft wieder zu unterstützen.

 

Ostern sind wir spielfrei. Nach den Feiertagen kommt die SG Daßlitz/ Langenwetzendorf. Dann wird Carsten wegen der fünften Gelben fehlen. Also bis dahin schöne Feiertage und Glückwunsch an das gesamte Team.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann, Christian Paul; Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK/ 60./ Gelb), Volker Degner (68./ Gelb, 83./ Markus Neuhäuser), Johannes Steudel, Steven Thomas, Nico Springer; Steven Ludwig (30./ Dirk Bernickel); Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Andreas Kulpe (Werdau/ SV Wismut Seelingstädt).

 

Torfolge: 1:0 Nico Springer (1./ Assist: Steven Thomas), 1:1 Wolschendorf (29.), 2;1 Johannes Steudel (38./ A: Steven Thomas), 2:2 Syhre (53.), 2:3 Matthes (55./ Foulstrafstoß), 2:4 Daßler (56.), 3:4 Dirk Bernickel (59./ A: Johannes Steudel), 4:4 Nico Springer (63./ direkt verwandelter Eckstoß), 5:4 Dirk Bernickel (74./ A: Steven Thomas), 6:4 Volker Degner (80./ A: Dirk Bernickel).

 

Zuschauer: 35.

14. Spieltag 24.03.2012, SG Blau-Weiß Steinsdorf 1990 - Hainberger SV 1:0 (0:0)

Unnötige Niederlage und eine Demonstration für alle Fair-Play-Fanatiker

Jörg hat mir ja die Aufgabe erteilt hier einen Spielbericht zu schreiben. Auf Grund der Umstände und der gezeigten Leistung verkneif ich es mir lieber. Ich hoffe, dass es einige zum Nachdenken anregt.

 

Wenn ich nach so einem Spieltag in lachende Gesichter schaue, dann werde ich nachdenklich! Wenn in so einem Spiel - mit allem, was geschah - die Mannschaft ohne gelbe Karte vom Platz kommt, dann werde ich nachdenklich!

 

Lasst uns die Saison anständig zu Ende spielen!

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann (56. / Enrico Wünsch), Christian Paul, Christian Reichardt; Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel (71./ Andy Czajka), Steven Thomas; Steven Ludwig, Dirk Bernickel (68./ Markus Neuhäuser), Nico Springer; Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Andre Belling (FSV Ronneburg)

 

Torfolge: 1:0 Birkner (47.)

 

(von Uwe Birke)

03.03.2012, 14.00 Uhr: Sportplatz „Kurt Rödel“, Hainberger SV (1.Kreisklasse) – SV Blau-Weiß 90 Greiz (Kreisliga) 4:1 (1:1)

1.Testspiel 2012 endet mit sensationellem Ergebnis und verdienten Sieg gegen den Lokalrivalen von der Herrenreuth

Gerade so konnte der HSV in voller Mannschaftsstärke antreten. Johannes Steudel erkrankt, Christian Paul war nicht abkömmlich und Andy Czajka musste sich um seine Beste kümmern. Dafür sah man nach längerer Zeit mal wieder Enrico Wünsch und Markus Neuhäuser auf dem Hainberg. Bei Blau-Weiß fehlten der verletzte Ronny Poltsch sowie Sebastian Bettermann und Ralf Körner. In den Anfangsminuten zeigten die Blau-Weißen, dass sie das höherklassige Team stellen. Michel Lott besorgte die Führung. Noch in der ersten Halbzeit glich der wieder mal überragend spielende Steven Thomas zum 1:1 aus. Blau-Weiß brach danach fast auseinander, Trotz sehr gut spielender Akteure, wie Martin Oettel, Andreas Kögler und Michel Lott, wirkte der HSV entschieden homogener und konnte den Kreisligisten fast mit jedem Angriffszug in Verlegenheit bringen. Folgerichtig das 2:1 zu Beginn von Hälfte 2, nachdem Carsten Reichardt im Anschluss an eine Großtat von Torwart Schönberger gegen Nico Springer den abprallenden Ball nur noch einschieben brauchte.

c) Michael Frotscher, Blau-Weiß 90 Greiz
c) Michael Frotscher, Blau-Weiß 90 Greiz

Das 3:1 besorgte Enrico Wünsch, der einen starken Eindruck hinterließ und unhaltbar ins rechte lange Eck abschloss.

c) Michael Frotscher, Blau-Weiß 90 Greiz
c) Michael Frotscher, Blau-Weiß 90 Greiz

Goalgetter Steven Thomas vollendete einen weiteren schönen Angriff vehement unter die Lattenunterkante zum 4:1. Chancen zur Erhöhung bestanden. Die beste als Nico Springer sich im Strafraum durchtankte und im dritten Abschlussversuch den Ball an die Latte jagte. Trotz Personalknappheit, aufgrund der kurzfristigen Planung, hinterließ Hainberg vor dem Trainingslager einen starken Eindruck. Bei Blau-Weiß sollte man sich intern zusammensetzen, um sich ab der kommenden Woche im Mittelfeld der Kreisliga zu etablieren. Die Mannschaft sollte ob ihrer Fähigkeiten zu weit mehr in der Lage sein. Ein großes Kompliment an den Kreisklassisten, der sich nun gezielt auf die Spiele in der Rückrunde und den Start in Steinsdorf mit Trainingslager und Freundschaftsspielen gegen Concordia Plauen und bei der VSG Weißensand vorbereiten kann.

Bilder vom Testspiel findet ihr dank Michael Frotscher unter: https://picasaweb.google.com/104163884523982317686/TestspielHainbergerSVSVBlauWei90GreizAm03032012Endstand41?authuser=0&feat=directlink&gsessionid=EA-Xl6OHvc-2pZ6Et7_DYg

Aufstellung: André Kind; Lothar Ramisch, Christian Reichardt, Cedric Ullmann, Nico Springer, Carsten Reichardt, Enrico Wünsch, Steven Thomas, Steven Ludwig, Dirk Bernickel, Markus Neuhäuser. Trainer: Uwe Birke.

Wermutstropfen die schlimmen Nachrichten und Schicksalsschläge für unseren Freund Ralf Birke. Der Verein ist bei Dir und nimmt an deinem Leid Anteil. Unser tiefstes Mitgefühl von allen HSV-Fußballern und Freunden. Wir sind für dich da.

Statistiken zur Winterpause

Einsätze der Spieler zur Winterpause
Winterpausenstatistik 2011-12.pdf
Adobe Acrobat Dokument 19.0 KB
Heim- Auswärtstabellen zur Winterpause
Winterpausenheimauswärtstabelle.pdf
Adobe Acrobat Dokument 24.4 KB

13.Spieltag, 26.11.2011, 15.00 Uhr: Hainberger SV – TSV 1880 Rüdersdorf II 3:1 (2:0)

Mit dürftiger Leistung zu ungefährdetem 3:1-Heimsieg -Dank Caaschwitz darf der HSV auf dem zweiten Tabellenplatz überwintern

Der letzte Spieltag in 2011 hatte es in sich. Nicht, weil Hainberg einen Pflichtsieg landete, sondern weil Ronneburg und erstmals der Greizer SV auswärts überraschend ohne Punkte blieben. Dafür geht vom HSV ein großes Dankeschön an Caaschwitz und Berga, die das schafften, was uns nicht gelang. Der Hainberger SV geht auf der Vizeplatzierung in die viermonatige Pause mit drei Punkten und einer deutlich schlechteren Tordifferenz hinter dem bis dato dominanten Spitzenreiter Greizer SV. Der FSV Ronneburg II liegt nun wieder auf dem dritten Tabellenplatz und muss nun am meisten auf Patzer der anderen Spitzenteams hoffen. Alle drei Mannschaften haben noch Chancen, so dass uns ein spannendes Frühjahr bevorsteht. Dann müssen sich die Hainberger deutlich steigern, wollen sie ernsthaft in das Titelrennen eingreifen. Jedenfalls waren sie bei den direkten Kontrahenten zuletzt chancenlos. Und auch in der letzten Begegnung gelang den Gastgebern nicht all zu viel. Da aber Rüdersdorf im gesamten Spiel gerade so in Mannschaftsstärke antrat und nach einer Verletzung sogar zu Zehnt zu Ende spielen musste, reichte dem HSV in einem niveauarmen Spiel eine mäßige Leistung für drei Punkte.

 

Fünf gute Spielzüge und zehn Chancen waren für die Hainberger Ansprüche zu wenig, brachten aber jeweils drei Tore und drei Zähler ein. Der Gast kam im gesamten Spiel ein Mal gefährlich vor den von André gehüteten Kasten, was für einen Treffer langte. Nach 16 Minuten gelangte Hainberg mit dem ersten guten Spielzug gefährlich vor das gegnerische Tor. Nico spielte Andy den Ball schön in den Lauf und dieser lupfte von Links wunderschön über den großen Rüdersdorfer Keeper ins rechte Dreiangel. 1:0, nun konnte es losgehen. Doch der HSV-Motor stockte weiter. Nach einem Schuss konnte Torwart Beuchel nur prallen lassen, Nico hob die Kugel aus acht Metern über den Keeper, aber auch dessen Kasten. Es dauerte bis zur 35. Minute, als Speedy und Nico mit tollem Doppelpassspiel die Abwehr überliefen. Beuchel konnte Speedys Schuss per Glanztat zur Ecke klären. Diese trat Enrico und aus dem Strafraum legte Speedy überlegt zentral vor den Strafraum, wo Nico überlegt und unhaltbar ins rechte untere Eck einnetzte. Die Hoffnung auf weitere Gastgebertore erfüllte sich nicht. Steven Thomas hatte die einzige noch folgende Möglichkeit der ersten Hälfte, verzog aber freistehend aus sieben Metern etwas überhastet aus der Drehung. Das waren die wenigen Höhepunkte des ersten Durchgangs. Wer darauf gehofft hatte, dass der HSV im zweiten Abschnitt zulegen würde, tat dies vergeblich. Das Niveau sank sogar noch. Überwiegend wurden die Bälle lang geschlagen und da Rüdersdorf eh nur noch im Herausschlagen und mit weiten Bällen sein Heil suchte, wurde das Spiel noch unansehnlicher. Allein Speedy sorgte bis zur 70. Minute für zwei Gefahrensituationen. Erst spielte er mustergültig den eingewechselten Steven Ludwig in Minute 64 an. Steven verzog aus spitzem Winkel denkbar knapp um Zentimeter am langen linken Pfosten vorbei. Fünf Minuten später zog Speedy per Solo fast von der Mittellinie bis zum gegnerischen Strafraum, verfehlte aber beim Abschluss ebenso das Tor. Es ging weiter im 5-Minuten-Takt. Nach einem Hainberger Freistoß aus dem linken Halbfeld kam Chris wohl zur eigenen Überraschung zentral freistehend an das Leder und leider nur zu einem unkontrollierten Abschluss. In der 78. folgte eine strittige Freistoßentscheidung an der Mittellinie für den Gast. Rüdersdorf schlug schnell einen langen Ball, Hainberg mit Schlafwageneinlage und so konnte der 17-jährige Schlauch aus 14 Metern per Heber André zum Anschlusstor überwinden. In der 83.Minute erhielten die Hainberger einen Freistoß zentral bei 18 Metern zugesprochen. Christian packte den Hammer aus und jagte den Ball fulminant ins rechte obere Dreiangel. Ein tolles Tor, was ihm Mut machen sollte, öfter einen kontrollierten Abschluss zu suchen. Kurz vor Spielende hätte auch der dritte Einwechsler, Musa, fast ein Tor erzielt. Willensstark setzte er sich auf der linken Seite durch, drang in den Strafraum ein und platzierte seinen Schuss aber nicht gut genug, so dass Beuchel den Ball halten konnte.

 

Der HSV braucht die Pause, um sich wieder zu finden, homogener aufzutreten und sich durch eine gute Vorbereitung dem Spitzenkampf zu stellen. Freuen wir uns auf den verdienten Jahresabschluss eines erfolgreichen Fußballjahres 2011, schöne Hallenturniere und versuchen 2012 als Team weiter zu wachsen.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann, Christian Paul; Carsten Reichardt (MK), Enrico Wünsch, Johannes Steudel (71. Christian Reichardt), Steven Thomas, Nico Springer; Markus Neuhäuser (65. Musa Sisi Alimani Kargbo), Andy Czajka (46. Steven Ludwig); Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Kurt Voigt (Töppeln/ TSG Caaschwitz).

 

Torfolge: 1:0 Andy Czajka (16./ Assist: Nico Springer), 2:0 Nico Springer (36./ A.: Steven Thomas), 2:1 Schlauch (78.), 3:1 Christian Reichardt (84./ direkt verwandelter Freistoß).

 

 

 

12.Spieltag, 12.11.2011, 15.00 Uhr: FSV Ronneburg II – Hainberger SV 4:0 (2:0)

Platz Zwei hergeschenkt - Saft- und kraftlos auf dem Westhang in Ronneburg eingegangen

Dabei begannen die Gäste die Begegnung recht offensiv. Noch in der zweiten Minute zog Enrico aus der halblinken Distanz ab, traf den Ball aber nicht richtig, so dass der Keeper gut hinter den Ball kam, obwohl Wierschke in der Anfangsphase etwas unsicher wirkte und viele Bälle prallen ließ. Die beste Hainberger Chance hatte nach zehn Minuten Andy. Einen guten Angriffszug der Hainberger schloss er mit einem herrlichen Schuss mit dem linken Außenrist von Halblinks ab. Der Ball drehte sich noch gefährlich am langen Eck, ging aber knapp ins Toraus. Mit dem ersten gefährlichen Ronneburger Angriff gelangte der Ball über die rechte Seite in den zentralen Strafraum, wo Pamler von den umstehenden Gelb-Roten nicht entschlossen angegriffen wurde, überlegt abschloss und der bisherige Verlauf stand auf dem Kopf. Danach drückte Hainberg, kam zu fünf Ecken am Stück, aber es glimmte nur im Ronneburger Strafraum. Nach 28 Minuten ein Freistoß von Nico und Wierschke ließ wieder prallen, aber kein Gästespieler setzte nach, so dass die Abwehr klären konnte. Nun ging die Leichte Überlegenheit der Hainberger endgültig verloren. Die Gastgeber übernahmen das Zepter und bedrängten den Kasten der Gäste. Zu allem Überfluss musste Lothar verletzt ausgewechselt werden. Carsten ging auf die Position des Letzten Mannes, wodurch dem Hainberger Spiel der Mittelfeldmotor verloren ging. Ronneburg ging energischer in die Zweikämpfe und erhöhte den Druck. In der 42. Minute foulte Carsten den agilen Wydra, der sich im Strafraum gut durchgesetzt hatte. Den fälligen Elfmeter versenkte Hänel humorlos flach in die Mitte. Der Pausenpfiff wirkte wie eine Erlösung, denn das Spiel ging nur noch in eine Richtung.

 

In der zweiten Hälfte gelang den Gästen kein Aufbäumen. Die Unterlegenheit wurde eindeutig. In der 48. nahm Wydra das ungeschickte Abwehrverhalten des Gastes entlang der Torauslinie dankend an und fiel. André hielt den nahezu gleich geschossenen Elfer von Hänel. Wydra, der eingewechselte Onoszko und Pamler spielten mit der HSV-Abwehr nun Katz und Maus. Ins Spiel fand der Gast nicht mehr zurück. Nur André verhinderte eine deutlich höhere Niederlage. Nach vorn schlugen die Gäste den Ball, der prompt zurück kam, spätestens nachdem sich ein Gastspieler festgelaufen hatte und Ronneburg spielte seine läuferischen Vorteile aus. André hielt Klasse im Eins-Gegen-Eins, als Onoszko durchgelaufen war (51.). Zwei Minuten darauf scheitert der freistehende Pamler am linken Pfosten. In der 60. fiel schon die Spielentscheidung. Onoszko überlief die Hainberger Abwehr, spielte André aus und flankte fast von der Grundlinie halbhoch vor die Tormitte, wo Pamler ohne Probleme das Spielgerät über die Linie bugsierte. Kurz darauf blieb Onoszko im letzten Moment hängen. Nach 67 Minuten der erste HSV-Schuss durch Cedric gen gegnerischen Kasten. Mehr ein Verzweiflungsakt. Im Gegenzug wieder eine Großtat Andrés im Eins-Gegen-Eins, beim Nachschuss von Wydra wäre er chancenlos gewesen, doch dieser verfehlte das Tor. Nach einem Eckstoß köpfte Speedy und setzte ein Hainberger Lebenszeichen, doch zentral in die Arme des Keepers. Ein Enrico-Freistoß aus guter Position ging zentral über den Kasten. Danach noch mal ein Schuss Carstens von halbrechts, der das Tor ebenso verfehlte. Im Gegenstoß überlief die FSV-Offensive wieder die Hainberger Abwehr. Der freigespielte und André ausspielende eingewechselte 17-jährige Pohler traf fast von der Torauslinie ins lange rechte Eck, vorbei am sich in den Ball werfenden Paule. Fünf Minuten vor Schluss die besten Andy-Szenen. Erst scheiterte er aus spitzem linken Winkel am gut reagierenden Wierschke. Danach wurde sein geplantes Abspiel von der aufmerksamen Abwehr verhindert. Auch in dieser Höhe ein äußerst verdienter Heimsieg, da der HSV dem Anspruch eines Spitzenspieles wie schon beim Greizer SV nicht gewachsen war.

Einer der besten Akteure auf dem Platz war Schiedsrichter Wolfrum aus Gera. Er pfiff eine Klasse-Partie, war stets Herr der Lage. Kompliment an Ronneburg, die selbst den fehlenden etatmäßigen Kapitän Puhl kompensieren konnten und die Schwächen des HSV gnadenlos bestraften. Am Ende waren sie selbst überrascht, wie leicht es diese drei Punkte gab.

 

Der HSV sollte sich im Heimspiel gegen Rüdersdorf II schleunigst verlorenes Selbstbewusstsein zurückerspielen und -erarbeiten. Es bleiben zehn Spiele in dieser kurzen Saison, um das wahre Leistungsvermögen abzurufen. Das wird nur durch ein geschlossenes mannschaftliches Auftreten und durch Engagement zu erreichen sein. In Ronneburg konnte Niemand erkennen, warum der HSV in der Tabelle so weit vorn steht.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch (35., Gelb; 37./ Steven Ludwig); Cedric Ullmann (63./ Musa Sisi Alimani Kargbo), Christian Paul; Christian Reichardt (52./ Markus Neuhäuser; durfte im zweiten Spiel für den HSV den bitteren Geschmack einer Niederlage auskosten), Carsten Reichardt (MK), Enrico Wünsch, Johannes Steudel; Steven Thomas, Nico Springer; Andy Czajka; Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Bernd Wolfrum (Gera/ TSV 1880 Rüdersdorf).

 

Torfolge: 1:0 Pamler (13.), 2:0 Hänel (43./ Foulstrafstoß), 3:0 Pamler (60.), 4:0 Pohler (80.).

 

11.Spieltag, 05.11.2011, 15.00 Uhr: FC Thüringen Weida II – Hainberger SV 1:2 (1:1)

Denkwürdige Begegnung bei verdientem Hainberger Sieg, den der Schiedsrichter mehr erschwerte als der Gastgeber

Schon beim Vorfahren auf dem Roten Hügel schwante uns nichts Gutes, da nur der Hartplatz präpariert war. Der tolle Kunstrasen wurde beiden Mannschaften vorenthalten, da am nächsten Tag die Erste Mannschaft des Gastgebers gegen Altenburgs Zweite spielte. Es hätte dem guten Platz nicht geschadet, aber zur Überraschung aller war der Hartplatz gut bespielbar. Der Ball lief besser als auf vielen hügeligen Rasenplätzen der Region, so dass ein gutes Spiel zustande kam. Eine, von beiden Mannschaften größtenteils fair geführte Partie beeinflusste der als Unparteiischer angesetzte Sportfreund Rohland. Ich hatte ihn als guten Referee in Erinnerung, der nur auf Diskussionen und Meckerei sehr ungehalten reagiert. Nach einer klaren Fehlentscheidung, die den Ausgleich ermöglichte, entpuppte er sich aber in dieser Begegnung zum Hainberg-Allergiker. Zum Glück trieb er es nicht ganz auf die Spitze und zeigte noch ein wenig Fingerspitzengefühl, sonst wäre der HSV nicht als Sieger und zudem in Unterzahl mit einer halben Stunde Nachspielzeit vom Platz gegangen, obwohl nur der Weidaer Kapitän nach zwei groben Foulspielen in der zweiten Hälfte vom Spielfeld gehört hätte. Als neutraler Beobachter hätte man die Entscheidungen des Referees als Witz abgetan, so wurde die Begegnung aber doch stark davon beeinflusst und zu einem ungemeinen Nervenspiel.

 

Mit Partieanpfiff tat der Gast mehr für das Spiel. Größere Möglichkeiten blieben vorerst aus. Nachdem der HSV im Mittelfeld einen gegnerischen Angriffsversuch abfing, setzten sich Steven Thomas und Andy Czajka per tollen Doppelpass durch. Steven wurde nicht konsequent angegriffen und konnte so bei 18 Metern Maß nehmen und den Ball unerreichbar für den Torwart in der linken Netzhälfte versenken. Superstart in die Partie und Hainberg blieb tonangebend. Aber auch Weida kam zu ersten Möglichkeiten. Ein Freistoß aus 25 Metern ging zentral auf André an Freund und Feind vorbei, der die Kugel ohne Probleme aufnehmen konnte. In der elften Minute folgte ein Weidaer Angriff über die rechte Seite, der aus spitzem Winkel mit einem Gewaltschuss abgeschlossen wurde. André klärte per Parade am kurzen Pfosten zur Ecke. Hainberg blieb aber stets am Drücker. Nach einem 40-Meter-Freistoß von Nico köpfte Johannes das Leder in die Zentrale, wo es Speedy mit vollem Risiko volley nahm, aber das Tor verfehlte. Kurze Zeit später ließ Enrico einen Kracher aus mehr als 20 Metern von der linken Seite folgen, der deutlich über das Tor ging. Nach einem weiteren schönen Gästeangriff passte Nico scharf vor den gegnerischen Kasten, wo am langen Eck ein von Andy unter Druck gesetzter Verteidiger fast ein Eigentor erzielt hätte, aber doch knapp neben das Tor zur Ecke rettete. Nach 35 Minuten die bis dato beste Weidaer Möglichkeit. Nach Abstoß ging der Ball hinten Rechts verloren, ein Weidaer setzte sich zu einfach bis in den Strafraum durch und passte scharf aber präzise nach innen, wo Klering das Leder direkt nahm und deutlich am Tor vorbei jagte. Kurze Zeit später setzte sich Musa zum wiederholten Mal auf der rechten Seite, gut eingesetzt, durch, nahm zwar wieder nicht den direkten Weg zum Weidaer Kasten, setzte aber das Spielgerät krachend an den Querbalken. Andy scheiterte im Nachschuss am Weidaer Keeper, den Abpraller setzte dann Nico links am Tor vorbei. Ein weiterer Hainberger Überzahlangriff versandete als Nico kurz vor dem Strafraum hängen blieb. Der direkte Gegenzug leitete dann den Ausgleich ein. Bis dahin pfiff Sportfreund Rohland eine gute Partie und es war ein absolut faires Spiel. Kleinere Fehlentscheidungen bei Einwürfen gehören als ohne Linienrichter Entscheidender zu den Unvermeidbarkeiten. Vielleicht lag es auch daran, dass der Referee am Anfang der Partie einen Weidaer Angriff wegen angeblichen Abseits abgepfiffen hatte, als Lothar tief stehend eindeutig der letzte Mann war. Jedenfalls konnte man die mehr als drei Meter eindeutige Abseitsstellung von Klering eigentlich nicht übersehen. Zum Ärger aller Hainberger und Unverständnis der Zuschauer ließ Ingo Rohland Klering allein auf André zulaufen und den Ball versenken. Auf die lautstarken Einwürfe von der Hainberger Bank reagierte er übertrieben und schickte den HSV-Trainer von der Bank, den der Weidaer Trainer dann äußerst unfein als getarnter Ordner hinter das Geländer beförderte. Beide hätten da mehr Beherrschung walten lassen müssen. Ab jetzt wurde der Schiedsrichter zum auffälligsten Akteur auf dem Platz. Hainberg hatte bis zur Pause noch zwei Schüsse von Enrico und Speedy zu verzeichnen und als über Andy und Musa ein verheißungsvoller Angriff in den ersten Nachspielsekunden gestartet wurde, pfiff der Schiedsrichter mitten in der Gefahrensituation zur Pause, als sich der Ball gut 25 Meter vor dem gegnerischen Tor befand. Zu allem Überfluss bestrafte er die Nachfrage von Andy, warum er mitten im Angriff abpfeift, überzogen mit Gelb. Es brannte unnötig, genau wie dieses Weidaer Unentschiedengeschenk, da der HSV eine überlegene erste Hälfte gespielt hatte.

 

Der Schiedsrichter blieb bis kurz vor Abpfiff der Hauptdarsteller der Begegnung. Bei Foulspielen des Gegners schaute er weg oder gab sogar anders herum Freistoß. Jede weitere Bemerkung und Nicht-Bemerkung eines HSV’lers bestrafte er umgehend. Den jungen Hainbergern, die diesmal einem noch jüngeren Team gegenüber standen, bekam dies gar nicht. Der Gast verlor den Faden und nachdem die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit dahinplätscherten, standen die Osterburgstädter mit fünf guten Möglichkeiten in 20 Minuten nah vor der Führung. Der HSV wurde zurückhaltender, vermied die Zweikämpfe und ließ den Gegner zu sehr gewähren, der zumeist nach Standards große Gefahr erzielte. Erst konnte Hainberg nach einer Ecke auf der Linie klären und überstand auch den nachfolgenden Tumult im Strafraum. Dann vergab Weida nach einer weiteren Ecke die Einschusschance, Leutloffs Distanzschuss verfehlte ebenfalls das Ziel und dann hatte Abseitstorschütze Klering im zentralen Strafraum bei 7 Metern freistehend wohl die beste Möglichkeit, schoss aber am Kasten vorbei. In der 73. folgte die letzte Gastgeberchance nach einer Ecke. Das Abwehr- und Angriffsverhalten nach Standards zählt wohl weiter zu den Schwächen des HSV. Nicht so in der 75., als Nicos Freistoß zu kurz abgewehrt wurde und Carsten mit Brachialgewalt einen Schuss aus 18 Metern ansetzte, der abgefälscht sich Zentimeter vor dem Weidaer Kasten senkte. Der Keeper faustete unsicher und zu kurz nach vorn, wo der nachsetzende Speedy seinen zweiten Treffer überlegt und entschlossen erzielte. Für den Jubel zum Gegner erhielt er Gelb. Die Krönung wäre die Nichtanerkennung gewesen. Soviel Fingerspitzengefühl hatte der Referee dann doch, um dem HSV den verdienten Sieg nicht streitig zu machen. Zuvor hatte schon Lothar wegen Reklamierens nach einer falschen Abstoßentscheidung für den Gastgeber Gelb gesehen und das Spiel wurde in die andere Hälfte verlagert. Nach einem rohen Foul des Liberos von Weida gab es Gelb für diesen und den gefoulten Carsten. Nach einem weiteren Foul im Mittelfeld, das der Pfeifenmann beflissentlich mit Freistoß für den Foulenden ahndete, stürmte er von hörbaren Hainberger Zuschauerprotesten an die Außenlinie und zeigte dem in diesem Moment fassungslos ruhig gewesenen Wechselspieler Meinereiner die Gelbe Karte. Ich hätte gerufen gehabt, dass er das Spiel verpfeifen würde. Dies ist nun wirklich sensationell, da ich dies zu diesem Zeitpunkt schon geraume Zeit dachte, nur hatte ich in der Situation keinen Mucks von mir gegeben. Wir brauchten eigentlich eine Beruhigung des Spieles, denn diese Hektik tat unserem Team nicht gut. Zu allem Überfluss musste der ruhige Betreuer Matthias Sattler auch noch hinter das Geländer, da er dem Schiedsrichter eine sachliche Einschätzung seines Auftretens gab. Kurz darauf wurde Andy bei 15 Metern, quer zur Strafraumgrenze laufend, gefoult und der nötige Pfiff blieb nun schon erwartungsgemäß aus. Es gelang bis zum Abpfiff das Geschehen überwiegend in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Nun war auch Herausklopfen erlaubt und erwünscht. Und sogar Sportfreund Rohland gab statt einer Ecke für Weida überraschend Abstoß für den HSV. Ein Dank an den Schieri dafür, dass er es nicht völlig übertrieben hatte und mit dem Ball in den Hainberger Kasten gelaufen war. Der HSV ging mit einem verdienten 2:1 vom Platz und hofft, dass Sportfreund Rohland, der nach der Partie wieder normal ansprechbar war, bei einem weiteren Aufeinandertreffen mit den Gelb-Roten auch wieder in altbewährter Weise pfeifen wird. Wer hatte nicht schon mal einen gebrauchten Tag? Wie sich nach dem Spiel erwies, kamen Einigen wohl Erinnerungen an eine Begegnung in den 90-er Jahren in Münchenbernsdorf auf, als der Schieri genauso hieß. Solange es nicht um Mord und Totschlag geht, sollte man auch mal vergessen können. In dem Sinne, klar unnötig und ungerechtfertigt ein Gegentor und viele Gelbe Karten, aber ENDE GUT, ALLESGUT!!!

 

Schon in der nächsten Woche ein weiterer heißer Tanz beim Konkurrenten am Westhang in Ronneburg. Da knisterts schon, wenn man nur daran denkt. Vorerst Glückwunsch an den HSV und auch danke an ein Alles in Allem faires Weidaer Team, auch wenn einige Spieler nach der brisanten Partie den Handschlag aus Enttäuschung verweigerten.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch (58./ Gelb, Reklamieren); Cedric Ullmann, Christian Reichardt; Carsten Reichardt (MK/ 75./ Gelb, Foulspiel), Enrico Wünsch, Johannes Steudel; Steven Thomas (76./ Gelb, Unsportlichkeit, Torjubel), Nico Springer; Musa Sisi Alimani Kargbo (56./ Markus Neuhäuser), Andy Czajka (46./ Gelb, Unsportlichkeit, Frage an Schiedsrichter; 90./ Andreas Schumann); Ersatz: Sebastian Schulz, Jörg Tittmann (78./ Gelb, Unsportlichkeit, stummer Schiedsrichterzuruf); Trainer: Uwe Birke (42./ Innenraumverbot).

 

nicht zu vergessen: Schiedsrichter: Sportfreund Ingo Rohland (SV Elstertal Bad Köstritz).

 

Torfolge: 0:1 Steven Thomas (6./ Assist: Andy Czajka), 1:1 Klering (42.), 1:2 Steven Thomas (75./ A.: Carsten Reichardt).

 

PS: Wem der Bericht zu lang erscheint, dem reiche ich gern noch schriftlich den Roman zu den 90 Minuten und den Einzelentscheidungen des Referees nach. Eine gekürzte Version kann ja nun durch einen jungen Hainberger in Facebook erscheinen, so in der typischen GSV-Schreibweise. Der übertriebene und provokante Jubel einiger Hainberger nach der Begegnung hatte ja schon etwas von der Aubachtaler Vorwoche, nur war das dortige Spiel etwas bedeutsamer.

 

10.Spieltag, 29.10.2011, 15.00 Uhr: Greizer SV - Hainberger SV 3:1 (1:1)

Hainberg enttäuscht – GSV bejubelt verdienten Sieg im Stadtderby

Resümee ziehen, aber dann schnell abhaken. Im angekündigten Spitzenspiel ging der Gastgeber deutlich und verdient als Sieger vom Platz. Mit Beginn des Spiels zeigten Aubachtaler, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Sicher, die junge Gastmannschaft wollte dies auch, konnte es aber nur phasenweise und auch da nur spielerisch in der ersten Hälfte umsetzen. Meist wirkte der GSV gedanklich schneller, bissiger und zielstrebiger. Dabei hatten die Platzbesitzer genügend Möglichkeiten für einen deutlicheren Sieg. Hainberg war wohl übermotiviert, teils gelähmt und erstarrte nach günstig verlaufener erster Halbzeit in der zweiten fast völlig. Spielerisch hatten beide Mannschaften schon bessere Auseinandersetzungen und eigene Auftritte erlebt, aber Kampfkraft, umgesetzte Lauf- und Einsatzbereitschaft gaben ein teils einseitiges Bild ab. Vielleicht war der psychische Druck einer Spitzenbegegnung, den sich die Hainberger Mannschaft ausgesetzt sah und zum Teil wohl selbst machte, einfach zu groß. Dass dies gerade nach dem Paitzdorfer Vorwochenpunktspielfight so war, als das Team kämpferisch vollends überzeugen konnte, gibt doch einige Rätsel auf. Fehlte ein Alter, der der Mannschaft mehr Ordnung und Richtung vorgegeben hätte? Ich glaube nein, auch wenn das Fehlen von Jo, Dirk, Steven und Enrico nicht kompensiert werden konnte. Am Ende ist auch nur ein Spiel verloren gegangen. Okay, ein besonders wichtiges, aber eben nur eins. Der Gastgeberjubel fiel sehr ausgelassen aus, aber in Sachen Aufstieg ist noch lange keine Entscheidung gefallen. Vorerst wird aber der Spitzenreiter zum Abschluss der ersten Halbserie der Greizer SV sein. Für beide Teams gilt, es stehen noch zwölf schwere Punktspiele aus und jede Begegnung verlangt besondere Aufmerksamkeit, vollen Einsatz, Spielfreude und umgesetzten Siegeswillen.

Sportfreund Steinbrich von der VSG Cossengrün gab als Referee eine seiner besten Leistungen ab und hatte die Begegnung jederzeit im Griff. Auch wenn die Auseinandersetzungen beider Teams nie unfair waren, die Brisanz war doch recht hoch und es verwunderte, dass nur ein Unparteiischer angesetzt war. Neben dem Schiedsrichter hatten auch alle anderen Akteure Anteil daran, dass diese Entscheidung keine falsche war. Er hatte gerade angepfiffen, da hätte der gut aufgelegte David Scharr den GSV in Führung köpfen können. Alexander Hamann setzte sich im linken Strafraum durch und flankte punktgenau an den langen Pfosten. Zum Glück verfehlte der Köpfende das Ziel knapp. Das Spiel entwickelte sich zäh, aber der Gastgeber machte mehr Druck. Ein Herrling-Schuss konnte nach fast zehn Minuten geblockt und dadurch entschärft werden. In der zwölften Minute endlich die erste Gelegenheit für den HSV. Andy flankte von Rechtsaußen nach innen, wo ein Abwehrspieler nicht klären und Chris die Gunst der Sekunde nicht nutzen konnte, als er verpasste. Im Gegenzug musste David Scharr eigentlich die Aubachtaler in Führung köpfen, diesmal setzte er freistehend aus kurzer Distanz den Ball um Zentimeter über den Hainberger Querbalken. Nach einer guten Viertelstunde verhinderte Carsten Held per Glanztat nach einem Freistoß von Steven Thomas die Gästeführung. Beim Nachschuss von Volker Degner hatten die HSV-Anhänger den Torjubel auf den Lippen, jedoch strich die Kugel knapp am linken Pfosten vorbei. In Minute 24 ein guter Spielzug der Gäste, den Musa abschloss, dabei aber deutlich verfehlte. Im Gegenzug versuchte sich Jan Herrling aus der Distanz, schoss aber am langen Eck vorbei. In der 28. führte eben dieser Spieler einen aus Gästesicht unnötig erwirkten Freistoß aus. Der Ball schlug im kurzen, linken oberen Toreck ein. Ein herrliches Tor, das André fast noch verhindert hätte, aber das Leder nicht mehr am Gebälk vorbei bekam. Kurze Zeit später ging eine Flanke von Pfeifer unerreicht am langen Pfosten ins Aus. Der Gast versuchte das Heft des Handelns nun an sich zu reißen und hatte nun bis zur Pause wohl seine beste Phase, konnte die leichte Überlegenheit nicht in einen Chancenvorteil ummünzen. Zumindest gelang in Minute 37 der Ausgleich, nachdem sich Musa halblinks am Ball behaupten und durchsetzen konnte. Auf Zuruf von Degus passte er in dessen Lauf und aus halbrechter Position versenkte Volker überlegt ins lange Eck. Fünf Minuten vor der Pause wieder eine gut getimte Hamann-Flanke, die Pfeifer am langen Pfosten knapp verpasste. In der 43. schoss Musa aus 17 Metern. Held ließ prallen, doch ein Abwehrspieler wuchtete den Ball zur Ecke ins Toraus. Kurz vor der Pause düpierte Herrling zwei Hainberger, bevor seine Flanke verunglückte. Der HSV schien sich nach verschlafenem Beginn gefangen zu haben und konnte mit dem Halbzeitremis recht zufrieden sein.

Man konnte aber darauf hoffen, dass der HSV läuferisch und kämpferisch zulegen würde. Leider hatten sich die darauf Hoffenden getäuscht. Nach einer Ecke (55.) von David Scharr köpfte Christian Berauer zur Gastgeberführung ins kurze Toreck ein. Mit einem Freistoß zwang Volker den GSV-Keeper nochmals zu einer Klasseparade. Nico kam zweimal zum Nachschuss, blieb mit dem ersten hängen und der zweite wurde so geblockt, dass Held das Spielgerät ohne Probleme aufnehmen konnte. Nur 60 Sekunden später entschied Hamann nach gutem Anspiel in den zentralen Strafraum die Begegnung, als er sich durchsetzte und cool vollendete. Während der Gastgeber noch zwei Großchancen hatte, u.a. nach einer guten Freistoßvariante, als Berauer knapp das kurze Eck verfehlte, konnte der HSV nur noch einen Degus-Freistoß ansetzen. Die Partie verflachte zusehends und Hainberg konnte dem Spiel nicht ansatzweise nochmals eine Wende geben. Dank an Schmidti, der sich in guter Form befindend, zur Verfügung stellte. Seine Einwechslung kam aber zu spät, um die Partie beeinflussen zu können. Die junge Mannschaft muss zeigen, dass man aus Niederlagen lernen kann und in den weiteren Begegnungen zum unbedingten Siegeswillen zurückfinden. Kompliment an die Gastgeber, die dem Anspruch einer solchen Spitzenpartie deutlich besser gerecht wurden. Bis zur Revanchemöglichkeit im Rückspiel heißt es nun für den HSV, den Abstand zum Spitzenreiter nicht anwachsen zu lassen. Mit Weida II und Ronneburg II stehen für Hainberg zwei große Herausforderungen bevor, die ebenfalls alles andere als einfach sind.

 

Dabei werden wir gern auf unsere Fans zurückgreifen, die aber nicht unnötig für Unruhe sorgen sollen, sondern durch Anfeuerung unterstützen. Allgemein sollten sich Alle, die der Mannschaft helfen wollen, zusammensetzen und aussprechen, nicht persönliche Haltungen in den Vordergrund stellen. Bei der Personalknappheit ist ein geschlossenes Auftreten auf und neben dem Platz für den Erfolg unabdingbar. Das junge Team hat noch genügend Entwicklungspotenzial und kann auch aus dieser Niederlage lernen.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann (70./ Gelb), Christian Paul; Carsten Reichardt (MK), Volker Degner (86./ Jörg Tittmann), Christian Reichardt (86./ Sven Schmidt), Steven Thomas, Nico Springer (51./ Gelb), Musa Sisi Alimani Kargbo, Andy Czajka; Trainer: Uwe Birke.

Schiedsrichter: Jörg Steinbrich (Greiz/ VSG 1990 Cossengrün).

 

Torfolge: 1:0 Herrling (28.), 1:1 Volker Degner (37./ Assist: Musa Sisi Alimani Kargbo), 2:1 Berauer (55.), 3:1 Hamann (59.).

 

 

9.Spieltag, 22.10.2011, 15.00 Uhr: BSV Paitzdorf – Hainberger SV 1:2 (1:1)

Kampfstarkes Hainberger Team holt verdienten Sieg in Paitzdorf

Auch wenn die Paitzdorfer Sportfreunde das anders sehen mögen, der HSV präsentierte sich im Nordosten des Landkreises als kompakte Einheit und das spielerisch bessere Team. Da ein durch Steven Thomas regulär erzieltes Tor keine Anerkennung fand, das die Partie vorzeitig entschieden hätte, blieb es bis zum Spielende spannend, obwohl schon der Gastgeberausgleich stark abseitsverdächtig erzielt wurde. Ein Spiel, das die Erwartungen erfüllte und mit dem Gelb-Rot-herunter-gestellten Jo leider ein Opfer auf Hainberger Seite fand. Hingegen konnte sich der beste Paitzdorfer René Marowsky mal wieder nicht zügeln und wurde dank der Großzügigkeit des Schiedsrichters nur mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, obwohl er vor der ersten Gelben Karte schon zweimal Rot wegen Nachschlagens verdient gehabt hätte. Ruhiger werden wäre angebracht, da er so seinem Team schadet.

Ich gönne mir jetzt jedenfalls nach langer Zeit (Jahren) mal wieder einen guten Kognak, weil das Team heute die notwendige Einsatzfreude abgerufen und verdient als Sieger den Platz verlassen hat. In Paitzdorf muss erstmal gewonnen werden, aber wir waren 90 Minuten lang das entscheidende Müh besser. Der Gastgeber erfüllte aber ebenso die Erwartungen, obwohl im Mittelfeld wichtige Stützen fehlten. Paitzdorf versuchte stets Standardsituationen zu erwirken, um durch Ecken und besonders Freistöße den Gast unter Druck zu setzen. Zusätzlich konnte der BSV über die rechte Angriffsseite vor allem in der ersten Hälfte Gefahrensituationen kreieren. Hainberg hatte spielerisch fast 70 Minuten mehr Zug auf das gegnerische Tor und behielt in der emotionalen Schlussphase den Kopf oben. Das Team funktionierte als kämpferische Einheit, was dieser Gegner auch erforderte. Gute Beigaben waren die Unentschieden des Greizer SV und des FSV Ronneburg II. So kommt es nächste Woche im Greizer Aubachtal zu einem Showdown zwischen den punktgleichen Spitzenreitern vom Greizer SV und dem HSV.

Nun zur Begegnung. Der angesetzte Schiedsrichter Kommant wurde kurzfristig durch den Geraer Sportfreund Fiedler vertreten. Alles kann man auf sich allein gestellt nicht richtig pfeifen. Trotzdem zeigte er eine gute Leistung, war konsequent und versuchte trotz dessen großzügig auszulegen. Dabei stellte der Ablauf dieser brisanten Auseinandersetzung eine große Herausforderung dar und er wurde 90 Minuten voll gefordert. Für das erste Achtungszeichen in der Partie sorgten die Gastgeber. Nach einem Angriff über die rechte Seite folgte in der Mitte ein Gewaltschuss aus 17 Metern, den André prallen lassen musste. Paule klärte die brenzlige Situation. Danach klärte Paitzdorf im Fünfmeterraum nach einem Christian-Freistoß von halblinks. Nach einer Viertelstunde folgte einem schnell vorgetragenen Angriff die Führung der Gäste. Es ging schnell durchs Mittelfeld, Nico suchte den Abschluss, sein Schuss jedoch abgeblockt. Das Leder landete bei 17 Metern bei Speedy, der zwei Gegner stehen ließ und unhaltbar in die rechte untere Ecke abschloss. Im nächsten Angriff hätte Nico fast nachgelegt, aber ein Paitzdorfer konnte den Schuss ans Außennetz abfälschen. Nach 20 Minuten schoss Andy aus 18 Metern über den Kasten. Nach einem Paitzdorfer Standard von rechts gewann ein BSV-Spieler ein Kopfballduell. Den Ball drückte dann Wiedemann per Kopf fast im selben stehend ins Hainberger Tor zum Ausgleich. Das sah nach einer klaren Abseitssituation aus. Fünf Minuten nach dem 1:1 hätte der Torschütze fast sogar die BSV-Führung herausgeschossen. Er kam frei vor André an den Ball, hob über den Keeper, verfehlte das Tor aber deutlich. Nach einem der schönsten Hainberger Angriffe wurde Nicos Abschluss geblockt. Speedy erlief geistesgegenwärtig das Spielgerät und versuchte aus spitzem Winkel ins lange linke obere Dreiangel abzuschließen, verfehlte aber denkbar knapp. Nun begann der HSV frühzeitig zu stören und zu pressen, was Paitzdorf mächtig unter Druck setzte. Erst hielt Torwart Lange einen tollen Speedy-Schuss überragend und klärte zur Ecke. Dann drang Jo in den gegnerischen Strafraum ein, wurde gefoult und blieb am dritten Gegenspieler hängen. Auch als Andy sich in den rechten Strafraum eindrang und gar zweimal gefoult wurde, blieb der Elfmeterpfiff aus. Dann schien die verdiente Gästeführung zu fallen, als Speedy einen Befreiungsschlag des Keepers per Brust abfing. Er schloss etwas überhastet ab, so dass Lange mit großem Einsatz gerade so zur Ecke klären konnte, die dann nichts einbrachte. Pausenpfiff.

Die zweite Hälfte begann der HSV ebenso engagiert. Andyerkämpfte am gegnerischen Strafraum den Ball und spielte zu Speedy auf die rechte Seite, der den Ball scharf vor das Tor schlug, wo Jo unhaltbar zur überfälligen Führung einnetzte. Nur zwei Minuten später schickte Nico Speedy auf die Reise, der ins lange Eck abschloss. Durch die vehementen Paitzdorfer Forderungen von außen beeinflusst, verwehrte der Schieri dem Tor die verdiente Anerkennung. Danach wurde es richtig ruppig. Nach einem Foul an Marowsky im Mittelfeld, trat dieser nach und ließ sich an einem weiteren Hainberger zu einer Tätlichkeit hinreißen. Der Referee drückte beide Augen zu. Marowsky meckerte weiter und erhielt Gelb, die viel zu helle Farbe. In der 56. wurde es auch mal wieder im Hainberger Strafraum brenzlig. Bei einem langen Ball lief André Jo um und das Leder trudelte zum Eckball ins Aus. Nach einer Stunde musste Lange per Glanztat einen Speedy-Freistoß an den Querbalken und zur Ecke klären. In Minute 68 hatte sich der gute Fußballer Marowsky wieder nicht im Griff und beleidigte den Schieri, der ihm nach einem Foulspiel einen Freistoß zugesprochen hatte. Überfällig die Gelb-Rote Karte. Auch danach keine Beruhigung, so dass der Schieri die Rote Karte noch mal herausnahm und in Richtung Trainer und dem nicht zu bändigenden Marowsky schritt. Nur zwei Minuten darauf folgte eine Tätlichkeit von Göbner, der Volker im Schieri-Rücken ins Gesicht schlug. Nach 75 Minuten war Andy nach einem André-Abschlag durch, verfehlte aber das Ziel. Kurz darauf musste Jo, wieder von Außen herbei geschrieen, die Gelb-Rote Karte hinnehmen, als er einen Paitzdorfer foulte, der in seinem Rücken zum Ball wollte. Eine überharte Entscheidung. Die letzten zehn Minuten machten die Gäste hinten dicht, kamen aber auch nicht mehr zum Ausspielen einer der vielen Kontersituationen. Mit Mann und Maus konnte das eigene Tor dicht gehalten werden. Paitzdorf drückte zwar, kam aber zu keiner größeren Gelegenheit. Am Ende ein verdienter Sieg in einer äußerst aufgeheizten Begegnung.

Nun geht es ins Aubachtal zum Tabellenführer. Johannes muss leider aussetzen und Dirk will lieber sein Ego pflegen, statt dem jungen Team bei seiner Mission zu helfen. Ein Gespräch unter Männern könnte dem Verein helfen, man muss aber wollen. Mit der Einstellung des Paitzdorf-Spiels braucht keinem Hainberger Bange zu werden. Auf der geschlossenen Mannschaftsleistung lässt sich jedenfalls aufbauen. Das war ein wichtiger Sieg des gesamten Teams.

Hainberg: André Kind; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann, Christian Paul; Carsten Reichardt (MK, 55./ Gelb), Volker Degner (75./ Musa Sisi Alimani Kargbo), Christian Reichardt, Johannes Steudel (32., 78./ Gelb-Rot), Steven Thomas; Andy Czajka (80./ Jörg Tittmann), Nico Springer (25./ Gelb; 88./ Sebastian Schulz); Trainer: Uwe Birke.

Schiedsrichter: Volkmar Fiedler (VFL Gera).

Torfolge: 0:1 Steven Thomas (15./ Assist: Nico Springer), 1:1 Wiedemann, 1:2 Johannes Steudel (50./ A: Steven Thomas).

 

8.Spieltag, 15.10.2011, 15.00 Uhr: Hainberger SV – FSV Berga II 3:2 (1:2)

Mit der Brechstange zum glücklichen und dennoch verdienten Sieg

Die Oldies im Team der Gäste sagten schon vor dem Spiel, dass die Kurt Rödel kein gutes Pflaster für die Bergaer Reserve ist. 2007 begingen sie einen Wechselfehler und 2010 verloren sie nach einer äußerst glücklichen 1:0-Führung in den letzten Minuten auch dank eines Eigentores die Partie. Spätestens in der Halbzeitpause der niveauarmen Begegnung schwante ihnen wieder Böses. Und dies sollte sich bewahrheiten, weil in der zweiten Hälfte der HSV bis zum 3:2 einen immensen Dauerdruck entwickelte.

Beim Gastgeber war man guter Dinge, auch wenn Andy Czajka (Grüße ins polnische Nachbarland) und der noch eingegipste Steven Ludwig fehlten. Dafür standen mit Volker Degner und Dirk Bernickel alte Haudegen zur Verfügung. Den wenigen Zuschauern bot der Gastgeber eine absolut schwache erste Halbzeit an. Ob es daran lag, dass Schiedsrichter Jukiel schon fast zehn Minuten zeitiger anpfiff oder ein anderer Grund vorlag, die Hainberger wirkten weder frisch noch aggressiv, waren nicht richtig da. Auch Berga setzte keine spielerischen Glanzpunkte, wirkte aber im ersten Abschnitt entschieden bissiger. Es gab wenige Höhepunkte und irgendwie brachte es die Begegnung nur auf ein Niveau der 2. Kreisklasse. Jedenfalls ließen die Hainberger Laufbereitschaft, Siegeswillen, Zweikampfaggressivität und spielerische Elemente in den ersten 45 Minuten zu sehr vermissen. Beide Mannschaften kamen schwer in die Partie. Ein Schuss von Nico nach 8 Minuten war das erste Erwähnenswerte, jedoch hielt der Keeper ohne Probleme. Nach einer Ecke, klärte Berga in brenzliger Situation zu kurz vor den Strafraum, wo Volker aus 18 Metern mit dem linken Fuß abzog und den Ball knapp über das Tor jagte. Als Hainberg mal einen Spielzug entwickeln wollte, leitete ein Abspielfehler beim Spielaufbau im zentralen Mittelfeld den gegnerischen Angriff ein. Ein langer Ball in die Spitze und Marc Theil, der gegen den HSV besonders gern trifft schloss zum 0:1 ab. Bei dem Tor sah der sich derzeit in einer starken Form präsentierende André Kind im Tor auch nicht gut aus, weil er sich wohl arg verschätzte, als er dachte, dass das Leder am Tor vorbei gehen würde. Nun wirkte der HSV noch verunsicherter und nur zehn Minuten später legte die Abwehr per Kopf mustergültig zu Reinhard ab, der den Gast mit 2:0 aus kurzer Distanz freistehend in Führung schoss. Danach war Berga dem 3:0 näher als Hainberg dem Anschlusstreffer. Nach einer halben Stunde strich ein 16-Meter-Schuss knapp am Hainberger Kasten vorbei. Als Paule energisch im eigenen Strafraum gegen Gegner und Ball vorging, entschied der zurückhaltende Unparteiische auf Elfmeter. André parierte in der 40. und hielt damit wohl ebenso den Gastgeber im Spiel wie Schieri Jukiel, der vier Minuten später wegen Aufstützens eines Bergaer Angreifers dem Kopfballtreffer der Gäste die Anerkennung verweigerte. In den letzten Sekunden der ersten Halbzeit setzten sich die Hainberger endlich mal durch. Speedy schloss energisch, aber etwas unplatziert ab und der Gästekeeper parierte großartig. Aus stark abseitsverdächtiger Position nagelte Enrico den Ball zum Anschlusstreffer ins Netz. Die denkbar günstigste Situation für die bis dato schwächelnden Hainberger. Auch wenn man dem Gast beide Treffer selbst vorgelegt hatte, so war ein noch klarerer Rückstand im Bereich des Möglichen.

Zur zweiten Hälfte brachte Trainer Uwe Birke Dirk Bernickel, um in der Offensive mehr Druck zu entwickeln und den in der Spitze bis dato allein gelassenen, auf ungewohnter Position spielenden Johannes Steudel zu unterstützen. Berga verlegte sein Spiel nun endgültig auf eine reine Defensivarbeit. Spielerisch wurde es nur unwesentlich besser, aber kämpferisch legte die Heimmannschaft zu, legte die Scheuklappen an, nahm die Köpfe runter und berannte das gegnerische Tor. Endlich ergaben sich Chancen, denen vorerst kein Erfolg beschieden war. Kapitän Carsten Reichardt köpfte in der 50. an die Lattenoberkante und fünf Minuten später jagte er die Kugel aus zentraler Position gegen den linken Pfosten. Dirk brachte den nötigen Schwung mit und stellte per aggressiver Einzelleistungen den Gegner vor akute Abwehrprobleme. Nach fast einstündiger Spielzeit verfehlten drei seiner Abschlüsse nur knapp das Tor, gingen über bzw. neben den Kasten. Ein Freistoß bei 20 Metern aus guter Position ergab keinen gefährlichen Abschluss. Als aber Enrico mit herrlichen Schuss aus der Distanz auch am linken Pfosten scheiterte, hatte der HSV genug vorgearbeitet. Eine Viertelstunde vor Spielende lief Jo völlig ungehindert in einen Eckball von Speedy. Er traf den Ball nicht voll, gab ihm aber genau die passende Richtung, so dass er unhaltbar im langen linken Eck landete. Nach dem Ausgleich meldete sich Berga im Spiel zurück. Besonders bei Standards blitzte insbesondere die Gefährlichkeit von Routinier Krügel auf. Nach einer Ecke köpfte er mustergültig und André verhinderte per Glanzparade und Riesenreflex den erneuten Rückstand. 5 Minuten vor dem Ende dann endlich die Führung für die Gastgeber. Nico trat einen Freistoß aus gut 30 Metern, den Enrico mustergültig fast von der Grundlinie vor das Bergaer Tor köpfte, wo Speedy dann nur noch einzuschieben brauchte. Mit der Brechstange, nicht aus tollen Spielzügen waren die Tore entstanden. In der 90. parierte André noch mal Klasse. Dann hatte Speedy in der Nachspielzeit die endgültige Entscheidung auf den Fuß. Er hatte den Torwart ausgespielt, setzte den Ball dann aber knapp am Tor vorbei. Kurz vor Schluss verfehlte ein weiterer Krügel-Kopfball das Hainberger Gehäuse und der wenig konsequente Schieri pfiff die Partie ab. Hainberg bleibt ungeschlagen, wird aber gegen Paitzdorf mit Spielbeginn kämpferisch voll dagegen halten müssen und sollte die vorhandenen spielerische Vorteile nutzen. Die Bergaer waren ob ihrer klaren Führung über den Ausgang enttäuscht, der HSV hatte sich aufgrund der zweiten Hälfte den Sieg aber wohl auch ein wenig mehr verdient.

Hainberg: André Kind; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann, Christian Paul (44./ Musa Sisi Alimani Kargbo); Christian Reichardt (46./ Dirk Bernickel), Carsten Reichardt (MK, 69./ Gelb), Volker Degner, Enrico Wünsch, Steven Thomas, Nico Springer (88./ Sebastian Schulz); Johannes Steudel. Trainer: Uwe Birke.

Schiedsrichter: Helmut Jukiel (Triebeser SV).

Torfolge: 0:1 Theil (14.), 0:2 Reinhard (24.), 1:2 Enrico Wünsch (44./ Assist: Steven Thomas), 2:2 Johannes Steudel (75./ A: Steven Thomas), 3:2 Steven Thomas (85./ A: Enrico Wünsch). Vorkommnis: André Kind hält Elfmeter von Berga (40.); Saisonquote damit 2 von 5 pariert.

 

7. Spieltag 09.10.2011, 14.00 Uhr: SG ThSV Wünschendorf/ FSV Falka II – Hainberger SV 2:3 (1:1)

Verdienter Auswärtssieg beim Tabellenletzten, der aufgrund einer starken Torwartleistung und eines Rückstandes etwas wackelig zustande kam

Schiedsrichter Lohmann pfiff die Partie pünktlich im Stadion des Friedens an der Weida. Endlich konnten die Gäste mal am Nebenplatz vorbei und auf dem größeren Fußballfeld einlaufen. Beim Gastgeber der 55-jährige Hartmut Helm als Libero auf und gab seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit. Noch mehr trug eine vor allem in der ersten Hälfte überragende Torwartleistung von Willy Bräunlich im Wünschendorfer Kasten dazu bei, dass dieses Spiel nicht frühzeitig entschieden wurde. Die gelb-roten Gäste stürmten ab der Freigabe des Spielgerätes auf das gegnerische Tor zuz. In den ersten fünf Minuten erspielte sich der HSV schon vier hochkarätige Möglichkeiten. Der diesmal mit spielerischen Elementen glänzende Christian Reichardt hatte zuerst Andy per tiefen Flachpass hervorragend eingesetzt. Beim scharfen Abschluss glänzte der Heimkeeper erstmals und hielt das Leder im Nachfassen sogar noch sicher in den Händen. Kurz darauf folgte eine weitere Glanztat bei einem 18-Meter-Schuss von Nico, den er aus dem vom Schützen aus linken Tordreiangel rettete. Nach gutem Zusammenspiel zwischen Andy und Speedy, bot Bräunlich sein ganzes Können beim Speedy-Gewaltschuss aus spitzem Winkel auf. In der 15. Minute wäre er wohl zum ersten Mal chancenlos gewesen, aber der freistehend stehende Andy erreichte mit seinem uneigennützigen Querpass vor dem Tor seinen Mitspieler Nico nicht, da ein Verteidiger rechtzeitig dazwischen sprang und zur Ecke klärte. Bis zur 20. Minute ging das Spiel fast durchgängig in eine Richtung. Die Taktik des Gastgebers wurde schnell offenbar. Hinten mit Mann und Maus dichthalten und vorn durch Standardsituationen den HSV in Bedrängnis bringen. So entstand in der 20. Minute zum ersten Mal eine Gefahrensituation im Gästestrafraum nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld. Die HSV-Defensive brachte den Freistoß nicht aus der Gefahrenzone, so dass der Wünschendorfer Kapitän Grüner an den Ball kam und obwohl dicht umringt von drei gegnerischen Spielern, nur von einem bedrängt wurde, 5 Meter quer durch den Strafraum lief und dann per trockenem Abschluss ins lange Eck das Spiel auf den Kopf stellte. Ein schönes Tor, was aber hätte nie fallen dürfen. Aus Angst, einen Elfer zu verursachen, hielten sich die Mitspieler wohl zu sehr zurück, anstatt Lotte beim Abwehrversuch zu unterstützen. Schockstarre bei den Hainbergern. Die erste Chance der Heimmannschaft hatte zum Erfolg geführt, wogegen der HSV selbst schon acht- oder gar neunmal gescheitert war. Dies hinterließ Spuren. Der Gast verlor vorerst den Faden und brauchte schon eine gute Reaktion von Torwart André Kind bei einem weiteren Freistoß für die SG, um nicht nach 25 Minuten und zwei Gastgeberchancen mit 0:2 in Rückstand zu geraten. Allmählich nahmen die Gäste wieder Fahrt auf, wirkten aber noch immer etwas angeknockt. Bei einem Nico-Schuss klärte Bräunlich im kurzen Eck zur Ecke. Die Schüsse von Enrico und Jo in den Folgeangriffen verfehlten aber ihr Ziel und strichen neben bzw. über das Tor. Dass auch André ein guter Keeper ist, bewies er in der 38., als er einen fulminanten Schuss im kurzen Eck per Glanztat zur Ecke klärte und damit seine Mannen im Spiel hielt. Bis zur Pause schwangen nun wieder die Greizer das Zepter. Erst wurde ein Schussversuch von Carsten geblockt, doch Speedy holte sich das Leder kurz vor der Grundlinie und kam dann aus 13 Metern zum Abschluss. Der nicht scharf getretene Ball landete in den Händen des Torwarts. Der glänzte dann wieder bei einem Schuss von Christian, als er hoch neben dem rechten Pfosten rettete und dann sich auch nicht von den folgenden Schüssen Nicos und Enricos überwinden ließ. Es musste schon ein besonders toller Abschluss her, um diesen Keeper aus der Distanz zu überwinden. Eine Flanke von halblinks nahm Goalgetter Speedy perfekt an und mit einem tollem Drehschuss ins linke obere Dreiangel war Keeper Bräunlich endlich bezwungen. Ein Tor zum wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause. Mit einem weiteren Abschluss scheiterte Speedy vor dem Pausentee.

Mit dem ersten gefährlichen Angriff nach der Unterbrechung erzielte Speedy seinen zweiten Treffer des Tages, nachdem er einen etwas zu weit geratenen Pass von Carsten noch vor der Grundlinie erlief, unwiderstehlich in den zentralen Strafraum mit Ball am Fuß zurück zog, sich auch nicht durch ein Foulspiel davon abhalten ließ, den Abschluss zu suchen und aus ca. acht Metern unhaltbar einzunetzen. Ein Tor des Willens. Erstmals führte der HSV in einem Spiel, dass er überwiegend dominiert hatte. So sollte es auch weiter gehen. Zuerst scheiterten Enrico und Speedy nach schönem Doppelpassspiel am herauseilenden Torwart, der auch glänzend per Fuß einen Gewaltschuss von Nico klärte, um in der Folge noch je einen Distanzschuss von Speedy und Nico zu klären, wobei er letzteren wieder toll in der Höhe aus der Torecke zum Eckball beförderte. Torwart Bräunlich ärgerte sich dann doch nicht ganz unberechtigt, als er bei einem Distanzschuss von Steven Thomas aus mehr als 20 Metern wieder mit dem Fuß klären wollte, der Ball in die Höhe ging und nach langer Luftfahrt und ungeschickter Verteidigeraktion vom gemächlich reagierenden Enrico mit voller Wucht unhaltbar ins kurze obere Eck gehämmert wurde. Nach 65 Minuten war es für eine Vorentscheidung noch zu früh, aber ein wichtiger Grundstein war gelegt, nach dem die erste Hälfte vom Resultat her bei weitem nicht den Spielverlauf wiedergegeben hatte. Andy knallte später noch einen Distanzschuss knapp über das Tor. Musa brachte nicht nur Farbe, sondern auch Belebung auf die rechte Offensivseite. Enrico zog eine Hereingabe oder einen als Abschluss gedachten Schuss scharf nach Innen, der jedoch knapp zwischen Speedy und dem langen Pfosten ins Toraus strich. Zwei große Möglichkeiten hatte noch Andy, legte sich aber einmal den Ball zu weit vor und brachte ihn beim anderen Mal, allein durchgebrochen, nicht unter Kontrolle. Nach einem gegnerischen Freistoß aus 25 Metern halbrechts gelang dem Gastgeber dann der Anschlusstreffer. Hier offenbarte der HSV eine seiner großen Schwächen. Nach Standards haben wir den Gegner selten im Griff, lassen Gegenspieler unbedrängt zum Abschluss kommen und in den Rücken der Abwehr laufen. Nach dem 2:3 passierte in den letzten fünf Minuten aber nichts mehr und der Gastgeber konnte sich bei seinem Torwart bedanken, dass diese Niederlage nur denkbar knapp ausgefallen war. Der Schieri bot eine gute Leistung, hatte aber mit einer falschen Einwurfentscheidung nach einem Wünschendorfer Abschlag, der ins Aus ging, das 2:3 eingeleitet. Referee Lohmann betonte die faire Spielweise beider Mannschaften.

 

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Paul, Christian Reichardt; Carsten Reichardt (MK), Enrico Wünsch, Johannes Steudel (69./ Musa Sisi Alimani Kargbo), Steven Thomas; Andy Czajka (88./ Jörg Tittmann), Nico Springer; Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Wolfgang Lohmann (Teichwolframsdorf/ TSV 1905 Daßlitz).

 

Torfolge: 1:0 Grüner (20.), 1:1 Steven Thomas (43./ Assist: Enrico Wünsch), 1:2 Steven Thomas (46./ A: Carsten Reichardt), 1:3 Enrico Wünsch (A.: Steven Thomas), 2:3 Krauße (84.).

 

6. Spieltag 01.10.2011, 15.00 Uhr: Hainberger SV – TSG Caaschwitz 5:0 (3:0)

Vier Tore von Steven Thomas beim souveränen Heimsieg gegen Caaschwitz

Mit einem guten Auftritt und einer insbesondere in der ersten Halbzeit starken Leistung wurden die Caaschwitzer deutlich dominiert. Keeper André Kind musste im gesamten Spiel nur in drei Situationen eingreifen, stellte dabei aber seine bis dato sehr gute Form unter Beweis. Wenn es an den ersten 45 Minuten etwas zu bemängeln gab, dann war es die mangelhafte Chancenverwertung. Die Spielweise gefiel, wobei vor allem das verbesserte Zusammenspiel im Angriff deutlich wurde. Nach dem Daßlitzer Knüppelspiel fehlte der Gips tragende Steven Ludwig und Kapitän Carsten Reichardt lief angeschlagen auf, hielt aber durch. Dirk Bernickel stand zur Verfügung, so dass keine extremen taktischen Veränderungen vorgenommen werden mussten. Der längere Ausfall von Steven Ludwig ist aber schmerzhaft, da die Wechselbank auch dünn besetzt und Andy Czajka noch nicht wieder vollständig fit ist.

Gegen die Gäste aus dem Norden des Landkreises begann der HSV ein Feuerwerk abzubrennen. Schon in der sechsten Minute erzielte der wiederum stark aufgelegte Steven Thomas das 1:0 nach einem Pass des Hainberger Kapitäns. Carsten erwies sich aber nicht als Knipser, sonst hätte er eine schöne Kombination über mehrere Stationen fünf Minuten später nach toller Dirk-Vorlage mit der Erhöhung abgeschlossen – eine Tausendprozentige. Nach einem weiteren tollen Passspiel über Nico, Speedy, Nico und Dirk hatte Speedy den nächsten Hochkaräter, kam aber nicht mehr richtig hinter das Spielgerät. Auch in der 19. Minute war der Torschütze vom Dienst fast wieder erfolgreich. Nach einem der vielen guten Enrico-Einwürfe köpfte Steven schulmäßig, aber der diesmal im Tor eingesetzte Caaschwitzer Verteidiger Kaul zeigte eine tolle Parade. Nach fast einer halben Stunde schickte der stark spielende Jo den schnellen Speedy auf die Reise, der toll in den Rücken der Abwehr passte, wo Carsten abermals die fast todsichere Torchance vergab. Dies machte der HSV im nächsten Angriff vergessen, als Nico mit genialem Pass in die Spitze Speedy einsetzte, der dem Keeper keine Abwehrchance ließ. Kurz darauf machte er seinen lupenreinen Hattrick perfekt, als Nico einen Enrico-Einwurf in die Spitze per Fuß weiterspitzelte und Speedy sofort aus 17 Metern ins lange Eck unhaltbar abschloss. Sein viertes Tor kurz vor der Halbzeit fiel nicht, weil sein Schuss aus acht Metern nicht scharf genug getreten war. Damit sind nur die Hochkaräter der ersten Hälfte benannt, da Hainberg wirklich Dauerdruck und Chancen en masse produziert hatte. Die Mannen aus dem Kastaniendorf im Elstertal kamen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zur ersten Großchance. Nach einem tollen Konter kamen sie aus abseitsverdächtiger Position per Distanz zum Abschluss, dessen Erfolg André per Klasseparade verhinderte. Die zweite Hälfte gestalteten die Gastgeber bedeutend ruhiger, hätten aber gleich nach Wiederanpfiff erhöhen können, als Speedy nach Enrico-Freistoß per Kopf nur denkbar knapp verfehlte. Der HSV dominierte das Geschehen weiter. Trotzdem sah sich Hainberg in der 53. im Glück, als nach einer strittigen Situation der Elfmeterpfiff für Caaschwitz ausblieb. In der zweiten Hälfte steigerte der erstmals ein Großfeldspiel leitende aufgeregte Schieri seine Leistung deutlich. Er wurde energischer und ließ nun auch des Öfteren seine Pfeife ertönen. Das faire Spiel stellte ihn aber nicht vor unnötig große Probleme. Zum Ende des Spieles zog Hainberg nochmals an, nachdem Caaschwitz zwei gute Möglichkeiten hatte, die jeweils von André vereitelt werden konnten. Der eingewechselte Schumi passte zehn Minuten vor dem Ende goldrichtig auf den Schopf von Speedy, der aus vier Metern unhaltbar einnickte und damit sein viertes Tor markierte. In der 89. folgte dann der schönste Treffer des Tages als ein Caaschwitzer aus vollem Lauf aus 12 Metern einlochte. Bedrängt wurde der Spieler maximal von Enrico nach der Lothar-Flanke, aber Carsten setzte sich für Schumi ein, den der Schieri dann als Torschützen eintrug und damit das Engagement des Wechselspielers belohnte.

Da der Greizer SV im Spitzenspiel in Ronneburg mal wieder durch ein Eigentor von Hänel gewann, rückte der HSV auf die zweite Tabellenposition vor. Nun geht es zum schweren Auswärtsspiel beim Träger der Roten Laterne, der SG Wünschendorf/ Falka II, die noch ohne Punktgewinn dastehen.

Hainberger SV: André Kind; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Paul, Christian Reichardt (79./ Jörg Tittmann); Carsten Reichardt (MK/ Gelb), Enrico Wünsch, Johannes Steudel (67./ Andreas Schumann), Steven Thomas; Dirk Bernickel (81./ Sebastian Schulz), Nico Springer; Trainer: Uwe Birke.

Schiedsrichter: Xaver Zimmer (1.FC Gera 03).

Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Steven Thomas (6./ Assist: Carsten Reichardt; 30./ A: Nico Springer; 33./ A: Nico Springer; 81./ A: Andreas Schumann), 5:0 Andreas Schumann (89./ A: Lothar Ramisch).

 

2. Runde um den Kreispokal am 03.10.2011, 14.00 Uhr: Hainberger SV – SV 1924 Münchenbernsdorf 1:4 n.V. (1:1, 1:1, 0:1)

Kreisligist macht verdient in der zweiten Hälfte der Verlängerung alles klar

Am fußballreichen und nicht familienfreundlichen verlängerten Wochenende empfing am Tag der deutschen Einheit der HSV den Kreisligisten aus Münchenbernsdorf. Danach atmeten Freundinnen und Ehefrauen etwas erleichtert auf, dass ihre Männer zum Reformationstag nun spielfrei sind. Dabei gibt es aufgrund der Klassenreduzierung deutlich weniger Punktspiele. Nur die unnötig erhöhte Mannschaftszahl in der Kreisliga bringt den KFA in der Planung in arge Bedrängnis. Das Spiel bot kein besonders hohes Niveau, keinen Klassenunterschied und viel Spannung. Als der HSV im zweiten Abschnitt der regulären Spielzeit drauf und dran war, das Spiel für sich zu entscheiden, führte eine Unbeherrschtheit unnötig zur Unterzahl. Dann hielt man noch eine halbe Stunde dagegen bis ein Doppelschlag des Kreisligisten das Spiel entschied.

In der ersten Hälfte grübelte man, ob ein Team weiterkommen wollte. Die Gastgeber wirkten zurückhaltend bis ängstlich, standen aber um den nach langer Pause wieder eingesprungen Sven Schmidt, der Lotte als Libero vertrat, in der Abwehr gut. Schmidti machte eine tolle und fehlerlose Partie. Schade, dass er nicht öfter zur Verfügung steht. In der ersten Hälfte tat der Gast mehr fürs Spiel, riss sich aber auch kein Bein raus. Die erste Chance hatte Nico. Er traf aber den Ball nicht voll. Dann landete ein langer Ball bei Böhme, der über den herausgelaufenen André und nur denkbar knapp am Tor vorbei lupfte. Bei den Gästen gefiel der 17-jährige Pfabe, der auf der rechten Seite ständig Betrieb machte. Vorerst verfehlten die Randkanadier noch das Tor oder ihre Schüsse waren eine sichere Beute des Hainberger Torwarts. Als aber der HSV in Minute 12 den Ball dreimal nicht aus dem Strafraum bekam, knallte Gollos das Leder trocken zum erwarteten Spielstand in den Hainberger Kasten. Nachdem Andy Nico gut einsetzte, dessen Schuss aber das Tor verfehlte, sorgte Pfabe wieder für eine brenzlige Situation. Seine Flanke strich aber knapp am langen Pfosten vorbei. Langsam kam der HSV besser ins Spiel und zu zwei guten Möglichkeiten vor der Pause. Erst stand Andy 7 Meter zentral vor dem Tor frei, hatte aber den Ball vor dem schwachen rechten Fuß, so dass er lieber auf dem holprigen Platz zurück zu Nico passte, der den Ball nicht ideal traf. Dann spielte sich Jo hervorragend im Mittelfeld gegen zwei Gegner durch und passte toll zu Nico, der leider zu spät und dann aus schlechterer Position abschloss. Die erste Hälfte hatte gezeigt, dass mit mehr Mut und Biss gegen diesen Kreisligisten Einiges auszurichten war.

Der zweite Abschnitt brachte den Gast nach einer unnötigen Ecke und gutem Kopfball dem 2:0 nahe, doch das Ziel wurde knapp verfehlt. Dann stand wieder dreimal Pfabe im Mittelpunkt. Zweimal strichen seine Schüsse von Rechts knapp am langen Pfosten vorbei, bevor ein Mitspieler nach guter Hereingabe an André scheiterte. In der 63. spielte Nico schön zu Andy, der aber aus spitzem Winkel am Torwart scheiterte. Hellwach reagierte Enrico und schlug den Ball wieder scharf vors Tor, wo Speedy den Ball zum Ausgleich versenkte. Jetzt stand das Spiel auf des Messers Schneide. Andy hätte sofort nachlegen können, schoss aber knapp am kurzen Pfosten vorbei. Zunehmende Spielpraxis wird ihm bald die alte Sicherheit wiedergeben. Im Gegenzug rettete André per Glanzparade. Sofort danach brannte es wieder auf der anderen Seite. Jo wurde im linken Strafraum des Gegners freistehend angespielt, wollte sich das Leder zurechtlegen und wurde gefoult. Der gute Schiedsrichter Theileis aus Weida entschied nicht auf Elfmeter. Hainberg hatte jetzt Vorteile, konnte sich aber keine weiteren Riesenmöglichkeiten herausspielen. In der 82. erhielt Paule berechtigt Gelb für ein taktisches Foulspiel. Kurz darauf war er mit einer Einwurfentscheidung des Referees nicht einverstanden und haute den Ball wütend auf die Aschenbahn. Da blieb wenig Entscheidungsspielraum und der kämpferisch stark spielende und eine gute Leistung bietende Paule musste völlig unnötig, aber leider berechtigt vom Platz. Bis zum Ablauf der normalen Spielzeit ließ der HSV nichts zu und es kam zur von Keinem gewollten Verlängerung. In der ersten Hälfte der Verlängerung war ein leichtes Übergewicht der Gäste zu verzeichnen. Der HSV stand aber gut und die ersten Zuschauer begannen sich schon mit einem etwaigen Elfmeterschießen zu beschäftigen. Es wurde wieder gewechselt und kurz darauf folgte die schnelle Spielentscheidung. In der 108. Minute lief Kapitän Böhme mit dem Ball kurz hinter der Mittellinie los, wurde nicht genügend bedrängt und behielt beim Abschluss aus 13 Metern die Übersicht. Knapp zwei Minuten später dann die endgültige Entscheidung, als ein Schuss der Gäste im Strafraum geblockt wurde, der schon reagierende André den Ball nicht festhalten und nicht mehr reagieren konnte, weil er im Platz fest hing. Weise setzte entschlossen nach und brachte das Leder im leeren Tor unter. Fünf Minuten vor Schluss stellte der bissige Perlt den Endstand her.

Bis zum 1:2 hatte der HSV in Unterzahl lange Zeit gut dagegen gehalten. Nun konnten wir lächeln, dass die Vielspieler der Kreisliga auch noch am Reformationstag ran müssen. Eine Überraschung ist ausgeblieben, wäre aber besonders nach dem Verlauf der zweiten Hälfte keine gewesen. Unbedingten Siegeswillen lieferte kein Team ab. Am Ende siegte der Gast verdient.

Hainberger SV: André Kind; Sven Schmidt (110./ Jörg Tittmann), Cedric Ullmann, Christian Paul (85./ Gelb-Rot), Christian Reichardt; Carsten Reichardt (MK/ 116./ Sebastian Schulz), Enrico Wünsch, Johannes Steudel, Steven Thomas (116./ MK); Andy Czajka (117./ Peter Westphal), Nico Springer; Trainer: Uwe Birke.

Schiedsrichter: Felix Theileis (FC Thüringen Weida).

Torfolge: 0:1 Gollos (11.), 1:1 Steven Thomas (63./ Assist: Enrico Wünsch), 1:2 Böhme (108.), 1:3 Weise (110.), 1:4 Perlt (115.).

 

5. Spieltag 25.9.2011, 14.00 Uhr: SG TSV 1905 Daßlitz/ TSV 1872 Langenwetzendorf II – Hainberger SV 1:3(1:3)

Hainberg rückt auf den dritten Platz und benötigt dazu knappe zwanzig Minuten

Der Hainberger SV bleibt neben drei weiteren Teams der ersten Kreisklasse ungeschlagen. Durch den Sieg in Daßlitz auf einem Platz, der in echter Konkurrenz zum Zustand des Feldes der Kurt-Rödel-Sportschule steht und vom Gefälle und der Größe klare negative Punktvorteile besitzt, überholte man den Gegner im Tableau. Zwei Punkte hinter dem Aufstiegsfavoriten Greizer SV liegt man aufgrund einer um drei Tore schlechteren Tordifferenz auf Platz Drei hinter der Zweiten aus Ronneburg. Dabei wären locker noch mindestens die drei Tore drin gewesen. Der Gast begann druckvoll und war sicherlich überrascht, wie schnell man mit drei Toren in Führung lag. Das Spiel ging in eine Richtung. Mit dem zweiten Angriff geriet Hainberg über die linke Seite tief in die generische Hälfte. Nach schönem Doppelpassspiel auf der Seite spielte Jo eine scharfe Hereingabe in den Daßlitzer Fünfmeterraum. Speedy nahm den Ball mit, tanzte locker den Keeper aus und schob überlegt zur 1:0-Führung ein. Nur eine Minute später glänzte der Torwart bei einem 17-Meter-Schuss des Torschützen. Hainberg fing die Gastgeberangriffsversuche schon im Mittelfeld ab und sorgte mit jedem Ball nach vorn für große Torgefahr. Es folgten drei Situationen, als die Gäste im gegnerischen Strafraum zu lange den Ball hielten, zu spät den Mitspieler oder den trockenen Abschluss suchten. Ähnlich in der 9. Minute, aber Nico passte dann noch rechtzeitig zu Steven Ludwig, der wie schon im Vorjahr auch an seinem 18. Geburtstag traf. Kurz darauf hatte Steven Thomas zweimal den dritten Treffer auf dem Fuß. Zuerst setzte er sich hervorragend auf der rechten Seite durch und scheiterte dann aus kurzer Distanz am Keeper und hätte wohl besser die zwei gut postierten Mitspieler gesucht. Weitere zwei Minuten später kam er aus 5 Metern zu einer Riesenchance im Nachschuss, setzte das Leder aber über den Kasten. In der 16 Minute trat Speedy dann eine Ecke von Rechts, die Enrico unhaltbar im Tor versenkte. Hainberg dominierte vorerst weiter. Allmählich ließ der Druck nach, der Gast begann sich zu begnügen. Die Gastgeber fuhren nun erste Angriffe vor unseren Kasten, wo die Abwehr in großer Bedrängnis klären musste. Vorn attackierten die Gelb-Roten nicht mehr so energisch und nach fast 30 Minuten wurde die Begegnung etwas verteilter. In der 32. Minute wurde ein Angriff abgewehrt, aber der Ball wurde aus dem Mittelfeld zum Abseits stehenden Gastgeberangreifer gebracht. Dieser flanke dann von der Seite in den zentralen Hainberger Strafraum, wo Cedric durch einen Gegenspieler behindert, den Ball ins eigene Tor versenkte. Der Gastgeber witterte Morgenluft und ging mit größerer Härte im Kampf um den Ball vor. Bei vier guten Gästeangriffen gelang es bis zur Halbzeit nicht mehr, den alten Abstand herzustellen. Ein Angriffsspieler der Heimmannschaft übergab sich minutenlang geschützt hinter der Trainerbank, ohne dass auf dem Spielfeld die zahlenmäßige Überlegenheit aufgefallen wäre, weil sich das Meiste wieder in der gegnerischen Hälfte und mit zahlreichen Unterbrechungen nach Foulspielen abspielte.

In der zweiten Halbzeit bot sich ein unglaubliches in die Knochengeklopfe. Vom Spielertrainer auf den wohl ohne Karten angetretenen ruhigen Schiedsrichter Jukiel hingewiesen entfachte der Gastgeber ein Getrete. Ständig gab es einen mit. Entweder per Ellenbogen, Händen und Schulter oder einfach in die Füße und Unterschenkel. Bis zu zehn gelbe Karten hätte der Fortlauf zur Folge haben müssen. Aber alle fiesen Fouls blieben ungestraft. Ein klares Abseitstor der Gastgeber wurde berechtigt nicht anerkannt. Bei einer noch klareren Abseitsstellung ertönte kein Pfiff, was aber ohne Konsequenzen blieb, weil der Ball klar am Kasten vorbei ging. Bei zwei gefährlichen Angriffen der SG strichen die jeweils scharf getretenen Hereingaben durch den Gästestrafraum, ohne einen Abnehmer zu finden. Die letzten 25 Minuten hielt dann Hainberg ebenfalls mit Härte dagegen. Zum Schluss war der Gast froh, dass außer etlichen Blessuren kein Gast verletzt den Platz verlassen musste. Der HSV hatte einen schwach besetzten Gastgeber durch nachlassendes Engagement aufgebaut, nach 30 Minuten die klare Überlegenheit aus der Hand gegeben und musste sich dann in dem Geknüppel seiner Haut erwehren. Ein Schuss des eingewechselten Schumi setzte dann der chancenarmen zweiten Halbzeit ein Ende. SG-Coach Sterner fiel durch sein Engagement und seine rüde Spielweise auf, betonte aber, ohne Verletzungsabsicht gefoult zu haben. Als er bei einem Einwurf einen Hainberger abwerfen wollte, ging dies auch ohne Verwarnung ab. Die Hainberger spielten 25 Minuten einen Klassefussball, ließen dann trotz des warmen Wetters unverständlich nach und ergaben sich in Diskussionen und betroffenes Bellen auf engagierte Aufforderungen von der Seite. In einer flammenden Rede versuchte der Trainer nach dem Spiel seinen Mannen ins Gewissen zu reden. Füreinander kämpfen, zusammen spielen und einander helfen, nur das wird das Team zur geschlossenen Mannschaftsleistung führen, die notwendig ist, um gegen die Spitzenmannschaften erfolgreich bestehen zu können. Ein weitaus höherer Sieg war möglich, man gab sich aber zu zeitig zufrieden. Am Ende stand ein Pflichtsieg, der den Entwicklungsspielraum des jungen Teams aufzeigte. Schon am kommenden Wochenende beschert der KFA-Spielplan zwei schwere Pflichtspiele. Am Samstag geht es nach Caaschwitz zum Punktspiel und am Tag der deutschen Einheit empfängt der HSV im Pokal den Kreisligisten aus Münchenbernsdorf.

HSV-Aufstellung: André Kind; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Musa Sisi Alimani Kargbo; Christian Reichardt, Carsten Reichardt (Cap.), Enrico Wünsch, Johannes Steudel (82. Andreas Schumann), Steven Thomas; Steven Ludwig (75. Jörg Tittmann), Nico Springer (67. Andy Czajka). Trainer : Uwe Birke.

Schiedsrichter: Helmut Jukiel (Triebeser SV)

Torfolge: 0:1 Steven Thomas (3./8.Saisontor/ Assist: Johannes Steudel), 0:2 Steven Ludwig (10./ A: Cedric Ullmann), 0:3 Enrico Wünsch (16./ A: Steven Thomas), 1:3 Cedric Ullmann (32./ Eigentor).

Zuschauer: 65

 

4. Spieltag 18.9.2011, 14.00 Uhr: SG FC Motor Zeulenroda/ Triebeser SV III – Hainberger SV 2:2 (2:2)

Nach 0:2-Rückstand erst Remis erzielt und dann Überzahl nicht genutzt

Die Vorbereitung auf das Spiel in Triebes war alles andere als gelungen. Für das Mistwetter konnte Niemand - es regnete in Strömen, aber dass den Gästen erst in der Kabine auffiel, dass niemand die Spielkleidung eingepackt hatte, war schon ein äußerst ärgerliches Kuriosum. Zum Glück düste Andy wie Feuerwehr Felicitas zur Sportschule zurück, so dass die schmunzelnden Gastgeber und Referee Stark nur mit dreiminütiger Verspätung die Gastmannschaft bekleidet zum Anstoß begrüßen konnten. Ob es nun an der fehlenden üblichen Erwärmung lag oder das Regenwetter lähmte, man bestaunte mit Anpfiff das SG-Kurzpassspiel im Mittelfeld und sah sich den druckvollen Angriffen des Gastgebers ausgesetzt. Nach fünf Minuten konnte dann der Gastgeber unbedrängt von links flanken und Landesklassespieler Kotlinsky vollendete per Kopf am langen Pfosten zur verdienten Führung. Die Greizer Gäste wurden aber noch nicht wach. Das Spiel lief so weiter. Nur unter Beobachtung der Gelb-Roten baute die Dritte gefällig ihre Angriffe auf. Hainberger standen zwei, drei Meter vom Gegenspieler entfernt und wenn sie dann angriffen, als der Gegenspieler den Ball hatte, konnte dieser ihn schon zum nächsten Mitspieler schieben. Danach folgten Pässe auf die Außen und die Abwehr hatte sich ständiger Angriffe zu erwehren. Ansatzweise gab es Entlastungsangriffe der Hainberger, nur der letzte Pass in die gefährliche Zone wollte nicht so recht ankommen. Das Spiel hatte kein schlechtes Niveau, nur bot der Gastgeber kämpferisch deutlich mehr und verlagerte es schnell aus seiner nicht ganz sattelfest wirkenden Abwehr. Immer wieder trieben die SG-Spieler das Leder durch die Mitte und versuchten dann von den Seiten zu flanken. Die Hainberger Abwehr stand halbwegs, musste sich aber heftig bei starkem Regen den drückenden Angriffen erwehren. Als Cedric links seitlich vom eigenen Tor im harten Zweikampf den Ball ins Aus schlug, ließ Karl-Heinz Stark einen Pfiff ertönen. Wenig freistoßwürdig. Aber der Referee schritt den Tatort ab und entschied dann sogar auf Strafstoß. Eine überharte Entscheidung. Seebauer netzte unhaltbar flach ins linke Toreck ein. Das war nun endlich der Weckruf für Hainberg. Auch wenn man zu langsam verschob, wurden nun zunehmend über die Offensivkräfte Angriffsversuche gefahren. Die beste Chance hatte Jo nach einem Schuss aus der Drehung, der nur knapp am langen Pfosten vorbei ging. Speedy jagte nach schöner Einzelleistung den Ball über den Kasten. Aber mehr Möglichkeiten erspielte sich die SG. André musste einige Male auf der Hut sein. Beim Trainer wurde der Hals immer dicker. Er hatte sich entschieden, ein Zeichen zu setzen. Da war es ihm auch egal, dass die Hainberger durch Carsten nach Vorlage von Jo zum 1:2 verkürzt hatten. Noch vor dem Wiederanstoß wechselte er und brachte Musa als Zeichen für die ganze Mannschaft. Es wurde wirklich besser. Die Begegnung wogte jetzt hin und her. Die Härte nahm auch zu. Den rutschigen Boden nutzend gingen einige Gastgeberspieler nun fast stets mit beiden Beinen voraus auf Gegner und Ball. Meist trafen sie beides. Da ließ der ruhige Schiedsrichter Stark etwas Konsequenz vermissen. Im gesamten Spiel zeigte er nur dreimal Gelb. Mindestens das Doppelte hätte es sein müssen. Der schönste Hainberger Spielzug endete mit herrlichem Doppelpass zwischen Jo und Steven. Jo konnte überlegt und unhaltbar zum 2:2 abschließen. Nach dem Spielverlauf ging es für den HSV doch etwas glücklich mit Unentschieden in die Pause. In der zweiten Hälfte war das Spiel verteilter, aber mehr Chancen hatte der Gastgeber. Kotlinsky, der angeblich Landesligahärte an den Tag legte, ging meist mit unnötiger Härte vor und änderte auch nicht nach seiner ersten Verwarnung sein Spiel. Als er dann einmal wirklich den Ball zuerst traf, erhielt er die Gelb-Rote Karte. Paule bekam nach einem Foul an Kirsch Gelb, dessen Tätlichkeit im Anschluss aber ungesühnt blieb. Eine halbe Stunde war Hainberg nun in Überzahl. Zu sehen war es in keiner Minute der verbleibenden Spielzeit. Vor der zahlenmäßigen Überlegenheit hatte Carsten aus der Drehung die Führung auf dem Fuß, sein Gegenspieler brachte aber sein Bein dazwischen und konnte zur Ecke klären. André konnte einen Ball zur Latte klären und der Gastgeber hielt bis zum Schluss dagegen. Bei Foulspielen an Speedy und am eingewechselten, sich mit einem Sprung rettenden Andy, vermisste man einen konsequenteren Unparteiischen. Sein vorzeitiger Abpfiff hingegen war sehr konsequent. Trotz dessen war das Ergebnis nach dem Spielverlauf für den HSV zufrieden stellend. Ansonsten musste der Gast mal wieder resümieren, dass kämpferisch in dieser Klasse mehr verlangt wird und dass man in Überzahl weiter laufen muss und ein geduldiges Spiel aufziehen sollte, um den Ball und den Gegner laufen zu lassen. Trotzdem steigerte sich der HSV im Vergleich zum Auftritt in der Vorsaison, als man nach einer Führung das Spiel hingeschenkt hatte. Diesmal rief man nach einem 0:2-Rückstand zumindest mehr Willenskraft ab. Trotzdem ereifern sich einige mehr verbal, als sich körperlich zu verausgaben und in jeder Situation aufs Spiel und den Ball zu konzentrieren. Insgesamt war das Spiel trotzdem deutlich besser als der Antifußball vom Vortag auf der Greizer Volkssportanlage, wo man sich fragte, wie die Aufsteiger aus Daßlitz/ Langenwetzendorf jemals an die Tabellenspitze geraten konnten. Gegen diese war der heutige Gegner ja auch mit 1:5 eingegangen, aber mit Sicherheit mit einer fast völlig anderen Mannschaft. Wie wir uns nächste Woche dort aus der Affäre ziehen, haben allein nur wir in der Hand. Nur dürfte der Gastgeber in Daßlitz nicht noch einmal so desolat auflaufen wie beim Greizer SV.

Hainberger SV: André Kind, Jörg Steudel, Cedric Ullmann, Christian Paul (Gelb), Christian Reichardt (70./ Andy Czajka), Enrico Wünsch (33./ Musa Sisi Alimani Kargbo), Carsten Reichardt (Cap.), Johannes Steudel, Steven Thomas, Steven Ludwig, Nico Springer, Trainer: Uwe Birke. Ersatz: Sebastian Schulz.

Torfolge: 1:0 Kotlinsky (5.), 2:0 Seebauer (24./ Foulelfmeter), 2:1 Carsten Reichardt (33./ Assist: Johannes Steudel), 2:2 Johannes Steudel (39./ A.: Steven Ludwig). Besonderes: Kotlinsky (SG ZR/Triebes) Gelb-Rot (59.)

 

3. Spieltag 10.9.2011, 15.00 Uhr: Hainberger SV – SG Blau-Weiß 1990 Steinsdorf 5:0 (1:0)

Geschlossene Mannschaftsleistung führt Hainberg ins Tabellenvorderfeld

Ein souveräner Heimsieg, drei Speedy-Tore und eine Klasseleistung von André spülen den HSV dank eines guten Gesamtauftritts in der Tabelle nach vorn auf Rang Drei. Die Greizer dominierten fast das gesamte Spiel und sicherten sich in der zweiten Halbzeit den auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Endlich stand auch mal wieder die Null und das war bei fünf Großchancen des Gegners, einschließlich eines Elfmeters, ein Verdienst des mit einer überragenden Leistung glänzenden André. Nicht nur den Foulstrafstoß hielt er hervorragend, bei vier Abschlüssen von Steinsdorfs Kapitän Borchardt reagierte André überragend und entschärfte die Bälle mit tollen Reaktionen. Aber auch das gesamte Team zeigte eine deutlich verbesserte Defensiv- und kämpferische Leistung.

Mit Spielbeginn dominierte man die ersatzgeschwächten Steinsdorfer deutlich, verpasste aber im ersten Abschnitt noch die Spielentscheidung. Schon vor dem 1:0 erspielten sich die Gelb-Roten drei Möglichkeiten. Erst traf Enrico nach schöner flacher Eingabe die Führung, weil er zentral vor dem Tor den Ball nicht richtig traf. Beim nächsten Angriff kam Steven Ludwig zum Schuss. Diesem fehlte noch die nötige Schärfe wie auch einem Schuss des Hainberger Goalgetters Steven Thomas. Beide Male konnte der Gäste-Keeper ohne Probleme halten. Die logische Folge der Hainberger Angriffe war dann das 1:0 in der achten Minute durch Nico Springer, der die Hereingabe von Johannes aus drei Metern zentral vor dem Tor nur noch einschieben musste. Nach dem Wiederanstoß kam der Gast aus Steinsdorf erstmals in unseren Strafraum, scheiterte im Abschluss aber deutlich. Danach verlor der HSV im Spielaufbau an der Mittellinie den Ball und Chris stoppte den gegnerischen Angriff per Foulspiel. Es gab nicht mal Gelb. Verwunderlich, pfiff Schiedsrichter Krause doch sonst die 90 Minuten sehr streng, energisch und konsequent. Er hatte die Begegnung stets im Griff, reagierte auf Meckerei ungehaltener als auf Foulspiele. Hainberg blieb am Drücker. Carsten hätte in der 14. erhöhen müssen, brachte aber Speedys Ecke per Kopf aus langem spitzen Winkel nicht im leeren Tor unter, nachdem der Steinsdorfer Torwart am Ball vorbei gesprungen war. Zwei Minuten später hätte sich das rächen können, aber André Kind hatte einen großen Tag. Nach einem Abwehrfehler kam Borchardt zum Schuss und André klärte mit Glanzparade. In der 20. Minute setzte sich der HSV wieder toll über die rechte Seite durch. Speedys Flanke landete aber leider mehr zwischen Stevens Beinen, der so, obwohl zentral freistehend, den Ball nicht verwerten konnte. Im Gegenzug zündelte wiederum Kapitän Borchardt in unserer Hälfte und ließ zwei Hainberger stehen, aber André war gut rausgelaufen und klärte den Ball, ein weiterer Schuss von Siege ging klar vorbei. Die Partie verflachte zwischenzeitlich etwas. Einen fast 30-m-Freistoß des Steinsdorfer Liberos lenkte André über die Querlatte. Nach einer halben Stunde Spielzeit zog der Gastgeber wieder an. Erst setzte sich Nico vor dem Strafraum durch, der Ball rutschte beim Schuss dann aber über den Spann. Der gut spielende Steven Ludwig holte sich unnötig sein zweites Gelb im dritten Saisonspiel für Meckern ab. Ein schöner Kopfball von Speedy nach Steven-Ecke hätte ein Tor verdient, strich aber knapp über den Kasten. Nach zwei weiteren schönen Hainberger Angriffen fehlte den Schüssen von Chris und Nico jeweils die nötige Vehemenz. So ging es mit einem knappen 1:0 in die Pause.

Die zweite Hälfte begann mit der Vorentscheidung der Begegnung. Wie am Reißbrett gezogen ein herrliches direktes Angriffsspiel beginnend bei Jo in der Mitte. Johannes passte zu Steven, der Nico im Strafraum anspielte, der wieder direkt auf Rechts zu Speedy ablegte und dieser knallte den Ball zum 2:0 in den Kasten, wobei Torwart Immisch nicht mehr entscheidend an den Ball kam. Der darauf folgende Gästeangriff sah dann die beste André-Tat des Tages. Borchardt setzte sich im Strafraum durch und schoss aus 8 Metern von halblinks flach aufs lange Eck. Sensationell, wie André Kind den linken Fuß ausfuhr und zur Ecke klärte. In der 51. war ein Steinsdorfer nach grobem Foulspiel mit Gelb bestens bedient. Hainberg brachte mit Dirk und Paule frische Kräfte. Nach dem tollen 2:0 fiel das dritte Hainberger Tor wiederum durch Speedy, dafür aber etwas kurios. Enrico Wünsch flankte zu Speedy, der den Ball als Bogenlampe nicht voll treffend unhaltbar versenkte, obwohl das Spielgerät mehr Meter in die Höhe als in die Länge absolvierte. Nicht ganz zehn Minuten später wieder ein flotter Greizer Angriff, der Ball wurde zu Jo zurück gespielt und der timte seine Flanke punktgenau zum eingewechselten Dirk Bernickel, der unbedrängt per Kopf das Leder unhaltbar ins Tor stieß. Nur eine Minute später fehlte dem Kopfball des gleichen Spielers nach Nico-Flanke die Präzision und der Ball landete in den Händen des Torhüters. Danach schoss Jo nach einer Ecke neben das Tor. Nun meldete sich mal wieder Steinsdorf, die sich nicht völlig aufgaben, jedoch auch nicht mehr richtig wehren konnten. Erst parierte André im kurzen Eck gegen den gefährlichsten Steinsdorfer, Kapitän Borchardt. Dann machte er sein Meisterstück, als der gute Schieri auf Elfmeter entschied, nachdem sich Lotte einem durchgebrochenen Steinsdorfer in den Weg gestellt hatte. Wer immer sagte, André hält keinen Elfer, wurde eines Besseren belehrt. Den halbhohen Schuss von Siege klärte er souverän. So blieb sein Kasten im dritten Saisonspiel erstmals sauber. In der 86. konnte ein HSV-Schuss nur vor die Füße von Speedy abgewehrt werden. Der fackelte nicht lange und erzielte seinen dritten Treffer im Spiel. Damit traf er genau so oft wie in Rüdersdorf, erhöhte seine Trefferzahl auf sieben Saisontore und unterstrich seine große Torgefährlichkeit. André konnte mal wieder nicht auf sein Geschmeide im Spiel verzichten, wofür ihm der Referee sichtlich genervt Gelb unter die Nase hielt. Mit der letzten Chance hätte Speedy gar auf 6:0 erhöhen können, aber er vergab und es wäre für die Jungs aus Steinsdorf wohl auch des Guten zuviel gewesen. Die bisher beste Saisonleistung sah eine ausgeglichene Mannschaft mit den herausragenden André, Speedy und Carsten, der mal wieder fast alle seine Zweikämpfe gewann. Aber alle haben sich eine gute und sehr gute Note verdient. Der HSV präsentierte sich als Einheit und ist so auf einem guten Weg. Dieses Level mindestens zu halten, muss das Ziel sein. Da kommt mit der Dritten der SG Zeulenroda/ Triebes genau die richtige Wundertüte als Gegner im nächsten Spiel.

Die Fußballer mussten auf die moralische Unterstützung des sich im Krankenhaus befindenden Gerfried verzichten. Ihm wünschen wir schnelle und beste Genesung. Bezüglich der Verpflegung sprang Peter ein und mit Unterstützung seiner jungen Helfer heimste er sich Lob von allen Seiten ein.

Hainberg: André Kind (89./ Gelbe Karte), Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Musa Sisi Alimani Kargbo (55./ Christian Paul), Christian Reichardt, Carsten Reichardt, Enrico Wünsch, Johannes Steudel, Steven Thomas, Steven Ludwig (38./ Gelbe Karte; 52./ Dirk Bernickel), Nico Springer (75./ Andreas Schumann), Trainer: Uwe Birke.

Torfolge: 1:0 Nico Springer (8./ Assist Johannes Steudel), 2:0, 3:0 Thomas (48./ A: Nico Springer, 57./ A: Enrico Wünsch), 4:0 Dirk Bernickel (67./ A: Johannes Steudel), 5:0 Steven Thomas (86.).

Schiedsrichter: Sportfreund Krause (Gera/ Kraftsdorfer SV 03).

 

2.Spieltag: 04.09.2011 TSV 1880 Rüdersdorf II – Hainberger SV 4:7 (2:5)

Dürftige Leistung genügt zum 7:4-Auswärtserfolg

Die Klasse strotzt von mangelnden Defensivleistungen. Da passte sich dieses Spiel nicht nur ein, sondern avancierte zur bisher torreichsten Begegnung und zur Anschauung, wie man sich gegenseitig die Bude voll haut. Der Ablauf und das Spielverhalten erinnerten einen an die Juniorenzeit. Zum Teil hatte es sogar etwas von einem Bauernhof mit zwei großen Hühnerhaufen. Wer sagt, Hauptsache drei Punkte, ist wahrlich kein Blitzmerker. Und doch ist dies die wichtigste positive Anmerkung. Beim HSV sollten mal einige in sich gehen, ob sie am Wochenende erfolgreich Fußball erkämpfen und erspielen wollen oder einen Spaziergang bevorzugen bzw. eine Teilnahme an einem bunten Fest mit Rutsche und Torwandschießen zur Ertüchtigung reicht. Auch wenn dieser Erfolg trotz einer unbefriedigenden Leistung erreicht wurde, noch mal bekommt das Team nicht so viele Geschenke. Erfolg muss sich erarbeitet und auch erkämpft werden. Da ist nicht nur eine Steigerung, sondern schon fast eine Explosion notwendig. Die Alternative ist, sich in einer weiter geschwächten Spielklasse mit Mittelmaß zu begnügen.

 

Läuferisch und kämpferisch konnten Lothar, Carsten und größtenteils Speedy überzeugen. Spielerisch waren nur Ansätze zu sehen. Alle vier Tore des Gastgebers erzielte Frank Schulz und nachdem er das erste per Elfmeter herausschoss, war er bei seinen drei weiteren Treffern genauso unbedrängt zum Erfolg gelangt. Teils schöne Tore der Hainberger konnten den Gesamteindruck aber nicht übertünchen. Zu diesen ließ uns der Gegner zu einfach gewähren und leistete teils Schützenhilfe. Beim 1:0 erlief sich Steven Thomas das Spielgerät nach einem langen Pass, als Torwart und Abwehrspieler sich gegenseitig behinderten. Etwas nachgeholfen hatte auch der Torschütze mit einem kleinen Schubser. Da waren gerade drei Minuten gespielt. Danach kam zweimal Rüdersdorf vor unser Gehäuse, scheiterte dabei einmal äußerst kläglich. Als dann nach 18 Minuten Nico Springer nach einer Eingabe zum 2:0 einschoss und nur 120 Sekunden darauf Speedy eine Ecke von Enrico mit trockenem Schuss zum 3:0 einnetzte, schien die Begegnung in die gewünschten Hainberger Bahnen zu laufen. Die Defensive des Gastgebers zeigte Löcher noch größer als der Schweizer Käse. Statt nun aber entschlossen nachzusetzen und sich weitere Geschenke abzuholen, ließ das Engagement des Greizer Teams noch mehr nach. Gut, es war wirklich sehr warm, aber genügend Leichtathleten zeigen, dass man trotz Hitze ganz ordentlich rennen kann. Das 3:0 gefiel und man schaute den bemühten Rüdersdorfern teils gemütlich zu, was sie wohl zustande bringen würden. Dann half der ansonsten gut, aber nicht konsequent pfeifende Schiedsrichter Röhler dem Gastgeber, als er überraschend auf Elfmeter nach einer Flanke entschied. Jedenfalls fand keine Behinderung statt. Der Elfmeter wurde trocken verwandelt. Weitere zwei Minuten später ließ man Rüdersdorf ungestört von Rechts flanken und Schulz zentral genauso unbedrängt einköpfen. Ruckzuck stand es nur noch 3:2 für die Gäste. Als Enrico auf der Gegenseite rabiat im Strafraum umgestoßen wurde, ertönte unverständlicher Weise kein Pfiff. Die allgemeine Unordnung blieb erhalten. André konnte zum Glück einen Schuss aus der Nahdistanz im kurzen Eck zum Eckstoß klären. Steven Ludwig holte sich verdient Gelb nach einem Revanchefoul. Als kurz darauf Steven Thomas allein aufs Tor zulief und ein Abwehrspieler den Ball im Grätschen wegspitzelte, erfolgte eine Konzessionsentscheidung des Referees. Er zeigte auf den Punkt und Steven Ludwig genügend Selbstbewusstsein, um sicher zu verwandeln. Kurz darauf spielte Speedy an den Strafraum zu Nico, der aus 17 Metern abzog und mit tollem Tor den alten Abstand kurz vor der Pause wiederherstellte. 7 Tore in einer Halbzeit ohne dass man ein schönes Spiel gesehen hätte.

In der zweiten Hälfte wurde es vorerst deutlich ruhiger. Noch weniger Spiel, noch weniger Bewegung. Erfreulich, dass der für Cedric eingewechselte Andy schmerzfrei spielen konnte. Hainberg kam zu weiteren Möglichkeiten. Erst hielt Beuchel einen Speedy-Schuss im Nachfassen, dann war ein von Steven abgegebener Schuss nicht scharf genug. Nach der besten Musa-Aktion, der sich auf der rechten Seite durchtankte, konnte Beuchel einen weiteren Speedy-Abschluss klären. Glück hatte der Rüdersdorfer Keeper dann bei einem Carsten-Knaller, der aus zehn Metern gegen den Innenpfosten schoss. Der Ball sprang wie beim Ping-Pong zum Torwart und wieder an den Pfosten, bis Beuchel ihn dann fangen konnte. Das nächste Tor konnte nach einer Flanke wieder Schulz mit 6 m² Freiraum per Kopf erzielen. Fünf Minuten später lief Enrico einer Steven-Ecke entgegen und köpfte aus spitzem Winkel ein. Dann zeigte Speedy wie einfach sich die Hainberger eins ums andere Mal den Ball in der eigenen Hälfte hätten erkämpfen können. Er erluchste sich das Leder, spielte einen Gegner aus und jagte das Spielgerät aus 15 Meter in das linke obere Toreck. Danach vergab Andy nur knapp, als er schön von Jo freigespielt wurde. Anschließend hätte ein Einwechsler der Gastgeber für sein rüdes Einsteigen bald mehr als Gelb verdient gehabt und schließlich kam Schulz zu seinem vierten Tor. Nach 90 Minuten hatte das Kopfschütteln ob des Auftretens beider Mannschaften dank des Schlusspfiffes dann ein Ende. Beide können und müssen aber auch die nötigen Lehren daraus ziehen.

Aufstellung des HSV: André Kind, Lothar Ramisch, Cedric Ullmann ( 46. Andy Czajka), Christian Reichardt, Musa Sisi Alimani Kargbo, Johannes Steudel, Carsten Reichardt (C), Enrico Wünsch, Nico Springer (18., 44.), Steven Thomas (3., 20., 72.), Steven Ludwig ( 42./Foulelfmeter, 88. Jörg Tittmann). Trainer: Uwe Birke.

Schiedsrichter: Röhler (SSV 1938 Großenstein).

Torfolge: 0:1 Steven Thomas (3./ Assist: Johannes Steudel), 0:2 Nico Springer (18./ A: Carsten Reichardt), 0:3 Steven Thomas (20./ A: Enrico Wünsch), 1:3, 2:3 Schulz (Rüdersdorf II/ 32./ Elfmeter, 34.), 2:4 Steven Ludwig (42./ Foulstrafstoß, Foul an Steven Thomas), 2:5 Nico Springer (44./ A: Steven Thomas), 3:5 Schulz (63.), 3:6 Enrico Wünsch (68./ A: Steven Ludwig), 3:7 Steven Thomas (73.), 4:7 Schulz (76.)

1. Spieltag: 27.08.2011 Hainberger SV- FSV Ronneburg II 3:3 (1:2)

Gerechtes und torreiches Unentschieden zum Saisonauftakt auf dem Hainberg gegen den FSV Ronneburg II

Der Vorjahresdritte reiste zum ersten Spieltag in Greiz an und hatte in der Vorwoche sein Pokalaus durch einen Nichtantritt wegen Spielermangel besiegelt. Dass der Gastgeber personell auch nicht auf Rosen gebettet ist, hatten ja schon die Vorbereitungsspiele gezeigt. Diesmal stand zumindest Dirk zur Verfügung. Andy fehlte noch immer verletzt, Robert konnte noch nicht zum Weitermachen überzeugt werden, Enrico fehlte, weil Samstag bei ihm stets ein Arbeitstag ist und Paule war noch wegen des Einsatzes im Ronneburg-Spiel der Vorsaison für eine nicht ihm gegoltene Gelbe Karte gesperrt. Gegenüber den Testspielen hatten wir zumindest drei Wechsler, die aber aufgrund des wechselvollen Spielverlaufs nicht zum Einsatz kamen. Dank des Regens war der Platz trotz seines desolaten Zustandes für seine Verhältnisse gut bespielbar. Die Verletzungsgefahr wird durch Sand etwas gemindert, eine Besserung kann nur durch baldiges Walzen erzielt werden. Dafür müssen wir auf feuchtes Herbstschmuddelwetter und eine überfällige Genehmigung der Sportschulverantwortlichen hoffen. Beide Mannschaften wollen in dieser Saison an die guten Leistungen der letzten Serie anknüpfen und das Niveau der Liga mitbestimmen. Leider wurde die erste Kreisklasse aufgrund der Ausdünnung durch die KFA-Auf- und Abstiegsregelungen weiter geschwächt. Zwei Aufsteiger aus der zweiten Kreisklasse, die Reserveteams der SG Daßlitz/ Langenwetzendorf und aus Rüdersdorf, ersetzen die verschwundene Kraftsdorfer Zweite und den Absteiger aus Langenwolschendorf, wogegen die beiden Aufsteiger SG Greiz II und SG Hohenleuben/ Hohenölsen durch keinen Kreisligaabsteiger ersetzt wurden. Dies bedeutet neben einem quantitativen auch einen qualitativen Verlust, wobei der Sieger der zweiten Kreisklasse (SG Daßlitz/ Lawedo II) nun mit zwei klaren Siegen in die Saison gestartet ist und vorerst Tabellenplatz zwei einnimmt.

 

Sportfreund Rothe leitete nach über einjähriger Pause wieder eine HSV-Begegnung und hatte in manch kleinerer Entscheidung durchaus eine gelb-rote Brille des Gastgebers auf. In den spielentscheidenden Situationen lag er richtig, konnte aber Sportfreund Hänel zeitiger mit Gelb-Rot abstrafen und noch auf jeder Seite eine Hinausstellung folgen lassen, bewies da aber Großzügigkeit. Gerade 25 Zuschauer fanden den Weg zum Hainberger Auftakt und sahen eine spannende und abwechslungsreiche Begegnung. Der Gast fand besser ins Spiel und trat mit Anpfiff sehr kampfstark und zielgerichtet auf. Schon mit der ersten Möglichkeit in der zweiten Minute vergaben sie nach einem schnellen Angriff in bester zentraler Position aus sechs Metern, als der Ball über den Kasten gejagt wurde. Der FSV war zunächst spielbestimmend. Die Hainberger standen zu weit weg und scheuten entscheidende Zweikämpfe. Ronneburg wirkte bissiger und stets gefährlich. Eine unnötige Ecke leitete die verdiente Führung für den Gast ein. Der kopfballstarke, aber auch stets rabiat spielende Hänel jagte die Kugel aus mehr als 30 Metern ins rechte Hainberger Tordreiangel. Ein Sonntagsschuss und auch Tor des Monats. Der Gast versäumte es, bei weiteren Möglichkeiten die Führung auszubauen. André verhinderte per Glanztat gegen Wydra das 0:2. Nach knapp einer halben Stunde begann der HSV besser mitzuspielen und wurde auch gefährlich. Zahlreiche Möglichkeiten auf beiden Seiten. In der 42. Minute flankte Steven Ludwig auf die lange Ecke, wo Steven Thomas per Kopf Wierschke im FSV-Tor überwinden konnte. Vorher hatten sich die Hainberger zu oft festgerannt und gute Abspielmöglichkeiten zum besser postierten Mitspieler verpasst. Trotz weiterer Hainberger Chancen wirkte das Halbzeitresultat nach dem Spielverlauf mit einer besseren Ronneburger Mannschaft glücklich.

 

In Halbzeit Zwei wieder zuerst Möglichkeiten für den Gast. Dann übernahmen zunehmend die Gelb-Roten das Spielgeschehen, wobei es aber auf beiden Seiten stets lichterloh brannte. Beste Gelegenheiten wurden vergeben und nachdem Hainberg eine weitere zur Führung ausließ, wehrte André eine aufs Tor gezogene Flanke im Gegenzug unglücklich ab und Wydra brachte den Gast nach zwei Dritteln der Spielzeit wieder in Führung, als er in den Ball hineinlief. Hainberg wirkte entschlossen und berannte zusätzlich angestachelt den gegnerischen Kasten, wo Carsten Reichardt das Spielgerät im Nachschuss ins Tor jagte. Durch ein ungeschicktes und unnötiges Foulspiel an Wydra im gefüllten eigenen Strafraum geriet der HSV aber nur zwei Minuten nach dem Ausgleich per berechtigtem Foulelfmeter, souverän getreten von Ronneburgs Kapitän Puhl, wieder in Rückstand. Nach 75 Minuten handelte sich Hänel nach einem minderschweren Foul die zweite Gelbe Karte ein. Nur war er vorher durch zahlreiche gröbere Foulspiele (vier waren schon gelbwürdig und die erste Gelbe gab es für Meckern) aufgefallen. Nun rannte der HSV vehement gen gegnerischen Kasten. Speedy. Nico, Geburtstagskind Johannes, Steven und Dirk ließen aber beste Möglichkeiten liegen. Ronneburg war stets gefährlich. Bei einer Riesenchance der Gäste rettete André in höchster Not und verhinderte die Niederlage. Nach einer vergebenen Möglichkeit reagierte Steven Thomas am schnellsten und passte punktgenau vor das lange Ronneburger Toreck, wo Steven Ludwig zum Ausgleich einschob. Das Anrennen in den letzten Minuten führte nicht zum Siegtreffer und schließlich trennten sich beide Teams in einem Spiel, das auch hätte 6:6 ausgehen können, verdient mit 3:3. Bei Hainberg wurden genügend Reserven offenbar. Insbesondere kämpferisch müssen einige zulegen, um in künftigen Begegnungen erfolgreich bestehen zu können. In diesem Spiel zeigte bis zur Unterzahl der Gast mehr Siegeswillen. Lobenswert das Aufrichten und Stemmen gegen eine mögliche Niederlage. Trotzdem muss man in jeder Begegnung von Beginn an hellwach sein und aufopferungsbereit kämpfen.

 

Hainberg: André Kind, Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Musa Sisi Alimani Kargbo, Carsten Reichardt, Steven Thomas, Johannes Steudel, Nico Springer, Steven Ludwig. Ersatz: Andreas Schumann, Jörg Steudel, Jörg Tittmann. Trainer: Uwe Birke.

Tore: 0:1 Hänel (13.), 1:1 Thomas (42.), 1:2 Wydra (66.), 2:2 Carsten Reichardt (69.), 2:3 Puhl (71./ Foulstrafstoß), 3:3 Ludwig (86.). Gelb-Rot: Hänel (75./ FSV Ronneburg II), Schiedsrichter: Rothe (SV Untergrochlitz), Gelb: Ullmann, Musa (beide HSV), Kühn, Leonhardt, K.Plescher (alle Ronneburg), wobei Cedric die Karte stellvertretend für Lothar in Empfang nahm, der zu Ende der Begegnung seine Nerven nicht immer im Zaum hatte und sogar zur Spielunterbrechung bei einer Großchance für Nico beitrug. Für Lothar zum heutigen Geburtstag die besten Glückwünsche des ganzen Vereins.

 

Das nächste Punktspiel führt Hainberg zum Tabellenletzten und Aufsteiger aus Rüdersdorf, der zu Sonntagsspielen auf Verstärkungen aus der ersten Mannschaft hoffen kann.