KFA Ostthüringen, 1. Kreisklasse Staffel C und Regionalpokal, Saison 2012/2013


Spielberichte 2. Halbserie

15.06.2013, 15.00 Uhr (26.Spieltag): Hainberger SV - BSV Paitzdorf 10:0 (4:0)

Toller 10:0-Heimsieg gegen den Tabellenvierten - Höchster Saisonsieg

Mannschaft ruft eine der besten Saisonleistungen ab und sorgt für einen versöhnlichen Abschluss


Der letzte Spieltag war nach dem Hochwasser, das 14 Tage zuvor in der Region gewütet hatte, in einzelne Spiele, sofern sie überhaupt noch ausgetragen wurden, zerstückelt. Alle Entscheidungen waren schon zuvor gefallen. Braunichswalde stand als souveräner und ungeschlagener Staffelsieger und Kreisligaaufsteiger fest. Aufgrund der Mannschaftsrückzüge von Weida II und Zeulenroda/Triebes II war auch klar, dass Keiner absteigt. Da aber Daßlitz/Langenwetzendorf II und Wünschendorf II den Spielbetrieb einstellen, reichen die beiden Aufsteiger Langenwolschendorf und Mohlsdorf nicht für die Komplettierung der Staffel aus, zumal ein Team aus dem Norden sicherlich noch die Staffel wechseln wird.

 

Auch die Platzierungen des HSV und der Paitzdorfer auf den Plätzen Drei und Vier waren schon fix. Also stand ein Spiel an, das an sich bedeutungslos war. Was aber dann die Hainberger vor den wenigen Zuschauern darboten, war eine der besten Saisonleistungen. Die Gäste traten ohne drei Stammkräfte an. So fehlten Schlemmrich, Gröbner und der etatmäßige Keeper. Trotz dessen wollten sie gegenhalten und wenn möglich an den Auswärtssieg vom Vorjahr anknüpfen. Hainberg legte los wie die Feuerwehr und Speedy verpasste nur um Zentimeter mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nach 21 Sekunden die Führung. Kurz darauf blieb ein Freistoß von der rechten Seite desselben Spielers in der Mauer hängen. Der Dauerdruck führte zunächst zu weniger Tormöglichkeiten. In der 6.Minute schoss Christian per Bogenlampe gen Tor. Der HSV, zu mehr als 70 Prozent in Ballbesitz, mache das Spiel. Es dauerte bis zur 12. Minute, als ein Angriff von der Mitte über Fared und ein tolles Zuspiel von Jo in die Spitze auf Nico, der von der Grundlinie mustergültig zum Fünfmeterraum passte, wo Christian fulminant zur Führung ins rechte obere Dreiangel eindonnerte. Das Netz hielt dem Belastungstest mit Mühe stand. Zwei Minuten später verpasste der Torschütze eine Flanke von Dirk am langen Pfosten und der Gästetorwart entschärfte den Schuss von Fared aus 7 Metern. Schon in der 17. gelang der Führungsausbau. Über Nico, Speedy und Fared landete der Ball in der Zentrale bei Dirk, der den Keeper aus 8 Metern cool überlupfte. In der 20. Minute dann auch die erste gefährlichere Aktion der Gäste. Schramm schloss aus 18 Metern ab und der Hainberger Torwart faustete. Anschließend setzte sich der HSV wieder in derb gegnerischen Hälfte fest und in Minute 22 nutzte Fared nach einer Speedy-Ecke einen Torwart-Fehler, der den Ball unterlief, zum 3:0. Ein Paitzdorfer wollte noch retten und jagte den Ball hinter der Torlinie so ins obere Tornetz, das es sich etwas vom Querbalken löste. Nach Herstellung des ordnungsgemäßen Netzzustandes ging es weiter. Nach gut einer halben Stunde verzog Carsten nur knapp und kurz darauf hielt Paitzdorfs Torwart den Schuss seines Bruders ohne Probleme. Danach setzte sich Dirk im Strafraum durch und verfehlte knapp, Es ging immer in eine Richtung. Fared fing den Ball ab lief in den Strafraum und passte zu Nico, der den Ball nicht voll traf, so dass der Keeper diesen noch vor der Linie erreichte. Ein weiterer Angriff über Dirk, Fared und Speedy endete mit Stevens Schuss über das Tor. Es dauerte bis in die 42. Minute, als nach einem abgewehrten Angriff Carsten den Ball zurück eroberte und auf Nico an die Strafraumgrenze passte, der überlegt und trocken ins lange Eck zum 4:0 abschloss. Kurz darauf versprang Fared, allein vor dem Keeper, bei einem tollen Speedy-Einwurf der Ball. So ging es mit einer klaren Führung in die Pause.

 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes verstärke der HSV sogar noch den Druck und nach 50 Minuten fiel auf Zuspiel des Kapitäns das fünfte Tor durch Nico. Im Anschluss an eine Ecke verfehlte Paitzdorf nach einer Ecke nur um Zentimeter den Hainberger Kasten per Kopf. Kurz darauf ging ein Paitzdorfer Freistoß neben den Kasten. Die Gäste gaben sich nicht auf. Auf der anderen Seite setzte Speedy einen Kopfball nur knapp daneben. Schiedsrichter Weber leitete souverän und kam mit einer Gelben Karte aus, die Paule gezeigt bekam, als er einen schnellen Paitzdorfer Gegenzug rustikal unterband. Nach etwas mehr als zwei Drittel der Spielzeit gelangte der Ball über Jo und Nico zu Christian, der dem Keeper den Ball durch die Hosenträger spitzelte und dessen zweiter Treffer zugleich sein 2.Saisontor darstellte. Spätestens zwei Minuten darauf war die Messe gegessen. Speedy flankte und Fared scheiterte noch, bevor Jo fulminant für den 7.Treffer im Nachsetzen sorgte. Dirk hatte kurz darauf die Möglichkeit zum Führungsausbau, jedoch konnte der Torwart geradeso den Ball an den Querbalken und zur Ecke lenken. Auch Nico scheiterte mit einem Kopfball nach Speedys Flanke nur knapp. Anschließend verfehlte Nico mit einem Heber aus der Distanz, als der Torwart etwas weit vor seinem Kasten stand. Das 8:0 besorgte Speedy nach schönem Spielzug über Dirk und Nico. Mit seinem 22. Saisontreffer unterstrich Speedy seinen Ruf als torgefährlichster Mittelfeldspieler auf Platz 2 der Torjägerliste. Der neunte Treffer folgte einem Speedy-Einwurf, nachdem Nico per Bogenlampe von der Grundlinie in die Zentrale passte, Dirk den Ball herunter nahm und zwei Gegner stehen ließ, bevor er unhaltbar einnetzte. Der stark aufspielende Kapitän Carsten verfehlte aus der Distanz deutlich. Dann stellte Nico den Endstand her, als er einen Pass des Keepers abfing und vor der Strafraumgrenze ins lange Eck schoss. Damit steuerte er seinen dritten Treffer zum höchsten Saisonsieg bei. Carsten verfehlte nach Speedy-Zuspiel nur knapp die weitere Resultatserhöhung. Danach passierte nichts mehr und der höchste Saisonsieg stand fest. Der HSV hatte sich mit einer souveränen Leistung aus einer Saison mit den meisten erzielten Toren, den zweitwenigsten Gegentreffern, der besten Tordifferenz und mit nur einem Punkt Rückstand auf dem dritten Tabellenplatz verabschiedet. Die Gebrüder Reichardt werden aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr als Stammspieler zur Verfügung stehen. Ihnen gilt ein großer Dank für den langjährigen und beständigen Einsatz. Nico, der immerhin 18 Saisontore erzielte, wechselt wieder zurück zu seinem Ex-Verein und hofft auf einen Stammplatz in der Kreisligamannschaft. Der diesjährige Keeper und langjährige Offensivspieler Andy weiß noch nicht, wohin ihn der berufliche Weg führt und rechnet aber auch nicht mehr mit kontinuierlichen Einsätzen. Diesen Stammspielern gelten die besten Wünsche des Vereins für den weiteren Lebensweg und Trainer Uwe Birke steht vor einer mannschaftlichen Umstrukturierung, für die Neuzugänge unbedingt nötig sind. Erste haben sich zumindest angekündigt.

 

HSV: Jörg Tittmann; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann (67./ Peter Westphal), Christian Paul (61.,Gelb), Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Steven Thomas, Christian Reichardt, Abdul Zahoor Ghafari, Dirk Bernickel, Nico Springer. Trainer: Uwe Birke.

 

BSV Paitzdorf: Michael Ganguin; Uwe Ganguin, René Rohn, Christian Harnisch, Markus Kretschmer, Andy Telle, Steffen Schramm, Martin Wnek (MK), Johannes Schmidt, Dirk Seiler, Dirk Wiedemann.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Steffen Weber (SV Blau-Weiß Greiz).

 

Torfolge: 1:0 Christian Reichardt (12.), 2:0 Dirk Bernickel (17.), 3:0 Abdul Zahoor Ghafari (22.), 4:0, 5:0 Nico Springer (42., 52.), 6:0 Christian Reichardt (65.), 7:0 Johannes Steudel (67.), 8:0 Steven Thomas (75.), 9:0 Dirk Bernickel (81.), 10:0 Nico Springer (85.).

 

Zuschauer: 20.

18.05.2013, 14.00 Uhr (Nachholspiel/ 16.Spieltag): Hainberger SV - FSV Berga II 5:2 (3:1).

Pflichtsieg gegen wacker gegenhaltende Bergaer


Hainberg konnte gegen die Elsterstädter einen am Ende deutlichen Heimsieg landen. Über das Zustandekommen und die gezeigte Leistung hingegen gingen die Meinungen der Spielbeobachter deutlich auseinander. Sprach der eine Teil von der spielerisch besten Leistung der Rückrunde, fehlten dem anderen Souveränität, Spielwitz und teils auch Engagement. Die Überlegenheit wurde nicht durch klare Vorteile in der Zentrale ausgedrückt. Dort wusste der Gast durchaus spielerisch zu überzeugen, ohne, dass man sich adäquat Chancen erspielen konnte. Den Unterschied machte die Offensive aus. Zudem halfen die Gäste zum Teil durch haarsträubende Abwehrfehler kräftig mit. Nach drei sieglosen Spielen fehlte den Gastgebern Selbstbewusstsein und Feuer. So begann die Begegnung eher mit lockerem Geplänkel, so dass erste Möglichkeiten sich nur aus Standards ergaben. In der 5. Minute lenkte die Mauer einen fulminanten Speedy-Freistoß zur Ecke, die dann Nico mit vollem Risiko direkt in der Luft abschloss, aber links neben das Tor jagte. Ein Bergaer Freistoß verfehlte den Hainberger Kasten deutlich. Im Gegenstoß passte Nico in die Mitte, wo der beste Hainberger Torjäger von der Strafraumgrenze zum 1:0 abschloss. Fünf Minuten später führte der schönste Angriff des HSV schon zum zweiten Treffer. Über Speedy, Nico und Carsten gelangte der Ball wieder zum von rechts eingelaufenen Speedy, der nach 13 Minuten den Ball aus sieben Metern mit links einschob. Dieses 2:0 schien recht locker zustande gekommen sein, weil der geneigte Besucher bis dato nicht gerade einen Dauerdruck feststellen konnte. Trotzdem fiel der Anschlusstreffer eher überraschend. Lothar kam nicht per Kopf an einen Freistoß aus dem Halbfeld und Zick konnte aus zwölf Metern im rechten Strafraum auf 1:2 verkürzen. Die wütende Reaktion des HSV folgte noch in derselben 18.Spielminute. Dirk nahm einen Ball bei 17 Metern versiert runter und schloss mit Vollspann ab, verfehlte aber links den Kasten. In der 25. Minute ein guter Hainberger Angriff, doch Fared spielte seinen Pass einen Moment zu spät, so dass Speedy wegen knapper Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Es folgte die spielerisch beste Phase der Gelb-Roten. Nico und Fared spielten sich links per Doppelpass durch, Nicos Schuss konnte aber zur Ecke geklärt werden. Nach fast einer halben Stunde passte Fared von Rechtsaußen in die Tiefe zu Nico, der über den herauslaufenden Torwart zum 3:1 vollendete. Bergas Keeper Simon konnte sich danach zweimal auszeichnen. Erst hatte Dirk Speedy gut angespielt, der diesmal mit rechts abschloss und per Glanztat verhinderte der Torwart den Einschlag. Ein weiterer guter Spielzug über Dirk, Nico und Speedy hätte fast zur Resultatserhöhung geführt, aber Simon hielt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Gastgeber noch vier Chancen. Erst kratzte der Gästetorwart den Ball von Speedy nach schönem Spiel mit Nico und Fared von der Torlinie zur Ecke. Danach konnte nach einer Robert-Flanke ein weiterer Speedy-Schuss abgewehrt werden. Nach der anschließenden Ecke zögerte Fared zu lange mit dem Abschluss. Letztlich jagte Robert den Ball nach einer Speedy-Flanke aus dem Lauf knapp neben das Bergaer Gehäuse. Der Halbzeitstand ging mehr als in Ordnung.

Hainberg ließ zu Beginn der zweiten Hälfte weitere Chancen folgen. Nach einem schnellen Angriff über Markus und Fared, traf Speedy das Leder nicht richtig. Kurz darauf scheiterte der Goalgetter nach einem Konterstoß am gut reagierenden Simon. Auf der Gegenseite strich ein Distanzschuss von Kanis links neben den Hainberger Kasten. Nach Fareds getimten Freistoß setzte Speedy seinen Kopfball über das gegnerische Tor. Nach fast einer Stunde spielten sich Robert und Fared per Doppelpass auf der linken Seite durch, doch Simon konnte gegen Robert parieren. Wieder etwas überraschend der Anschlusstreffer. Libero Lothar stand Stürmer und vorgelegtem Ball bei 15 Metern im Weg. Schiedsrichter Jukiel zeigte sofort zum Punkt. Jentsch verwandelte den Strafstoß souverän. Hainberg reagierte prompt. Nach einem langgetretenen Freistoß von Chris, setzte sich Dirk gegen zwei Gegenspieler durch, traf beim Schuss den Ball nicht richtig, wodurch er den Torwart per Kullerball überraschen konnte. Damit war die Vorentscheidung nach 69 Minuten gefallen. Wenig später setzte Fared einen Freistoß knapp über das Tor. Dem Bergaer Bunk ging es bei seinem fast 30-m-Freistoß auf der anderen Seite ebenso. In der 77. Minute verloren die Bergaer nach einem abgewehrten Angriff den Ball. Speddy setzte den Abwehrspieler nahe der rechten Eckfahne unter <Druck und nötigte diesen zu einem Abspiel in den eigenen Strafraum, wo dessen Kamerad den Ball an Markus Neuhäuser verlor, der dann mit vollem Einsatz den Ball trotz Keeperberührung ins Netz beförderte. Auf der Gegenseite entfachte der eingewechselte Bergaer Trainer Marko Wünsch im HSV-Strafraum ein Feuer, hielt sich trotz Bedrängnis auf den Beinen und schloss letztlich aus spitzem Winkel aufs lange Eck zirkelnd ab, wobei er nur um Zentimeter verfehlte. Zu vermerken blieben noch zwei Schüsse des Hainberger Torschützen vom Dienst, die neben und über dem Tor vorbei zischten. In der 89. Minute versagte der Schiedsrichter dem HSV einen klaren Elfer, nachdem Markus bei 8 Metern zentral beide Beine weggezogen wurden. Kurz vor dem Abpfiff schoss Kanis nochmal am Gastgeberkasten vorbei. Am Ende ein verdienter und mit klarer chancenmäßiger Überlegenheit erzielter Heimsieg.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Christian Reichardt, Christian Paul (60./ Musa Sisi Alimani Kargbo), Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Steven Thomas, Robert Funke, Abdul Zahoor Ghafari, Dirk Bernickel (70./ Nico Springer), Nico Springer (46./ Markus Neuhäuser). Trainer: Uwe Birke.

 

FSV Berga II: Michael Simon; Marc Theil, Oliver Stief, Benjamin Fahsel, Sebastian Simon (MK)), Nick Nauendorf, Jakob Kanis (73./ Marko Wünsch), Torsten Jentsch, Axel Bunk, Julien Zick, Karl Reinhardt (81./ Jakob Kanis).

 

Schiedsrichter: Sportfreund Helmut Jukiel (Triebeser SV).

 

Torfolge: 1:0 und 2:0 Steven Thomas (9./ Assist: Nico Springer; 13./ A.: Carsten Reichardt), 2:1 Zick (18.), 3:1 Nico Springer (29./ A.: Abdul Zahoor Ghafari), 3:2 Jentsch (63./ Foulelfmeter), 4:2 Dirk Bernickel (/69./ A.: Christian Reichardt), 5:2 Markus Neuhäuser (77.).

 

Zuschauer: 25.

12.05.2013, 15.00 Uhr (24.Spieltag): SG Braunichswalde - Hainberger SV 2:2 (2:1)

Spitzenspiel endet remis

Marowsky dreht noch in 1.Hälfte das Resultat und Einzelleistung von Dirk Bernickel führt zum 2:2-Endstand


Am Ende trennten sich beide Teams unentschieden. Ein enges Match sah 70 Minuten lang drängende Gastgeber. Dann fiel etwas überraschend das 2:2 und Hainberg hatte sogar noch Siegchancen. Kein Team wirkte nach dem Abpfiff richtig zufrieden. Andererseits entspricht es halbwegs dem Spielverlauf, auch wenn die Gastgeber insgesamt mehr investierten und zu Beginn der zweiten Hälfte alles hätten klar machen können. Hainberg überstand die Druckphasen des Gastgebers dank zwei überraschender Tore, schaffte es dann aber in der letzten Viertelstunde nicht, den Siegtreffer zu erzielen. Im gesamten Spiel gab es 6:2 gut herausgespielte Angriffe. Ansonsten erzielten beide Teams bei zahlreichen Standards Torgefahr oder eben nicht. Letztlich hatte jedes Team "seinen" entscheidenden Akteur. Auf Braunichswalder Seite war dies der zweifache Torschütze Marowsky und bei den Hainbergern war Routinier Dirk Bernickel an beiden Toren beteiligt. Die Gäste ließen bis zur 69. Minute zu oft den letzten guten Pass vermissen, um in die gefährliche Zone des Gegners einzudringen und sich klare Torchancen zu erarbeiten. Da zeigte sich die SGB bis dahin deutlich zielstrebiger. Überwiegend verfehlten sie bei Abschlüssen aus dem Spiel heraus vorerst das Ziel recht deutlich oder wurden im Strafraum gerade noch gestellt. Bei Standards wie Ecken und Freistößen brannte es im Hainberger Strafraum gefährlich. Übertriebene Bissigkeit bei einer Ecke, als Halbauer Andy Czajka im Fünfmeterraum förmlich wegräumte. Der HSV erzielte im Mittelfeld zu wenig Gleichgewicht und kam höchstens per Ecken in den Fünfmeterraum des Gegners. Nach ungefähr vier Chancen der Gastgeber, kam Hainberg per Pfiff zur ersten Hundertprozentigen des Spiels. Dirk Bernickel wurde in der linken Strafraumseite per Grätsche von den Beinen geholt, worauf Referee Röhr sofort auf den Punkt zeigte. Nico Springer ließ nach einer halben Stunde Torwart Schlosser keine Abwehrmöglichkeit. Zu diesem Zeitpunkt eine durchaus überraschende Führung. Kurzzeitig wurde die Begwegnung etwas offener. Zwei Speedy-Freistöße strichen denkbar knapp über den Querbalken, wobei beim ersten etliche Hainberger eine Fata Morgana in Form des 2:0 wahrnahmen. Der Ball berührte aber das Tornetz von oben. Die letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts gehörten klar den Gastgebern. Durch schlechte Zuordnungen und unnötige Ballverluste  unterstützt, drehte Branichswalde bis zur Pause noch die Begegnung. Beim ersten wurde auf der linken Abwehrseite Braunichswalde unbedrängt zum Flanken eingeladen. Marowsky bewies Torriecher und spritzte inden scharf geschlagenen Ball, um ausNahdistanz einzunetzen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erbrachte ein schöner Spielzug, zudem der HSV wiederum einlud, sogar noch das 2:1. Nach schöner Vorarbeit und gutem Anspiel ließ Marowsky aus acht Metern dem Hainberger Torwart keine Chance. Abseitsreklamationen von Hainberger Seite blieben unbeachtet.  Unnötig die beiden Tore, aber das Halbzeitresultat entsprach den ersten 45 Minuten. Die Gastgeber hatten in dem fairen Spiel mit dem Schieri gehadert und sich unnötig schon drei gelbe Karten, zwei wegen Reklamierens, eingefangen.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte blieb die SGB weiter mehr am Drücker. Die 48. Minute hätte fast den nächsten Gastgebertreffer erlebt. Nachdem der HSV-Torwart schon ausgespielt war, wurde Torjäger Marowsky beim Abschluss elfmeterreif behindert und jagte dann mit letzter Kraft den Ball ans Außennetz. Der Schiedsrichter begründete sein Nichtpfeifen damit, das noch ein Abschluss zustande gekommen war. In der Situation verletzte sich der Angreifer und der gefährlichste Braunichswalder musste verletzt ausgewechselt werden. Trotz dessen investirten die Gastgeber weiterhin mehr in die Offensive und der HSV kam nur selten zu gefährlicheren Gegenstößen. In drei Situationen hatten Hainberg Glück, dass der Ball nicht im Gästetor, sondern daneben landete. Als in der 69. Minute Johannes Steudel einen langen Ball aus der eigenen Hälfte schlug, erlief sich Dirk diesen und spielte im Strafraum drei Gegenspieler aus, um anschließend ins kurze Eck abzuschließen. Das 2:2 konnte man nach dem bisherigen Spielverlauf als äußerst glücklich bezeichnen. Gleich nach dem Anstoß die größte Möglichkeit der Braunichswalder im Spiel. Schnell wird Hainberg über links überlaufen und der Pass in die Zentrale findet Kattner, der freistehend aus zwölf Metern am stark reagierenden Andy scheitert. Danach endlich eine Drangphase der Hainberger. Speedy nimmt eine Flanke fast an der Grundlinie gut herunter, spielt sich um die Gegenspieler und schließt aus kurzem Winkel fulminant ab. Keeper Schlosser reagiert prächtig und klärt mit Glanztat zur Ecke. Nach einem Eckball verpasst Johannes per Kopf knapp. Bei einemn späteren wird Fareds Kopfball vor der Linie geklärt und Johannes Nachkopfball mit zu wenig Druck kann Schlosser auf der Linie fangen. Aus den folgenden guten Freistoßsituationen entspringt zu wenig Torgefahr. Somit blieb es beim 2:2. was der SGB reicht und für Hainbergs gebliebenes Saisonziel Platz 2 zu wenig sein könnte. Trotz insgesamt sechs gelber Karten blieb die Begegnung fair und der gute Schiedsrichter Florian Röhr hatt diese auch stets im Griff. Hainberg hat nur noch zwei Spiele. Die SGB allein in den nächsten anderthalb Wochen drei an fünf Tagen. Ein Punkt aus den letzten drei Partien ist für den HSV einfach zu wenig. Jetzt müssen beide ausstehenden Spiele noch gewonnen werden, um durch die Mithilfe anderer Vereine am Ende Platz Zwei belegen zu können.  Erfreulich, dass Christopher Trupp nach mehrjähriger Pause wieder Platz auf der Hainberger Bank nahm. Dennoch wurden die Gebrüder Reichardt und Robert Funke vermisst. Der zum wiederholten Male reaktivierte 47-jährige Sven Wolf absolvierte eine gewohnt kampfstarke Partie.

 

SGB: Bert Schlosser; Nico Halbauer, Philipp Moser, Marco Oertel (81./ Gelb), Christian Meinel (MK), Harald Zeuch (44./ Gelb), Chris Ludwig (25./ Gelb), Sandro Kattner,Toni Götz (76./ Gelb; 79./ Frank Brockhoff), Sebastian Schubert, René Marowsky (25./ Gelb, 49./ Marcel Enters).

 

HSV: Andy Czajka, Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Paul, Sven Wolf, Johannes Steudel, Musa Sisi Aliman Kargbo (64./ Markus Neuhäuser), Steven Thomas, Dirk Bernickel, Nico Springer (65./ Gelb), Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Florian Röhr (Zeulenroda/ TSG Hohenleuben).

 

Torfolge: 0:1 Nico Springer (30./ Foulstrafstoß), 1:1 und 2:1 René Marowsky (40./ 45.+1), 2:2 Dirk Bernickel (69./ Assist: Johannes Steudel).

 

Zuschauer: 65.

05.05.2013, 15.00 Uhr (23.Spieltag): SG 1.FC/ SV Chemie Greiz II - Hainberger SV 2:1 (0:0)

Drei Minuten vor Schluss trifft Marc Klatt mitten in die Hainberger Herzen und entscheidet Derby auf Augenhöhe mit Einzelleistung

Engagiert kämpfende Hainberger ganz nah am Punktgewinn


Das Derby erfüllte viele Erwartungen. 90 Minuten Spannung, aufopferungsvoll kämpfende Hainberger, einen drängenden Gastgeber, zahlreiche Zuschauer und ein Spiel auf des Messers Schneide, aber auch wenige Chancen und trotz zahlreicher, packender Zweikämpfe eine faire Auseinandersetzung. Der HSV stand dicht vor dem wichtigen und durchaus verdienten Punktgewinn. Am Ende verließen die Gastgeber ob eines leichten Chancenplus den Platz nicht unverdient als Sieger. Nachdem Tore zuvor aus Strafstößen resultierten, erzielte Marc Klatt, eigentlich noch A-Junior, nachdem er drei Hainberger umspielte und sein Schuss unglücklich von seinem Vater, Libero Lothar Ramisch, abgefälscht wurde, kurz vor Schluss den Siegtreffer für die SG. Andy Czajka, der im Tor überzeugen konnte, war leider chancenlos durch die Veränderung der Bahn des Balles.

 

Der Unparteiische Steinbrich leitete sehr aufmerksam und zeigte eine sehr gute Leistung. Bei zwei, drei Situationen wären Linienrichter wichtig gewesen, aber der Referee schaffte es, dass man diese im Großen und Ganzen nicht vermisste. Es knisterte 90 Minuten lang. Die Gastgeber mit mehr Ballbesitz versuchten die Hainberger Defensive über Klatt und Leuchtmann auszuspielen, um in der Spitze mit Tippmann und dem unermüdlich arbeitenden Faton Bungu zum Abschluss zu kommen. Aber die Gäste standen recht sicher und erkämpften sich spätestens in der Zentrale im Zweikampf den Ball. Andererseits konnte sich der HSV selbst kaum Chancen erspielen, da konstruktiv aufgebaute Konterzüge Mangelware blieben. Hainbergs Goalgetter Steven Thomas wurde in die Defensive gedrängt und kam kaum in die gefährliche Zone vor dem gegnerischen Tor, leistete aber wie die Teamkollegen eine kämpferisch starke Arbeit. Vorn war Fared sehr auf sich gestellt und bekam zu wenige brauchbare Bälle. Doch nach fast einer halben Stunde hatte der Gast die Chance der ersten Hälfte. Fared setzte sich gut durch und spielte zum mitgelaufenen Nico in die Spitze, der Keeper Kind aussteigen ließ, dann aber nicht den Ball mit dem schwachen linken Fuß ins leere Tor schob oder spitzelte und sich den Ball auf den rechten Fuß legen wollte, wo er versprang und der Ex-HSV-Torwart die Ecke wieder zumachte. Diese Situation blieb die beste Möglichkeit im gesamten Spiel. Die Gastgeber beschworen aus der Distanz die größte Gefahr. Ein Schuss von der Strafraumgrenze krachte an den linken Pfosten. Ein langer Ball von Schimmel, wohl als Flanke gedacht, wurde immer länger und der gut haltende Andy klärte sicher mit beiden Händen am langen Dreiangel zur Seite. Weitere Schussversuche wurden abgeblockt oder verfehlten den Hainberger Kasten. Auf der anderen Seite verfehlte Kapitän Carsten bei einem Abschlussversuch das Ziel. Ein viel versprechender HSV-Angriff, bei dem Nico wieder durch gewesen wäre, wurde wegen Abseits (war es wohl nicht) zurück gepfiffen. Ein gerechtes, aber spannendes 0:0 zur Pause.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte drängte die SG noch stärker auf das HSV-Gehäuse. Nun gelangten sie auch etwas öfter gefährlich in den Gäste-Strafraum. Klatt kam am kurzen Pfosten nicht entscheidend zum Abschluss und Hainberg konnte klären. Dann schoss der Ex-Hainberger Bungu fulminant neben das Tor. In der 54. drang ein SG-Angreifer nahe der Grundlinie in den Strafraum ein, legte den Ball zu weit vor und wurde von Lothar am Bein getroffen. Elfmeter. Jonas Lauber verwandelte souverän ins aus seiner Sicht rechte Eck. Aber Hainberg reagierte mit Aufbäumen. Noch wurde zu wenig gepasst und meist geschlagen. Der letzte Pass in die Spitze war oft zu straff oder unpräzise, landete so oft beim aufnahmebereiten SG-Torwart. Sagan forderte aus gut 20 Metern Andy zu einer Großtat, der den Ball über den Querbalken lenken konnte. Als dann der stark spielende Johannes Steudel im Fünfmeterraum fast an der Torauslinie beim Luftduell gezogen und umgestoßen wurde, ertönte erneut der Strafstoßpfiff. Nico Springer verwandelte den Elfmeter ebenfalls souverän rechts hoch zum umjubelten Ausgleich. Es sah so aus, dass sich der HSV einen Punkt abholen könnte. Doch die SG drängte weiter, Hainberg erreichte durch Standards noch etwas Torgefahr. Nico von links und Speedy von rechts fanden nicht die entscheidende Abnahme. Auf der anderen Seite verfehlten Faton und Marc. Als Marc Klatt, der auf die linke Seite gewechselt war und quer zum Strafraum zum Solo ansetzte, konnte er von drei Hainbergern nicht entscheidend gestört werden. Fast am Sechzehner zog er ab und sein Vater, der sich beim Abblockversuch in den Schuss drehte, fälschte den Ball entscheidend ab, so dass Andy den Einschlag im kurzen Eck nicht mehr verhindern konnte. Damit gewann Marc nicht nur das Familienduell, sondern auch mit seinem Team diese prickelnde Begegnung. Vor der läuferischen und kämpferischen Leistung kann man nur Respekt zollen. Faton hatte die Entscheidung auch auf dem Fuß, als er Andy den Ball abnehmen konnte, dann aber etwas überhastet abschloss und den Ball kurz am leeren Tor vorbei jagte. Einen Speedy-Freistoß in der 90. Minute konnte Torwart Kind sicher halten. Nach dem Abpfiff großer Jubel bei der SG über den schwer erkämpften Sieg und ob des Resultates große Enttäuschung der Hainberger ob des Ergebnisses. Ob der kämpferisch starken Leistung hätte man den Jungs den Punkt mehr als gegönnt. Am Ende entschied ein kleines Quäntchen diese Partie. In dieser Verfassung sollte der HSV auch in der Lage sein, dem Staffelfavoriten in Braunichswalde einen heißen Tanz zu bieten und die diesmal verlorenen Punkte dort einzusammeln, auch wenn dies vor allem dem Lokalrivalen eher in die Karten spielen würde. Derzeit hat die SGB alle Trümpfe für den Aufstieg in der Hand, aber beide Mannschaften bewiesen im Derby, dass sie sich durchaus spielerisch und kämpferisch auf Augenhöhe befinden können. Hainberg wird es sehr schwer haben, den zweiten Platz zu Saisonende zu belegen. Auch, wenn dem HSV an Sonntagen nicht alle Spieler zur Verfügung stehen, darf man nach diesem gebotenen Kampfspiel auf die nächste große Herausforderung gespannt sein.

 

SG II: André Kind; Marcel Pfeiffer (Gelb), Kevin Geißler (30./Stefan Sagan), Gideon Greschok, René Schimmel, Jonas Lauber (56./ Richard Böttcher), Marc Klatt, Tim Leuchtmann, Peter Schlegel (MK), Andreas Tippmann (71./ Martin Löffler), Faton Bungu. Trainer: Martin Donath.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Paul, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK), Markus Neuhäuser (46./ Musa Sisi Alimani Kargbo), Steven Thomas, Johannes Steudel, Nico Springer, Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Jörg Steinbrich (Greiz/ VSG 1960 Cossengrün).

 

Torfolge: 1:0 Jonas Lauber (54./ Foulstrafstoß), 1:1 Nico Springer (79./ Foulstrafstoß), 2:1 Marc Klatt (88.).

 

Zuschauer: 85.

27.04.2013, 13.30 Uhr (Testspiel): Hainberger SV - FSV Mohlsdorf 3:2 (1:1).

Beide Teams nutzen punktspielfreies Wochenende für Testspiel

Spiel auf Augenhöhe und mäßigem Niveau


Durch Tore von Steven Thomas, Abdul Zahoor Ghafari und Nico Springer gewinnt Hainberg knapp gegen den Vertreter aus der 2.Kreisklasse. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Am Ende schleppte sich der Gastgeber zu einem knappen, aber verdienten 3:2-Sieg. Der Klassenunterschied wurde nur auf Einzelpositionen sichtbar. Der HSV führte ein überlegenes Spiel, konnte aber über 90 Minuten nicht den Druck entwickeln und die Chancen herausarbeiten, um ein souveränes Resultat zu erzielen. Nach einem Pausenstand von 1:1 wurden die Aktionen in der zweiten Hälfte etwas zwingender. Bei beiden Gegentoren sahen die Gastgeber nicht gut aus. Beim nächsten Punktspiel muss Hainberg unbedingt zulegen.

 

HSV: Andy Czajka, Jörg Steudel, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Jörg Tittmann (46./ Peter Westphal), Johannes Steudel, Dirk Bernickel, Steven Thomas, Markus Neuhäuser, Abdul Zahoor Ghafari, Nico Springer. Trainer Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Jürgen Mayerosch.

 

Torfolge: 1:0 Steven Thomas (28./ Freistoß), 1:1 A. Zobel (33.), 2:1 Abdul Zahoor Ghafari (57./ Assist: Jörg Steudel), 3:1 Nico Springer (74./A.: Steven Thomas), 3:2 ? (81.). [Minuten ca.-Werte]

 

Zuschauer: 10.

21.04.2013, 15.00 Uhr (21.Spieltag): FSV Ronneburg II - Hainberger SV 2:1 (1:0)

HSV verliert ohne spitzenreiterreifen Auftritt gegen engagierteren FSV Ronneburg II


In Ronneburg vermag der HSV weiterhin nicht zu punkten. Im dritten Jahr nacheinander scheinen die Greizer trotz bester Voraussetzungen wieder in den Momenten der Wahrheit den Nachweis schuldig zu bleiben, ein echtes Spitzenteam zu sein. Es setzte eine bittere, aber auch verdiente Niederlage. In den letzten 20 Minuten warfen die Gäste nochmals alles in die Waagschale und die emsig bemühten Speedy und Fared hätten fast mit Einzelaktionen noch wenigstens einen Punkt gerettet. Insgesamt fehlten dem Team aber das Feuer und der Spirit einer geschlossenen Mannschaft sowie vor allem ein selbstbewusstes Auftreten. Auch in Daßlitz und auf der Schaltis wurden Braunichswalde und die SG Greiz II von ihren Gegnern stark gefordert. Auf der Schaltis hielt Rüdersdorf II bis in den zweiten Spielabschnitt ein Remis und Staffelfavorit Braunichswalde erzielte in Daßlitz erst in der Nachspielzeit den Siegtreffer. Aber auch dies muss man sich verdienen. Von einem Sieg war der HSV an diesem Tag 90 Minuten lang weit entfernt.

Die Begegnung konnte erst mit 50-minütiger Verspätung angepfiffen werden. Wie schon beim Auswärtsspiel in Caaschwitz kam der angesetzte Schiedsrichter Gräser (SV Seelingstädt) nicht. Dankenswerter Weise sprang der Töppelner Kurt Voigt kurzfristig ein. Er schien die Karten in der Eile vergessen zu haben, nahm aber keinen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Partie. Bei Hainberg fehlten mit Robert und Dirk zwei Stammspieler. Dies hätte die Mannschaft mit noch mehr Einsatzbereitschaft kompensieren müssen. Doch mit dem Anpfiff rissen die Gastgeber das Spielgeschehen an sich und die zu geringe mannschaftliche Gegenwehr gab Ronneburg zusätzlich Selbstbewusstsein. Sie waren einfach bissiger und engagierter. Hainberg schien von der typischen Ronneburger Spielweise und Einsatzbereitschaf hingegen beeindruckt. Insbesondere in der Zentrale griff die Heimmannschaft entschlossener zu. Bei fast allen Abschlägen und Abstößen holten sie sich den Ball und so entwickelten sich fast einseitige erste 45 Minuten. Schon in der dritten Minute setzte sich Ronneburg entschlossen auf der linken Seite durch und Andy musste in der kurzen Ecke ins Toraus klären. Es brauchte fast zehn Minuten, dass die Gäste zum ersten Mal in des Gegners Strafraum Gefahr heraufbeschwören konnten. Nach einem Cedric-Pass blieb der gesundheitlich angeschlagene Nico beim Abschluss im Strafraum hängen. Die Ronneburger Angriffe sorgten ständig für Gefahr. Als Paule seinem Gegenspieler unglücklich in die Hacken lief, fiel dann aus einem Freistoß heraus das sich abzeichnende 1:0. Max Onoszko flankte von Links in den langen Fünfmeterraum, wo Härtel zur Führung einschoss. Andy hatte noch die Hände dran, konnte aber den Einschlag nicht verhindern. Einzig Speedy konnte auf der Gegenseite für Gefahr sorgen. In der 22. Minute brachte Torwart Voigt einen Distanzschuss des Goalgetters erst im Nachfassen unter Kontrolle. Nach fast einer halben Stunde hätte die schönste Aktion im Spiel definitiv ein Tor verdient gehabt. Speedy drehte sich im rechten Strafraum um den Gegner und jagte mit tollem Seitfallzieher den Ball am rechten Dreiangel gegen den Querbalken. Trotz dieser Szenen blieben die Gastgeber mehr am Drücker und zwischen der 35. und 43. Minute fehlte Ronneburg nur wenig an einer Resultatserhöhung. Ein Max-Onoszko-Freistoß aus bester Position ging knapp links vorbei. Kurz darauf scheiterte Hößelbarth zentral aus zehn Metern an Andy. Eine Wydra-Flanke wurde zur sicheren Beute unseres Keepers. Derselbe Spieler rannte schließlich nochmals durch den Hainberger Strafraum und setzte aus spitzem Winkel den Ball am kurzen Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause entwickelte der HSV erstmals Dauerdruck. Eine schöne Speedy-Flanke erreichte Nico am langen Pfosten nicht mit dem Fuß. Ein Kopfballversuch wäre angebrachter gewesen. Das folgende Eckballfestival überstanden die Gastgeber unbeschadet. So blieb es beim 1:0.


Auch die zweite Hälfte sah zu Beginn ein dominierendes hellblau gekleidetes Ronneburger Team. Binnen der 52. und 53. Minute gab es gleich drei Einschussmöglichkeiten. Erst hielt Andy einen Schuss aus dem Gewühl am Fünfmeterraum heraus, bevor ein weiterer Abschluss das Tor verfehlte. Den nächsten Abstoß fingen die Gastgeber sofort ab und Max Onoszko setzte zu einem Solo durch drei Hainberger an. Andys Rettungstat im Eins-gegen-Eins war es zu verdanken, dass es nicht einschlug. Dann aber nutzten die Gastgeber einen Freistoß zum verdienten zweiten Treffer. Drei Ronneburger fanden sich unbedrängt im Rücken der Gästeabwehr am langen Eck, von denen Kwiatkowski per Kopf zum 2:0 treffen konnte. Im nächsten Hainberger Angriff scheiterte Speedy nach einem Schus wie ein Strich am Querbalken. Nun endlich entwickelte der HSV mehr Druck, musste aber stets auf die Konter der Gastgeber, deren Kräfte nun deutlich nachließen, achten. Nico verfehlte das Gehäuse mit einem Sechzehnmeterschuss neben den kurzen Pfosten. In der 67. Minute passte Fared zu Nico in den Rücken der Abwehr. Der herausstürzende Voigt rannte am 16-er von den Platzunebenheiten überrascht am Ball vorbei und Nico brauchte nur noch ins leere Tor einzuschieben. Ein Ronneburger Eckstoß ging gefährlich, aber unerreicht durch den Gästestrafraum. Dann folgten gefährliche Hainberger Freistöße. Erst traf Speedy wieder den Querbalken. Dann landete ein Fared-Freistoß aus guten 20 Metern am Torwart vorbei am rechten Innenpfosten. Den zurück springenden Ball erreichte kein Hainberger Bein. Anschließend traf Speedy zur Abwechslung mal nicht den Querbalken, leider jagte er seinen Freistoß aber über den Kasten. Ronneburg konnte sich nur noch selten befreien, aber außer nach einem guten Angriff über links, den Fared abschloss, erarbeitete sich der HSV keine Großchancen mehr. Zu spät erwachte Hainberger mussten am Ende die erste Auswärtsniederlage einstecken und den verdienten Ronneburger Sieg anerkennen.  Bleibt den Gästen, aus der Niederlage zu lernen und die bevorstehenden schweren Auswärtshürden bei der direkten Konkurrenz im Für- und Miteinander anzugehen. Während des Spiels und nach dem Abpfiff wirkte der engagierte Trainer mehr enttäuscht als das Team. Die Serie mit 7 Siegen in Folge hatte Einen ein selbstbewussteres Auftreten erwarten lassen. In den letzten Spielen sollte nun die Mannschaft unter Beweis stellen, dass die bislang gute Saison auf einem festen Fundament beruht.

 

FSV II: Daniel Voigt; Mario Völker, Ron Williger, Alexander Onoszko, Veit Hößelbarth (58./ André Müller), Alexander Eisenstein, David Härtel, Michael Wydra, Maximilian Onoszko (63./ Alexander Markgraf), Marek Kwiatkowski (70./ Mario Jähnert), David Riebold.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Paul, Christian Reichardt (79./ Jörg Tittmann), Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Steven Thomas, Markus Neuhäuser, Abdul Zahoor Ghafari, Nico Springer. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Kurt Voigt (Töppeln/ TSG Caaschwitz).

 

Torfolge: 1:0 Härtel (14.); 2:0 Kwiatkowski (56.); 2:1 Nico Springer (67./ Assist: Fared).

 

Zuschauer: 80.

13.04.2013, 15.00 Uhr (20.Spieltag): Hainberger SV - SG TSV 1905 Daßlitz/ TSV 1872 Langenwetzendorf II 5:0 (2:0)

Souveräner Sieg bei geringer Gegenwehr der Gäste

Verspäteter Lenz beschert ersten kompletten Rückrundenspieltag


Der erste komplette Spieltag des Jahres 2013, ja sogar seit Beginn der Rückrunde Anfang Dezember 2012 ist Geschichte. Die Favoriten holen weiterhin Sieg auf Sieg. Doch die Knaller der Klasse stehen noch bevor und Braunichswalde kann mit der besten Ausgangsposition alle Konkurrenten zuhause empfangen. Der HSV hat immerhin schon 17 Spiele auf der Haben-Seite, während Topfavorit SGB und die SG Greiz erst 13 der 22 Begegnungen absolviert haben. Die bisher eine recht ordentliche Saison spielende SG Daßlitz/Langenwetzendorf II stellten die Gastgeber diesmal kaum vor Probleme. Für den HSV kommen aber jetzt die Wochen der Wahrheit. Schon die nächste Begegnung in Ronneburg wird nach Rüdersdorf II die nächste und erste richtig große Herausforderung der Rückrunde.

Daßlitz/ Langenwetzendorf II rechnete sich schon vor dem Spiel nicht viel aus und so traten sie deutlich weniger bissig und drangvoll wie sonst auf. Aber auch der HSV fand schwer in die Begegnung und zeigte trotz der eingeschränkten Gegenwehr keine voll überzeugende Leistung. Spielfreude, Spaß, mannschaftlich gegenseitig helfendes und puschendes Auftreten leider eher Fehlanzeige. Nur eine geschlossen auftretendes Team wird in den kommenden Begegnungen bestehen können. Das geht nicht mit halber Kraft und halbem Einsatz, sondern nur im Mit- und Füreinander. Es ging gut, auch, weil die Gäste nach 9 Minuten bei 8 Metern den Ball nicht richtig trafen und Libero Lothar den vom Keeper prallen lassenden Ball klärte. Mit dem ersten guten Spielzug über Rechts in Person von Dirk kamen die Gastgeber zur ersten Chance und über Jo gelangte der Ball in den Fünfer, wo der Keeper gegen Speedy parierte und der Gästekapitän den Prellball ins eigene Netz beförderte. Speedy hatte schon bereit gestanden, den Rest zu besorgen. Das Spiel blieb weiter zählebig. Nach 25 Minuten wurde Dirk bei knapp 20 Metern gefoult. Speedy verwandelte souverän. In einem recht chancenarmen Spiel hielt der Gästekeeper mit zwei tollen Paraden gegen Fared aus Nahdistanz und Nico die Gäste im Spiel. Robert und Dirk verzogen bei weiteren Gelegenheiten. Der HSV konnte mit dem 2:0-Halbzeitstandzufrieden sein. Im zweiten Abschnitt legten die Hainberger deutlich zu. Einen wirklichen Mannschaftsspirit verbreitete das Team jedoch weiterhin nicht. Jedoch kamen nun mehrere gute Spielzüge auf dem fast unbespielbaren Heimplatz, auf dem jeder rollende Ball durch die Unebenheiten unberechenbare Richtungswechsel vollführt, zustande. Leider konnten gerade diese tollen Angriffe von Speedy, Nico, Fared, Dirk und Robert nicht in verdiente Tore umgemünzt werden. In der 55.Minute war schon wieder einmal ein weiter Speedy-Einwurf zum 3:0. Nico nahm den Ball an und schloss aus 9 Metern zielsicher ab. Zwischendurch wurde der blutende Paule ausgewechselt. Die Gäste schafften im zweiten Abschnitt noch einen Abschluss, den Jörg in aller Ruhe (der alte Mann wirkte dabei wohl nicht sehr spritzig), abgesichert durch Lothar, im Nachfassen dingfest machen konnte. Nach 80 Minuten verwandelte Speedy per tollem Kopfball eine lange Flanke von Robert, wobei er dabei wohl deutlich im Abseits stand. Andererseits hatte Referee Grüner zuvor in drei strittigen Situationen auf Abseits entschieden. Ein alleiniger Schiedsrichter steht da auch auf einem schwierigen Posten. Als Nicos Dribbling im Sechzehner durch eine Verteidigerhand gestoppt wurde, konnte Robert den fälligen Handstrafstoß zum deutlichen Endstand souverän verwandeln. Am Ende stand ein tolles Ergebnis, das auch dem Spielverlauf entsprach. Trotzdem muss die Mannschaft sich wieder besser finden, um auch gegen die schweren Brocken bestehen zu können. Bezeichnend war, dass sich die Freude beim Abpfiff auch sehr in Grenzen hielt. Wichtige drei Punkte eingefahren, das ist das positive Fazit dieser Begegnung.

 

HSV: Jörg Tittmann ; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Carsten Reichardt (MK), Christian Paul (55./ Christian Reichardt), Johannes Steudel, Nico Springer, Steven Thomas, Robert Funke, Abdul Zahoor Ghafari, Dirk Bernickel (80./ Markus Neuhäuser). Trainer: Uwe Birke.

 

SG Daßlitz/Langenwetzendorf: Christian Degner;  Daniel Pfennig (MK), Steven Berger, Christian Eigenwillig, Michael Forack (46./ Christian Albert), Dirk Lätzer (46./ Heiko Wobst), Philipp Schiller, Christian Schädlich, André Roßram (67./M.Forack).

 

Schiedsrichter: Sportfreund Klaus Grüner (Greiz/ VSG 1960 Cossengrün).

 

Torfolge: 1:0 Daniel Pfennig (10./ Eigentor/ Assist: Steven Thomas); 2:0 Steven Thomas (26./ direkter Freistoß); 3:0 Nico Springer (55./ A.: Steven Thomas); 4:0 Steven Thomas (80./ Robert Funke); 5:0 Robert Funke (88./ Handstrafstoß).

 

Zuschauer: 25.

06.04.2013, 17.00 Uhr (19.Spieltag) in Gera-Zwötzen: TSV 1880 Rüdersdorf II - Hainberger SV 1:3 (1:1).

HSV trifft auf starken Gegner, dem Querbalken und Pfosten im Weg standen und der ihm alles abverlangte

Erster Punktspielgegentreffer des HSV in 2013


Zuerst gebührt den Rüdersdorfern ein Kompliment dafür, dass sie sich nach der Sperrung des Heimplatzes um eine Ausweichmöglichkeit bemühten und die Hainberger so mit dem Zwötzener Hartplatz in Gera auf einer neutralen Spielstätte empfingen. Die Spielzeit 17.00 Uhr war zwar ungewöhnlich, aber kein Problem, zumal der Schneefall erst nach Spielschluss richtig einsetzte. Mit Malinka, Kohlbach und Lerbs waren drei Spieler der Ersten dabei. Zudem standen mit Torwart Christian Bautz von der SG Kraftsdorfer SV 03/ SV St.Gangloff 1990 (der den Rüdersdorfer nach der Torwartverletzung vom Keeper der Ersten aushilft) und Christoph Wölfel (Eurotrink Kickers FCL Gera) zwei Neuzugänge im Team. Aber auch die anderen Rüdersdorfer präsentierten sich völlig anders als im Hinspiel. Zudem fehlten beim HSV mit Dirk Bernickel, Johannes Steudel und Christian Paul drei wichtige Stammspieler. So wurde Jedem zu Spielbeginn das derzeit größte Hainberger Problem bewusst, die dünne Personaldecke. Hatte man in den beiden vorangegangenen Spielen geballte 94 Jahre je zur Hälfte verteilt auf zwei Spieler auf der Wechselbank, musste diesmal die Hälfte davon auflaufen. Trotz dessen waren es mit dem Trainer und dem 52-jährigen Peter Westphal wieder 94 Jahre, die die Hainberger Austauschmöglichkeiten darstellten. Da kann man nur an den sonst überwiegend jungen Kader appellieren, sich verstärkt um Zugänge für die neue Saison zu bemühen. Denn die Freunde der Alten aus der Juniorenzeit haben die Töppen längst an den berühmten Nagel gehängt und die Alten wollen auch keine Sektion Rollatorfußball beim HSV aufmachen. Also Andy, Chris, Carsten, Jo, Speedy, Markus, Fared, Cedric und Nico, ihr spielt doch guten Fußball und seid tolle Kerle. Da muss doch was zu machen sein. Hilfreich war es auf alle Fälle, dass Stammlibero Lothar Ramisch nach Nasenbeinbruch und Markus Neuhäuser wieder zur Verfügung standen.

 

Nun zur Begegnung. Nach anfänglichem Geplänkel übernahmen die Rüdersdorfer mit einer zielstrebigen und geradlinigen Spielweise das Zepter und hatten auch die ersten erwähnenswerten Abschlüsse. Jede Möglichkeit nutzten sie dazu, auch wenn die ersten noch deutlich den Hainberger Kasten verfehlten, so Schüsse von Lerbs, Kohlbach und Wölfel. Dann versuchte es Wölfel, der ein ständiger Unruheherd war und durch seine stets am Rande des Abseite befindlichen Spielweise unseren Cedric heißblütig werden ließ, mit einem Schuss vom linken Strafraum. Der Ball strich aber um einen knappen Meter am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Hainberg hatte zwar etwas mehr Ballbesitz, wirkte aber längst nicht so zielstrebig und brachte vorerst noch keinen gefährlichen Abschluss zustande. In der 25. Minute führte ein Freistoß von der halbrechten Seite zum verdienten Rüdersdorfer Führungstreffer. Kapitän Kirst führte diesen aus und die Hainberger hatten die Laufwege der Orangen nicht zugestellt. Völlig ungehindert konnte der größentechnisch kleine Wölfel zum 1:0 einköpfen, aber wie bemerkte schon Cedric scherzhaft: Auch Flöhe können hoch springen. Zumindest lernten die Gäste aus der Situation und standen bei den anderen Standards besser zum Gegner. Nun wurde Hainberg aktiver, aggressiver und vor allem auch torgefährlicher. Der HSV hatte deutlich mehr Ballbesitz, erarbeitete sich auch ein klares Eckenplus, musste aber stets mit den gefährlichen Angriffen der Rüdersdorfer rechnen. Nach einer halben Stunde führte mal wieder ein zur taktischen Waffe gewordener Speedy-Einwurf von Rechts zum Ausgleich. Jörg verpasste noch im Fünfmeterraum und als Nicos Abschlussversuch geblockt wurde, jagte Kapitän Carsten, das Spielgerät optimal treffend, ins linke mittlere Toreck. Bis zur Halbzeit ergaben sich beidseitig keine Großchancen mehr, auch wenn die Hainberger nun öfter im gegnerischen Strafraum auftauchten.

 

Direkt nach der Pause spitzelte Jörg im gegnerischen Strafraum den zwischen Libero und Keeper scheinbar festgemachten Ball um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Weiteren Abschlüssen von Robert, Nico und Jörg fehlte die Präzision. Nach einer Abseitsreklamierung der Hainberger Verteidigung verlegte der kommunikativ sehr aktive Schieri das Spielgeschehen aus der gegnerischen Hälfte vor den HSV-Strafraum. Den indirekt ausgeführten Freistoß hämmerte Lerbs aus gut 18 Metern so gegen den Querbalken, dass der Ball wieder hinter ihm landete. Im direkten Gegenzug erkämpfte Robert eine Ecke. Nico trat an der linken Eckfahne an und setzte das Leder in den langen oberen Dreiangel. Nun erarbeiteten sich die Hainberger mehr Möglichkeiten. Nach Anspiel von der Grundlinie reagierte Bautz bei Speedys Abschluss glänzend im rechten Eck und konnte zur Ecke klären. Nico verzog wenig später knapp am langen Pfosten. Aber auch Rüdersdorf gab längst nicht klein bei. Stets wurde der Abschluss gesucht, auch wenn die Schüsse teils deutlich den Kasten verfehlten. Nach einer Flanke jedoch köpfte wiederum Neuzugang Wölfel an den linken Pfosten und jagte danach den Ball ins Außennetz. Andy wäre auch hier chancenlos gewesen. Ein weiterer guter Hainberger Angriff führte dann nach 85 Minuten zur Spielentscheidung. Nico spielte toll in den Rücken der Abwehr auf Fared, dessen Schuss Keeper Bautz noch an den Innenpfosten lenken konnte. Der HSV jubelte schon, aber erst der entschlossen nachsetzende Markus brachte den Ball im Netz unter. Nun war die Moral der guten Rüdersdorfer gebrochen. In der 88. Minute hätte unser afghanischer Mitspieler Fared alles klar machen müssen. Einen Freistoß des Rüdersdorfer Kapitäns klärte Lothar per Kopf und leitete so den schnellen Gegenangriff ein. Speedy und Fared tolles Zusammenspiel ließ Letzteren allein auf den Torwart zulaufen. Fared traf nur das kleine der beiden Tore und ließ so einen Tausendprozenter liegen, aber nur Momente später war das Entsetzen darüber nicht mehr groß, denn der gut leitende Referee Krause, der in einem sehr fair geführten Spiel ohne Karten auskam, pfiff die Begegnung ab. In der Verfassung sollte es den „Gastgebern“ gelingen, Tabellenplätze gut zu machen. Zumindest blieb das Lob der Hainberger, in 2013 der bisher stärkste Gegner gewesen zu sein. Wohl nicht falsch formulierten die Rüdersdorfer. Wenn man hinten steht, gehen solche Dinger halt nicht rein. Und steht man vorn, trifft sich’s halt leichter. Nicht, dass der Hainberger Sieg unverdient gewesen wäre, aber er fiel wohl um ein Tor zu hoch aus und einen Punkt hätte man aus neutraler Sicht dem TSV auf alle Fälle gegönnt.

 

TSV II: Christian Bautz; Mario Kirst (MK), Martin Meister, Chris Kluge, Benjamin Schlauch, Thomas Frambach, Thomas Franz (85./ Mathias Beer), Benjamin Malinka, Maik Lerbs, Philipp Kohlbach (68./ Paul Göritz), Christoph Wölfel. Trainer: Daniel Meister.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK), Nico Springer, Steven Thomas, Robert Funke, Abdul Zahoor Ghafari, Jörg Tittmann, Markus Neuhäuser (85./ Peter Westphal). Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Peter Krause (Gera/ Kraftsdorfer SV 03)

 

Torfolge: 1:0 Christoph Wölfel (25.); 1:1 Carsten Reichardt (30./ Assist: Nico Springer); 1:2 Nico Springer (54./ direkt verwandelte Ecke), 1:3 Markus Neuhäuser (85./ Assist: Fared).

 

Zuschauer: 25.

30.03.2013, 14.00 Uhr (15.Spieltag/ Nachholbegegnung): ThSV Wünschendorf II - Hainberger SV 0:5 (0:1).

Hainberg tritt in Wünschendorf souverän auf und gewinnt deutlich

Fared als kleiner Muck Mann des Tages - ein Wunder an Lauf- und Einsatzbereitschaft


Unter den Augen des aus der Schweiz angereisten Andreas Keim traten die Greizer zu Ostern auf dem Wünschendorfer Nebenplatz, auf dem vom aktuellen Kader nur Wenige schon mal einen Sieg einfahren konnten, an. Ihm und den stets das Team begleitenden Fans wie Moni, Josh, Ulle, Detlef und Ralf dankte die Truppe dies mit einem überlegen geführten Spiel, was sich in den zweiten 45 Minuten auch in dem entsprechenden Resultat ausdrückte. Der Sieg im Vorjahr wurde ja auf dem Hauptplatz, im Stadion eingefahren. Die Konstanz und auch das Miteinander der Truppe sind mehr als erfreulich. Wenn sich die Mannschaft so auf jede Begegnung konzentriert wird sie Fans und Betreuern noch viel Freude machen. Jedes Spiel beginnt bei Null und Kritikpunkte wurden auch diesmal sichtbar. Es gibt immer Einiges zu verbessern, aber wichtig ist vor allem die in den bisherigen diesjährigen Begegnungen gezeigten Leistungen in den weiteren zu bestätigen.

 

Der in dieser Saison die Hainberger extrem verstärkende Fared avancierte diesmal am Platz neben der Weida zum auffälligsten und aktivsten Spieler. Oftmals war er trotz Foulspiel oder Ballabnahme kurz darauf wieder am Ball, manchmal gerade noch am Sechzehner, dann wieder am Mittelkreis und umgekehrt. Fared lernte jeden Flecken des Platzes kennen. Leider blieb ihm in dreui Situationen ein Elfmeterpfiff versagt. Zweimal hätte er eigentlich 100-prozentig erfolgen müssen. Andererseits ist Fared halt ein Stehaufmännchen und nach Zweikämpfen nur einen Moment später wieder am Ball. Einzig in der Chancenverwertung liegen noch seine großen Reserven.

 

Trotz der ausgebliebenen Elferpfiffe leitete Sportfreund Schüler sehr souverän und gut. Beide Teams machten es ihm inder fair geführten Partie auch nicht sonderlich schwer. Besonders die richtigen Abseitsentscheidungen, die vor allem die stets angreifenden Hainberger betrafen und das gute Stellungsspiel des Referees gefielen.

 

Mit dem Anpfiff übernahmen die Gäste das Zepter. Es mangelte noch am letzten Pass bzw. man stand Abseits. Erste Schussgelegenheiten von Nico und Speedy verfehlten knapp die lange Ecke oder der über 90 Minuten gut haltende Keeper Reichert entschärfte die Geschosse. So war es nicht verwunderlich, dass die Führung der Gäste aus Wünschendorfer Sicht etwas unglücklich zustande kam. Ein langer Ball von Speedy vor das lange Eck im Fünfmeterraum. Vor dem zum Abschluss bereiten Nico köpfte der Gastgeberkapitän ins eigene Netz. Auch wenn der HSV das Spiel stets dominierte, deuteten die Gastgeber ihre Gefährlichkeit nicht nur an. Fast jeder der wenigen Wünschendorfer Angriffe ließ es in der Hainberger Defensive gefährlich werden. Zuerst rutschte Andy ein Ball durch die Hände, den er aber nach dem Umdrehen noch vor der Linie aufnehmen konnte. Zweimal stand der Hainberger Torwart, der auf seine Zu-Null-Serie zurecht stolz ist, bei Distanzschüssen genau richtig. Die Verteidiger hatten einen schweren Stand in den Zweikämpfen. Auch Dirk hatte auf dem kleinen Platz wenige Möglichkeiten, um seine Spielintelligenz ausleben zu können. Dere Platz ist einfach etwas für sogenannte Abräumer. Bei einem Ballverlust kurz vor dem eigenen Strafraum, konnten die Gastgeber aber kein Kapital rausschlagen.

 

Trotzdem spielte sich auch schon in der ersten Halbzeit das Geschehen meist in der anderen Spielhälfte ab. Nur konnten die Hainberger trotz zahlreicher Gelegenheiten keinen weieren Treffer nachlegen. Wünschendorf verteidigte aufopferungsvoll und hatte mit Libero Helm (56 J.) sowie dem Torwart die besten Akteure auf seinen beiden hintersten Positionen. Trotzdem glaubten die Hainberger weiter an einen deutlichen Auswärtssieg, der dann im zweiten Spielabschnitt auch klar Gestalt annahm.

 

Nach einer Ecke von Speedy tropfte die Kugel von Nicos Kopf und Körper verlängert in der 52. Minute zur 2:0-Führung ins Gehäuse. Die Gastgeber schafften es nur noch einmal gefährlich vor den Hainberger Kasten, aber Andy konnte den langen Ball entschärfen. Speedy, Robert und Fared rackerten unermüdlich und brachten immer wieder den Ball in den gegnerischen Strafraum. Ein Doppelschlag entschied die Begegnung endgültig. Nach einem Ball von Robert überlief Speedy die Abwehr und schob überlegt ins lange Eck zum 3:0 ein. Eine gute Minute später (68.) setzte Dirk zu einem langen Solo aus der eigenen Hälfte an, lief durch vier gegnerische Spieler und bediente Robert mustergültig, der trocken abschloss und in seinem dritten Saisoneinsatz auch seinen dritten Treffer markierte. Weitere zehn Minuten später wurde die Gastgeberdefensive über Fared und Speedy toll ausgespielt. Der Keeper reagierte wieder stark gegen Carsten, aber Fared drückte den Ball über die Linie. Anschließend wollte auch die Defensive unbedingt treffen. Cedric und Paule versuchten sich nicht ungefährlich aus der Distanz. Carsten berannte den Wünschendorfer Strafraum und auch Dirk setzte zu einigen Ausflügen an. Trotz weiterer Möglichkeiten für Fared, Nico und Robert blieb es beim 5:0, das dem Spielverlauf auch entsprach. Auch in der kommenden Woche wartet in Rüdersdorf ein schweres Auswärtsspiel auf den HSV.

 

ThSV II: Reichelt; Helm, Liebold, Oettel (MK), Urban (50./Gelb; 68./ Nossek), Krell, Zimmer, Grimm, Krause (46./ Kramer), Illgen (70./Gelb), Löffler.

 

HSV: Andy Czajka; Dirk Bernickel, Cedric Ullmann, Christian Paul, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Steven Thomas, Robert Funke, Nico Springer, Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Hartmut Schüler (SV Blau-Weiß Auma).

 

Tore: 0:1 Andreas Oettel (15./ Eigentor/ A.: Steven Thomas), 0:2 Nico Springer (52./ A.: Steven Thomas), 0:3 Steven Thomas (67./ A.: Robert Funke), 0:4 Robert Funke (68./ A.: Dirk Bernickel), 0:5 Abdul Zahoor Ghafari (79./ A.: Carsten Reichardt).

 

Zuschauer: 30.

23.03.2013, 14.00 Uhr (18.Spieltag): Hainberger SV - SG SV Elstertal Bad Köstritz/ TSG Caaschwitz II 4:0 (3:0), Abbruch nach 50 Minuten

Hainberg gewinnt 4:0, wird aber von Elstertalern um einen möglichen höheren Sieg gebracht - Resultatsbestätigung durch das Sportgericht


Das hat es in der Kreisklasse noch nicht gegeben. In der 50. Minute kam es zum Spielabbruch, da die Gäste geschlossen das Feld verließen. Dafür ernteten sie durchgängig Unverständnis. Schon vorher fielen sie auf dem Platz eher durch Foulspiele, bei Weitem nicht so rüpelhaft und rücksichtslos wie im Hinspiel, auf, als der Trainer des Teams, der diesmal nicht mitgereist war, die Begegnung leitete. Hainbergs Keeper Andy Czajka hatte nicht einen Ball zu halten. Mag sein, dass Einem dabei die Lust vergeht, aber diesen Abgang kann man nur als unsportlich, unfair und dämlich bezeichnen. 

 

Dabei kamen die Gäste durchaus motiviert auf dem Hainberg an. In der Halbzeitpause war davon wohl nichts mehr übrig, denn nur zögerlich kam das Team aus der Kabine zurück. Zu dem Zeitpunkt war die Auseinandersetzung auch schon vorentschieden. Wer weiß, wie es gestanden hätte, wenn Torjäger Steven Thomas in der zweiten Minute nicht den Pfosten, sondern schon zum 1:0 getroffen hätte. Danach verlief das auf schwerem Boden angepfiffene Spiel etwas zäh. Hainbergs Angriffe blieben immer wieder stecken. Fared hatte die nächste große Möglichkeit, vergab aber aus der Nahdistanz. Nach 21 Minuten ließ der Gästekeeper einen Freistoß von Speedy nur nach vorn prallen und Nico Springer netzte zur verdienten Führung ein. Nach fast einer halben Stunde konnte der vom Gegner bedrängte Johannes Steudel aus vier Metern den Ball nach einer guten Nico-Flanke nicht unterbringen und verfehlte. Das 2:0 besorgte Jo dann aber nach einem Freistoß, ebenfalls von Nico getreten, per lehrbuchreifen Kopfball. Auch das 3:0 hätte er fast geschossen, als er aus zehn Metern von halbrechts mit vollem Risiko das lange Eck anvisierte, aber um einen guten Meter verfehlte. Freistöße von Speedy und Christian gingen nur knapp über den gegnerischen Querbalken. Die Gäste starteten ab und an Konterangriffe, die spätestens vor dem Hainberger Strafraum versandeten. Ansonsten fielen sie nur hörbar von der Bank durch den Rot gesperrten Mitspieler und die Foulspiele, als meist der Ball weg, der Hainberger Spieler aber noch da war, auf. Dabei wurden sie durch den Schiedsrichter noch gut bedient. Denn zur Halbzeit hatten beide Mannschaften je zweimal Gelb gesehen. Nach dem 2:0 spielte nur noch das Gastgeberteam Fußball. Folgerichtig erbrachte der zunehmende Hainberger Druck kurz vor der Pause den dritten Treffer. Nico kam kurz vorm Fünfer nicht zum Abschluss und die Gästeabwehr konnte den Ball aus dem Strafraum befördern. Dort fackelte Robert nicht lange und in seinem zweiten Spiel nach der Rückkehr ins Team erzielte er per straffem Schuss ins linke Eck das 3:0.

 

Nach der Pause rannten die Hainberger weiter an. Nachdem Verteidiger und Gästekeeper ineinander gelaufen waren und Nico nicht an den Verteidigerbeinen vorbei kam, jagte Fared die Kugel ins linke obere Dreiangel. Torwart und Spieler hatten sich wieder erhoben. Als dies Schiri Höfer sah, gab er das Spiel wieder frei und die Gäste führten ihren fünften Anstoß aus. Nach diesem rannte ein Gästespieler gestikulierend zum Referee und der verwarnte Adamek rempelte diesen sogar an. Dafür war dieser mit der folgenden Gelb-Roten Karte gut bedient. Nico spielte den fälligen Freistoß sogar noch zum Gegner. Doch diese verließen wie auf Kommando oder zur Halbzeit wohl schon besprochen schlagartig das Spielfeld. Aufgrund dessen blieb dem Unparteiischen nichts anderes übrig, als die Begegnung abzubrechen. Die wie geschrieben selbst den Anstoß ausführenden Gäste ließen dann auf dem Spielformular Folgendes vermerken: "Aufgrund dass Torwart und Abwehrspieler liegen, wird angepfiffen und um Verletzungen vorzubeugen beziehungsweise den Schiedsrichter nicht zu überfordern Spielabbruch."

 

Erinnerungen an die Vorjahrsbegegnung in Caaschwitz wurden wach. Damals fielen die Gastgeberspieler nach dem Ausscheiden eines verletzten Spielers reihenweise um und es musste ebenfalls wegen der Spielfeldflucht abgebrochen werden. Doch das jetzige Geschehen ist noch einen gehörigen Zacken schärfer. Und im Gedenken an das Hinspiel in dieser Saison, als diese Flüchtlinge nur traten, kniffen und reihenweise fast Körperverletzungen begingen, wiederhole ich meine damalige Aussage, dass diese Mannschaft im sportlichen Wettbewerb so nichts zu suchen hat. Indes dürfte eine deftige Strafe des Sportgerichtes folgen, obwohl die Gäste ob der bevorstehenden Verhandlung frohlockten.

 

Der HSV sollte sich auf den weiteren Spielbetrieb konzentrieren und darf sich auf nun hoffentlich schneefreie Spiele freuen.

 

Hainberger SV: Andy Czajka; Dirk Bernickel, Christian Paul (32./ Gelb), Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK, 10./Gelb), Nico Springer, Johannes Steudel, Robert Funke, Steven Thomas, Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Silvio Höfer (Greiz/ Hohndorfer SV).

 

Torfolge: 1:0 Nico Springer (21./ Assist: Steven Thomas), 2:0 Johannes Steudel (36./ A.: Nico Springer), 3:0 Robert Funke (45./ A.: Nico Springer), 4:0 Abdul Zahoor Ghafari (48./ A.: Nico Springer).

 

Zuschauer: 25.

Auf Facebook äußerten sich die Gäste: 

Quelle: http://de-de.facebook.com/pages/TSG-Caaschwitz-eV/302764603119733 :

 

"Beim Stande von 0:4 verließen unsere Jungs das Spielfeld, unterirdische Leistung des Schiri's "Silvio",wie er auch von sämtlichen Hainberger Spieler angesprochen wurde. Klar waren die Caaschwitzer beim Schneegestöber in Greiz die unterlegenere Mannschaft, was sich allerdings kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit ereignete, schlug dem Fass den Boden aus. Die Hainberger spielten einen straffen Ball von der linken Seite vor das Tor hier kam es zum Zusammenstoß zwischen Verteidiger und Torwart weil der Greizer Angreifer von hinten zulangte. Aus dem Gedränge und Gewühle erzielte Hainberg das 4:0. Fragwürdige Entscheidung, ob man hier nicht schon Freistoß für Caaschwitz pfeifft.

 

Unser Torhüter blieb angeschlagen am Boden liegen, der Schiri allerdings wollte das Spiel schnell weiterführen. Der Hinweis des Caaschwitzer Spielers Adamek, dass das Spiel aufgrund der Verletzung doch unterbrochen werden muss, wurde mit Gelb-Rot bestraft (er sah bereits im ersten Durchgang den gelben Karton). Man kann nur vermuten, dass das der Grund war, da "Silvio" zu keinem Zeitpunkt bereit war den Grund für den Platzverweis zu nennen. Daraufhin verließen alle Caaschwitzer Spieler geschlossen den Platz.

 

Sehr sportlich auch dass keiner der Greizer den Arsch in der Hose hatte dem Schiri zu sagen, dass hier etwas schief gelaufen ist.

 

Vorbildlich auch zu erwähnen die Trainer, Betreuer oder welche Funktion auch immer die Personen an der Hainberger Auswechselbank hatten, die jede Szene kommentierten und unsere Jungs, sowie unsere Betreuer beleidigten.

 

Applaus für Silvio - wir nominieren ihn zum Schiri des Jahres."

Nach dem Spielabbruch musste das Sportgericht tagen und fällte diese Urteil
Wertung des Spiels mit dem nach 50 Minuten erreichten Spielstand. Die Gäste bekommen zusätzlich drei Punkte abgezogen und dazu die festgelegte Geldstrafe.
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16.03.2013, 14.00 Uhr (17.Spieltag): VSG 1960 Cossengrün - Hainberger SV 0:2 (0:1).

Hainberg gewinnt im einzigen Kreisklassenspiel des Wochenendes verdient und recht souverän im Vogtländischen Oberland

Robert Funke krönt Comeback mit Tor und Auswärtssieg des HSV


Rundum Zufriedenheit bei Fans, Betreuern und der ganzen Mannschaft des HSV nach dem überraschend deutlich dominierten Spielverlauf und 2:0-Auswärtssieg. Einziger Wermutstopfen, der Nasenbeinbruch von Libero Lothar Ramisch nach einer guten halben Stunde. Als der Krankenwagen zu Beginn der zweiten Hälfte eintraf, wäre Lothar aber lieber wieder aufs Spielfeld gelaufen, statt in den Wagen zu steigen. Zum Glück nur ein Nasenbeinbruch, also kein wirklicher Beinbruch. Vielleicht macht er sich ja in den nächsten Partien einen Namen als Mann mit der Maske. Gute Besserung wünschen alle auch an dieser Stelle. Äußerst erfreulich hingegen der Gesamtauftritt der Hainberger Truppe mit einem Robert Funke, der nach mehr als anderthalb Jahren ein Comeback feierte, als wäre er die ganze Zeit dabei gewesen. Er hielt problemlos bei schwerem Geläuf die 90 Minuten durch und erzielte obendrein mit dem 1:0 den ersten HSV-Punktspieltreffer des Jahres 2013. Glückwunsch zur gelungenen Rückkehr auf die Position des linken Läufers.

 

Als das Team auf der Cossengrüner Ulrich-Wetzel-Sportanlage eintraf und den Platz begutachtete, waren die Blicke noch äußerst skeptisch. Bei stetem Sonnenschein erwies sich dann die Entscheidung, die Begegnung anzupfeifen, als richtig. Übrigens leitete Schiedsrichter Pfennig aus Teichwolframsdorf zwar nicht durchgängig richtig, aber souverän, konsequent und damit sehr ordentlich und gut. Den nicht gegebenen Treffer von Fared wegen angeblicher Abseitsstellung konnten die Gäste locker verschmerzen. Fared selbst hatte bei fünf weiteren Gelegenheiten teils beste Tormöglichkeiten ausgelassen, aber wieder eine starke Leistung angeboten. Vielleicht das einzige größere Manko im HSV-Spiel, dass die Truppe so zahlreiche Chancen zur Torerzielung auslässt. Schon zur Pause hätten die Gäste deutlicher führen müssen. Einmal gelangte die VSG in den Hainberger Strafraum, was zu einer Ecke führte. Andy Czajka, der seine Hose ursprünglich in der Unterbrechung gern gewechselt hätte, hatte dazu aber überhaupt keinen Grund, denn der Schmutz und die Nässe an der Kleidung stammten noch vom Warmmachen vor dem Spiel. Die Zuschauer sahen sehr einseitige erste 45 Minuten. Nachdem der agile Dirk Bernickel, der bis zur Verletzung von Lothar die gegnerische Defensive im Verein mit den Mitspielern durcheinander wirbelte, und Fared erste Möglichkeiten ausgelassen hatten, scheiterte Fared im zentralen Strafraum nach tollem Zuspiel am im Schnee liegen gebliebenen Ball, den Robert nach einer Viertelstunmde im Nachsetzen mit Urgewalt unter die Latte hämmerte. Zu diesem Zeitpunkt war diese Führung schon überfällig. Bis zur Pause gelang es den spielfreudigen und offensivstarken Gästen aber nicht, weitere Chancen in Tore umzumünzen. Fared, Dirk, Nico, Speedy, Robert und Jo scheiterten in Reihe. Nach Lothars Ausfall fand Paule nahtlos und zweikampfstark in die Partie auf seiner angestammten Rechtsverteidigerposition. Dirk ging auf den Posten des letzten Mannes und füllte auch diese Aufgabe souverän und als Führungsspieler aus.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte entwickelte sich eine ausgeglichenere Begegnung und die VSG beschwor insbesondere nach Freistößen und Ecken auch mal Gefahr im HSV-Strafraum herauf. Einmal retteten Johannes per Kopfball nach Ecke und das andere Mal Nico per Bein über den eigenen Kasten. Einen Freistoß von Kapitän Donath, als die Mauer anzahlmäßig unterbesetzt und zudem nicht ganz richtig justiert worden war, musste Torwart Andy den Schuss im Mauereck entschärfen. Die erste Cossengrüner Gelegenheit hatte Cedric im Fünfmeterraum vor der Linie klären können. Auf der Gegenseite gelang es den Hainbergern nicht, mit zahlreicheren Standards ebensolche Gefahren zu schaffen. Aber auch aus dem Spiel heraus erzielte Hainberg weiter Überlegenheit. Speedy scheiterte aus kurzem Winkel am Außennetz, Fared schoss die Bälle aus besten Positionen am Kasten vorbei und auch Nico sowie Robert hatten nicht das nötige Schussglück. In der 57. Minute schien Robert den Ball nach schönem Spielzug über Links im Dribbling den Ball am gegnerischen Strafraum zu verlieren, setzte aber entschlossen nach, so dass Cossengrün nicht entschreidend klären konnte. Der Ball prallte vor die Füße von Kapitän Carsten, der geistesgegenwärtig aus der Zentrale nach Rechts auf den freistehenden Speedy ablegte. Steven Thomas ließ sich diese Möglichkeit nicht nehmen und netzte durch Cossengrüner Abwehrbeine zur 2:0-Führung ein. Dies war die Spielentscheidung. Chancen auf weitere Tore ergaben sich nur noch vor dem Kasten der Gastgeber. Aber Fared kam mit den Bodenverhältnissen nicht so richtig zurecht, ließ auch nach tollen Ballan- und -mitnahmen die notwendige Cleverness vermissen und scheiterte dreimal allein vor dem Keeper, als er das Leder neben den Kasten setzte, was seine ansprechende Leistung nicht schmälert, zumal er nach fast 80 Minuten doch noch den Ball im Netz versenkte. Leider sah ihn da der gute Referee im Abseits, obwohl der Ball fast von der Grundlinie in den Fünfer gepasst worden war. Trotz der nach dem zweiten Treffer wieder deutlichen Überlegenheit blieb das Resultat bestehen. Am Ende ein verdienter und ob der Souveränität überzeugender 2:0-Sieg des guten Hainberger Teams. Wenn Hainberg diese Form konservieren und die Chancen demnächst besser verwerten kann, dürfen sich Braunichswalde und die SG aus Greiz auf starke HSV-Konkurrenz um die Tabellenspitze, die die Gelb-Roten aufgrund der mehr absolvierten Spiele derzeit inne haben, einstellen.

 

VSG 1990 Cossengrün: Christoph Roth, Matthias Geßner, Jörg Fuchs (86. Swen Pfadenhauer), Steven Gerlach (88./Gelb), Robert Giering (74. Stefan Trommer), Martin Donath (MK), Daniel Schlegel, Steffen Becker, Martin Becker (68./Gelb), Christoph Hempel, Swen Pfadenhauer (46. Konrad Krensel).

 

Hainberger SV: Andy Czajka; Lothar Ramisch (36. Christian Paul), Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK), Nico Springer, Johannes Steudel, Dirk Bernickel (Gelb/ 61.), Robert Funke (84./ Gelb), Steven Thomas, Abdul Zahoor Ghafari (Gelb/ 31.). Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Maik Pfennig (Teichwolframsdorf, TSV 1905 Daßlitz).

 

Torfolge: 0:1 Robert Funke (14./ Assist: Fared), 0:2 Steven Thomas (57./ A.: Carsten Reichardt).  

 

Zuschauer: 50.

08.12.2012, 14.00 Uhr (14.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - SV Blau Weiß 1990 Steinsdorf 4:0 (3:0).

Einseitiges Wintermatch, dass einen hoch verdienten Sieger sah. Hainberger SV verabschiedet sich mit einem souveränen Sieg in die Weihnachtspause.


Vorab wollen wir unseren langjährigen Fan Andi in der Schweiz ganz herzlich grüßen. Andi, wir wünschen dir alles Gute für deinen Aufenthalt im Spital und freuen uns darauf bald wieder von dir zu hören.

 

Trotz winterlicher Temperaturen war der Platz sehr gut bespielbar. Auch die letzten Zweifler waren schnell "überzeugt". Es entwickelte sich ein einseitiges Spiel, was mit dem Hainberger SV einen souveränen Sieger erlebte. Das einzige Manko war die Chancenverwertung. Allerdings war es beeindruckend, mit welchem Engagement die Mannschaft sich diese Vielzahl an (zum Teil hundertprozentigen) Torchancen erarbeitete. Nico sorgte für einen Hattrick und Dirk schoß mit seinem Freistoßtor eines der schönsten Tore der Saison. Die wenigen Angriffe, die die Steinsdorfer starteten wurden von der Hainberger Abwehr zweikampstark unterbunden. Aus einer sicheren Abwehr ragte Cedric besonders hervor, der (gefühlt) alle seine Zweikämpfe gewann. Andy hat sein drittes "zu Null" in der Tasche und jagt damit den Rekord seines Vorgängers. Sportfreund Kulpe war ein sehr guter Leiter der Partie, der jederzeit das Spiel im Griff hatte und trotz der für ihn schweren Bedingungen bei fast allen Entscheidungen richtig lag. 

 

HSV: Andy Czajka, Lothar Ramisch, Christian Paul, Cedric Ullmann, Carsten Reichardt (MK), Christian Reichardt, Johannes Steudel (65./ Jörg Tittmann), Nico Springer, Steven Thomas, Dirk Bernickel, Abdul Zahoor Ghafari (81./ Sebastian Schulz). Trainer: Uwe Birke.

 

Tor: 1:0 Nico Springer (1./A.: Dirk Bernickel), 2:0 Dirk Bernickel (32./A.:Christian Reichardt), 3:0 Nico Springer (44./A.: Steven Thomas), 4:0 Nico Springer (81./A.: Steven Thomas).

 

Referee: Sportfreund Andreas Kulpe (SV Wismut Seelingstädt).

 

Zuschauer: 25.