KFA Ostthüringen, 1. Kreisklasse Staffel C und Regionalpokal, Saison 2012/2013


Spielberichte zu den einzelnen Spielen

24.11.2011, 14.00 Uhr (12.Spieltag 1.Kreisklasse KFA Ostthüringen, Staffel C): FC Thüringen Weida II – Hainberger SV 2:4 (2:2).

Hochverdienter Sieg, der nicht klar genug ausfiel, weil man in der Chancenverwertung sündigte und den Gastgebern zwei Tore auflegte

Sieg der mannschaftlichen Moral, der sich noch ein paar mehr bedienen könnten - Unzählige Chancen, die für mindestens vier Siege hätten reichen müssen


Aus OTZ: Der Tabellenzweite lag nach einer Viertelstunde durch zwei Treffer von Abdul Zahoor Ghafari vorn. Weida konnte durch zwei spektakulär Tore bis zur Pause ausgleichen. Zunächst traf Marty Windolph mit einem abgefälschten 30-m-Schuss. Dann gelang Willfahrt mit einem Lupfer über den herausgelaufenen Torwart Czajka aus 25 Metern der Ausgleich. Der Ball sprang von der Latte Czajka an die Brust und von dort ins Tor. Nach der Pause eine Reihe guter Tormöglichkeiten der Gäste, die aber zunächst ungenutzt blieben. Erst als bei Weida die Kräfte nachließen und Torschütze Windolph Gelb-Rot sah, fielen in der Schlussphase die beiden spielentscheidenen Treffer für die Hainberger. Reichardt (es war Nico Springer) gelang das 2:4 in der Nachspielzeit.

 

HSV: Andy Czajka, Lothar Ramisch (81./ Christian Reichardt), Christian Paul (Gelb), Cedric Ullmann, Carsten Reichardt, Christian Reichardt (72./ Markus Neuhäuser), Johannes Steudel, Nico Springer, Steven Thomas, Dirk Bernickel, Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

Tor: 0:1 Fared (7./ Assist: Johannes Steudel), 0:2 Fared (14./ A.: Steven Thomas), 1:2 (16.), 2:2 (40.), 2:3 Johannes Steudel (87./ A.: Steven Thomas), 2:4 Nico Springer (90.+1/ A.: Steven Thomas).

 

Gelb-Rot: Marty Windolph (Weida II /86.).

 

Referee: Peter Rothe (SV Untergrochlitz).

 

Zuschauer: 25. 

10.11.2012, 14.00 Uhr (11.Spieltag, 1. Kreisklasse Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - SG 1898 Braunichswalde 1:2 (1:0)

Erste Saisonniederlage für HSV - Verdienter Gästesieg in niveauarmen Spitzenspiel - Gast holt sich Tabellenführung zurück

Hainberg stürmt in den letzten vier Minuten und lässt vorher den Kampf um Platz 1 weg - Ohne Dirk Bernickel zeigte sich Keiner in der Lage, der Mannschaft Kämpferherz einzuflößen

 

Siegesserie der Gäste gegen HSV hält an - Am Ende gewann das bessere Team, weil Hainberg den Willen nicht auf dem Spielfeld umsetzen konnte

Zuerst möchte ich mich beim Schieri Eberhardt Möller entschuldigen. Ich war völlig sicher, dass der Siegtorschütze klar im Abseits stand und versuchte ihn nach dem Spiel davon zu überzeugen. Dank unserer Spielmitschnitte kann man nun deutlich sehen, dass er dies wohl eher nicht war. Gutes Auge und der Mann ist echt noch ein wenig älter als die meisten Anwesenden. Ich mach dies gleich stellvertretend für andere Fehlsehende auf unserer Seite. Manchmal ist die Benachteiligung wirklich nur gefühlt. Also Excuse us, guter Referee.

 

Vor dem Spiel erhielt der noch Tabellenführer HSV vom Geschäftsführer Karsten Geißler seitens der EFA Elektro GmbH Greiz einen neuen Trikotsatz, wunderschön himmelblau und weiß gestreift, überreicht. Die Hallenturniere und das Frühjahr können nun kommen. Jetzt stehen dem Team zwei neue Sätze zur Verfügung und die Kragen der alten Gelb-Roten haben nach langer Haltbarkeit ausgedient und werden auch froh sein, da nach dem Spiel unsere Hälse doch etwas dreckig und dick wurden. Nichts für ungut. Danach warteten alle vergeblich auf ein Spitzenspiel. Dies war es nur der Tabelle nach, aber eine überzeugende Leistung konnte kein Team abrufen. Nur reichte den Gästen ihr Auftritt verdient zum Sieg. Irgendwie schafften es die Gastgeber 86 Minuten lang nicht ihren vorhandenen Siegeswillen auf dem Spielfeld zu demonstrieren. Bis zum 2:1 gewannen die Braunichswalder die Mehrzahl der Zweikämpfe und machten danach konsequent den Laden dicht. Als Goalgetter Marowsky nach 88 Minuten allein gen leerem Hainberger Kasten rannte, konnte Cedric noch die Entscheidung um Minuten vertagen und vorn reichten sechs Minuten Brechstangenfussball auch nicht mehr zum glücklichen Ausgleich. Aber zumindest dann brannte es im Gästestrafraum gewaltig.

 

Zum Spielablauf: Mit dem Anpfiff übernahmen die Gäste die Initiative. Die erste erwähnenswerte Aktion war dann ein 35-Meter-Freistoß von Chris, der über den gegnerischen Kasten flog. In der 7. Minute kullerte der Ball durch den Hainberger Strafraum, wo drei ungedeckte Braunichswalder standen und einer davon das Spielgerät brav zu unserem Andy weiterkullerte. Im Gegenzug fing sich der Gast eine unnötige Ecke ein. Die trat Speedy gut getimt in den kurzen Fünfmeterraum, wo Jo noch verpasste. Den aufspringenden Ball nickte dann Farid problemlos ein. Von dieser Effektivität träumten wir schon des Öfteren. Aber wer nun hoffte, das Team würde im Mittelfeld konsequenter in die Zweikämpfe gehen sah sich getäuscht. Die große Lücke zwischen der Hainberger Mannschaft und den beiden vorn postierten Farid und Speedy blieb bestehen. So versuchte sich der Gegner weiter, gewann in der Zentrale immer wieder den Ball und marschierte gen Hainberger Kasten. Oft holte man Freistöße heraus, aber vorerst blieben gefährliche Abschlüsse aus. Erst fing Andy einen ungefährlichen Freistoß, dann nahm ein Gästespieler den Ball nach Einwurf mit vollem Risiko aus über 20 Metern und verfehlte das Tor um mehrere Meter. Wiederum nach einem Einwurf brannte es im HSV-Strafraum, aber letztendlich konnte geklärt werden. Bis zur Halbzeit spielte sich das Geschehen so ab. Braunichswalde drängte, hatte zahlreiche Standards, blieb aber zum Glück im Abschluss noch harmlos. Einzig zwei gefährlichere Distanzschüsse, die erst links und dann rechts am Tor vorbeigingen drückten die Überlegenheit der Gäste vermerkbar aus. Aber die Zuschauer sahen ein Spiel, in dem die SGB mehr ackerte, Zweikämpfe, Freistöße und Ecken suchte. Derweil konnte der HSV nur mit Angriffshauchen andeuten, dass die nicht super sicher wirkende Gästeabwehr mehr in Bedrängnis zu bringen wäre. Kapitän Carsten begann nach einer guten halben Stunde zu versuchen, das Untergewicht im Mittelfeld auszugleichen und ging verstärkt und sogar für den Moment erfolgreich in die Kopfballduelle nach Abschlägen. Eine durchaus glückliche 1:0-Führung bei einer echten Chance im gesamten Verlauf der ersten Hälfte. Die Führung hatte keine breite Brust verliehen.

 

Auch in der zweiten Hälfte begann der Gast deutlich initiativreicher. Diesmal zahlte es sich schnell aus. Enters setzte sich nach einem langen Ball gegen die Hainberger Abwehr durch und verwandelte problemlos gegen den chancenlosen Andy. Noch unglücklicher das 2:1 für die Gäste. Nachdem ein Braunichswalder von der rechten Seite ungestört flanken konnte, sprang der Ball wie einflummi hin und her, bevor er vor den Füßen des Wieder-Braunichswalder und Ex-Paitzdorfer Goalgetter René Marowsky lag. Der Stürmer drehte sich schnell und schloss ins lange Eck ab, wo ein weiterer Mitspieler passiv Abseits stand. Obwohl viele es anders gesehen hatten, stand aber der Torschütze nicht Abseits. Nach der Führung nahm sich die SG deutlcih zurück und verlegte sich auf die Sicherung des Spielstandes. Aber so richtig lief der Hainberger Motor nicht an. Der aushelfende Routinnioer Sven Wolf traf aus guter Position nach 75 Minuten das Leder nicht richtig. Auf der Gegenseite wurde Andy dazu gezwungen, nach einem HSV-Querschläger zur Ecke zu klären. Kurz darauf setzte Marowsky einen Schuss über die Latte. Nicos versuchte es noch mit drei Schüssen aus der Verzweiflung, die ebenso übers Tor gingen. Erst als Keeper Andy sich schon nach 86 Minuten nach vorn aufmachte, entstand ein Powerplay und Braunichswalde kam in Bedrängnis. Allein ein gefährlicher HSV-Abschluss kam nicht mehr zustande, obwohl das Gewühl im Gästestrafraum einem wilden Hühnerhaufen glich, bei dem die Braunichswalder aber noch den Überblick behielten. Auf der Gegenseite hätte Marowsky nach 88 Minuten alles klar machen können, als er allein an der Mittellinie mit dem Ball am Fuß loslief. Leicht angeschlagen wurde er von Cedric in schier aussichtsloser Situation noch über- und der Ball abgelaufen. Danach hofften die Hainberger noch bis in die Nachspielzeit. Doch fiel niemand oder schoss auch keiner aus dem Gewühl, so dass der Gästesieg stand hielt und Alles in Allem völlig verdient zustande kam. Hainberg hält immer noch den guten zweiten Platz und sollte mit guten Leistungen in den letzten drei Punktspielaufgaben in der Lage sein, die Spannung hoch zu halten. Sicher, alle Spitzenbegegnungen konnte der HSV zuhause austragen, aber letztlich ging nur ein Spiel davon verloren. Schade, dass die starke Serie der Gastgeber nun ein jähes, aber hoffentlich nur vorübergehendes Ende fand. Routinier Dirk Bernickel wurde schmerzlich vermisst, da es keinem andren Gelb-Roten gelang, die Mannschaft anzutreiben und voran zu gehen. Dies hatte Dirk in der Vorwoche gegen den Tabellendritten demonstriert. Diesmal fehlte so ein kämpfender Antreiber. Leider war das Spitzenspiel eine qualitativ mäßige und chancenarme Begegnung. Den Gästen war es letztlich wurscht und sie freuten sich berechtigt über die zurück gewonnene Tabellenführung und den verdienten Sieg.

 

Einziges Manko, unnötige Kommentare unseres afghanischen Mitspielers und Torschützen Fared seitens der zur Zuschauertribüne umgemünzten Gästewechselbank.

 

HSV: Andy Czajka (Gelb); Lothar Ramisch (77./ Markus Neuhäuser), Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Christian Paul, Sven Wolf, Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Nico Springer, Steven Thomas, Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

SG 1898 Braunichswalde: Bert Schlosser (Gelb), Chris Ludwig, Sandro Kattner, Nico Halbauer (MK), Felix Koch, Philipp Moser, Harald Zeuch (88./ Marcus Oertel), Toni Götz, Sebastian Schubert (Gelb), René Marowsky, Marcel Enters.

 

Schiedsrichter: Eberhardt Möller (Triptis/ SV Blau-Weiß Auma).

 

Torfolge: 1:0 Abdul Zahoor Ghafari (8./ Assist: Steven Thomas), 1:1 Marcel Enters (49.), 1:2 René Marowsky (57.).

 

Zuschauer: 35.

03.11.2012, 14.00 Uhr (10.Spieltag, 1. Kreisklasse Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - SG 1.FC / SV Chemie Greiz 2:1 (1:1)

 

 

Hainberg gewinnt Stadt- und Spitzenderby aufgrund der zweiten Hälfte verdient, hatte aber im ersten Spielabschnitt etwas Glück

 

 

Gäste dominieren 35 Minuten das Spiel, erarbeiten sich aber zu wenig Chancen - auch ohne Spieler aus der Ersten zeigt die Reserve ein gutes Spiel

Die Zuschauer, verstärkt durch einige Spieler des spielfreien bisherigen Spitzenreiters aus Braunichswalde, bekamen diesmal auf dem Hainberg ein eher chancenarmes, aber trotzdem spannendes Spiel zu sehen. Erfreulich die inzwischen vielen Unentwegten unter den Dauer-Fans, auch Präsident Karl-Heinz traute sich diesmal nicht vor dem Abpfiff weg, und der zuschauende Ex-Mitspieler Robert wurde vom gesamten Team ebenso freudig begrüßt. Insgesamt vermerkte der Statist 10:5 Chancen für den HSV, was wohl den Sieg vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit als verdient bezeichnen lässt. Andererseits hatten die Gastgeber auch das Glück des Tüchtigen, als der Ausgleich so schnell gelang, obwohl bis dato die Gäste deutlich mehr vom Spiel hatten und ihre Führung sich klar stärker abzeichnete, als der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich. Die SG trat ohne Verstärkung aus der ersten Mannschaft an, konnte so weder die bisherigen Torschützen Faton Bungu und Philipp Gneupel sowie David Himmer, Denny Milde, Dustin Simon oder René Schimmel einsetzen. Einzig Richard Böttcher stand aus dem Kader der Ersten Neutrainer Donath zur Verfügung. Mit Marcel Schimmel, Christian Büttrich, Alexander Rummler, Tim Leuchtmann, Martin Brettfeld und Björn Haucke fehlten der Reserve sogar noch eigene wichtige Stammkräfte. Der verletzte Torwart Philipp Wünsch konnte im Rollstuhl zusehen, dass ihn der Ex-Cossengrüner und 49-jährige Rainer Walzel sehr ordentlich vertrat. Mit Spielbeginn zeigten sich die Hainberger von diesen Ausfällen wohl so sehr überrascht, dass sie davon ausgingen, dass an diesem Tag auch die halbe Kraft reichen könnte. Jedenfalls fand der HSV nicht zu seinem Offensivrhythmus und nach gut fünf Minuten übernahmen die Gäste das Zepter. Bei ersten Angriffsversuchen blieben sie noch hängen, aber in der 12.Minute setzte Jonas Lauber per unbedrängtem 18-Meter-Schuss ein krachendes Achtungszeichen an die Lattenoberrundung. Nun drang per Speedy-Einwurf auch mal Hainberg gefährlich in den gegnerischen Strafraum, wo jedoch Farid knapp verpasste. Böttcher zog ebenfalls aus der Distanz ab und verfehlte das Tor links. Es folgte ein guter HSV-Angriff, wobei Farid etwas zu steil in die Spüitze gen Speedy passte, so dass Walzel problemlos aufnehmen konnte. Von der 20. bis zur 30. Minute kündigte sich der dann folgende SG-Treffer merklich an. Erst köpfte Pfeifer nach einer Ecke knapp über den Kasten, Dann jagte Schlegel einen Freistoß recht deutlich über den Kasten, bevor nach einem weiteren Eckball Andi Tippmann am kurzen Fünfer unseren Andy zu einer Klassetat zwang und Marcel Pfeifer dann aus einem Meter den abgewehrten Ball vehement am langen Pfosten per Kopf in die Maschen drückte. Eine absolut verdiente Führung der Gäste. Keine drei Minuten später glichen die Hainberger mit ihrer ersten Großchance aus. Ein sehr gütiger Freistoß, den Chris in den Fünfer banante, verlängerte Dirk nach gewonnenem Kopfballduell zum am Fünfer freistehenden Speedy, der ebenfalls mit dem Schopf platziert ins lange rechte Eck zum überraschenden Ausgleich traf. Danach zeigte vor allem Routinier Dirk Bernickel, dass in dieser Begegnung mehr Kampf- und Einsatzbereitschaft gefragt war. Bis dahin gewannen die Gäste fast jeden Mittelfeldzweikampf und insbesondere nach Abschlägen und hohen Flanken die Kopfbälle in der Zentrale. Nun machte sich Dirk mit breiter Brust in die Zweikämpfe auf und nahm dabei auch gegnerische Freistöße in Kauf. Aber endlich setzte jemand ein Signal, ging in die Zweikämpfe und versuchte die offenen Bälle zu erkämpfen. Die einzigen zwei noch erwähnenswerten Möglichkeiten der ersten Hälfte verzeichneten die Gelb-Roten für sich. Nach einem wiederum gefährlichen Speedy-Einwurf probierte Farid einen Fallrückzieher, traf den Ball aber nicht hart genug, so dass er in den Armen des SG-Keepers landete. Nur eine Minute später steckte Farid schön zum durchlaufenden Speedy durch, der aber rechts am Tor vorbeischoss. Der eine gute Leistung zeigende und sich im Vergleich zu früheren Spielen klar steigernde Kurt Voigt aus Töppeln bat pünktlich zum Pausentee und Hainberg konnte mit dem Spielstand nach dem gesehenen Verlauf durchaus sehr zufrieden sein. Der Schieri lag ohne Linienrichter bei einigen Einwurfentscheidungen falsch, leitete sehr ordentlich, hätte aber sicher bei der einen oder anderen Nickligkeit auf beiden Seiten gern mal einen Karton zeigen können. Trotzdem Hut ab vor dem Schieriroutinier. Auf Gästeseite zeigte sich der ehemalige Hainberger Volker Degner besonders motiviert und wohl seine bis dato beste Saisonleistung und wollte wie das gesamte geschlossen auftretende Gästeteam auf keinen Fall die Punkte vor Ort belassen.

 

Auch wenn im zweiten Spielabschnitte ebenfalls kein Feuerwerk abgebrannt wurde, so sahen die Anwesenden eine klar anders verteilte Hälfte. Die Gastgeber gewannen nun deutlich an Überlegenheit und maßgeblich prägte mal wieder Dirk Bernickel das Spiel. Nun zeigten sich alle Hainberger einsatzbereiter und kämpferischer. Dirk verpasste in der 52. Minute in guter Schussposition den Abschluss aus elf metern und dribbelte sich dann drei Meter vor dem Toraus fest. Danach verfehlte Farid den gegnerischen Kasten, bevor Dirk dann bei einem 14-Meter-Schuss einen Gegenspieler auf seine Standfestigkeit prüfte. Bis zur 80.Minute befand man sich nun in der besten HSV-Phase des Tages. Nico verfehlte per Distanzschuss noch knapp. Einmal brannte es auf der Gegenseite, als eine Hereingabe der SG an Freund und Feind vorbei durch den Fünfmeterraum des Hainberger Tores rollte. Nach einer Gastgeberecke, köpfte Nico aus einem Meter über das Tor. Der schönste Hainberger Angriff des Spieles über den guten Farid, der in der Zentrale sensationell den Ball in den Lauf zu Speedy in dne Rücken der SG-Abwehr durchsteckte, führte zum Siegtreffer. Steven Thomas ließ den guten Walzel ohne Chance, als er ins lange linke Ecke per Rechtsschuss abschloss. Damit erzielte der Goalgetter Saisontreffer 14 und 15 für die Gelb-Roten, mehr als 45 % aller Hainberger Tore, und dürfte damit voraussichtlich mindestens so viele Treffer wie der nun wieder Braunichswalder René Marowsky auf dem Konto haben. Bei drei weiteren Chancen hätte der HSV die Führung dann sogar noch ausbauen können, jedoch verfehlte Dirk noch zweimal per Kopf und einmal mit Schuss und Nachschuss. Trotzdem zeigte der Routinier in diesem Spiel nochmals nachdrücklich, wie wichtig er für das insgesamt noch recht junge Team ist und trug maßgeblich zu diesem knappen, aber aufgrund der überlegen geführten zweiten Hälfte verdienten Heimsieg bei. Beizwei Freistößen von Nico und Speedy zeigte Keeper Walzel nach 1 1/2-Jahren Spielpause seine vorhandene Routine, als er die aufspringenden Bälle entschärfte. Trotz dessen muss man den Gästen insbesondere für die erste Halbzeit ein großes Kompliment zollen, in der sie bewiesen, dass sie doch nicht völlig abhängig von Spielern aus der ersten Mannschaft sind. Alles in allem war die kämpferische Steigerung des HSV in diesem Spiel für den Sieg ausschlaggebend und Speedy glänzte wieder durch seine Tore. Ein wichtiger Sieg und bei weitem nicht das beste Saisonspiel der Heimmannschaft, das aber immens wichtige drei Punkte einbrachte. Für den HSV kann es wohl nur besser sein, wenn die SG dann wieder mit größeren Namen gegen sie antritt, um das nötige Derbyfeuer mit dem Anpfiff zu entfachen. Beide Teams treffen nun nacheinander auf das dritte Spitzenteam aus Braunichswalde und müssen dann den Heimnimbus nutzen, um in der Rückrunde auch erwartete Rückschläge einstecken zu können. Jedenfalls sind mit diesen drei Mannschaften nun vorerst die drei Favoriten der C-Staffel der Ostthüringer Kreisklassen ausgemacht. Vor Spielbeginn konnten die beiden im Frühjahr bestellten und von der GWG eG Greiz sowie der EFA Elektro GmbH Greiz gesponserten Kurzarmtrikotsätze endlich offiziell und stellvertretend durch den GWG-Geschäftsführer Uwe Schneider überreicht werden. Dabei war merklich festzustellen, das derzeitige sportliche Höhenflug auch die Sponsoren zusätzlich erfreut. Vielen Dank an dieser Stelle für das Engagement.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Christian Paul, Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Nico Springer, Steven Thomas (89./ Jörg Tittmann), Dirk Bernickel, Abdul Zahoor Ghafari (76./ Markus Neuhäuser); Trainer: Uwe Birke.

 

SG Greiz II: Rainer Walzel; Stefan Sagan (Gelb; 77./ Martin Löffler), Marcel Pfeifer, Kevin Geißler, Gideon Greschok, Richard Böttcher, Peter Schlegel (MK), Jonas Lauber, Volker Degner (Gelb), Andreas Tippmann, Mario Haucke (68./ Marco Grumbach).

 

Schiedsrichter Kurt Voigt (Töppeln/ TSG Caaschwitz).

 

Torfolge: 0:1 Marcel Pfeifer (30.); 1:1 Steven Thomas (33./ Assist: Dirk Bernickel), 2:1 Steven Thomas (65./ A.: Abdul Zahoor Ghafari).

 

Zuschauer: 35.

20.10.2012, 15.00 Uhr (8.Spieltag, 1. Kreisklasse Ostthüringen, Staffel C): Hainberger SV - FSV Ronneburg II 2:1 (2:1).

Gute Leistung des HSV, der bis Sonntag von der Tabellenspitze grüßte und mit dem Sieg zur baldmöglichen Gesundung von Gerfried beitragen will

 

 

Offensivstarke Hainberger lassen reihenweise Chancen liegen und gewinnen verdient, aber nur knapp

 

Trotz Verletztenmisere halten die Ronneburger gut mit und bei noch mehr Glück hätten sie fast einen Punkt mitgenommen

Eigentlich wollte ich die Überschrift Sch... am Schuh wählen, aber dies wäre dem guten Hainberger Auftritt nicht gerecht geworden. Und gerade die überragenden, aber leider fehlschießenden Speedy, Farid und Dirk spielten die gegnerische Abwehr geradezu schwindelig. Trotzdem musste ich nach dem Spiel mal drunter schauen.

 

Zuerst wünscht das gesamte Team samt Verein unserem Gerfried gute Besserung, der ja noch im Krankenhaus, informiert von Mathias, die Hainberger Spiele verfolgt, sich am derzeitigen Fußballhoch erfreut und hoffentlich bald nach Hause entlassen werden kann. Wir freuen uns, dass es Dir schon etwas besser geht.

 

Ohne den kränkelnden Markus trat Hainberg gegen die in diesem Jahr vom Verletzungspech geplagten Ronneburger an, für die stellvertretend Kapitän Puhl sein Team nach erlittenem Kniescheibenbruch auf Krücken nach Greiz begleitete und unterstützte (Hut ab!). Endlich klappte es auch wieder mit dem angesetzten Schiedsrichter. Ohne Extra-Anruf pfiff Sportfreund Höfer die Begegnung pünktlich an. Die Gastgeber übernahmen das Zepter und schufen sich vorerst nur Standardsituationen, die allesamt verpufften. Der erste gefährliche Ronneburger Angriff hatte dagegen schon den Hauch von Gefährlichkeit. Zum Glück wurde Wydra nach einem Einwurf vom zu ihm durchkommenden Ball selbst überrascht, so dass das Leder vom Bein des Gästespielers gen Andy rollte. Im Gegenzug sandte Routinier Dirk Bernickel einen langen Ball in die Spitze gen Speedy, der trotz seiner Schnelligkeit nicht rankam. Nach fast 8 Minuten war es dann soweit. Wie schon des Öfteren in der bisherigen Saison leitete ein Einwurf ein Hainberger Tor ein. Speedy warf zu Dirk, der präzise zum am langen Fünfer stehenden Nico passte. Nico nahm den Ball an und verwandelte sofort unhaltbar ins kurze linke Eck. Danach folgten mehr als zehn Minuten ohne Gefahrensituationen, in denen der HSV weiter mehr fürs Spiel tat, das einzig Erwähnenswerte aber ein Schuss des Ronneburger Willigers aus guten 20 Metern war, den Andy in Ruhe im Nachfassen sicher packen konnte. In der 18. Minute schlug dann wieder unser Goalgetter Steven Thomas zu. Cedrics Bogenlampe, noch gut zehn Meter vor der Mittellinie geschlagen, wurde zur astreinen Vorlage, die Speedy laut Nico ganz cool verwandelte, obwohl er in der Hügellandschaft der Sportanlage bei 15 Metern hängen blieb, den Ball nicht richtig traf und so den herauslaufenden Torwart per Kullerball souverän ausguckte. 2:0 – alles sah wunderbar aus. Auch an der Hainberger Effektivität, woran man noch in Daßlitz zweifelte, gab es nichts auszusetzen. Zumindestens NOCH nicht. Nun begann der HSV ein Feuerwerk abzubrennen. Erst strich ein Freistoß von Speedy knapp am kurzen rechten Eck vorbei, dann folgte einem guten langen Chris-Freistoß ein fulminanter Nico-Schuss aus 16 Metern, den der Keeper aus dem linken Angel zur Ecke klärte. Nach der Ecke verpasste Farid nur knapp. Mitten rein ins Feuerwerk geriet aber ein Verrecker. Nach einer Gäste-Ecke landete Jos Kopfballklärungsversuch am langen rechten Strafraum. Dort setzte sich laut Hörensagen Wydra durch und vollendete sicher ins lange linke Toreck. Laut Hörensagen, da mir die anderen Hainberger Bankdrücker die Sicht versperrten und ich nur die letzten zehn Meter des Balles verfolgen konnte. Da Kevin Korn, den ich auch noch zum fehlenden Kevin Plescher erkor, jubelnd aus der Abschussrichtung abdrehte, dichtete ich einem Nichtanwesenden ein Tor an und produzierte somit eine OTZ-Fehlmeldung. Ja, ja, so entstehen die vielen Falschmeldungen der Regionalzeitung. Nach fast einer halben Stunde stand es nun wieder knapp 2:1. Dies hätten die stark auftretenden Hainberger bis zur Pause aber locker ändern können, ja sogar müssen. Zuerst kam der flinke Speedy nach langem Lothar-Pass noch unglaublich vor Keeper Voigt an den Ball und konnte ihn per Heber noch schnell über diesen spitzeln. Der Ball setzte einen Meter vor dem Tor auf und sprang dann um Zentimeter über die Latte des linken Dreiangels. Danach hatte unser unermüdlich rennender, technisch überzeugender, aber an diesem Tag nicht mit dem nötigen Abschlussvermögen bzw. nur ein wenig Glück ausgestatteten Balotelli nach jeweils schönem Anspiel den Führungsausbau auf dem Fuß. Allein vor dem Torwart auftauchend wollte er den Ball nach 36 Minuten präzise ins rechte Eck des so großen Tores setzen. Leider setzte er ihn aber einen Meter zu weit nach Rechts. Kurz vor der Pause war es wieder Farid, der den Ball nach Hereingabe aus 5 Metern nicht unterbrachte. Der souverän leitende Silvio Höfer bat zur Pause und den Hainbergern war höchstens vorzuwerfen, dass es knapp stand. Die starke Abwehr, die Carsten als fast zusätzlicher Rechtsverteidiger verstärkte, hatte nur eine echte und eine halbe Chance zugelassen. Jo mehr ein defensiver linker Läufer hatte zudem den starken Wydra weitgehend abgemeldet. Vorn hatten die starken Nico, Farid, Dirk und Speedy nahezu ein Feuerwerk abgebrannt.


Nach der Pause änderte sich am Geschehen nur wenig, aber trotz sechs weiterer Tausendprozenter fehlte nun das Salz in der Suppe, nämlich weitere Tore. Dirk wollte es zuerst mal wieder nach langer Zeit mit dem Kopf durch die Wand probieren. Nach Anspiel von Speedy, verpasste er den Pass zu Farid, Jo oder wieder Speedy und rannte sich in drei Ronneburgern fest. Dass er mitunter mehrere Gegner auf sich zieht, hat er aber zuletzt schon oft zu Klassepässen genutzt. In der 60. Minute folgte eine weitere Chance, bei der schon die Hälfte der Zuschauer Tor schrie. Nach einem Angriff über die linke Seite flankte Farid in den Fünfmeterraum, wo Speedy knapp verpasste, dem Ball hinterher rennend, vom Keeper klar festgehalten und gestoßen wurde, sich auf den Beinen hielt und nochmals top getimt in den Fünfer zurück flankte. Der in die Zentrale geeilte Farid köpfte aus einem guten Meter gegen die Laufrichtung der auf der Torlinie vorbei rennenden Ronneburger Abwehr und setzte den Ball unglaublich daneben. (Szene nachfolgend als Download). Kurz darauf folgte ein fulminanter Rechtsschuss von Speedy, den Voigt mit großer Parade aus dem Dreiangel holte. Zwischendurch meldete sich auch der Gast mal wieder mit einem Freistoß aus knapp 25 Metern, den Andy sicher parierte. Innerhalb einer Minute folgten zwei Chancen für den allein auf den Torwart zulaufenden Speedy. Bei den Bodenverhältnissen ist der Ball nicht einfach am Fuß zu führen, aber beide Abschlüsse hätten auch gut zu Toren führen können. Erst jagte er den Ball mit rechtem Fuß fulminant und knapp übers Tor, dann schoss er flach links am Tor vorbei. Auch bei einem Kopfball nach einer Ecke fehlte Speedy das notwendige Glück, so dass der Ball links neben dem Tor im Aus landete. Dann wollte es Dirk besser machen, lief allein durch die Abwehr und scheiterte knapp am langen Pfosten vorbei. Die arme Wechselbank musste mein dauerndes Pochen aushalten. Was wir liegen ließen ging auf keine Kuhhaut. Und wenn es ganz dumm gelaufen wäre, hätten wir wieder mal das Phrasenschwein bemühen müssen. Wenn du die Chancen vorn nicht machst etc.. Bei einer Ecke kam Andy nicht richtig zum Ball und der eingewechselte Ronneburger Munk konnte mit der Stirn dem Spielgerät nicht den nötigen Druck geben, so dass dieses von der Stirn ins Toraus wischte. Danach setzte sich Wydra auf der rechten Seite am Strafraum durch und feuerte vom Sechzehner über den Hainberger Kasten. Damit war es aber dann mit der Ronneburger Herrlichkeit vorbei. Dirk versuchte in der Schlussminute noch eine schiere Unmöglichkeit möglich zu machen. Ja, wenn die einfachen Sachen schon nicht klappen, dann versuchts man halt von der Grundlinie. Aber das klappte auch nicht und der Ball flog auf der anderen Seite ins Toraus. Schlusspfiff nach einem guten Hainberger Spiel und ein nur knapper, aber äußerst verdienter Sieg. Kompliment an die Gäste, die trotz ihrer Misere einen guten Auftritt hinlegten und in dieser Verfassung nächste Woche den Braunichswalder Gästen das Leben richtig schwer machen können. Letztere holten sich nach einem wechselvollen Spiel, dessen Resultat deutlich über den Verlauf hinwegtäuschte am Sonntag gegen Daßlitz/ Lawedo II die Tabellenführung zurück. Hainberg hat nun ein spielfreies WE vor sich und kann dann voll konzentriert die beiden großen Heimaufgaben gegen die SG Greiz II und den Spitzenreiter angehen.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Christian Paul, Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel (67./ Steven Ludwig), Nico Springer, Steven Thomas, Dirk Bernickel, Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

FSV Ronneburg II: Daniel Voigt; Peter Hoppe (MK), Mario Völker, David Riebold, Alexander Onoszko, Ron Williger, Michael Wydra, Alexander Markgraf, David Härtel, Kevin Korn (56./ Thomas Munk), Daniel Lang.

 

Schiedsrichter Silvio Höfer (Greiz/ Hohndorfer SV).

 

Torfolge: 1:0 Nico Springer (7./ Assist: Dirk Bernickel), 2:0 Steven Thomas (18./ A.: Cedric Ullmann), 2:1 Wydra (29.).

 

Zuschauer: 50.

Nachtrag zum Daßlitzspiel der Vorwoche

Um folgenden Nachtrag zum Vorwochenspiel kommen wir nicht umhin. Jedenfalls gaben die Gastgeber folgenden Text an die OTZ und dies nach 14:3 Großchancen für den HSV, wo man schon nachfragen muss, welches Spiel die Gegenseite gesehen hat.

 

Aus OTZ vom 16.10.2012: "Ein Spiel, das von vielen unfairen Szenen geprägt war. Der Gastgeber konnte die Hainberger Führung zweimal egalisieren. Nach der Pause lag der Gast vorn und entschied die Partie in der Nachspielzeit. Ein glücklicher Gästesieg." und nun mein Zusatz: , der auch hätte 10:2 ausgehen können und 7:2 müssen.

13.10.2012, 15.00 Uhr (7.Spieltag, 1. Kreisklasse, Staffel C): SG TSV 1905 Daßlitz/ TSV 1872 Langenwetzendorf II - Hainberger SV 2:4 (2:2)

Nach bestem Saisonspiel und Braunichswalder Remis übernimmt HSV sensationell dank besserer Tordifferenz die Tabellenspitze

Florian Röhr aus Zeulenroda (TSG Hohenleuben/ Blau-Weiß Steinsdorf) pfeift sehr stark und mit Fingerspitzengefühl

 

Gastgeber bleibt trotz deutlicher Unterlegenheit bis in die Nachspielzeit im Spiel und nutzte bei 3:15 Großchancen seine Möglichkeiten fast optimal

Bestes Hainberger Saisonspiel führt zur Pokalrevanche - Manko: Zwei Defensivfehler bestraft der Gastgeber und Fans sowie Betreuer lassen Nerven bis in die Nachspielzeit, weil es zur Halbzeit 2:2 statt 7:0 für Hainberg steht

Hainberg setzt Ungeschlagenserie in den Punktspielen fort. Völlig verdient fahren die Gelb-Roten mit drei Punkten aus Daßlitz zurück, halten aber den Gegner unnötig lange im Spiel, so dass den Gastgebern das 2:4 nach dem Spielverlauf fast wie ein Sieg vorkommen muss.

 

Dabei blieben die ersten zehn Minuten chancenarm. Außer einem Schuss von Speedy, der das Tor links verfehlte und zahlreichen Hainberger Standards, vor allem Ecken, gab es nichts zu notieren. Aber dafür fühlte man mit dem Anpfiff, dass die Gäste diesmal unbedingt den Sieg wollten. Kämpferisch ging man die Duelle an – ein völlig anderes Bild als noch im verlorenen Pokalspiel. Der HSV wirkte sogar bissiger als der Gastgeber. Dann brachte Paule die Summe der Hainberger Fouls nach einer Allerweltsaktion Gelb ein. Und Nico ließ sich den gleichen Karton zeigen, da er sich zu zeitig aus der Mauer bewegte. Danach wurde es nach zwei gut getretenen langen Freistößen von Chris im SG-Strafraum gefährlich. Einmal klärte der Gastgeber zur Ecke, das andere Mal war Jo überrascht, dass der Ball noch zu ihm durchkam. Im Gegenzug wollte „Bifi“, Christian Schädlich, ein Zeichen für die Platzbesitzer setzen. Sein Distanzschuss ging jedoch klar über den Hainberger Kasten. Nun begann die Dauerdruckphase der Gelb-Roten. Ein schneller Angriff wurde von einem Daßlitzer zum Einwurf geklärt. Ohne dass sich die Heimmannschaft sortieren konnte, führte Farid schnell zu Nico aus, der sofort aus 18 Metern aufs Tor schoss. Großer Gästejubel, nachdem Torwart Walzel gegen den aufspringenden Ball keine Chance hatte, der im langen Eck landete. Kurz darauf kratzte der zuvor noch geschlagene Torwart mit großartiger Parade einen Distanzschuss des starken Farid aus dem linken Dreiangel. Nach der Ecke ein toller Flugkopfball von Steven Thomas, der knapp über das Tor ging. Nach schöner Speedy-Flanke scheiterte Balotelli mit dem nächsten Schuss. Alles passierte im Minutentakt. Nach einem Jo-Pass in die Spitze kam Speedy nicht an die Kugel, weil der Adressat nicht genau genug beschriftet wurde, so dass der Keeper ans Leder kam. Dann wie schon in der Vorwoche ein sensationelles Zuspiel von Dirk aus dem Mittelfeld in den Rücken der Heimabwehr und den Lauf Speedys. Die Hainberger Torschreie erstickten, da der Ball wie ein Wunder doch noch rechts am Tor vorbei ins Aus strich. Nach einem Freistoß der SG bei 35 Metern leistete sich die Gästeabwehr einen eklatanten Schnitzer. Statt den Laufweg dicht zu machen, bekam der angespielte Martinez nur Begleitschutz, kurze Drehung und Andy hatte gegen den Heber aus sechs Metern keine Chance. Kurzes Entsetzen, Durchschütteln und weiter ging es gen Gastgebertor. Nach einem langen Andy-Abschlag war Speedy halbrechts durchgelaufen und der Linksfuß schloss gut mit rechts ab. Walzel reagierte mit prächtiger Fußabwehr gegen die Laufrichtung und klärte zur Ecke. Nach der anschließenden Ecke, brachte der lang stehende Dirk den Ball herrlich in die Zentrale, wo Balotelli knapp über das Tor köpfte. Dann endlich wurden die Gästebemühungen wieder belohnt. Schnell ging der Ball von Mann zu Mann durchs Mittelfeld zu Speedy, der herrlich in die Spitze zu Farid flankte. Balotelli versenkte den Ball unhaltbar im Kasten. Eine Minute später wieder eine Superchance für den Torschützen, der diesmal aber minimal verfehlte. Nachdem Farid dann wieder denkbar knapp einen Kopfball vorbei gesetzt hatte, zeigten die Daßlitzer kurz vor dem Pausenpfiff eine bewundernswerte Effektivität. Der HSV war defensiv schlecht zugeordnet. Der im Mittelfeld ungedeckte Kapitän Pfennig passte auf Rechtsaußen, wo Degner nach kurzer Drehung nach innen flanken Konnte. Und es kam wie es im ungünstigsten Fall kommen konnte, die verunglückte (HSV-Sicht), geglückte (SG-Sicht) senkte sich gegen den langen Pfosten und sprang ins Hainberger Netz. Wieder Fassungslosigkeit. Peter meinte zum folgenden Pausenpfiff, dass es eigentlich 7:0 stehen müsste, so lief die Begegnung bis dahin. Die Gastgeber fühlten sich in diesem Moment sicher wie die Jungfrau mit dem Kind. Die starke Hainberger Leistung war bisher nicht belohnt worden.


Die zweite Hälfte verzeichnete zuerst eine SG-Gelegenheit. Einen Aufsetzerschuss bekam Andy im Nachfassen problemlos unter Kontrolle. Und schon rollten wieder die Hainberger Angriffe. Nach präziser Speedy-Ablage brachte Nico keine Wucht auf den Ball. Ein wiederum gutes Speedy-Zuspiel konnte Farid nicht verwerten. Nur eine Minute später machte er es besser und brachte seinen Schuss nach Speedy-Vorlage im Nachsetzen zur dritten Führung des HSV im Tor unter. Anschließend sah Chris berechtigt Gelb und hatte vorher zum Glück noch keine Strafe erhalten. Da Carsten nach einem etwas unnötigen Seitenlinienfoul in Halbzeit Eins schon die Gelbe eingeheimst hatte, wandelten vier Hainberger und auch drei Gastgeberspieler an einer Hinunterstellung. Der souveräne Schiedsrichter Röhr zeigte dann auch in manchen Situationen in diesem intensiv geführten Spiel Fingerspitzengefühl und beließ alle Spieler auf dem Platz. Danach verpassten Speedy und Jo jeweils knapp aus der Distanz den weiteren Führungsausbau. Die beste Chance hatte dann Dirk, als er nach schönem Zuspiel allein auf den Keeper zulief, diesen anschoss und im Nachschuss das Leder aus sptzem Winkel an den Pfosten jagte. Eine tolle Parade von Andy, der eine fulminanten und aufsetzenden Schädlich-Schuss aus dem linken Eck kratzte und zur Ecke lenkte, womit er den dritten Ausgleich verhinderte. Danach wirkte er aber manchmal unkonzentriert, beruhigte das Spiel zu wenig und ließ einen Rückpass durch, den er aber kurz vor der Torauslinie nochmals erlaufen konnte. Hainberg kam noch mal nach einer Jo-Flanke zu einer Riesenmöglichkeit, aber der Doppeltorschütze Farid setzte den Ball knapp vorbei. Nach dem Spielverlauf musste der HSV gewarnt sein, kam aber bis in die Nachspielzeit ohne weitere Wackler aus und schließlich machte Speedy mit einem fulminanten Freistoß, der von der Abwehr abgefälscht wurde, endgültig den Deckel drauf. Kämpferisch gabs von jedem Daumen und großen Fußzeh ein Hoch. Spielerisch auch. Aber das Ergebnis fiel aufgrund der ineffizienten Chancenverwertung viel zu knapp aus. Alles in Allem hat sich das gesamte Team ein riesengroßes Kompliment für die Daßlitzer Leistung verdient. Auch die Gastgeber wiesen nach, dass sie durchaus für die obere Tabellenhälfte reif sind, allein schon aufgrund der an den Tag gelegten Effektivität.


Die nächsten drei Begegnungen des HSV, allesamt zuhause gegen Ronneburg II, SG Greiz II und Braunichswalde haben es in sich und werden dem HSV für Erfolge ebensolch gute Leistungen abfordern. Schön wäre, wenn man dann das Chancen-Tor-Verhältnis wieder günstiger gestalten kann. Nach dem überraschenden und wohl auch etwas unglücklichen Remis des bisherigen Spitzenreiters aus Braunichswalde in Rüdersdorf wurde der HSV auch noch überraschend Spitzenreiter. Dies ist aber nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme. Nochmals Glückwunsch Jungs.

 

SG: Christian Walzel; Christian Eigenwillig, Toni Albert, Eric Göpel, Steven Berger (48./ Gelb), Kai Burkhardt (85./ Gelb), Christian Schädlich, Daniel Pfennig (MK, 26./ Gelb), Christoph Martinez, Albrecht Sterner (46./ Michael Farack), Christian Degner (83./ Chris Lorenz).

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Paul (11./ Gelb), Christian Reichardt (54./ Gelb), Carsten Reichardt (MK, 32./ Gelb, 89./ Sebastian Schulz), Johannes Steudel, Nico Springer (12./ Gelb), Steven Thomas, Dirk Bernickel, Abdul Zahoor Ghafari. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Florian Röhr (Zeulenroda)

 

Tore: 0:1 Nico Springer (22./ Assist: Abdul Zahoor Ghafari), 1:1 Martinez (33.), 1:2 Abdul Zahoor Ghafari (41./ A.: Steven Thomas), 2:2 Degner (45.), 2:3 Abdul Zahoor Ghafari (51./ A.: Steven Thomas), 2:4 Steven Thomas (90.+1/ Freistoß).

 

Zuschauer: 35.

06.10.2012, 15.25 Uhr (6.Spieltag 1. Kreisklasse, Staffel C): Hainberger SV - TSV 1880 Rüdersdorf II 6:1 (3:0)

Speedytime auf dem Hainberg - Steven Thomas netzt vierfach ein und erzielt sauberen Hattrick in der ersten Hälfte

Schon wieder reiste der angesetzte Schiedsrichter nicht an - Sportfreund Weber sprang kurzfristig ein

 

Hainberg behauptet gegen das neue Tabellenschlusslicht den zweiten Tabellenplatz - Dirk Bernickel spielt trotz klaffender Platzwunde am Unterkiefer  und legt Speedy zweimal herrlich vor

 

Rüdersdorf II bleibt noch immer ohne Punkt, spielte insgesamt zu harmlos und kam dank eines großzügigen Elfmeterpfiffs zum Ehrentreffer 

Die Partie konnte wie auch in Caaschwitz aufgrund der Nichtanreise des angesetzten Schiedsrichters nicht pünktlich beginnen. Zum Glück sprang diesmal ein wirklicher Unparteiischer ein, da sich Steffen Weber von Blau-Weiß kurzfristig bereit erklärte. Vielen Dank dafür und auch seine Spielleitung war souverän und fast ohne Fehl und Tadel, eine sehr gute Leistung.

 

Hainberg hatte sich viel vorgenommen und versuchte die Partie mit Anpfiff zu bestimmen. Speedy flankte in die Spitze an den Strafraum, wo Markus den Ball aufnahm, einen Gegner ausspielte und dann aber doch deutlich übers Tor abschloss. Kurz darauf meldete sich auch Rüdersdorf mit einem Distanzschuss durch Wagener, der Andy aber nicht vor Probleme stellte. Im Gegenzug wurde ein Schuss von Steven Thomas von einem Rüdersdorfer unerreichbar für den eigenen Keeper abgefälscht, ging aber knapp rechts am Kasten vorbei. Hainberg war nun deutlich überlegen und versuchte stets schnell zu Abschlüssen zu kommen, vergaß aber manchmal auf den besser postierten Mitspieler zu passen. Eine schöne Kombination über Speedy, Farid und Stevie endete noch mit einem ungefährlichen Abschluss. Dann lag der Ball schon fast im Gästetor, aber Farid brachte nach schönem Stevie-Anspiel das Leder nicht aus zwei Metern an Beuchel vorbei, der gerade so zur Ecke klären konnte. Im Gegenzug großes Tohuwabohu im Hainberger Fünfmeterraum, bis endlich der Befreiungsschlag erfolgte. Einen weiteren Gegenangriff konnte Dirk Bernickel vor der Mittellinie abfangen und passte genial in die Spitze, wo Speedy toll den Ball zwischen zwei Gegenspielern mitnahm und trocken ins rechte Eck vollendete. Es folgte ein Aufreger, nach einem Zusammenstoß im Mittelfeld, als sich ein Rüdersdorfer Dirk in den Weg stellte, klaffte beim früheren Aubachtaler eine Platzwunde unterhalb des Kinns von ca. 4 cm und das Blut schoss förmlich heraus. Kompliment, dass sich Dirk nach notdürftigem Verbandanlegen wieder aufs Spielfeld begab und trotz eingeschränkter Sicht (der Wolf aus den Märchen lässt grüßen), den weiteren Spielverlauf erheblich mitprägte. In der 20. fast ein direkt verwandelter Eckstoß von Speedy, der Ball landete aber auf dem Netz. Wenig später wurde ein 18-Meter-Freitoß von Steven Thomas an den linken Innenpfosten ohne Abwehrchance für den Rüdersdorfer Keeper abgefälscht und es stand 2:0. Eine gute Minute später schickte Andy Czajka Speedy per langen Abschlag in die Spitze, der lief mit dem Ball noch ein paar Meter und schoss ihn zum 3:0 ins Netz, Markus gelangte aus Abseitsstellung noch an den Ball, aber der hatte laut Joshs Videobeweis die Linie schon überschritten. Damit war Speedy in nur 13 Minuten ein lupenreiner Hattrick gelungen. Nach schönem Doppelpass zwischen Dirk und Stevie nahm der „Eingewickelte“ das Spielgerät direkt aus der Luft, verfehlte aber das Tor der Gäste. Nun meldete sich auch mal wieder der Gast, als Franz nach einem Abwehrstellungsfehler zum Abschluss kam, aber knapp den langen Pfosten verfehlte.Trotzdem lag eher das 4:0 in der Luft. So als Nico aus 17 Metern den linken Innenpfosten traf, der Ball aber zurück ins Feld sprang. Nach einem langen Einwurf von Speedy verlängerte Farid per Kopf und Stevie konnte der Kugel am langen Pfosten freistehend nicht die richtige Richtung geben und verfehlte knapp. Andreas Beuchel warf sich mutig in einige Hainberger Angriffe und wurde dabei vom Schieri stets geschützt. Ghafari erhielt dafür etwas überhart Gelb gezeigt. Die Chancen ließen nach, außer einem Stevie-Distanzschuss, der klar und einem Christian-Freistoß, der knapp vorbeiging, hatten die Hainberger vor der Pause keine Abschlüsse mehr zu verzeichnen. Hingegen hätte Rüdersdorf kurz vor der Pause verkürzen können, als nach einer Ecke ein Gästespieler umringt von vier Hainbergern unbedrängt über den Kasten köpfte.

 

Die zweite Hälfte hätte fast mit einem weiteren Hainberger Treffer begonnen. Nach schönem Querpass von Balotelli zu Markus, der zentral freistand, traf dieser den Ball nicht richtig und löffelte ihn Beuchel in die Arme. Rüdersdorf versuchte sich danach mit zwei harmloseren Abschlüssen. Kurz darauf schoss Dirk einen Ball mit vollem Risiko übers Gehäuse. Dann, trotz eingeschränkter Sicht, wieder ein sehenswertes langes Anspiel von ihm in den Rücken der Abwehr und der schnelle Speedy setzte seinen vierten Treffer. Nach einem schönen Spielzug passte Farid in bester Schussposition gut auf rechts zum freistehenden Markus, der noch am Keeper scheiterte, doch endlich setzte mal ein Hainberger in Person des Kapitän Carsten nach und beförderte den Ball aus Nahdistanz ins Tor. Wenig später erhielt Rüdersdorf die Chance zum Ehrentreffer, als Der gut leitende Weber auf Strafstoß entschied. Wohl eher eine Fehlentscheidung, da Nico den Ball geschlagen hatte, bevor der Angreifer an sein Bein lief. Lerbs verwandelte sicher und mein Tippresultat stand an der virtuellen Anzeigetafel. Dirk scheiterte nach Balotelli-Anspiel knapp und dann bewies der Gästetrainer ein gutes Näschen. Einer seiner Einwechsler erzielte einen unhaltbaren Treffer. Bedrängt von Seb hämmerte er den Ball unhaltbar leider ins eigene Tor und meine sichere Wettquote war dahin. Obwohl es noch das eine oder andere Mal vorm Tor brannte, blieb letztendlich das Resultat bestehen. Ein verdienter Sieg der Hainberger, die kommende Woche auf das Team treffen, das ihnen die bisher einzige Saisonniederlage im Pokal bereitete und sicherlich eine weit größere Herausforderung darstellt.

 

HSV: Andy Czajka; Nico Springer, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Steven Ludwig, Steven Thomas, Abdul Zahoor Ghafari (40./ Gelb; 78./ Jörg Tittmann), Dirk Bernickel (79./ Lothar Ramisch), Markus Neuhäuser (66./ Sebastian Schulz). Trainer: Uwe Birke.

 

TSV: Alexander Beuchel; Mario Kirst (MK), Mathias Beer, Chris Kluge, Thomas Franz (Gelb), Benjamin Schlauch, Christian Küstermann (52./ Martin Meister), Maik Lerbs (Gelb), Tom Wagener, Daniel Meister (Gelb), Silvio Himmel. Trainer: Karsten Bräuner.

 

Schiedsrichter: Steffen Weber (SV Blau-Weiß 90 Greiz)

 

Tore: 1:0 Steven Thomas (13./ Assist: Dirk Bernickel), 2:0 Steven Thomas (24./ Freistoß), 3:0 Steven Thomas (25./ A.: Andy Czajka), 4:0 Steven Thomas (59./ A.: Dirk Bernickel), 5:0 Carsten Reichardt (63./ A.: Markus Neuhäuser), 5:1 Maik Lerbs (66./Elfmeter), 6:1 Martin Meister (78./ Eigentor).

 

Zuschauer: 25.

03.10.2012, 14.00 Uhr (Nacholspiel, 1.Spieltag 1. Kreisklasse, Staffel C): SG Blau-Weiß 1990 Steinsdorf - Hainberger SV 2:4 (0:3)

Dritter Treffer kurz vor der Pause ebnet den Weg zum Sieg und Speedy macht beim 4:1 den Deckel drauf

 

Gastgeber der erwartet schwere Gegner - Gästetreffer fielen zu wichtigen Zeitpunkten - Ohne Maler und Häckel machte Steinsdorf vor allem über lange Bälle Druck

 

HSV rückt auf zweiten Tabellenplatz - Frühe Führung per Kopf durch Nico Springer - Speedy mit Saisontreffer 6 und 7 - wichtiges 3:0 kurz vor der Pause von Stevie

In einer umkämpften Begegnung ging der HSV zu Beginn durch Nicos Kopfball in Front. Speedy erhöhte per Freistoß. Nach langen Bällen brannte es immer wieder im Hainberger Strafraum. Mit viel Glück überstand man trotz Carstens verletzungsbedingten Ausscheiden die erste Hälfte ohne Gegentreffer, obwohl sich Steinsdorf sehr gute Gelegenheiten erarbeitete. Steven Ludwigs 3:0 kurz vor der Pause brachte die Vorentscheidung. Die Gastgeber gewannen die zweite Hälfte mit 2:1, weil der HSV bei einem indirekten Freistoß aus 16 Metern schlief und mehrere toll herausgespielte Gästekonter vergeben wurden. Beide fair spielenden Mannschaften hatten mit Sportfreund Möller einen gut aufgelegten Spielleiter. Nach Speedys Wuttreffer zum 4:1 konnte Sebastian Borchardt nach langem Ball in den Rücken der Abwehr nur noch verkürzen. Der Spielbericht wird diesmal lustig, da ihn Ralf Birke nach meiner frühen Einwechslung notierte und vor allem das Geschehen abseits des Platzes begutachtete. Da werde ich einige Synonyme verwenden müssen.

 

Jedenfalls konnte es nicht besser beginnen. Nachdem Markus beim ersten Angriff im Strafraum etwas zauderte sprang immerhin noch ein Eckball heraus. Diesen schlug Speedy in den langen Fünfmeterraum, wo Nico nur noch einnicken brauchte und so für einen optimalen Hainbergstart sorgte. Erste Angriffsversuche der Gastgeber blieben aufgrund der Abschlüsse harmlos. Nach 9 Minuten spielte Hainberg einen schnellen Konter, als Markus einen langen Ball zu Ghafari ablegte, der wiederum Speedy einsetzte. Hainbergs Goalgetter feuerte aus 14 Metern aufs kurze Eck und forderte Immisch zu einer Großtat, der zur Ecke klärte. Steinsdorf blieb noch ungefährlich, so schoss Tobias Borchardt klar über den Hainberger Kasten. Nach einem Foul an Nico trat Speedy nach einer knappen Viertelstunde zum Freistoß aus gut 30 Metern an. Der Ball senkte sich kurz vor der Querlatte und konnte von Immisch nicht mehr abgewehrt werden. Nach dem 2:0 begann nun Steinsdorf zunehmend stärker zu werden. Leider musste Captain Morgan Carsten nach einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden. Die Steinsdorfer Offensive mit Siege, Kreßner und S. Borchardt sorgte nach lang geschlagenen Bällen stets für Tohuwabohu in der Hainberger Abwehr. Die Hainberger Chancen von Markus, Nico, Fahrid und Speedy blieben ohne Torerrfolg. Auf der Gegenseite brannte es aber zunehmend mehr. Andys Großtat gegen den durchgelaufenen Siege, der besser quer gepasst hätte, beließ es bei der 2:0-Führung. S. Borchardt verpasste nach Kreßners scharfer Hereingabe nur denkbar knapp das leere Tor und der Ex-Weidaer Kreßner traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz, als Andy den Ball unter seinem Körper durchgleiten ließ, als würde er seinen Slip abstreifen. Der HSV hatte das Glück arg strapaziert und wurde dann sogar noch von diesem geküsst. Nach einem Einwurf Marke Speedy, scheiterte Fahrid am stark reagierenden Keeper, aber der Abpraller landete vor den Füßen des links vor dem Tor freistehenden Stevie, der kontrolliert einnetzen konnte. Kurz danach der Pausenpfiff und nach dem Spielverlauf konnte es für die Gäste nicht besser stehen.

 

Die Mannschaft ging zur Kabinenpredigt und glaubt man dem Berichterstatter, erfreuten sich die Zuschauer in dieser an einer wohlgeformten Flitzerin. Nach der Pause habe ich vermehrt Kommentare zum Außengeschehen und kann nur einzelne Spielsituationen aus meiner hechelnden Erinnerung wiedergeben. Die erste wesentliche Aktion der zweiten Hälfte vollführte somit Thomas Czajka, der Bier holen ging. Jedenfalls weiß ich, dass Steinsdorf immer schnelle direkte Angriffe fuhr, um vor allem S.Borchardt in den Rücken unserer Abwehr zu schicken. Bei zwei Kopfbällen traf er den Ball nicht richtig. Jedenfalls blieb die Steinsdorfer Offensive ein ständiger Unruheherd. In Minute 54 pfiff der Referee ein hohes Bein von Stevie im Strafraum recht kulant als indirekten Freistoß auf der Strafraumgrenze. Der HSV pennte geschlossen, den gehobenen Arm des Schieris übersehend, so dass der Freistoß in Ruhe abgelegt wurde und so der freistehende Böttcher den Ball zum 1:3 aus 17 Metern ins Tor nagelte. Während Carsten wie Mona Lisa wohl außerhalb des Spielfeldes lag, versuchten die Gastgeber weiter Druck aufzubauen. Andy musste vorerst nicht weiter eingreifen, da Steinsdorf durch Siege und S. Borchardt verfehlte, die langen Bälle im Toraus landeten oder Andy gut herausgelaufen war. Mitten in die Drangphase kam der Ball von Nico zu Speedy an den rechten Strafraum, der sich trotz Hakeleien gegen drei Steinsdorfer durchsetzte und das Spielgerät wutentbrannt ins kurze rechte Eck zum 4:1 hämmerte. Es fiel genau in die Zeit, als der HSV durchaus ins Wackeln geraten war und sollte nun endgültig den Weg zum Sieg geebnet haben. Nach 72 Minuten konnte S.Borchardt endlich einen der langen Bälle in den Rücken der Greizer Abwehr nutzen, als er das Leder geschickt am Fünfmeterraum herunter nahm und mit Drehung zum 2:4 einnetzte. Vielleicht hatte er mit angelegtem Arm nachgeholfen, aber der sehr souverän leitende Schieri, wie es auch von außen gesehen wurde, hatte kein Vergehen gesehen. Nun durfte Ralf Birke Bier holen (Man merke: ein Bier reichte 25 Minuten) und Seb kam für Markus in die Partie, die nun wieder deutlich verteilter wurde. Der HSV trug nun tolle Konterangriffe vor. Nico schlug einen Ball von Rechtsaußen scharf hinein, der nur knapp verpasst wurde. Ein weiteres Mal scheiterte Speedy und Jo jagte einen Ball mit Direktabnahme knapp über das Tor. Auch Stevie hatte Pech, nachdem er sich zweimal links in der Spitze durchgesetzt hatte. Das 5:2 hätte dann Balotelli erzielen müssen, aber statt mit dem rechten Fuß einzuschieben, verfehlte er mit einem linken Stupser knapp links das Tor. Auf der anderen Seite noch eine kuriose Szene, als ein Steinsdorfer Pass in die Spitze zwei Angreifer im Abseits erwischte, für die der Ball aber auch zu lang war und Andy den hoppelnden Ball per Fehlschlag zur Ecke beförderte. Daraufhin monierte Torwarttrainer Detlef die Qualität des Torwarttrainings, worauf Andy bei der Ecke bewies, wie gut er die Bälle festhalten kann. Und nun Spielbericht wörtlich: „Dafür hat er ein Lob verdient! Uwe versteht so Einiges nicht (Gemeint sind wohl die Bankweisheiten). Das Wetter verschlechtert sich. Detlef: Die Sonne ist weg. Thomas und Detlef streiten sich. Beide führen aus fußballerischer Sicht hochwertige Gespräche.“ Jungs, danke für die Zuarbeit.

 

Die schnellen Konter hätten noch zur Resultatserhöhung führen müssen. Letztendlich ein verdienter Sieg der Gelb-Roten, die den emsig kämpfenden Steinsdorfern die Stirn boten und so die wichtigen drei Punkte nach gutem Kampf und mäßigem Spiel im Sack hatten, was die Gastgeber sehr erschwert haben und letztendlich den Torzeitpunkten zu verdanken war sowie durch das Fehlen der Routiniers Häckel und Maler unterstützt wurde. Hut ab vor Enrico Fuchs, der sofort nach dem Spiel mit einigen Unentwegten und dazu gehörten auch Frauen an der Überdachung der neu entstehenden Tribüne weiter arbeitete. Ein faires Spiel mit einem stark leitenden Unparteiischen und gegenüber der Vorwoche stark verbesserten Steinsdorfern.


Steinsdorf: Rico Immisch; Sebastian Jugl-Patzer (MK); Robin Geißler (65./ David Garcia-Martinez), Heimo Walther, Enrico Fuchs (83./ Florian Gerner), Tobias Borchardt, Norman Böttcher, Andreas Frieser, Christian Siege, Sebastian Borchardt, Sebastian Kreßner.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch; Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK, 25./ Jörg Tittmann), Johannes Steudel, Nico Springer, Steven Ludwig, Steven Thomas (25./ MK), Abdul Zahoor Ghafari, Markus Neuhäuser (75./ Sebastian Schulz). Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Eberhardt Möller (Triptis/ SV Blau-Weiß Auma).

 

Tore: 0:1 Nico Springer (2./ Assist: Steven Thomas), 0:2 Steven Thomas (13./ A.: Nico Springer), 0:3 Steven Ludwig (44./ A.: Abdul Zahoor Ghafari), 1:3 Norman Böttcher (55.), 1:4 Steven Thomas (65./ A.: Johannes Steudel), 2:4 Sebastian Borchardt (72.).

 

Zuschauer: 40.

 


29.09.2012,15.30 Uhr (5.Spieltag 1. Kreisklasse, Staffel C): SG SV Elstertal Bad Köstritz/ TSG Caaschwitz II - Hainberger SV 0:2 (0:1)

Diese Gastgeber haben so im Fußballspielbetrieb nichts zu suchen und sollten sich beim American Football oder Rugby anmelden - Begegnung verdiente die Bezeichnung Fußballspiel nicht - Angesetzter Schiedsrichter reiste nicht an und nachdem der KFA-Vize Köpke angeblich zu den Gastgebern telefonisch meinte, dass es deren Problem wäre, pfiff deren Trainer das Spiel mit halbstündiger Verspätung an

Spielgemeinschaft ist zum Fightclub der Treter, Schubser und Hodengrapscher verkommen, die Körperverletzungen billigend in Kauf genommen hätte - Paule wünschen wir gute Besserung - zum Glück ist nicht noch Schlimmeres passiert - Am Ende musste man froh sein, dass das Geschehen nicht in einer Prügelei endete, für einige Vorkommnisse hätten diese Fußballchaoten jedenfalls eine ordentliche Abreibung verdient - Mehr als die Hälfte der Mannschaft benahm sich, als ob sie eine Kampfsportart ohne Regeln betreiben würde

Die Gastgeber hatten sich wohl diesmal vorgenommen, statt eigene Spieler wie im Vorjahr, diesmal die Hainberger ins Krankenhaus zu befördern. Anders können die unzähligen und sinnlosen Foulspiele dieses Tages nicht bewertet werden. Dass dies unbestraft blieb, lag daran, dass sonst der eigene Trainer seine halbe Mannschaft vom Platz hätte schicken müssen. Der war recht bereitwillig für den nicht angereisten Schiedsrichter eingesprungen und bekam dann des Öfteren von seinen Spielern zu hören, was sich sonst die wirklichen Unparteiischen von denen anhören dürfen. Unrühmliche Spitze im Gesamtauftreten war Kanzler, der einfach auf keinen Fußballplatz gehört. Leider nahmen sich daran aber zu viele seiner Mitspieler ein Beispiel. Schon in der zweiten Minute spürte Jo, wie es danach allen Hainbergern gehen sollte. Ball gespielt und dann voll einen Schlag in die Beine. Dies wurde zur unfassbaren „Normalität“. Hinzu kamen Stoßen, Halten, In-den-Mann-Springen, In-die Hoden-Greifen und unflätigste Äußerungen. Davon gäbe es mehr zu berichten, als vom eigentlich erwarteten Spielgeschehen. Dabei gab sich ihr Trainer Mühe, sich den Anschein einer nicht bevorteilenden Spielleitung zu geben.

 

Das Spiel wurde gewonnen, man könnte also sagen Ende gut, alles gut. Bei weitem gefehlt, denn  eine so auftretende Truppe, die auch einzelne faire Spieler im Team verkraftete, gehört aus dem Spielbetrieb genommen. Äußerst wichtig war die schnelle Führung in der dritten Minute, als Nico genial aus der Mitte in die Spitze zum durchlaufenden Speedy passte, der ohne Probleme einschieben konnte. Hainberg versuchte das Spiel zu machen, wurde aber immer wieder unsanft gebremst bzw. bekam alle in die Spitze gespielten Bälle wieder zurück, da der Trainer mit einer Maßregelung die ganze Mannschaft bestraft hatte. Die Gäste erspielten sich dennoch zahlreiche Chancen, konnten aber keine davon nutzen. Von der Unfairness der Gegner beeindruckt, bildete sich ein großes Loch im Mittelfeld und so kamen die sich meist die Bälle stehlenden Gastgeber auch dreimal gefährlich vor unseren Kasten. Einmal musste Andy nach einer verunglückten Faustabwehr reaktionsschnell nachfassen. Dann erschwindelten sich die SG-Akteure einen Elfmeter als ein Spieler Steven in die Weichteile kniff und dieser den Übeltäter im Strafraum umstieß. Kanzler schoss den Elfer links am Tor vorbei und so blieb es beim 1:0 bis zur Pause. Auf der anderen Seite hatten Ghafari, Nico und Speedy Möglichkeiten vergeben.

 

In der zweiten Hälfte wurde es beim knappen Resultat und den Einwechslungen zwei weiterer Gestörter, wovon die Nummer 8 gleich mit seiner ersten Aktion glatt Rot verdient gehabt hätte, immer ruppiger. Trotz dessen hätte Speedy fast den Führungsausbau erzielt, als er aus 17 Metern mit straffem Flachschuss knapp das Tor verfehlte. Schmid, ein Caaschwitzer, der sich dem Köstritzer Auftreten nahtlos anpasste, testete mit einem gefährlichen Schuss Andy, der großartig zur Ecke klären konnte. Ein weiteres Mal landete ein Gastgeberabschluss auf der Hainberger Querlatte. Der eingewechselte Markus scheiterte leider dreimal allein vor dem Keeper und so blieb die Begegnung unansehnlich und wurde immer übler. Fared wurde zweimal an der Seitenauslinie in den Hang gestoßen. Mitunter rannte man am Spielfeldrand mit geballten Fäusten und wutschnaubend hin und her. So etwas hatte ich noch nie erlebt und ansehen müssen. Zum Glück machte nach langen Einwurf von Speedy Balotelli mit einem Sensationslupfer aus 15 Metern ins lange Eck alles klar und der Trainer, der alle seine Spieler über die Zeit gebracht hatte, pfiff zehn Minuten später dieses unwürdige Geschehen ab. Kämpferisch hatte Hainberg in der zweiten Hälfte mehr dagegen gehalten und sich zum wesentlich geringeren Teil an der üblen Spielweise beteiligt. Aber Karten hatte es an diesem Tag nur für Meckern gegeben. Wenn man dieses Spiel erlebt hat, dann verging einem die Lust am Fußball. Irgendjemand sollte und wird hoffentlich diesem SG-Auftreten ein Ende bereiten. Sieg, keine Schwerstverletzten und zum Glück keine Prügelei, das ist hingegen das kleine positive Fazit.

 

Tore: 0:1 Steven Thomas (3./ Assist: Nico Springer), 0:2 "Fared - Balotelli" Abdul Zahoor Ghafari (83./ Assist: Steven Thomas).

 

Zuschauer: 40

 

SG Bad Köstritz/ Caaschwitz II: Sören Teuber; Stefan Reichelt (MK), Phillip Beier, Matti Stephan, Philipp Tremel, Oliver Gruner (60./ Martin Körner, Gelb), Markus Kanzler (46./ Christoph Sachs), Christian Schmid, Philipp Puhl, Benjamin Strauß. E: André Edel, Julien Zuuk.

 

Trainer und eingesprungener Schiedsrichter: Sportfreund Seidemann.

 

HSV: Andy Czajka; Jörg Steudel, Cedric Ullmann, Christian Paul, Christian Reichardt, Carsten Reichardt (MK), Johannes Steudel, Abdul Zahoor Ghafari, Nico Springer, Steven Thomas, Sebastian Schulz (46./ Markus Neuhäuser, Gelb). Trainer: Uwe Birke.

22.09.2012,15.00 Uhr (4.Spieltag 1. Kreisklasse, Staffel C): Hainberger SV - VSG 1990 Cossengrün 4:1 (3:1)

 

Wichtiger und verdienter Sieg, der aber nach dem Spielablauf höher ausfiel, als es dieser ausdrückte – HSV nutzt Chancenvorteil

 

Mit Glück und Kampfgeist dreht HSV das Spiel in Hälfte Eins vorentscheidend - Cossengrüner nicht wirklich deutlich schlechter

Bei den Gastgebern fehlten der noch gesperrte Nico Springer, der noch verletzte Cedric Ullmann und Enrico Wünsch. Nächste Woche in Caaschwitz könnten alle Drei wieder dabei sein. Somit blieb Hainberg wieder eine geminderte Wechselbank, zum Glück lassen die neuen Wechselregelungen eine zwischenzeitliche Erholung von Stammspielern zu, um sie dann wieder einwechseln zu können. Cossengrün kam, um drei Punkte vom Hainberg mitzunehmen. Mit Edel-Fan Dieter Köpke, langjähriger Ex-KFA-Chef von Greiz und nun Stellvertreter im neuen Groß-KFA Ostthüringen, reiste die Mannschaft gemeinsam mit einem großen Unterstützer schon eine Stunde vor dem Spiel an. Nur könnte der rührige ehrenamtliche Funktionär auch mal wieder freundlicher dreinschauen, nach den 90 Minuten wars dann ja zu verstehen. Die Cossengrüner erwiesen sich als faire und zielstrebig spielende Gegner, die am Ende sicher etwas zu deutlich geschlagen wurden, auch wenn die Hainberger ein Chancenübergewicht hatten, die Begegnung aber nur zwischen der 20. und 45. Minute dominierten. In Hälfte Zwei drückte der Gast, erspielte aber nur zwei Großchancen, wogegen die nun konternden Greizer die besseren Möglichkeiten (5) hatten.

 

Mit Christopher Förster aus Teich’dorf zeigte ein junger Unparteiischer die bisher beste Leistung eines Referees in einer HSV-Saisonbegegnung. Allein auf sich gestellt bleiben kleinere Fehlentscheidungen nicht aus (Ecke, Einwurf) und ein Elfmeterpfiffwurde den Gästen ebenso verwehrt, aber der junge Sportfreund pfiff übersichtlich, ohne Hektik und Emotionalität sowie mit guter Vorteilsauslegung. Nach dem überpünktlichen Anpfiff versuchte der HSV schnell Druck aufzubauen. Aber nach Speedys gefährlicher Hereingabe von Rechts, die ein Cossengrüner zur Ecke klärte, kam das Offensivspiel ins Stocken, so dass die Gäste ab der 8. Minute Morgenluft witterten. Sie spielten schnell und geradlinig in die Spitze und beschworen erste Gefahrensituationen vor dem HSV-Kasten herauf. So spielten sie sich in der 9. Minute mit gutem Kombinationsspiel auf der rechten Seite durch. Nach gut getimter Flanke, konnte Andy Czajka den Kopfball eines Angreifers aber im Nachfassen festhalten. Aber im nächsten Angriffszug der Gäste, die einen Hainberger Spielaufbau abfingen und schnell in den Strafraum spielten, war Andy gegen den Schuss von Kapitän Donath aus zehn Metern ins lange Eck chancenlos. Andy schoss noch einmal nach einem Rückpass einen Gästespieler gefährlich an, aber machte sein bisher bestes Spiel auf der neuen Torwartposition, spielte hervorragend mit und fing so zahlreiche Bälle der Cossengrüner in die Spitze durch gutes Herauslaufen ab. Zudem leitete er zwei Tore durch schnelles Umschaltspiel ein. Dies sollte ihn weiter an Sicherheit gewinnen lassen. Vom Führungstor zeigten sich die diesmal in ganz Blau auflaufenden Hainberger angestachelt, blieben im Abschluss aber noch zu harmlos und wirkten unglücklich. Die Gästeabwehr begann aber zunehmend zu wackeln. Nach einem langen Ball fand sich Markus allein vor dem Torwart wieder,, traf den Ball aber nicht richtig und kullerte ihn zum noch etwas unsicher wirkenden neuen VSG-Keeper. Nach einem langen Chris-Freistoß landete die Kugel unter den Füßen von Speedy, der nicht mehr richtig hinter den Ball kam und den Ball ohne Wucht aus 9 Metern gen Torwart schob. Auch Carstens Schuss aus 17 Metern nach schnellem Markus-Einwurf fehlte Schärfe und Präzision. Cossengrün hätte nach 20 Minuten die Führung ausbauen können, als sie einen schnellen Angriff gen Hainberger Tor fuhren, aber der abschließende Spieler, der Andy auf dem Posten fand, stand im Abseits. Danach kam mehr Wucht ins HSV-Spiel. Vorerst probierte es Speedy, erst aus der Distanz mit Schmackes über das Tor, dann im rechten Strafraum mit tollem Schuss, als er Torwart Donath zu seiner besten Tat nötigte. Beim nächsten Angriff war es endlich soweit, als Routinier Dirk sich auf der rechten Seite durchsetzte und scharf nach innen passte, ein Cossengrüner unglücklich in den zentralen Strafraum vor die Füße von Markus verlängerte. Der kam zur Torchance wie die Jungfrau zum Kind, nutzte aber die Gelegenheit entschlossen und platzierte den Ball unhaltbar ins Tor. Nach einer Ecke von Speedy brannte es erneut lichterloh, jedoch kam Dirk den Ball nicht richtig unter Kontrolle. Die Gäste gaben nach einer halben Stunde wieder ein Lebenszeichen von sich, aber Stefan Donath verfehlte nach Eckstoß per Kopf doch deutlich. Statt dessen spielte Andynach einem weiteren Cossengrüner Angriff den Ball schnell zu Speedy, der lang in vor den Strafraum zum verlängernden Ghafari flankte. Mit Glück und Geschick setzte sich Markus in der Spitze gegen den Libero durch und ließ beim Abschluss mit Links dem Torwart erneut keine Chance. Vorentscheidend war dann das schnelle Hainberger Nachwaschen, als Dirk nach einem Andy-Abschlag aus der Distanz abschloss und wohl auch den Gästetorwart überraschte. Vor der Pause brannte es dann noch zweimal am VSG-Strafraum. Erst verfehlte der selbstbewusst spielende Markus aus 18 Metern halbrechts nur um einen Meter das linke Dreiangel. Danach traf Carsten den Ball aus 20 Metern optimal, der aber am Strafraum einen Abwehrspieler traf.

 

Ein tolles Resultat zur Halbzeit wollte der Trainer dann in der zweiten Hälfte sichern und lotste Fußballrentner Jörg als zusätzliche Absicherung ohne direkten Gegenspieler für den zweifachen Torschützen in die Defensive. Eine undankbare Aufgabe, mit der die Spitze aufgegeben wurde, der Oldie unglücklich wirkte, aber zum Glück kein Gegentreffer fiel. So kam es, dass die Spielanteile in der zweiten Hälfte klar auf Cossengrüner Seite lagen, nur konnten die Gäste das Übergewicht kaum zu gefährlichen Chancen nutzen. Einen lang getretenen Freistoß der Gäste klärte Andysicher per Fußabwehr. Danach pfiff der Schieri nach einem gefährlichen Einwurf von Dirk das Hainberger Nachsetzen nach einer Unsicherheit des Torwarts ab. Kurz darauf ein gefährlicher Distanzschuss auf der Gegenseite, der nur knapp das linke Dreiangel verfehlte. Das Mittel, lang in den Rücken der Hainberger Abwehr zu spielen misslang, weil Andy den Strafraum in der Gänze beherrschte und als er einmal zu spät kam, klärte Carsten entschlossen. Dann verzog der sich in der zweiten Hälfte deutlich steigernde Stevie nach Carsten-Anspiel am langen Eck des Gästetores. Einen gefährlichen Schuss der Gäste entschärfte Jo, so dass Andy den Ball ohne Probleme aufnehmen konnte. Danach wieder zwei Chancen für die Hainberger. Ghafaris Schuss konnte gerade so geblockt werden und einen scharf geschossenen Speedy-Freistoß klärte der Keeper gerade noch mit dem Fuß zur Ecke. Nach einem langen Ball von Lothar kam wieder Ghafari gegen die aufgerückten Gäste zum Abschluss, verfehlte aber knapp rechts das Tor. Bei einem weiteren Konter flankte Stevie gut in die Mitte, wo Speedy knapp per Kopf verpasste. Die beste Cossengrüner Chance der zweiten Hälfte kam in der 82. Minute. Die Gäste spielten sich auf der linken Seite schnell durch und hatten auch Andy ausgespielt, aber Steven konnte gegen den aus zwei Meter abschließenden Schützen auf der Linie klären. Der Referee gab fälschlich Abstoß, eine der wenigen Fehlurteile des guten Unparteiischen. Danach holte der Gästetorwart einen Speedy-Freistoß aus dem linken Eck und Stevie schoss aus Abseitsstellung gegen den Pfosten. Kurz darauf konnte Stevie nach schnellem Carsten-Einwurf seinen Kopfball aufgrund fehlender Größe nicht entscheidend drücken und köpfte links vorbei. Nach einem schnellen Cossengrüner Angriff über die rechte Seite rempelte Paule unnötig den durchgelaufenen Cossengrüner und hatte wohl Glück, dass aufgrund des gut postierten Lothar, der klärte, der Schieri auf einen Elfmeterpfiff verzichtete. Dass Einwürfe ein gutes Hainberger Mittel werden, bewies Speedy bei einem weiteren auf Stevie, der per Volleyschuss nur knapp über den Kasten schoss. Dann hatte der zurück gewechselte Markus nach einem langen Speedy-Ball eine weitere Chance, verpasste aber das Spielgerät. Dafür presse er in der Nachspielzeit so gut, dass der HSV den Ball erkämpfen konnte und über Ghafari der Ball über Doppelpass zwischen Speedy und der Hacke Dirks per trockenem Abschluss zum vierten Mal im Gästekasten landete. Kurz darauf beendete Schieri Förster die Partie, die nicht zu den spielerisch besten gezählt werden wird, aber für den HSV einen verdienten Sieg und ein sehr gutes Ergebnis erbrachte.

 

Nun gilt es für die Hainberger in den Partien in Caaschwitz, Steinsdorf, gegen Rüdersdorf II und bei den überraschend starken Kickern der KOL-Reserve aus Daßlitz/ Lawedo den guten Saisonstart zu veredeln.

 

Hainberger SV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Christian Paul, Christian Reichardt Carsten Reichardt (MK), Steven Thomas, Johannes Steudel, Abdul Zahoor Ghafari, Dirk Bernickel, Steven Ludwig (90./ Sebastian Schulz), Markus Neuhäuser (46./ Jörg Tittmann, 86./ Markus Neuhäuser).Trainer: Uwe Birke.

 

VSG 1990 Cossengrün: Martin Donath, Matthias Geßner, Christoph Roth, Köttner, Robert Giering, Benny Wolf, Stefan Donath (MK), Daniel Schlegel, Steffen Becker (62./ Steve Frotscher), Martin Becker (84./ Ott), Christoph Hempel.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Christopher Förster (Teichwolframsdorf, FSV Berga).

 

Torfolge: 0:1 Stefan Donath (10.), 1:1 Markus Neuhäuser (24./ Assist: Dirk Bernickel), 2:1 Markus Neuhäuser (32./ A.: Abdul Zahoor Ghafari), 3:1 Dirk Bernickel (35./ A.: Andy Czajka), 4:1 Steven Thomas (92./ A.: Dirk Bernickel).

 

Zuschauer: 45.

15.09.2012,15.00 Uhr (3.Spieltag 1. Kreisklasse, Staffel C): FSV Berga II - Hainberger SV 2:2 (2:1)

Hainberg lässt in Berga zwei Punkte liegen

Hainberg verliert das Spiel zwar nicht, aber gefühlt zwei Punkte. Nachdem sich die Hainberger in der sicher unabsichtlichen sechsminütigen Verlängerung der ersten Halbzeit ein sicher im Griff zu habendes Spiel drehen ließen, gelang es dem HSV trotz des schnellen Ausgleichs in der zweiten Hälfte nicht, die drei Punkte mitzunehmen, weil kein weiterer Treffer gelang.

 

Hainberg muss mit Remis in Berga leben. Da mit Nico Springer, Dirk Bernickel, Cedric Ullmann und Christian Paul vier Stammspieler fehlten, erscheint das Resultat im Nachhinein gut.

Die Auswärtsaufgaben bei der zweiten Vertretung des FSV Berga erweisen schon seit Jahren als eine schwierige Mission. Diesmal aber machten es sich die Gäste selbst schwer, weil sie zum größten Teil der Begegnung den gegnerischen Kasten berannten, aber die effektive Durchschlagskraft vermissen ließen. Hingegen drehten die Gastgeber unter Hainberger und Schiedsrichtermithilfe mit ihren beiden ersten Chancen den Rückstand in einen Vorsprung und nach dem relativ schnellen Ausgleich nach der Pause, wozu die Unterstützung eines Bergaer Abwehrspielers benötigt wurde, blieben die weiteren unzähligen Angriffswellen ohne Torerfolg. Dabei schwante manch Einem ob der Hainberger Notaufstellung vor Spielbeginn Schlimmeres. Mit dem gesperrten Nico, den verletzten Dirk und Cedric sowie dem verhinderten Paule fehlten ganze vier Stammspieler, so dass die Wechselbank mit dem Trainer und Oldie Tittmann äußerst dürftig besetzt war. Im Spielverlauf zeigte sich dann aber, dass die junge Bergaer Mannschaft sich spielerisch noch finden muss. Nach dem Anpfiff von Schiedsrichterurgestein Kurt Voigt aus Töppeln missglückte in der Aufregung dem nominell neuen Sturmduo Seb und Markus der Anstoß. Doch danach übernahmen die Gäste das Heft des Handelns. Das Anrennen wurde schon nach sechs Spielminuten belohnt. Speedy flankte butterweich nach innen, wo der sein erstes Punktspiel für den HSV bestreitende Abdul Zahoor Ghafari aus Nahdistanz und unbedrängt einköpfen konnte. Beim weiteren Anrennen schien das zweite Gästetor nur eine Frage der Zeit. So hätte Sebastian Schulz nur den Ball mit dem Körper ins leere Tor drücken müssen. Letztendlich kam ihm noch ein Bergaer zuvor und klärte. Carsten hätte aus acht Metern einnetzen können, traf den Ball aber zu ungenau. Weitere Schüsse von Gahfari, Speedy, Stevie und Jo verfehlten das Gehäuse. Auch Markus fehlte bei einem Spielzug in die Spitze die nötige Durchschlagskraft, um erfolgreich abzuschließen. Berga kam durch eins, zwei Standards vor das Hainberger Tor, aber es wehte höchstens ein Hauch von Gefahr durch den Gästestrafraum. Doch bei einigen Soli des Bergaer Köhler durch das Hainberger Mittelfeld suchte man vergeblich einen ihn beackernden Gelb-Roten. Noch verpufften diese Angriffszüge. Der Halbzeitstand schien festzustehen, da verloren die Hainberger im Spielaufbau den Ball noch in der eigenen Hälfte. Ein langer Pass in die Spitze, eine schöne Ablage in die Mitte und schon war Andy im Kasten gegen den Schuss von Fischer, der flach links platzierte, ohne Abwehrchance. Zu dem Zeitpunkt waren 45 Minuten gespielt, doch die Refereeuhr zeigte die 40. Minute an. Nur eine gute Minute später wieder ein langer Ball an den Hainberger Strafraum, Andy kam raus und wollte mit einem Schlag klären, jedoch hielt ein Bergaer per gestrecktem Bein am Mann den Lauf des Spielgerätes auf, jedoch pfiff der Schiedsrichter nicht dieses Foulspiel am Keeper. Der zurückeilende Chris wollte kurz vor der Linie klären und jagte das Leder krachend gegen den linken Innenpfosten. Im Folgenden tanzten den diesmal als Rechtsverteidiger aufgebotenen Hainberger gleich zwei Bergaer aus und Reinhard drückte nach fast 47 gespielten Minuten den Ball über die Linie und die Hainberger Bank wie auch mitgereisten Fans rieben sich verwundert die Augen. In dieser Phase wackelten die Gäste jetzt auf der ganzen Linie. Bis zum Abpfiff der ersten Hälfte nach mehr als 51 Minuten standen die Gastgeber knapp vor dem dritten Treffer. Andy verhinderte diesen durch gutes Herauslaufen und eine gute Parade bei einem Distanzschuss.

 

In der zweiten Hälfte wiederholten sich die einseitigen fast 45 Minuten der ersten Hälfte bezüglich des Hainberger Ballbesitzes. Die ersten Angriffswogen wehrte Berga noch vehement ab, dann aber schoss Ghafari nach Jo-Anspiel aus unmöglichem Winkel scharf auf das Tor der Gastgeber. Der Torwart wollte sich auf den Ball schmeißen, jedoch fälschte ein vor ihm postierter Abwehrspieler unhaltbar ins eigene Netz ab. Danach sahen die Zuschauer einen wild anrennenden HSV, der sich in der Folge aber auch drei gefährlichen Kontern der Bergaer ausgesetzt sah, die aber entweder verfehlten bzw. im Abschluss eine sichere Beute von Andy wurden. Hainberg hätte das Siegtor erzielen müssen, jedoch verfehlten Speedy zweimal und Gahfari aus spitzem Winkel dankbar knapp. Kopfbälle von Jo und Jörg (2) nach Standardsituationen landeten auch neben dem Gehäuse. Einige Male fehlte noch die geniale Ablage im engen Getümmel, so dass sich die Hainberger Stiere nur ihre Hörner im gegnerischen Bollwerk bis zum Verbiegen abstießen. Die Chancenverwertung war gleich Null und so mussten sich die in diesem Spiel von den Spielanteilen her deutlich überlegenen Gäste am Ende mit einem mickrigen Punkt begnügen. Wer weiß, wie lange Hainberg noch für ein Tor hätte anrennen müssen. Berga und der Hainberger Trainer waren am Ende mit dem Resultat recht zufrieden. Nun kommt in der nächsten Woche mit dem Kreisligaabsteiger VSG Cossengrün der erste schwere Heimspielgegner. Dann muss Hainberg an Durchschlagskraft und Abwehrstabilität zulegen, um die nächsten drei Punkte einfahren zu können. Zumindest kann der Trainer dann wohl auf Dirk und Paule zurückgreifen. Nico wird leider noch diese Begegnung aussetzen müssen und Cedric wünschen wir schnelle Genesung, um bald wieder kicken zu können. Die nächsten Hainberger Partien werden die Richtung für die Saison anzeigen, zumal der Trainer kein klares Saisonziel ausgegeben hat. Zumindest diese Woche muss der Anspruch auf drei Heimpunkte klar in jedem Kopf verankert sein und hoffentlich zeigen die Gelb-Roten wie in den vergangenen Spitzenbegegnungen zuhause, dass sie jeder anderen ambitionierten Truppe das Leben schwer machen können.

 

FSV Berga II: Ludwig; Marc Theil, Martin Penzold, René Rohde, Christian Rentzsch, Lukas Kanis, Köhler (70./ Torsten Jentzsch; 85./Benjamin Fahsel), Sebastian Simon, Chris Fischer, Karl Reinhard (55./ Michael Preising), Jacob Kanis.

 

Hainberger SV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Christian Reichardt, Enrico Wünsch, Carsten Reichardt (MK), Steven Thomas, Johannes Steudel, Abdul Zahoor Ghafari, Steven Ludwig, Markus Neuhäuser, Sebastian Schulz (46./ Jörg Tittmann). Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Kurt Voigt (Töppeln/ TSG Caaschwitz).

 

Torfolge: 0:1 Abdul Zahoor Ghafari (6./ Assist: Steven Thomas), 1:1 Chris Fischer (45.), 2:1 Karl Reinhard (45.+1), 2:2 Abdul Zahoor Ghafari (48./ A.: Johannes Steudel).

 

Zuschauer: 50.

Regionalpokal 3.Runde (09.09.2012, 15.00 Uhr): SG TSV 1905 Daßlitz/ TSV 1872 Langenwetzendorf II - Hainberger SV 3:1 (1:1)

HAINBERGER POKALAUS

 

Unnötiges, aber verdientes Hainberger Pokalausscheiden nach erstem schwachen Auftritt der noch jungen Saison

 

Gastgeber ziehen mit alten "Tugenden" gegen harmlose Gäste in die nächste Pokalrunde und haben am Tag der deutschen Einheit Beschäftigung

Ich beginne mit den positiven Einschätzungen des Tages. Speedy machte an seinem Geburtstagswochenende sein fast schon obligatorisches Tor. Nach Einstellung der Untätigkeit der TFV-Passstelle hatte Ghafari endlich seinen Pass und konnte erstmals für die Hainberger auflaufen. Und schließlich war es zum Glück nur eine Pokalbegegnung und kein Punktspiel, in dem der HSV eine regelrechte Klatsche durch einen vermeintlich schwächeren Gegner bekam. Dadurch könnte der verlegte eigentliche Punktspielauftakt in Steinsdorf nun wie mit den entgegen gekommenen Gastgebern vereinbart am 03.10.2012 nachgeholt werden. Das Problem ist nur, dass der den im Mai beantragten Spielverlegungsantrag  übersehende Ansetzer des Neu-KFA entgegen der beiden Vereinswünsche nun den 17.11. zum Nachholtermin bestimmt hat, die Erstverlegung in seiner Ohnmacht aber beiden Mannschaften überlassen hatte. Mal schauen, wie kulant sich die Funktionäre ob der klar geäußerten und niedergeschriebenen Verlegungswünsche (nächstmöglicher Termin) zeigen werden.

 

Nun zum Spiel, obwohl es heute wahrlich keinen Spaß macht, einen Bericht zu schreiben. Aber auch in Niederlagen kann man sich suhlen, zumindestens, wenn man sich freiwillig so hineinlegt. Die Gastgeber gingen am Ende verdient als Sieger vom Platz und begannen die Partie aggressiver, kämpferischer und aktiver. Klar, man fühlte sich so nah am Spielfeld eher im kanadischen Wald unter etlichen Holzfällern, aber dieses forsche Auftreten der Gastgeber blieb von Gästeseite in diesem Fight unbeantwortet, weil die Mannschaft anstatt mitzufighten nicht die richtige Einstellung fand. Wenn Mann zum ersten Mal in Daßlitz angetreten wäre, gäbe es sicherlich Verständnis dafür, aber nach den Siegen der letzten Jahre und der souveränen Vorwochenbegegnung zeigten sich die Greizer unverständlich überrascht ob der gegnerischen Bissigkeit und Einsatzfreude. Schon in der 4.Minute verlor man unnötig beim versuchten Spielaufbau den Ball und Paule klärte in gefühlter Not ins Seitenaus. Nun stand auch noch das Unglück den Hainbergern Pate. Der lange Einwurf wurde von einem Daßlitzer eigentlich ungefährlich per Kopf weitergeleitet, aber Nicos Klärungsversuch per Kopf landete im eigenen Netz. Gleich im nächsten Angriff hätte die SG nachlegen können, konnte problemlos über links durchlaufen und scheiterte allein vor Andy nur denbar knapp, als der Ball links am Tor vorbeistrich. Die Gastgeber wirkten gedankenschneller, motivierter und wurden auch bei Nickligkeiten durch den zu ruhigen Referee nicht gestoppt. Beim Kampf um den Ball gab es stets paar auf die Socken, manchmal sogar von zwei pressenden SG'lern. So bestimmte der Gegner zu Beginn deutlich das Spiel und erste Versuche der Hainberger passierten erst nach mehr als zehn Minuten. Nach einem längeren Dribbling schloss Speedy aus der Distanz fast schon im Liegen ab. Nach einem langen Ball von Nico aus der eigenen Hälfte köpfte wieder Steven Thomas mit dem Rücken zum Tor ohne Druck an diesem vorbei. Aber gefährlicher blieb es vor dem Kasten der Gelb-Roten. Martinez scheiterte aus 16 Metern nur knapp am rechten Dreiangel vorbei. Auch kurze Zeit später konnte Jäschke fast ungestört allein auf Andy zulaufen, der aber zum Glück zur Ecke klären konnte. Zwei Freistöße brachten weitere Gefahr. Zuerst verfehlte die Heimmannschaft knapp links, danach hielt Andy den Ball im Nachfassen. Die erste richtig gute Chance für die Gäste hatte Chris nach fast 40 Minuten. Nach schönem Pass vor das Tor kam der nominelle Defensive zentral aus 7 Metern vor dem Torwart zum Abschluss, schoss ihm jedoch in die Arme. Anders nach einem kurz hinter der Mittellinie ausgeführten und gut getretenen Freistoß eben von Chris. Speedy hinterlief die Abwehr und köpfte unhaltbar zum eher überraschenden Ausgleich ein. Diese wenigen Vorpausenminuten blieben die besten der Gäste im Spiel. Neuling Ghafari aus Afghanistan schloss aus 20 Metern ab, hatte aber keine richtige Kontrolle über das Spielgerät. Mit viel Glück hatte der HSV ein 1:1 in die Halbzeitpause gebracht. Wer nun auf Gästeseite hoffte, dass die zweite Halbzeit die Verhältnisse zurecht rücken würde, sah sich leider getäuscht.

 

Die erste Chance hatte wieder die SG der beiden Nachbardörfer. Jäschke scheiterte aus kurzem Winkel an Andy, nachdem er die Hainberger Abwehr problemlos düpiert hatte. Nach einer wiederholt falschen Einwurfentscheidung (ist wirklich schwierig für einen auf sich gestellten Schieri) konnte Nico den Schuss zur Ecke abfälschen. Jäschke konnte nach einer Ecke völlig unbedrängt vor dem langen Fünfer köpfen und hätte auch getroffen, wenn nicht Nico reflexartig den Ball auf der Linie mit der Hand geklärt hätte. Die leider logische Folge: Rot und Elfmeter. Christian Schädlich netzte diesen platziert und flach in die linke Ecke, ohne dass Andy den Hauch einer Chance gehabt hätte. Im folgenden Hainberger Angriff drehte sich Jo im linken Strafraum vom Tor weg und legte Markus auf, der aber verfehlte. Zu zehnt sah es kurzzeitig besser aus. Einen langen Chris-Freistoß hob Speedy über den Keeper, aber ein Verteidiger klärte noch deutlich vor der Linie. Dann war Ghafari nach Anspiel von Carsten durchgebrochen, schoss aber beim Abschluss dem eigenen Kapitän in den Rücken. Es blieb ein unglücklicher Tag für die Gäste, obwohl sie kämpferisch etwas zulegten. Zumindest blieben die teils gelbwürdigen Fouls aber ungestraft. Zu zehnt gestaltete Hainberg das Spiel offener. Großchancen blieben aber aus. So brauchte es einen Abspielfehler von Andy, der einen Gegner bediente. Der wollte das Geschenk nicht annehmen und schoss aus ca. 20 Metern am linken Pfosten vorbei. Gute zehn Minuten vor Spielende leisteten sich die Gäste eine Schlafwageneinlage, als Schiller nach einem Einwurf durch die Hainberger Reihen laufen konnte und platziert ins lange Eck zur Entscheidung abschloss. Kurz darauf zischte ein Flachpass der Gastgeber an Freund und Feind vorbei durch den Hainberger Strafraum. Die Gäste hatten nur nochmal eine Freistoßmöglichkeit. Speedy schoss aus mehr als 40 Metern flach in die Arme des Keepers, der einen recht geruhsamen und ungeforderten Tag erlebte. Am Ende ein dem Spielverlauf entsprechendes Ergebnis und trotz des Pechs fehlte es den Gästen vor allem an Aktivität, Kampfbereitschaft und Spielwitz. Zum Glück wissen wir, dass unsere Jungs es deutlich besser können und hoffentlich zum rechten Zeitpunkt diesen Schuss vor den Bug bekommen haben. Auf alle Fälle sollte man den Gastgebern, gegen die es die erste Niederlage gab, im Punktspiel wieder zeigen, dass Gelb-Rot auch einen typischen Kreisklassenfight annehmen kann. Dem jungen Schiedsrichter Schubert aus Weida bleibt zu wünschen, dass er zukünftig energischer zu Werke geht und nicht vom Glück sich beherrschender oder zurückziehender Mannschaften leben muss. Dieses Spiel hätte mindestens 6 oder 7 Gelbe Karten verdient, er traute sich aber keine zu zeigen. Schade, dass er beim Rotzeigen die Regelkunde richtig umgesetzt hat. Trotzdem hat er das Potenzial die Schiedsrichtergilde positiv zu stärken, da muss man halt erst seine Erfahrungen sammeln. Der HSV hat schon nächste Woche die Gelegenheit zur Wiedergutmachung in Berga um das Selbstbewusstsein wieder aufzupolieren und sich ausgeschlafener und siegeshungriger zu präsentieren.

 

SG Daßlitz/ Lawedo II: Walzel; Albert, Göpel (79./Burkhardt), Eigenwillig, Schädlich, F.Sterner, Jäschke, Pfennig, Martinez (54./A.Sterner), Berger, Schiller (85./Lorenz)

 

HSV: Andy Czajka; Nico Springer (58./ Rot), Cedric Ullmann (56./ Gelb), Christian Paul, Christian Reichardt, Steven Thomas, Carsten Reichardt (C), Johannes Steudel, Abdul Zahoor Ghafari, Steven Ludwig (79./ Sebastian Schulz), Markus Neuhäuser. Trainer: Uwe Birke.

 

Tore: 1:0 Nico Springer (5./ Eigentor), 1:1 Steven Thomas (43./ Assist: Christian Reichardt), 2:1 Schädlich (59./ Handstrafstoß), 3:1 Schiller (79.).

 

Schiedsrichter: Nick Schubert (FC Thüringen Weida).

 

Zuschauer: 45.


Alle Ergebnisse:

VSG Cossengrün - SG Kraftsdorf/St. Gangloff   0:8
SG Zeulenroda-Triebes II - BSG Wismut Gera II  6:0
SV Roschütz II - Eurotrink Kickers FCL   2:4
TSV 1886 Leumnitz - SSV Traktor Nöbdenitz   1:3
FSV Mohlsdorf - TSV Monstab/Lödla   1:4
SV Osterland Lumpzig - SV Aga II   5:0
SV Aufbau Altenburg - SG Bad Köstritz/Caaschwitz   1:2  
Langenwolschendorfer Kickers - VfL 1990 Gera   4:7
SV Blau-Weiß Niederpöllnitz II - TSV Windischleuba   2:4
SV Blau-Weiß Auma - FSV Lucka 1910   2:1 n.V.
SG Schmölln/Großstöbnitz III - BSG Wismut Gera III   4:5
SV Blau-Weiß 90 Greiz - SSV Traktor Nöbdenitz II   5:0
ASV Wintersdorf - SV Rositz   0:7  
ThSV Wünschendorf II - SG Lusan/Liebschwitz   2:7
SV Löbichau - SSV 1938 Großenstein   1:4
FSV Langenleuba-Niederhain - SV Eintracht Fockendorf II 2:1
OTG 1902 Gera - FSV Ronneburg   0:5
SV Einheit Altenburg - SG Daßlitz/Langenwetzendorf   1:3
SG Hohenleuben/Hohenölsen - SG Schmölln/Großstöbnitz II 2:1
SG Hohndorf/Untergrochlitz - SG Schmölln/Großstöbnitz   7:6
SG Starkenberg/Dobitschen - Post SV Gera   0:4
SG Daßlitz/Langenwetzendorf II - Hainberger SV   3:1
SV 1924 Münchenbernsdorf - Greizer SV   4:0
SG Gera-Pforten/JFC Gera II - SV Aga  0:17
TSV Gera-Westvororte - FSV Gößnitz   3:2
SG Gera-Pforten/JFC Gera - Weißbacher SV 1951   3:0
SG Bad Köstritz/Caaschwitz II - SV Eintracht Fockendorf 2:9
SV Lok Altenburg - FSV Berga   6:5 n. 11-m-Sch.
SV Gera-Langenberg - TSV 1880 Rüdersdorf   2:4
FSV Meuselwitz - ThSV Wünschendorf   1:0
SV 1879 Ehrenhain II - SV Pöllwitz   Gast nt. angetreten, 2:0 Wertung

SG Braunichswalde - SG Hohndorf/Untergrochlitz II   Gast nt. angetreten, 2:0 Wertung

 

Im Landespokal ist Landesklassist SG 1.FC/ SV Chemie Greiz ins Achtelfinale eingezogen, hoffte mit 12 anderen Vereinen nun auf Rot-Weiß Erfurt, ZFC Meuselwitz oder Carl Zeiss Jena als nächsten Gegner und bekommt mit Nordhausen immerhin einen Oberligavertreter.

1.Kreisklasse Ostthüringen, Staffel C, 2. Spieltag, 01.09.2012, 15.00 Uhr: Hainberger SV - ThSV Wünschendorf II 7:0 (4:0)

Toller Saisonauftakt der Hainberger im ersten Heimspiel

 

Hainberg erspielt gegen wacker kämpfende Wünschendorfer 7:0-Heimsieg zum Punktspielauftakt

Beide Teams hatten am ersten Spieltag nicht gespielt und starteten somit erst an diesem Wochenende in die Punktspielsaison. Im letzten Spieljahr hatte der HSV gegen das Kellerkind der Liga zwei knappe Siege eingefahren. Auch ohne urlaubenden Trainer, den aus traurigem Anlass verhinderten Enrico Wünsch und die Neuzugänge Gahfari und Sahil, deren Pass noch zwischen Erfurt und Greiz auf dem Postweg unterwegs war, wollte das Team diesmal mit einem deutlichen Erfolg und zu Null ins Ligajahr starten. Vor dem Anpfiff gedachten die Anwesenden der leider verstorbenen Marthel, einem Gründungsmitglied des HSV.

 

Im Anschluss gab Helga Besser, die langjährige Unparteiische aus Auma, die Begegnung frei. Sofort setzten die Gelb-Roten ein Signal, als Carsten Reichardt aus dem Mittelfeld lang in die Spitze spielte, wo sich Nico Springer gegen den Gegenspieler durchsetzte, den 56-jährigen, diesmal im Tor aufgestellten, Hartmut Helm ausspielte und dann statt mit links ins leere Tor zu schieben, den Ball noch mal auf rechts legte, so dass ein Gastspieler zur Ecke klären konnte. Nach zwei Hainberger Eckstößen brannte es im gegnerischen Strafraum. Nach dem zweiten verfehlte Nico das Tor denkbar knapp per Kopf. Wenig später setzte sich Carsten auf halbrechts entschlossen durch und passte zu Nico. Dieser leitete genial zu Steven Ludwig weiter, der den Ball unhaltbar und platziert zur Führung ins Netz nagelte. Auch die nächste Hainberger Chance wurde durch Dirk Bernickel zum Torerfolg genutzt. Carsten brachte einen Einwurf zum Routinier, der sich in einer feinen Einzelleistung gegen zwei Wünschendorfer durchtankte und per Distanzschuss kurz vor der Strafraumgrenze dem Gästekeeper keine Chance ließ. Hainberg blieb am Drücker, kam aber vorerst zu keinen gefährlichen Torabschlüssen. Nach einem Foul flankte Steven Ludwig den Ball genial von links in den Fünfmeterraum, wo Johannes Steudel zum 3:0 unhaltbar ins lange Eck einköpfte. Da war erst die Hälfte des ersten Spielabschnittes vorbei. Die Gäste versuchten nun auch vor dem gegnerischen Kasten für Gefahr zu sorgen. Ein Freistoß aus fast 30 Metern wurde aber eine sichere Beute des diesmal wenig beschäftigten Andy Czajka. Statt dessen agierte Dirk nach einem durch Foulspiel unterbrochenen Hainberger Angriff blitzschnell und flankte gen Strafraum der Wünschendorfer. Steven Thomas schraubte sich am Mann nach oben und versenkte das Spielgerät per Kopf unhaltbar ins lange linke Eck. Wenig später hätte Christian Reichardt erhöhen können, traf aber den nach innen gepassten Ball von Speedy, der sich vorher auf Rechts toll durchgesetzt hatte, nicht richtig. Die Gastgeber pressten nicht mehr so eng und so kamen die Gäste gefährlicher vor den Greizer Kasten. Bei ihrer besten Möglichkeit köpfte ein Wünschendorfer nur knapp am langen Pfosten vorbei. Hier wäre Andy ohne Abwehrchance geblieben. Mit etwas Glück blieb die Null bestehen und die HSV-Recken gingen mit deutlichem Vorsprung in die Pause, da auch der in der Spitze durchgebrochene Speedy per Kracher-Abschluss den Ball übers Gehäuse drosch.

 

Auch der zweite Spielabschnitt sah einen drängenden HSV. Die Latte verhinderte vorerst ein Wünschendorfer Eigentor per Kopf. Kurz darauf wurde der durchgebrochene Markus Neuhäuser frei vor dem Torwart angespielt. Der hielt reaktionsschnell, obwohl die Schiedsrichterin nach Händeheben der Gäste auf Abseits entschied. Beim nächsten Angriff der Gastgeber kam wiederum Markus zum Abschluss, verfehlte aber knapp rechts das Gehäuse. Nur eine Minute später spielte Nico zu Speedy, der aus der Mitte fulminant abschloss, so dass der Ball so viel Drall hatte, dass der mit den Handschuhen an das Spielgerät kommende Torwart den Einschlag nicht verhindern konnte. Das von den Betreuern gewünschte Resultat war nach 56 Minuten eingespielt. Kurz darauf wurde Dirk von Nico in Szene gesetzt, jagte das Leder aber knapp über den Kasten. Nach einem schönen Doppelpass zwischen Jo und Nico kratzte der Keeper per Großtat den Ball zur Ecke. Als nächstes scheiterte Jo aus dem Gewühl heraus denkbar knapp. Ein schöner HSV-Angriff mit Seitenwechsel von Jo zu Speedy war schon fast erfolgreich, aber die selbstlose Abgabe des Hainberger Goalgetters brachte Markus nicht im leeren Tor unter. Nach einem Foul an Dirk kurz vor der Strafraumgrenze, platzierte Speedy den Freistoß ins kurze linke Eck zur 6:0-Führung und markierte damit seinen dritten Treffer. Nach einer weiteren strittigen Abseitsentscheidung fing Jo den Freistoß der Wünschendorfer bei 35 Metern ab, setzte die Kugel aber auf die Latte des leeren Tores. Speedy hätte kurz darauf noch nachlegen können, nachdem Jo von links lang in die Spitze gespielt hatte. Etwas überhastet schloss Speedy mit dem rechten Fuß ab und jagte den Ball über das Tor. Der nach vorn gestürmte Paule flankte toll von rechts in den Fünfmeterraum, wo Markus den Ball per Kopf nicht richtig traf und Jo dann volley dem noch an den Ball kommenden Keeper keine Chance ließ, den Einschlag zu verhindern. Der HSV hätte die Führung noch weiter ausbauen können, aber erst traf Markus nach Dirk-Zuspiel das Leder nicht richtig und dann konnte Dirk aus kurzem Winkel den Keeper nicht überwinden und hätte besser zu den frei postierten Mitspielern gepasst. Helga Besser pfiff pünktlich ab und der HSV hatte einen deutlichen ersten Saisonheimsieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung eingefahren. Andy war wenig beschäftigt, war aber da, wenn er gebraucht wurde. Lothar stand recht souverän und Cedric, Paule und Chris ließen ihren Gegenspielern kaum eine Möglichkeit. Überragend die Leistung des wie immer kämpfenden, aber auch toll viele Angriffe einleitenden Kapitäns. Jo und Speedy arbeiteten wieder unermüdlich auf der Seite und prägten die Begegnung nicht nur wegen ihrer fünf Treffer. Stevie zeigte sich läuferisch und spielerisch stark formverbessert, über Nico gingen besonders in der zweiten Hälfte viele Angriffe und Dirk sorgte wie immer für Unruhe in der gegnerischen Abwehr. Markus fand gut in die Begegnung, hatte aber im Abschluss nicht das nötige Glück und auch Seb hatte mit seinem Einsatz noch Anteil am souveränen Heimsieg zum Saisonstart.

 

Hainberger SV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Christian Paul, Christian Reichardt (80./ Sebastian Schulz), Cedric Ullmann; Carsten Reichardt (MK), Steven Thomas, Johannes Steudel, Dirk Bernickel, Steven Ludwig (46./ Markus Neuhäuser), Nico Springer (79./ Gelb; 80./ Steven Ludwig).

 

Wünschendorf II: Helm; A. Oettel; Krell, Haupt (46./ Hermannsdörfer), Urban, Schumann, Grimm (66./ Nosek), Caba, Kramer, Illgen, Löffler.

 

Schiedsrichterin: Sportfreundin Helga Besser (SV Blau-Weiß Auma).

 

Torfolge: 1:0 Steven Ludwig (8./ Assist: Nico Springer); 2:0 DirkBernickel (14./ A.: Carsten Reichardt); 3:0 Johannes Steudel (23./ A.: Steven Ludwig); 4:0 Steven Thomas (36./ A.: Dirk Bernickel); 5:0 Steven Thomas (56./ A.: Nico Springer); 6:0 Steven Thomas (75./ A.: Dirk Bernickel); 7:0 Johannes Steudel (81./ A.: Markus Neuhäuser).

 

Zuschauer: 25.

19.08.2012, 14.00 Uhr, 2. Ausscheidungsrunde Regionalpokal: FSV Lucka 1910 II - Hainberger SV 2:5 (1:2)

 

Lustige Busreise wird durch Sieg, der noch deutlicher hätte ausfallen müssen, gekrönt. - Starke Schiedsrichterleistung von Sportfreund Grimmer vom SV Spora.

 

Hainberg zieht in die dritte Runde und darf nun auf die "Profis" der Mannschaften des KFA Ostthüringen warten. "Messi" scheitert mit zwei Todsicheren, aber fünf Tore reichen zum Weiterkommen.

 

Halb 12 ging es mit dem Bus am Zapfwerk gen Lucka los. Im klimatisierten Bus ging es über Gera und Zeitz nach Meuselwitz, wo ein Feldbrand am Haselbacher See den Weg gen Lucka verdunkelte. Die dortige schöne Spielanlage flimmerte unter der sonntäglichen sengenden Hitze. Nach der Erwärmung (an diesem Tag ein Wortwitz) ging es nochmals unter die Dusche oder an den Kaltwasserhahn zur Abkühlung und pünktlich 14.00 Uhr pfiff Sportfreund Grimmer die Pokalbegegnung an. Schon nach einer Minute lief Speedy mit dem Ball am Fuß von Rechts vor dem Strafraum nach innen, überließ Steven Ludwig, der das Leder nur einen halben Meter am rechten Dreiangel vorbeijagte. Weitere 120 Sekunden später konnte Hainberg nach langer Zeit mal wieder einen Standard nutzen, als Steven Thomas eine Ecke von Rechts punktgenau in den Fünfmeterraum flankte, wo sich Johannes Steudel ungehindert zum Kopfball schrauben konnte und einnickte. Da zeigte sich die Gastgeberabwehr gänzlich ungeordnet. Der HSV bestimmte weiter das Spielgeschehen und Torhüter Schmidtchen stand für den Rest der Begegnung im Brennpunkt, wobei ihm ein starker Leistungsnachweis gelang, nachdem er beim ersten Tor den Weg in den Flankenball vermieden hatte. Immer wieder trieben Enrico Wünsch, Speedy, Jo, Carsten Reichardt und Nico Springer den Ball gen gegnerischen Kasten. Vorn gelang aber vorerst ihnen und auch dem Sturmduo Stevie und Markus Neuhäuser kein weiterer Treffer. Bei der Bruthitze, in der das leichte Lüftchen nur fünf Minuten lang auf dem Spielfeld zu spüren war, gewährte der souveräne Referee beiden fair auftretenden Teams jeweils nach 15 Minuten Spielzeit eine kurze Trink- und Erfrischungspause. Die Gastgeber kamen vorerst kaum vor das HSV-Tor und beließen es bei Flanken von der Seite, die keinen Abnehmer fanden. Trotz dessen dauerte es bis zur 34. Minute, als ein Freistoß von Christian Reichardt kurz hinter dem Anstoßkreis im rechten Fünfer landete und Speedy gedankenschnell in den Ball spritzte und diesen am Keeper vorbeispitzeln konnte. Das 2:0 sollte genügend Beruhigung geben. Weitere Schussmöglichkeiten von Markus, Nico, Speedy und Carsten entschärfte der aufmerksame Torwart. Völlig überraschend ließ sich dann die Hainberger Abwehr nach einem abgewehrten gegnerischen Angriff überrumpeln. Der herausgeschlagene Ball kam per langer Flanke in den Rücken der herausrückenden Abwehr und der durchlaufende Luckaer Kapitän Hipke ließ sich die erste Luckaer Chance nicht nehmen und erzielte allein vor Andy mit trockenem Schuss den Anschlusstreffer. In den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte blieb der HSV zwar dominierend, konnte aber keinen Führungsausbau herbeiführen. Die Abwehr hatte mit einer Ausnahme sicher gestanden und wurde auf beiden Außen kaum vor Probleme gestellt.

 

In der Halbzeitpause ging es wieder an die Wasserhähne der gut gekühlten Kabinen. Enrico zollte den hohen Temperaturen und den vielen Laufwegen auf Links Tribut und wurde nach der Pause durch Sebastian Schulz ersetzt. Hainberg bestimmte weiter das Geschehen, fing im Mittelfeld oder spätestens der Abwehr die Bälle der Luckaer ab und spielte in der zweiten Hälfte verstärkt über Rechts, wo Speedy, Nico im Zusammenspiel mit Jo, Carsten und Christian in der Mitte Angriff auf Angriff einleiteten. Jörg Tittmann kam für Stevie, dem schlagartig übel geworden war, und schaffte es zunehmend gemeinsam mit den Mitspielern das Spielgerät in der gegnerischen Hälfte zu binden. Chancen folgten im Minutentakt, Schuss von Nico rechts vorbei, Speedy jagte die Kugel links daneben, Jörg verfehlte ebenso knapp nach schönem Spielzug knapp links, wobei der Keeper ins richtige Eck gesprungen war. Dann war es Speedy, bester Mann auf dem Platz, der in der zweiten Hälfte seine Laufstärke vollends ausspielte, der dem Linksverteidiger den Ball abnahm und unwiderstehlich gen Strafraum zog, wo Jörg im Sog mit einem weiteren Abwehrspieler den Laufweg freimachte und Speedy trocken und unhaltbar zum 3:1 einschoss. Kurz Darauf kam Lucka nach weitem Ball bei 25 Metern zu einem Freistoß. Mit toller Reaktion holte Andy den Ball aus dem rechten Toreck und klärte zur Ecke. HSV bemühte sich weiter um den Führungsausbau. Nach gutem Christian-Freistoß fand die Kopfballablage von Jörg keinen eigenen Mitspieler. Markus scheiterte mit zwei Versuchen am gut reagierenden Keeper. Bei einem Drehschuss von Jörg nach Speedy-Zuspiel stand ein Luckaer Spieler vor dem rechten Toreck und klärte. Daraufhin wieder ein Stellungsfehler der HSV-Defensive, die mit einem langen Ball kalt erwischt wurde und zusehen musste, wie der eingewechselte Kupfer allein vor Andy auftauchte und diesem keine Abwehrchance gab. Der Anschlusstreffer täuschte über den Spielverlauf hinweg. Doch Hainberg reagierte postwendend. Speedy legte Nico mustergültig auf und der vollendete überlegt hoch ins lange linke obere Toreck. Nun war spürbar die Moral der Gastgeber gebrochen. Der HSV ließ Angriff auf Angriff folgen, doch sündigte in der Chancenverwertung. Die größte Möglichkeit vergab dabei der an diesem Tag abschlussschwache Jörg. Ein herrliches Anspiel von Christian in den leeren Raum konnte er nicht nutzen, als er den stoisch ruhig bleibenden Keeper per Heber überwinden wollte, statt trocken und flach abzuschließen. Nach einem Zuspiel von Jo, hätte Jörg besser zurück gepasst, entschied sich aber für den Abschluss, wobei er dabei vom Gegenspieler getroffen wurde. Die Hainberger Spielzüge waren ansehenswert. Toll wie sich insbesondere Speedy, Nico, Jo und beide Reichardts die Bälle zuspielten. Die Abschlüsse aber blieben zu uneffektiv, wobei Torwart Schmidtchen nun auch berühmt geschossen wurde. Entweder spielten sich die Gelb-Roten die Bälle zu lange zu oder eben bei Schmidtchen war Endstation. Kurios als Jörg, Nico und Markus zu dritt vor Torwart und dem auf der Linie stehenden Libero zuliefen und die Kugel nicht im Tor unterbrachten. In der 88. Minute scheiterte Markus nach wiederum guten Anspiel in zentraler Position am Keeper, schaltete aber am schnellsten und setzte toll nach, als er die Kugel über die Linie drückte. Ohne Paule und Dirk sowie die noch nicht im Besitz eines gültigen Spielerpasses befindlichen Neuzugänge ein guter HSV-Auftritt bei bestem Bade- aber nicht Fußballwetter, an dem nur die mangelnde Chancenverwertung und die beiden kleinen Abwehrwackler zu bemängeln waren. Gut gelaunt ging es ohne McDrive nach Greiz zurück und die kleine Fußballreise war erfolgreich abgeschlossen.

 

Ein besonderer Dank geht an die begleitenden HSV-Fans, die sich ebenfalls über den Erfolg sichtlich freuten. Piep, der sicher mit von der Partie gewesen wäre, aber am Samstag mit Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, wünschen alle HSV-ler schnelle Genesung und gute Besserung. Auch wenn nun das nachzuholende erste Punktspiel in Steinsdorf noch später stattfinden muss, kann man nun gespannt auf die Auslosung und einen höherklassigen Testgegner im Pokal hoffen.

 

 

FSV Lucka 1910 II: Schmidtchen; Bieda, Köhlitz, R.Weber, Skotnik; T.Weber (46. Kupfer), Kunze, Siegel, Götze, Hipke (MK), Schuster.

 

HSV: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Steven Thomas, Carsten Reichardt (kein Gelb/ MK), Johannes Steudel, Enrico Wünsch (46./ Sebastian Schulz), Nico Springer, Steven Ludwig (51./ Jörg Tittmann), Markus Neuhäuser. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Sportfreund Grimmer (Meuselwitz/ SV Spora).

 

Tore: 0:1 Johannes Steudel (3./ Assist: Steven Thomas), 0:2 Steven Thomas (34./ A.: Christian Reichardt), 1:2 Hipke (41.), 1:3 Steven Thomas (57.), 2:3 Kupfer (66.), 2:4 Nico Springer (67./ A.: Steven Thomas), 2:5 Markus Neuhäuser (89./ A.: Nico Springer).

 

Zuschauer: 20.


Die 2. Ausscheidungsrunde im Regionalpokal der Köstritzer Schwarzbierbrauerei des KFA Ostthüringen:

 

SG 1.FC/Chemie Greiz II - SG Bad Köstritz/Caaschwitz II 0:3

TSV Monstab-Lödla II - VSG 1960 Cossengrün 0:1

SV BW Zechau-Kriebitzsch - VfL 1990 Gera 2:4

Langenwolschendorfer Kickers - Post SV Gera II 6:3

SV Langenberg - SV Roter Stern Altenburg 3:2

SV Eintracht Ponitz II - SV Eintracht Fockendorf II 0:3

SV Eintracht Ponitz - SG Braunichswalde 0:1

FSV Lucka 1910 II - Hainberger SV 2:5

ThSV Wünschendorf II - SV Osterland Lumpzig II  4:2

SV Lokomotive Altenburg II - SG Gera-Pforten/JFC Gera II  5:6 n.E.

Sportfreunde Gera - SG Schmölln/Großstöbnitz III   1:3

SV Rositz II - FSV Langenleuba-Niederhain   0:2

ASV Wintersdorf - LSV 1889 Altkirchen  3:0

SV Blau-Weiß Niederpöllnitz II - FSV Berga II   Wertung

SG Schwarz-Gelb Prößdorf - SG Daßlitz/Langenwetzendorf II   2:7

FSV Mohlsdorf - SG Gerstenberg/Haselbach  6:3

Regionalpokal KFA Ostthüringen, 1.Ausscheidungsrunde am 11.08.2012, 15.00 Uhr: SG Blau-Weiß 1990 Steinsdorf - Hainberger SV 3:5 (2:4)

Hainberg startet erfolgreich in die Pflichtspielsaison

Trotz starker Gegenwehr der Gastgeber verdient in 2. Pokalrunde eingezogen. Spielerisch lief nicht viel - aber zu Beginn der zweiten Hälfte entwickelte sich ein richtiger Pokalfight

 

Nach 4:1-Führung noch unnötig in Bredouille geraten. Nach dem 5:3 durch Dreifachtorschützen Dirk Bernickel war der Käse aber gegessen.

 

Bei angenehmen Temperaturen pfiff Sportfreund Kulpe pünktlich die Pokalbegegnung an. Die Gäste übernahmen das Zepter, scheiterten aber mit den beiden ersten Möglichkeiten. Anders die Gastgeber. In der 4. Minute befand sich der meist etwas eklig spielende Christian Siege auf dem linken Flügel völlig allein gelassen. Nach gutem Anspiel des besten Mannes auf dem Platz, Rico Mahler, konnte Siege gut getimt nach innen flanken, wo Kapitän Sebastian Borchardt ohne Probleme flach zur frühen Führung einschieben konnte. Andy hatte keine Abwehrchance und die Verteidigung hatte Borchardt zu viel Platz gelassen. Doch Hainberg griff unbeirrt weiter an. Nach 8 Minuten schickte Dirk Bernickel Markus Neuhäuser mit schönem Pass in den leeren Strafraum. Markus behielt die Übersicht und schob den Ball unter Keeper Immisch zum Ausgleich ein. Als es dann auch im 4-Minuten-Rhythmus weiterging fürchtete man um ein Handballresultat. Die Gäste blieben tonangebend, meist angetrieben durch Dirk, Carsten, Jo und den wieder unermüdlich laufenden Speedy. Nach dem besten Angriffszug der ersten Hälfte, einem mehrfachen Doppelpassspiel zwischen Speedy und Dirk, wollte letzterer den Ball scharf zu den unmittelbar vor dem Tor stehenden Mitspielern passen, jedoch fälschte Garcia-Martinez unerreichbar für seinen Keeper ins lange Eck zum 1:2-Zwischenstand ab. Auch danach der HSV spielbestimmend. Immisch zeigte sich auf der Linie reaktionsschnell. Doch auch Steinsdorf besann sich seiner Mittel, wobei Maler bei jedem Angriffsversuch Regie führte. Mit langen Bällen versuchten sie die Spitzen Siege und Borchardt ins Spiel zu bringen, um möglichst viele Standards durch Ecken und Freistöße herauszuholen, doch Nico führte umsichtig die Abwehr, die so vorerst weitere Möglichkeiten des Gastgebers verhinderte. Dirk, Carsten und Markus blieben aber auch im Abschluss noch erfolglos. Nach einem schnellen Gegenangriff hatte der HSV eine 3:2-Überzahlsituation. Der links freistehende Steven Ludwig lief aber ins Abseits, so dass Dirk sich den Ball durch zwei Steinsdorfer hindurch selbst vorlegte, um dann noch den Keeper zu umkurven und einzunetzen. Ein Tor der Willenskraft und Spieltechnik, umgesetzt in einer tollen Einzelleistung. Weitere magische vier Minuten später setzte Nico den sich auf Rechts einschaltenden Paule ein. Nach dessen Pass in den Strafraum brannte im Torraum der Blau-Weißen die Luft. So konnte Stevie in seiner besten Aktion des Spieles nach Tohuwabohu im Gastgeberstrafraum mit schönem Schuss ins rechte Toreck auf 4:1 erhöhen. Das sollte doch eine Vorentscheidung gewesen sein. Jedoch gelang den Gästen bis zum Pausenpfiff nicht das dafür nötige Nachwaschen. Die Angriffe wurden nur noch selten gut ausgespielt, blieben bei den Spitzen hängen oder es fehlte an dem nötigen Abschluss aus der Distanz. Dies versuchten nur noch Speedy und Dirk. Im Gegenteil leistete sich der diesmal nervös wirkende Andy bei einem langen Ball eine Unsicherheit, als er statt den lang geschlagenen Ball zu fangen, wollte er ihn mit dem Fuß schlagen. Der drei Meter vor ihm stehende Tobias Borchardt stoppte das Spielgerät kurzerhand mit der linken Hand und bekam das Tor anerkannt, nachdem er den Ball irgendwie über die Linie gebracht hatte. So stand es zur Halbzeit 2:4. Schon Minuten zuvor war Andy bei einem Flankenball von Borchardt umgerannt worden und hatte sich zum Glück nicht verletzt. Überzeugen konnte der Neukeeper vor allem mit einer Ausnahme beim guten Herauslaufen, wurde bei Standards aber auch von der Hintermannschaft sehr allein gelassen.

 

Mit dem Wiederanpfiff stellte Steinsdorf um und Routinier Häckel, gerade 41 Jahre alt geworden, vom Liberoposten in das Sturmzentrum. Dabei nutzten sie zunehmend die Unsicherheiten der Hainberger Defensive bei Standards und zudem die leider inkonsequente Spielleitung des trotz Handicaps sonst guten Werdauers Kulpe aus. Der Gastgeber spielte, als ob es im Fußball keine Abseitsregel geben würde, testete die Haltbarkeit der Hainberger Trikots, nahm sich den Ball zum Einwurf, egal ob schon im Aus für Hainberg oder noch im Spielfeld. Trotz dessen wurde es zu keinem Zeitpunkt unfair. Matthias Häckel kündigte vor seinem Tor bei Dirk schon an: Der Schieri pfeift eh kein Abseits“. Und so geschah es nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld, als Andy sich auf Abseits berufend zu spät gen Ball bewegte und der durch seine Frontstellung allein befindliche Häckel ließ sich die Chance nicht nehmen. Mit einem Mal stand das Spiel wieder auf der Kippe. Steinsdorf drückte nun mit Macht und Hainberg konnte sich nicht mehr so gut spielerisch befreien und schlug nach Gastgebermanier selber nur lange Bälle, die zunehmend beim Gegner versandeten. Einige gute Angriffszüge über rechts von Speedy, dem am Vortag Geburtstag habenden Carsten und Jo blieben die Ausnahme. Aber beide Torhüter zeigten sich auf der Linie reaktionsschnell, so dass vorerst keine weiteren Tore fielen. Speedy scheiterte per schönen flach getretenen Freistoß an Immisch, der um den Pfosten lenkte, Borchardt jagte im Nachschuss völlig freistehend den Ball über das leere Tor. Als Dirk nach gut zwei Dritteln der Spielzeit erneutes Durcheinander im Steinsdorfer Strafraum per Kopf aus 8 Metern in den leeren Kasten zum 5:3 ausnutzte, war das Spiel vorentschieden. Blau-Weiß hatte noch zwei, drei Möglichkeiten, schoss auch einmal aus klarem Abseits ins Tor, aber das Spiel plätscherte nun zunehmend dahin. Carsten holte sich per Mittelfeldfoul an Maler noch die obligatorische Gelbe Karte. Auch Siege bekam den verdienten Karton. Zuvor hatte Christian Reichardt in der ersten Hälfte für ein Handspiel, begangen zwei Meter vor dem leeren gegnerischen Kasten, als er sich nicht anders zu helfen wusste, um den Ball ins Tor zu befördern, die gleiche Karte gesehen. Der schönste HSV-Angriff in Hälfte zwei nach Doppelpass zwischen Jo und Speedy wurde vom Gastgebertorwart entschärft. Am Ende hatten die Zuschauer kein gutes, aber vom zunehmenden Kampf geprägtes und abwechslungsreiches Spiel gesehen, was nun den HSV zur Pokalreise nach Lucka zwingt. Der wegen der noch nicht abgeschlossenen Formalitäten nur zuschauende Gahfari „Balotelli“ wurde schon erstmals auf dem Feld vermisst, da er in beiden Freundschaftsspielen dem Hainberger Spiel mehr Struktur verleihen konnte. Wichtig ist das positiv gestaltete Ergebnis. Außerdem fehlten der urlaubende Lothar Ramisch, der arbeitende Enrico Wünsch sowie Sahil aus gleichen Gründen wie Gahfari. Ein Dank geht noch mal an die netten Gastgeber, die problemlos der Spielverlegung am ersten Spieltag zugestimmt haben.

 

Steinsdorf: Immisch; Häckel, Geißler, Böttcher, Fuchs, Garcia-Martinez, Maler, Mache, T. Borchardt, S. Borchardt (MK), Siege (85./ Gelb).

 

Hainberg: Andy Czajka; Nico Springer, Christian Paul, Cedric Ullmann; Christian Reichardt (21./ Gelb), Carsten Reichardt (MK/ 70./ Gelb), Johannes Steudel, Steven Thomas, Dirk Bernickel, Steven Ludwig (66./ Sebastian Schulz), Markus Neuhäuser (89./ Jörg Tittmann). Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Andreas Kulpe (Werdau/ SV Wismut Seelingstädt).

 

Torfolge: 1:0 Sebastian Borchardt (4.), 1:1 Markus Neuhäuser (8./ Assist: Dirk Bernickel), 1:2 Garcia-Martinetz (12./ Eigentor/ A.: Dirk Bernickel), 1:3 Dirk Bernickel (30./ A.: Carsten Reichardt), 1:4 Steven Ludwig (34./ A.: Markus Neuhäuser), 2:4 T. Borchardt (42.), 3:4 Häckel (48.), 3:5 Dirk Bernickel (62./ A.: Steven Thomas).

 

Zuschauer: 40.

Die anderen Ergebnisse der Teams aus dem ehemaligen KFA Greiz:

 

Langenwolschendorfer Kickers - FC Thüringen Weida II   5:1 n.V.

VSG 1960 Cossengrün - FSV Ronneburg II   1:0

SG 1.FC/Chemie Greiz II - TSV 1880 Rüdersdorf II  Gast nt.angetr.

TSV 1861 Pölzig - SV Blau-Weiß Niederpöllnitz II   1:4

SSV 1938 Großenstein II - FSV Berga II   2:10

SG Hohenleuben/Hohenölsen II - SG Braunichswalde 1:9                    

SV Wismut Seelingstädt - SG Bad Köstritz/Caaschwitz II  1:6              

SV Blau-Weiß 90 Greiz II - ThSV Wünschendorf II   2:4 n.V.

FSV Mohlsdorf - BSV Paitzdorf   2:1 n.V.                                              

SG Daßlitz/Langenwetzendorf II kampflos weiter

28.07.2012, 15.00 Uhr: 2.Vorbereitungsspiel - SV Grün-Weiß Wernesgrün - Hainberger SV 2:3 (1:1) - Gegen spieltechnisch starke Gastgeber verdienten Sieg eingefahren

 

Wernesgrün nach morgendlichen Schwimm- und wöchentlichen Lauftraining etwas platt und Torhüter holt sich drei Assists bei den Hainberger Toren - Spiel hatte fast Länderspielcharakter ob der vielen tschechischen Sportfreunde auf Gastgeberseite

 

Gahfari macht seine ersten beiden Tore für Hainberg und Mannschaft zeigt wie in Untergrochlitz mannschaftliche Geschlossenheit - wieder zwei Elfer gegen Hainberg - einen davon hält Andy großartig

Bei angenehmerem Wetter als an den irre heißen Vortagen hatte der Hainberger SV in der wunderschönen Umgebung des vogtländischen Wernesgrün die Gelegenheit auf der tollen Sportanlage der Gastgeber zum Testspiel anzutreten. Und wieder überzeugte das Team in seiner Homogenität, in Sachen Kampfgeist und Einstellung sowie der Spielweise. Noch muss Einiges spielerisch gerichtet werden, aber das, was das Team derzeit ausstrahlt macht Freude. Auch, wenn Andy im Tor diesmal in der neuen Rolle beim Rauslaufen, Abschlagen, Standardsituationen und bei eins , zwei Schüssen zeigte, dass noch viel zu lernen und an Erfahrung zu gewinnen ist, sein Strahlen und Elan wird von der gesamten Mannschaft übernommen. Und die Glanztat, als er in Hälfte 2 den Elfmeter famos parierte, sollte ihm weiter den nötigen Mut und auch den nötigen Schuss geben, den ein Torwart, der immer auch verrückt ist, haben muss. 

 

Auf dem Kunstrasen über Wernesgrün standen die HSV-Jungs einem körperlich durchschnittlich größer und robuster wirkenden Team gegenüber, dass über eine ausgesprochen gute Spielanlage verfügt. Von Beginn an waren die Gäste aber gleichwertig. Der von der Mannschaft wiedergewählte Kapitän Carsten Reichardt führte im Mittelfeld die Mitspieler, "Balotelli" Ghafari und Steven Thomas legten ein bewundernswertes Laufpensum hin, die Abwehr stand sehr gut, konnte gegen diesen qualitativ guten Gegner aber nicht jede Chance im Keim ersticken. In der ersten Hälfte waren die Hainberger vor dem gegnerischen Tor aber gefährlicher, obwohl die Grün-Weißen optisch etwas mehr Spielanteile hatten. Vorerst vergaben die Hainberger aber durch Markus, Balotelli, Speedy und Carsten ihre Möglichkeiten. Die Gastgeber wirkten bei Distanzschüssen am gefährlichsten. Nach einem Schuss von halbrechts ließ Andy den Ball nach vorn prallen, wo ein Wernesgrüner Spieler nach mehr als einer halben Stunde zur Führung einnetzen konnte. Aber der HSV zeigte sich vom Rückstand keineswegs beeindruckt. Nach dem besten HSV-Angriff kam der geniale finale Pass von Markus auf Balotelli, der aber allein vor dem Keeper an diesem beim Schuss in die linke Ecke scheiterte. Der eben noch stark reagierende Torwart leistete sich bei der darauffolgenden Ecke dann seinen ersten Patzer, als er den Ball gen eigenes Netz faustete. Gahfari köpfte dann auf der Torlinie die Kugel ins Tor. In der Abwehr leisteten sich die Gastgeber gegen die sie stark bedrängenden Hainberger Ballverluste, die aber dann auch wegen eigenartiger Abseitsentscheidungen zu keinem weiteren Treffer führten. Ein gerechter Pausenstand. In der zweiten Hälfte übernahmen die Hainberger zunehmend das Spielgeschehen. Nach einem Missverständnis zwischen Torwart und Abwehrspieler nach einer Gästeflanke, setzte Markus Neuhäuser entscheidend nach, so dass der Verteidiger letztendlich per Eigentor den HSV in Führung schoss. Etwas später sprang bei einem Grün-Weiß-Pass in den Hainberger Strafraum der Ball unglücklich an Christians Arm. Den fälligen Elfer holte Andy sensationell aus dem rechten Toreck. Als nach 75 Minuten ein Angreifer beim stehenden Jo wieder im Strafraum einfädelte, war unser neuer Keeper beim erneuten und diesmal vollkommen geschenkten Elfmeter ohne Abwehrchance gegen den fulminant platzierten Torschuss. Dank des Heimkeeper, der nach 86 Minuten den vor sich stehenden Balotelli bediente und dieser das Geschenk dankend annahm, sicherte sich der HSV den nicht unverdienten Sieg. Den Zuschauern war ein Klassespiel geboten worden. Trotz des Fehlens von Paule, Enrico und Nico überzeugte das Team in der Gänze, hatte natürlich auf der Bank mit dem diesmal entkräfteten Sahil, Seb und Oldie-Ich-spiele-nicht-mehr-Erste Jörg keinen gleichwertigen Ersatz zu bieten. Trotzdem halfen die drei, den Sieg über die Zeit zu bringen und mein durchdringender Blick zum Keeper provozierte bestimmt den Fehler zum Siegtor. Nach dem Spiel saß man auf dem noch nicht freigegebenen Balkon des tollen Sportgeländes und vernahm vom völlig fertigen Torwart der Grün-Weißen, dass die Truppe vormittags ein hartes Schwimmtraining, Freitag ein weiteres Testspiel und in der Woche einen 13-km-Lauf absolviert hatte. Nach deren Abstieg aus der Vogtlandliga wollen sie in der Vogtlandklasse ein gewichtiges Wort mitreden. Einige der zahlreichen tschechischen Testspieler werden dafür mit Sicherheit benötigt.

 

Tore: 1:0 (33.), 1:1 Ghafari (37.), 1:2 Eigentor (56.), 2:2 Elfmeter (73.), 2:3 Ghafari (85.).

 

Aufstellung: Andy Czajka; Lothar Ramisch, Cedric Ullmann, Christian Reichardt, Carsten Reichardt, Steven Thomas, Abdul Zahoor Ghafari, Johannes Steudel (76./ Sebastian Schulz), Steven Ludwig (46./ Ahmad Zia Sahil/ 84. Jörg Tittmann), Dirk Bernickel, Markus Neuhäuser. Trainer: Uwe Birke.

 

Schiedsrichter: Axel Reinhold (Falkenstein), Linienrichter: Erhard Menzel, Kilian Kunze (beide Rodewisch). Zuschauer: 30.

21.07.2012, 15.00 Uhr: Testspiel SG Hohndorfer SV/ SV 60 Untergrochlitz II - Hainberger SV 3:3 (2:1)

Gelungener Testspielauftakt trotz des Fehlens einiger Akteure

 

 

Wegen zweier unnötig verursachter Elfer schafft Kreisligist etwas schmeichelhaftes Remis

 

Mannschaft überzeugt - Toller Einstand von Ghafari "Vati" und Sahil "Mutti" - Speedy mit einem Tor und zwei Assists

Die Hainberger mussten im ersten Vorbereitungsspiel auf Paule, Jo, Stevie, Dirk und Seb verzichten und hatten nur zwei Alten Herren als Wechsler dabei. Da schaute man neidisch zu den 19 Akteuren auf der Gastgeberseite, die fast alleine ein Testspiel hätten austragen können. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem die Gäste am Ende mehr klare Torchancen hatten, das Ergebnis aber in Ordnung geht. Beim ersten Treffer der Gastgeber ließ die Hainberger Defensive einen Spieler durchlaufen, der Lothar im Tor keine Chance ließ. Zuvor war en die Gäste bei zwei Großchancen im Abschluss nicht erfolgreich. Neuzugang "Balotelli" verursachte nach eigenem Fehlabspiel mit einem Foulspiel im eigenen Strafraum einen Elfmeter. Dies blieb sein einziger Fehler in einem ansonsten völlig überzeugenden Debüt. Gahfari belebt das Spiel der Gelb-Roten immens und führt mit Übersicht die Offensive. Der Gastgeber erhöhte per Strafstoß auf 2:0. Eine Rettungstat von Lothar verhinderte das 0:3. Ein fulminanter Distanzschuss Speedys rutschte dem Keeper durch die Handschuhe zum überfälligen Anschlusstreffer. Bis zur Pause konnten beide Teams weitere Möglichkeiten nicht nutzen. Nach dem Seitenwechsel köpfte Nico einen weiten Einwurf in den langen Fünfer des gegnerischen Strafraumes zum 2:2 ein. Als Chris im Strafraum etwas ungeschickt zu Werke ging, nutzte der Gastgeberstürmer die sich bietende Gelegenheit und Schiri Schmidt musste auf den Punkt zeigen. Auch Andy, der in der zweiten Hälfte im Tor durchaus zu überzeugen vermochte, konnte den souverän verwandelten Strafstoß nicht parieren. Mit zwei Paraden konnte er sich noch auszeichnen. Hainberg glich mit dem schönsten Angriffszug des Spieles nach Flanke von Speedy in den Lauf Enricos nur eine Minute später wieder aus. Enrico, Speedy und vor allem Markus hatten dann noch den Siegtreffer auf dem Fuß. Läuferisch wirkte der HSV in der zweiten Hälfte frischer als die SG. Auch Sahil überzeugte in seinem ersten Hainberger Spiel durch Lauffreude und Einsatzbereitschaft, zeigte sich weitaus stärker als in den Trainingseinheiten, musste aber kräftemäßig den Auswirkungen der Ramadanfastenzeit Tribut zollen. In der zweiten Hälfte konnten alle Gästespieler überzeugen, machten einen homogenen Eindruck und brachten die SG an den Rand einer Niederlage. Ein Klassenunterschied war an diesem Tag nicht zu bemerken. Wenn die Vorbereitung weiter so intensiv genutzt wird, kann man sich schon auf die neue Saison freuen.

 

HSV-Aufstellung: Lothar Ramisch (46. Andy Czajka); Nico Springer (46. Lothar Ramisch); Enrico Wünsch (46. Christian Reichardt), Cedric Ullmann, Carsten Reichardt, Christian Reichardt (46. Nico Springer), Andy Czajka (46. Enrico Wünsch), Abdul Zahoor Ghafari, Steven Thomas, Ahmad Zia Sahil (63. Peter Westphal/ 81. Jörg Tittmann), Markus Neuhäuser; Trainer: Uwe Birke.


Tore: 1:0 (17.), 2:0 (28./ Strafstoß), 2:1 Steven Thomas (34.), 2:2 Nico Springer (56./ Assist: Steven Thomas), 3:2 (69./Strafstoß), 3:3 Enrico Wünsch (70./ Assist: Steven Thomas).

 

Schiedsrichter: Sportfreund Schmidt (FSV Mohlsdorf). Zuschauer: 50.